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  • Day85

    Regenbogenland

    December 20, 2017 in Panama ⋅ ⛅ 20 °C

    Boquete liegt im Hochland von Panama, nicht weit vom Volcán Barú, der die letzten Jahrhunderte aber keine Aktivitäten gezeigt hat. Nicht ganz so hoch in den Bergen wie meine vorletzte Unterkunft ist es aber auch hier tropisch grün. Es wird Kaffee angebaut und generell viel Obst und Gemüse. Wir haben uns etwas außerhalb in einer kleinen Anlage mit herrlichem Garten und eigenem Kaffee-Anbau einquartiert. Das Wetter ist tagsüber gut, aber abends ziehen regelmäßig Wolken auf, es ist stürmisch und es regnet. Ergebnis sind aber wunderschöne Regenbogen 🌈 jeden Morgen.

    Während Matthias heute endlich sein verlorenes Gepäck in David abholen kann (erfolgreich!), habe ich eine Raftingtour gebucht. Der Fluss ist allerdings fast an der Grenze zu Costa Rica, so dass zuerst eine Autofahrt vor uns liegt. Als wir ankommen sieht man zudem besorgte Gesichter unserer Guides und schnell verstehen wir ihre Unzufriedenheit. Fluß aufwärts liegt ein Stromkraftwerk, das vom Staat betrieben wird. Dieser hat damit auch die Hoheit über die Dämme. Und zumindest heute hilft alles gut zureden nichts, die Schleusen bleiben geschlossen 🙁. Die Konsequenz daraus bemerken wir schnell. Nach Besteigen der Boote treiben wir zunächst einige Zeit vor uns hin, als jedoch die Stromschnellen beginnen ist der Wasserpegel zu niedrig, um sie zu passieren, regelmäßig bleiben wir an den großen Steinen hängen. Den Guides bleibt nicht anderes übrig, als oft auszusteigen und die Boote 🛶 einige Meter zu schieben oder zu ziehen. Aussteigen lassen möchten sie uns auch nicht, denn die Steine sind glitschig und die Strömung dann abschnittsweise dann doch stark und man rutscht leicht aus. Am Ufer sieht man, dass der Fluß vor kurzem bestimmt 1,50m höher stand und ich kann mir gut vorstellen wie es dann hier aussehen würde. An einigen Stellen ist es dann doch etwas wilder und ich falle natürlich prompt aus dem Boot und hole mir einen schönen großen blauen Fleck an einem Felsen ab! Der Trip dauert doppelt so lang wie üblich und am Ende sind alle froh, als wir wieder wohlbehalten am Ufer stehen.

    Auch am nächsten Morgen verziehen sich die Regenwolken schnell und so steht dem Ausflug zum Wasserfall sowie den Petroglyphen in der Nähe nichts im Weg. Der Parque Arqueológico de Piedra Pintada ist kaum zu finden; man durchquert über ein privates Grundstück auf dem Pferde und Kühe weiden und gerade wenn man denkt, dass man komplett falsch ist erreicht man ein kleines Tor, dass den Park beschildert. Die in den Fels eingeritzten Zeichnungen sind mehr als 1000 Jahre alt und die Bedeutung ist auch nicht so ganz klar.
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