Naturflash
12. januar, Spanien ⋅ ☁️ 18 °C
Wir sind ausgeruht und somit können wir die Erkundung Gran Canarias weiter fortsetzen. Wir steigern uns und nehmen einen Mietwagen. Wir bekommen einen gelben "Bumblebee" Kia Stonic. Also raus in den spanischen Verkehr. Wir fahren Richtung Westen nach Puerto Rico. Ja klar, liegt ja auch im Westen, egal welches Puerto Rico. 20 Minuten später stranden wir in der kleinen Hafenstadt. Nun, man muss sagen es gibt Vor- aber auch Nachteile. Wer mit Kindern einen ruhigen und entspannten Urlaub machen will (wenn das geht) der ist zu dieser Jahreszeit hier gut aufgehoben. Es ist nicht so windig wie in Maspalomas, daher dann auch etwas wärmer und der Strand ist ideal für Familien mit Kindern. Die meisten Exkursionen starten auch von hier. Nachteil ist aber die Bebauung der Hotels. Weniger nah am Strand und die meisten hoch oben im Berg weit weg vom Strand. Wer dann an den Strand möchte, muss weite Wege auf sich nehmen und unzählige Treppenstufen steigen. Hier also bei der Buchung schon Augen auf. Ansonsten ist es jetzt im Winter doch recht ruhig in Puerto Rico.
Scott hatte uns gestern schon gesagt das es in Puerto Rico für einen Strandurlaub schöner ist, womit er Recht hatte.
Die Landschaft bis hierher ist recht karg und trostlos.
Unser nächstes Ziel ist San Nicholas de Tolentino, welches wir über die GC 200 erreichen. Es wird grüner und scheinbar wird in dieser Gegend die Landwirtschaft groß geschrieben. Überall sind größere und kleinere Plantagen u. a. mit Bananenpflanzen. Ansonsten gibt es hier nicht viel was unsere Aufmerksamkeit beansprucht.
Wir diskutieren darüber wie wir weiter fahren. Sonni würde den Weg zurück nehmen, aber ich finde das doof. Denn dann sehen wir alles nochmal, nur anders herum. Länger, aber sicher auch interessanter, ist der Weg über die GC 210 nach Tejeda. So machen wir es dann auch. Aus dieser Richtung wird die Straße etwas unebener. Das hat aber auch einen Vorteil. Die Radfahrer fahren scheinbar die Strecke nicht so gerne. Das Grün nimmt zu und zwischen den Kleinpflanzen recken Palmen und Kakteen ihre Köpfe in den Himmel. Das Grün wird malerisch von den rotbraunen Felswänden durchzogen. Es geht hoch und runter, die Straße wird eng. Es ist ruhig hier oben in den Bergen und die Aussichten sind phänomenal. Wir machen an einem Staudamm Halt bevor es eine Serpentine hinauf geht, ala Bergetappe der Tour de France. Ich liebe solche Fahrten, eng an den Felswänden vorbei mit immer wieder engen Kurven. Für Sonni ist das alles nichts, daher will ich auch eine Pause einlegen. Ich denke das tut Sonni gut. Am Staudamm ist es kühl, herrlich.
Es geht die Serpentine hoch und oben eröffnet sich ein weiteres herrliches Bild. Das kleine Flüsschen hat noch nicht viel Wasser angestaut aber es ist berauschend.
Wir kommen Tejeda näher und die Palmen wechseln in Schwarzkiefern.
Tejeda ist erreicht, ein kleines Bergdörfchen aber wunderschön. Jetzt ein Snack wäre schön und wir entschließen uns zu einer Tapasplatte. Lecker und sehr empfehlenswert. Das in den Gebieten vor Tejeda Menschen wohnen, verwundert uns etwas. Nachbarn hat man hier keine und wenn man mal die Butter vergessen hat, dann ist man auch erstmal ne Weile unterwegs. Oder man fährt zum nächsten Bewohner und hofft das der noch Butter hat. In Tejeda bekommt man jedenfalls das was man zum Leben braucht. Über die GC 60 geht es über San Bartolome de Tirajana wieder nach Maspalomas. Immer wieder wechselt die Vegetation und die schroffen Felswände nehmen langsam ab.
Wir halten schnell noch an der Tankstelle und füllen den verbrauchten Sprit wieder auf. 1,20€ kostet hier der Liter Sprit und das tanken ist genau wie in Deutschland.
7,5 Stunden waren wir unterwegs und haben dabei gerade einmal 130 Kilometer zurückgelegt. Dabei haben wir Orte gesehen welche wohl die wenigsten Gran Canaria Urlauber sehen. Bei der Landschaft sind wir uns einig, die ist Klasse, bei der Streckenführung jedoch nicht, Sonni mag es nicht, ich dafür umso mehr. Von daher sag ich mal, es war ein sehr schöner Tag.Læs mere






















