Der Hechtplan funktioniert!
August 22 in Finland ⋅ 🌧 17 °C
🗓️ 22. August 2026 – Der Hechtplan funktioniert! 🎣🇫🇮
Um 6 Uhr klingelt der Wecker. Urlaub kann wirklich hart sein.
Nur 15 Minuten später stehe ich mit Angel, Wobbler und Kescher an der Brücke. Seit gestern gibt es schließlich einen Hechtplan – und der will heute umgesetzt werden.
Zunächst läuft allerdings gar nichts. Nach etwa 20 Minuten kommt der erste Biss. Kurz zappelt die Schnur, dann ist der Fisch wieder weg.
Mist.
Doch nur zehn Minuten später folgt der nächste Versuch. Wieder ein Biss – diesmal sitzt der Haken.
Und dann beginnt der Kampf.
Der Hecht wehrt sich mit aller Kraft und ist durchaus der Meinung, dass er lieber im Wasser bleiben möchte. Rund 70 Zentimeter lang ist das Tier, kräftig und erstaunlich ausdauernd. Mit Schweißperlen auf der Stirn und nach einigen nervenaufreibenden Minuten gelingt es mir schließlich, ihn zu landen. 🎣💪
Was für ein Teil!
Leider gehört zum Angeln auch der weniger schöne Teil: Der Fisch muss getötet werden. Lebendig essen ist schließlich keine Option.
Kaum ist der erste Fang versorgt, geht das Abenteuer weiter. Nur eine halbe Stunde später hängt schon der zweite Hecht am Wobbler. Er ist etwas kleiner, aber ebenfalls ein prächtiger Fisch. Der Wobbler scheint heute einen ausgesprochen guten Arbeitstag zu haben.
Zwei Hechte an einem Morgen – der Hechtplan ist mehr als erfüllt. 😄
Nach diesem erfolgreichen Start in den Tag gibt es erst einmal Kaffee und Frühstück. Anschließend packen wir zusammen und nutzen die verbleibende Zeit, um noch eine Runde über Brändö zu drehen.
Schon nach etwa 20 Minuten erreichen wir das nördliche Ende der Insel. Die Landschaft wirkt wieder herrlich skandinavisch: rote Häuser mit weißen Fensterrahmen, akkurat gemähte, knallgrüne Wiesen und dazwischen immer wieder weite Ausblicke über Meer und Schären. Von solchen grünen Wiesen können wir in Süddeutschland diesen Sommer nur träumen.
Über uns zieht immer wieder ein Seeadler seine Kreise. 🦅
Im Landhandel kaufen wir noch ein paar absolut unverzichtbare Dinge des täglichen Bedarfs – zum Beispiel süße Stückchen – und füllen den Wassertank auf. Danach suchen wir uns einen schönen Platz, an dem wir uns um die beiden Fänge kümmern können.
Jetzt folgt der praktische Teil: das Filetieren der Hechte.
Sagen wir es so: Am Ende bekomme ich tatsächlich ungefähr ein Kilo Hechtfilet heraus. Der Rest meiner Filetierkünste bietet allerdings noch deutliches Entwicklungspotenzial. 😄🔪🐟
Mit den frisch gewonnenen Filets im Gepäck geht es anschließend weiter zur Fähre. Nach knapp einer Stunde Wartezeit legen wir ab. Die etwa 45-minütige Überfahrt verläuft ruhig, und während Brändö langsam hinter uns verschwindet, erreichen wir wieder das finnische Festland.
Dort finden wir einen schönen Hafen mit viel Platz und weitem Blick übers Wasser. Der Tag klingt damit genau passend aus: mit dem eigenen Fang auf dem Teller.
Zum Abendessen gibt es den selbst gefangenen Hecht, gebraten mit gewürfelten Bratkartoffeln. Sehr lecker – auch wenn ich beim wirklich grätenfreien Filetieren noch deutlich üben muss. 😬
Aber satt sind wir.
Und der Hechtplan?
Kann offiziell als erfolgreich abgeschlossen betrachtet werden. 🎣✅Read more














