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Zwischen Åland & Finnland 2026

Mit dem WoMo, dem Schlauchboot und der Angel, geht es ins finnische Archipelago zwischen Turku und Åland Leer más
  • Inicio del viaje
    6 de agosto de 2026

    Auf in den Norden.

    7 de agosto, Alemania ⋅ ☁️ 19 °C

    🗓️ 07./08. August 2026 – Auf in den Norden! 🇫🇮

    Eigentlich sollte unser Finnland-Abenteuer ganz entspannt am Freitagmorgen beginnen. Eigentlich.

    Da aber halb Deutschland gleichzeitig in den Urlaub wollte, änderten wir die Taktik und starteten bereits am Donnerstagabend gegen 21 Uhr. Der Plan ging auf: freie Autobahn, gute Fahrt und irgendwann waren wir schon ein gutes Stück hinter Frankfurt. Mächtig stolz auf unsere taktische Meisterleistung stellten wir gegen 1 Uhr allerdings fest, dass wir einfach nur noch todmüde waren. Also: Parkplatz, Bett, Licht aus. 😴

    Um 6 Uhr klingelte schon wieder der Wecker. Und dann geschah etwas, das sämtlichen Grundregeln eines vernünftigen Urlaubs widerspricht:

    Wir fuhren los. Ohne Frühstück. Und sogar ohne Kaffee!!! ☕️😱

    Das hielten wir natürlich nicht ewig durch. Irgendwo auf halber Strecke nach Lübeck gab es endlich Frühstück und Kaffee – danach waren wir wieder gesellschaftsfähig.

    Für Unterhaltung unterwegs sorgt unser neues, ausgesprochen intellektuelles Hobby: Autokennzeichen sammeln. Bis Lübeck hatten wir tatsächlich schon 335 von 829 deutschen Kennzeichen in unserer App. Andere zählen Vögel. Wir zählen Nummernschilder. 😄

    Gegen 13 Uhr erreichen wir Lübeck und finden wieder unseren bewährten kostenlosen Parkplatz – mit Wohnmobil inzwischen fast schon ein kleiner Lottogewinn.

    Dann geht es in die Altstadt. Und Lübeck gefällt uns auch beim zweiten Besuch richtig gut: alte Gassen, wunderschöne und teilweise bedenklich schiefe Häuser, kleine Restaurants, lautlos schnurrende Elektroboote, Marzipan an jeder Ecke – und genügend schicke Geschäfte, um auch Kerstins kulturelles Interesse wachzuhalten. 😇

    Das Holstentor ist nach wie vor beeindruckend. Nur sind wir diesmal nicht ganz allein damit. 2021 während Corona war Lübeck noch herrlich leer. Inzwischen ist die Menschheit zurück – und möchte ebenfalls das Holstentor fotografieren. 📸

    Nach so viel Kultur folgt ein weiterer wichtiger Programmpunkt: Mittagsschlaf im Wohnmobil. 😴

    Abends geht es noch einmal in ein Fischrestaurant, danach fahren wir weiter nach Travemünde. Gegen 22:30 Uhr stehen wir in der erstaunlich kurzen Schlange vor der Fähre. Kerstin hütet das Steuer, während Kilian die Wartezeit effizient für eine weitere Runde Schlaf nutzt.

    Um 0:30 Uhr endlich: Boarding! 🚢🇫🇮

    Wohnmobil in den Bauch der Fähre, Kabine suchen, ab in die Kojen.

    Und morgen wachen wir irgendwo auf der Ostsee auf. 🌊
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  • Baltic Sea - die Minikreuzfahrt

    8 de agosto, Alemania ⋅ ⛅ 16 °C

    🗓️ 08. August 2026 – Seetag Richtung Finnland 🌊🚢

    Nach der kurzen Nacht beginnt unser erster richtiger Urlaubstag erfreulich unspektakulär: Die Ostsee ist spiegelglatt. So ruhig, dass man kaum merkt, dass man überhaupt auf einer Fähre unterwegs ist.

    Besonders erfreulich für Kerstin: keine Spur von Seekrankheit! 💪 Offenbar hat die Ostsee heute beschlossen, sich von ihrer freundlichen Seite zu zeigen.

    Um 8:30 Uhr geht es zum Frühstücksbuffet – überraschend gut und vor allem reichlich. Beim Rührei reicht eine Portion völlig aus. Beim Lachs sehen wir das etwas anders. 😄🐟

    Danach beginnt das anspruchsvolle Bordprogramm: Kilian absolviert einen ausgedehnten Vormittagsschlaf, Kerstin übernimmt später gewissenhaft die Nachmittagsschicht. Man muss sich seine Kräfte schließlich einteilen. 😴

    Am Nachmittag sitzen wir bei herrlichem Sonnenschein draußen an Deck. Die Ostsee liegt fast endlos vor uns, die Fähre zieht ruhig Richtung Finnland und irgendwann gibt es für jeden einen Aperol Spritz. 🍹

    Jetzt sitzen wir in der Sonne, schauen aufs Wasser und warten ganz entspannt auf das Abendessen.

    Seetag kann schon ziemlich anstrengend sein. 😎🌊
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  • Discgolf und Gummikuh

    9 de agosto, Finlandia ⋅ 🌬 19 °C

    🗓️ 09. August 2026 – Angekommen in Finnland! 🇫🇮

    Am Morgen ist es endlich so weit: Bei schönstem Sonnenschein läuft unsere Fähre in Helsinki ein. Die Stadt und die vorgelagerten Inseln ziehen an uns vorbei, und kurze Zeit später rollen wir erstaunlich zügig von Bord.

    Finnland – wir sind da! 🇫🇮

    Wir lassen Helsinki am Stadtrand liegen und steuern gleich unser erstes sportliches Abenteuer an: Discgolf. In Finnland offenbar eine Art Volkssport – und jetzt auch für uns.

    Der Parcours hat stolze 21 Körbe, und zunächst beobachten wir ehrfürchtig die Profis vor uns. Vor jedem Wurf wird ungefähr siebenmal ausgeholt und Maß genommen. Das sieht ausgesprochen professionell aus. Beruhigenderweise fliegen deren Scheiben anschließend auch nicht immer dorthin, wo sie hin sollen. 😄

    Wir schlagen uns für Anfänger erstaunlich wacker. Ein oder zwei Körbe schaffen wir tatsächlich sogar in Par! Die weiten Würfe enden allerdings gelegentlich am nächsten Baum oder irgendwo tief im finnischen Gebüsch.

    Meine gelbe Wurfscheibe versenke ich dafür gleich irgendwo in einem Bach. Weg. Unauffindbar. Dafür finde ich eine rosafarbene fremde Scheibe, nach der offensichtlich niemand mehr sucht.

    Discgolf-Bilanz des Tages: eine verloren, eine gefunden. Läuft. 😄🥏

    Danach fahren wir weiter zur Linlo Marina, einem kleinen Sportboothafen westlich von Helsinki.

    Und weil Discgolf als Tagesprogramm natürlich noch nicht reicht, wird gegen 16 Uhr unsere „Gummikuh“ aufgeblasen und das Kajak zu Wasser gelassen. Wir paddeln eine rund 5,5 Kilometer lange Runde um die Insel Linlo.

    Bei Windstärke 3–4 und Böen bis 5 wird es stellenweise durchaus etwas luftig. Kerstin ist mit der Gesamtsituation trotzdem sehr zufrieden – auch wenn sie zwischendurch ein wenig fröstelt. 🛶😄

    Am Abend gibt es sardische Gnocchi mit Tomatensoße und Speck, dazu ein Gläschen Rotwein. 🍷

    Noch eine Stunde bis zum Sonnenuntergang. Wir sitzen am Wasser, der erste richtige Tag in Finnland liegt hinter uns – und bisher gefällt es uns hier ausgesprochen gut.

    Hyvää yötä – gute Nacht aus Finnland! 🇫🇮🌅
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  • Rund Linlo

    10 de agosto, Finlandia ⋅ 🌬 17 °C

    🗓️ 10. August 2026 – Einmal um Linlo und weiter nach Westen 🇫🇮

    Der Morgen auf Linlo beginnt mit gutem Wetter, allerdings kündigt die Wetter-App für später Regen an. Also nutzen wir das trockene Zeitfenster und starten zu einer 8 Kilometer langen Wanderung rund um die Insel.

    Gestern haben wir Linlo mit dem Kajak umrundet, heute zu Fuß. Man muss eine Insel schließlich aus allen Perspektiven kennenlernen. 😄

    Die Runde ist überraschend abwechslungsreich: dichter Wald, felsige Abschnitte, schöne Ausblicke aufs Meer und immer wieder tolle finnische Grillhütten. Eine davon ist leider komplett abgebrannt, die anderen würden dagegen sofort zum Grillen einladen. 🔥

    Zurück am Hafen entdecken wir zu unserer Freude noch einen Wasserhahn und können unseren ziemlich leeren Wassertank auffüllen. Wohnmobilisten können sich über erstaunlich einfache Dinge freuen. 🚐💧

    Und dann kommt tatsächlich der angekündigte Regen. Perfektes Timing: Wir sitzen trocken im Wohnmobil und fahren Richtung Westen einfach darunter durch.

    Unterwegs stoßen wir auf einen Mega-Monster-Riesen-Supermarkt. Das Ding hat ungefähr Walmart-Dimensionen und eine geradezu absurde Auswahl. Bei gerade einmal rund 5,6 Millionen Finnen fragt man sich kurz, wer das alles kaufen soll.

    Aber es gibt wirklich alles. Alles. ALLES. 😄🛒

    Gut beladen geht es weiter zum kleinen Hafen von Mathildedal. Beim Hineinfahren kommt uns plötzlich einiges verdächtig bekannt vor.

    Hier waren wir schon mal!

    Tatsächlich haben wir Mathildedal schon vor fünf Jahren besucht. Wir finden einen schönen Platz mit Blick aufs Meer und machen es uns gemütlich.

    Später stellt sich noch ein Wohnmobil direkt neben uns. Platz wäre reichlich vorhanden, aber ein bisschen Kuschelcamping muss offenbar sein. 😄🚐🚐

    Zum Abendessen gibt es eine Mega-Portion Lachs aus dem Mega-Supermarkt. 🐟🍷

    Ein schöner Abschluss für einen Tag zwischen Wandern, Regenflucht und unerwartetem Wiedersehen mit Mathildedal.
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  • Boot kaputt?

    11 de agosto, Finlandia ⋅ ☁️ 16 °C

    🗓️ 11. August 2026 – Viel Boot, wenig Bootfahren 🛥️🇫🇮

    Der Tag beginnt erfreulich: Unsere Kuschelnachbarn haben sich morgens freiwillig ganze zehn Meter weiter weggestellt. Sehr angenehm. 😄

    Also ran ans Tagesprojekt: unser tolles rotes Gummiboot auspacken, aufblasen, Bimini aufbauen, Motor anhängen und das ganze Gefährt zu Wasser lassen.

    Und dann: kein Kontrollstrahl der Motorkühlung. 🙄

    Dumm gelaufen. Also Boot wieder raus, Motor ab, Bimini weg, Luft raus und alles zurück ins Wohnmobil. Statt Bootstour beginnt nun die große finnische Suzuki-Werkstatt-Rundfahrt.

    Drei Bootsservices später finden wir tatsächlich einen, der sich mit Suzuki auskennt. Einen passenden Impeller hat er zwar nicht, dafür pustet er den Wasserkreislauf einmal kräftig durch.

    Und siehe da: Kontrollstrahl! 💦

    Offenbar war lediglich der Wasserkreislauf verstopft. Hätte man natürlich auch selbst draufkommen können. Hinterher ist man bekanntlich immer schlauer. 😇

    Für eine Bootstour fehlt uns danach allerdings die Motivation. Also gehen wir lieber wieder Discgolf spielen und anschließend einkaufen, denn für die nächsten drei bis vier Tage soll es endlich hinaus auf die Inseln gehen. 🥏🛒

    Zum Abschluss wandern wir noch über einen geradezu monumentalen finnischen Bergrücken: knapp 100 Höhenmeter! 😄 Oben warten Heidekraut, Schmetterlinge, Libellen, ein Aussichtsturm und ein wunderschöner Blick über die Schären. Genau so haben wir uns Finnland vorgestellt.

    Jetzt stehen wir wieder an einem kleinen Hafen, schauen nach Westen aufs Wasser und warten auf den Sonnenuntergang. 🌅

    Und morgen bekommt das rote Boot hoffentlich endlich Wasser unter den Kiel. 🛥️
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  • Flitzer will doch!

    12 de agosto, Finlandia ⋅ ☀️ 17 °C

    🗓️ 12. August 2026 – Flitzer II will doch noch! 🛥️🇫🇮

    Der Morgen am Hafen von Kuusisto beginnt mit Sonne, Wolken und ungefähr 300 Nonnengänsen. Ein durchaus eindrucksvolles Empfangskomitee.

    Heute also: Bootfahren, zweiter Versuch.

    Unser rotes Gummiboot, inzwischen liebevoll „Flitzer II“ genannt, wird aufgebaut, Motor dran, über die Rampe ins Wasser, Schwimmwesten an, Bimini auf – und los könnte es gehen.

    Motor an. Kein Kontrollstrahl. Schon wieder! 🙄

    Wir fahren vorsichtig ein Stück hinaus, der Motor stottert, die rote Warnlampe leuchtet. Also schnell wieder aus. Kurze Beratung mit zunehmend fragenden Blicken. Zurückrudern oder noch einmal probieren?

    Noch einmal.

    Motor an und plötzlich: Kontrollstrahl! Yay! 💦🎉

    Damit kann unsere rund 15 Kilometer lange Runde um die Insel südlich des Hafens beginnen. Wir fahren vorbei an traumhaften Häusern auf den Klippen. Direkt unten am Wasser steht fast immer ein kleines Häuschen – natürlich die Sauna – während das eigentliche Haus etwas weiter oben thront. Finnland weiß offenbar, wo die Prioritäten liegen. 😄

    Auf dem Wasser ist fast nichts los. Nur ein deutscher Trimaran kommt uns entgegen, ansonsten haben wir die Schären praktisch für uns allein.

    Der Wind ist allerdings ziemlich frisch. Kerstin friert, Kilian fröstelt – ein kleiner, aber offenbar wichtiger Unterschied. Nach knapp zwei Stunden erreichen wir trotzdem wohlbehalten wieder den Hafen. An Land ist es schlagartig deutlich wärmer und der Abbau von Flitzer II klappt inzwischen erstaunlich routiniert.

    Weiter geht es über Brücken, Inseln und die erste Fähre nach Nagu. Hafen, Kirche, Felsen, kleine Läden – hier wirkt es schon fast ein bisschen touristisch. Auch die Dichte deutscher Wohnmobile nimmt merklich zu.

    Mit der nächsten Fähre setzen wir nach Korpo über. Diese Fähren gehören praktisch zum öffentlichen Straßennetz und sind deshalb kostenlos. Sehr sympathisch. 🚐⛴️

    Jetzt stehen wir wieder direkt am Wasser und kümmern uns langsam ums Abendessen.

    Morgen wird es dann ernst: Mit der Fähre geht es nach Kökar und damit hinaus auf die Ålandinseln. 🇦🇽
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  • Kökar - ein Traum

    13 de agosto, Islas Åland ⋅ ⛅ 17 °C

    🗓️ 13. August 2026 – Endlich draußen in den Schären 🇦🇽

    Bei schönstem Wetter und spiegelglatter See starten wir morgens mit der kleinen Fähre von Galtby auf Korpo Richtung Kökar. Und das Wichtigste gleich vorweg: Es gibt Kaffee an Bord. ☕️ Damit sind die Grundvoraussetzungen für eine gelungene Überfahrt erfüllt.

    Zweieinhalb Stunden geht es mitten durch die fantastische Schärenlandschaft. Inseln links, Inseln rechts, dazwischen Seezeichen, Untiefen und Leuchttürme. Zwei Segelboote kommen uns entgegen, ansonsten haben wir diese wunderschöne Wasserwelt fast für uns allein.

    Dann erreichen wir Kökar – gerade einmal rund 240 Einwohner, weit draußen in den Åland-Schären. Und bei diesem Wetter könnte der erste Eindruck kaum besser sein. 🇦🇽

    Zum Mittagessen gibt es im Café chicken&chips und anschließend unsere erste echte Åland-Spezialität: Åland-Pfannkuchen aus Grieß mit Sahne und Stachelbeeren. Sehr gehaltvoll. Sehr lecker. 😄

    Danach soll es noch eine kleine, leichte Wanderung werden. Sechs Kilometer durch das Gebiet von Kalen, vorbei an uralten Spuren der Robbenjäger, einer russischen Funkstation aus dem Ersten Weltkrieg und alten Befestigungsanlagen. Dazu immer wieder grandiose Ausblicke über die Ostsee und die Schären.

    Nur das mit „leicht“ war etwas optimistisch. Der Weg schlängelt sich über Felsen ständig hoch und runter und ist stellenweise ziemlich unwegsam. Dazu sind wir viel zu warm angezogen. Am Ende fühlen sich sechs Kilometer erstaunlich lang an. 😅

    Danach fahren wir ganz in den Osten von Kökar. Über einen schmalen Schotterweg, der unserem Wohnmobil noch ein paar zusätzliche Erinnerungsstreifen verpasst, erreichen wir unseren Übernachtungsplatz.

    Und der ist schlicht HANMERHAMMERHAMNER💯💯💯💯💯.

    Eine einsame Fischerhütte, sonst kein Mensch. Vor uns die Schären, Möwen, ein Seeadler, leichter Wind und Sonne. Wir sitzen etwas erhöht vor dem Wohnmobil, schauen aufs Wasser, versuchen ein bisschen zu angeln und genießen einfach die Aussicht.

    Genau so haben wir uns das vorgestellt. ❤️

    Eigentlich müsste man nur noch die Fischerhütte kaufen und hierbleiben.
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  • Paddeln in den Schären

    14 de agosto, Islas Åland ⋅ ☁️ 17 °C

    🗓️ 14. August 2026 – Paddeln durch die Schären 🛶🇦🇽

    Der nächste Morgen beginnt schon wieder mit Sonnenschein. Langsam werden wir hier wirklich verwöhnt. ☀️

    Zum Frühstück gibt es selbst gebackene Zimthörnchen aus dem Omnia, danach ausgedehntes Vormittags-Chillen in kurzen Hosen und T-Shirts an unserem Hammerhammerhammer-Übernachtungsplatz. Man muss im Urlaub schließlich auch mal zu etwas kommen. 😎

    Irgendwann wird dann doch noch Aktivität beschlossen: Unser SeeKajak wird aufgepumpt und wir starten zu einer rund 15 Kilometer langen Runde durch die Schären im Osten von Kökar.

    Wir paddeln zwischen kleinen Inseln und Felsen hindurch, während in der Ferne Segelboote und die großen Fähren ihre Bahnen ziehen. Um uns herum Kormorane, Seevögel und Austernfischer – ansonsten viel Wasser, Felsen und herrliche Ruhe.

    Zwischendurch landen wir auf einsamen Inselchen an, machen Pause und vespern. Kilian schafft es sogar, auf den warmen Steinplatten einen Mittagsschlaf einzulegen. Als Matratze dient die Schwimmweste. Man wird genügsam. 😴

    Später entdecken wir tatsächlich noch einen Seehund im Wasser. 🦭

    Nach gut drei Stunden erreichen wir wieder unser Wohnmobil und unseren großartigen Platz am Wasser. 15 Kilometer Paddeln reichen dann auch für heute.

    Zum Abendessen gibt es Vollkornnudeln mit Tomatensoße, Speck und Salat. 🍝

    Und nach drei Stunden auf dem Wasser schmeckt selbst ein eigentlich ganz normales Abendessen plötzlich ziemlich hervorragend.

    So darf Kökar gerne noch ein bisschen weitergehen. ❤️
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  • Reh im Wasser, Schlange im Gras

    15 de agosto, Islas Åland ⋅ ☁️ 19 °C

    🗓️ 15. August 2026 – Reh im Wasser, Schlange im Gras 🦌🐍

    Nach einer herrlich ruhigen Nacht auf unserem einsamen Platz im Osten von Kökar beginnt der Morgen wieder mild und sonnig. Kaum Mücken, die Schären vor der Nase – so lässt es sich aushalten.

    Ich sitze gerade vor dem Wohnmobil und schaue übers Wasser, als es auf der Insel gegenüber plötzlich laut kracht und platscht.

    Und dann schwimmt da tatsächlich ein Reh von einer Insel zur nächsten! 🦌

    Kein Jägerlatein. Wirklich gesehen.

    Wir brechen recht früh auf und fahren zum Discgolfplatz auf Kökar. Der hat es allerdings deutlich mehr in sich als unsere bisherigen Runden: Würfe von 120 bis 150 Metern sind keine Seltenheit, dazu teilweise kniehohes Gras. Die Scheiben fliegen also nicht nur weit, man darf sie anschließend auch noch suchen. 🥏

    Zwischendurch trete ich auf einen schwarzen Stock.

    Nur dass der Stock sich plötzlich ziemlich flott davonmacht.

    Kreuzotter. 🐍

    Zum Glück entscheidet sie sich für Flucht statt Gegenwehr. Nach zwölf Körben steht dann auch unser sportliches Ergebnis fest:

    Zusammen ungefähr 179 über Par. 😂😂

    Nun ja. Luft nach oben ist jedenfalls noch reichlich vorhanden.

    Um 12:30 Uhr geht es mit der Fähre weiter nach Långnäs. Von dort fahren wir direkt zu einem philippinischen Restaurant und sitzen gegen 15:30 Uhr endlich beim späten Mittagessen. Sehr lecker – die Empfehlung war tatsächlich ein Treffer. 😋

    Danach sind es nur noch etwa 20 Minuten bis Mariehamn. Wir schlendern am Hafen entlang in die Fußgängerzone, sind allerdings etwas spät dran: Die meisten Geschäfte haben bereits geschlossen.

    Also bleibt uns noch das kulturelle Ersatzprogramm: ausgiebiges Einkaufen im K-Supermarkt. 🛒

    Für die Nacht finden wir wieder einen herrlich ruhigen Platz an einem kleinen Hafen. Außer einem weiteren Wohnmobil mit zwei schwedischen Damen ist niemand hier.

    Und zum Abschluss gibt es noch eine finnische Spezialität: warmen Leipäjuusto, den berühmten Quietschkäse, mit Moltebeerenmarmelade. 🧀

    Ein ziemlich abwechslungsreicher Tag.

    Und das Reh schwimmt vermutlich immer noch irgendwo durch die Schären. 😄
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  • Gipfelsturm

    16 de agosto, Islas Åland ⋅ 🌬 17 °C

    🗓️ 16. August 2026 – Gipfelsturm auf Åland ⛰️🇦🇽

    Heute zeigt sich Åland von einer anderen Seite: trüb, sehr windig und deutlich kühler. Also perfektes Wanderwetter.

    Unser erstes Ziel ist gleich der höchste Berg Ålands: der Orrdalsklint mit stolzen 129 Metern. 😄

    Der Wanderweg ist ausgesprochen nordisch markiert. Soll heißen: Markierungen sind durchaus vorhanden – nur nicht unbedingt immer dort, wo man sie gerade brauchen könnte. Ohne GPS hätten wir uns gelegentlich etwas schwergetan.

    Der Weg selbst macht die fehlenden Höhenmeter durch andere Gemeinheiten wett: Felsen, Wurzeln, ständig hoch und runter. So kommen wir trotz kühler Temperaturen und gerade einmal rund 120 Höhenmetern ordentlich ins Schwitzen.

    Oben steht ein hölzerner Aussichtsturm mit tollem Blick über die Wälder und Schären nach Westen und Nordwesten. Der Wind pfeift kräftig, dazu etwas Nieselregen – aber zum Glück nie richtiger Regen.

    Zurück am Wohnmobil wäre der sportliche Teil des Tages eigentlich ausreichend gewesen.

    Eigentlich.

    Nach einem Kaffee beschließen wir, auch noch den zweithöchsten Berg Ålands zu besteigen. Am Fuß liegt eine etwa 6.000 Jahre alte Steinzeitsiedlung. Viel zu sehen ist davon heute allerdings nicht mehr. Im Wesentlichen: Steine. Nach 6.000 Jahren darf man bei der Bausubstanz gewisse Abstriche machen. 😄

    Damit haben wir die beiden höchsten Berge Ålands an einem Tag bezwungen. Alpinistisch überschaubar – landschaftlich aber wunderschön. ⛰️

    Auf dem Rückweg gibt es noch einen Kaffee an einem ungewöhnlichen Ort: Das Café liegt hoch auf einem Felsen über dem ersten Straßentunnel Finnlands. Daneben steht ein großer hölzerner Aussichtsturm, den wir natürlich auch noch besteigen müssen.

    Bei Windstärke 5 schwankt das Ding da oben allerdings so deutlich hin und her, dass aus „schöne Aussicht genießen“ ziemlich schnell „gelegentlich mal lieber festhalten“ wird. 😳🌬️ Irgendwann fragt man sich unweigerlich, wie viel Bewegung bei einem Holzturm eigentlich noch als konstruktionsbedingt gilt.

    Danach reicht es endgültig mit Höhenmetern und Aussichtstürmen.

    Wir fahren zurück zu unserem Übernachtungsplatz am Hafen. Inzwischen haben sich zwei weitere Wohnmobile eingefunden, aber der Platz ist immer noch herrlich ruhig und schön.

    Nur der Wind hat noch einmal kräftig zugelegt. Draußen sitzen ist heute gestrichen.

    Also machen wir es uns im Wohnmobil gemütlich und schauen durch die Scheiben auf die Schären.

    Auch Schlechtwetter kann Åland ziemlich gut. 🌬️🇦🇽
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  • Mariehamn- Bomarsund

    17 de agosto, Islas Åland ⋅ 🌬 17 °C

    17. August 2026 – Stadtbummel, Naturpfade und rote Mauern 🇦🇽

    Der Morgen beginnt mal wieder windiger und ungemütlicher als angekündigt. Angeblich soll es im Laufe des Tages besser werden. Wir beschließen, der Wettervorhersage noch eine Chance zu geben. 😄

    Zunächst geht es nach Mariehamn. Am Yachthafen werden erst einmal die wichtigen Dinge des Wohnmobillebens erledigt: frisches Wasser rein, anderes Wasser raus – Details ersparen wir der geneigten Leserschaft. 🚐💧

    Danach bummeln wir ausgiebig durch die zugegebenermaßen recht überschaubare Fußgängerzone. Ihre gesamte Länge entspricht ungefähr der kürzesten Seitenstraße der Stuttgarter Königstraße. 😄 Trotzdem ist Mariehamn wirklich nett, gemütlich und voller kleiner Restaurants und Cafés.

    Und tatsächlich: Schon während unseres Stadtbummels klart der Himmel deutlich auf. Die Wettervorhersage scheint doch noch die Kurve zu bekommen. ☀️

    Mittags landen wir am Flamingo Grill, einem Foodtruck, der von ein paar kleinen, vermutlich philippinischen Männern betrieben wird. Die Burger sind jedenfalls richtig lecker. 🍔

    Danach reicht es mit Großstadt und wir fahren ganz in den Süden nach Nåtö. Inzwischen scheint wieder die Sonne und die lange Hose darf zurück in den Schrank. Der Naturpfad führt sehr gepflegt durch Wald und Wiesen, vorbei an Kühen und leider auch einigen ausgesprochen interessierten Stechmücken. Immer wieder öffnen sich schöne Blicke auf die Schären.

    Noch weiter südlich geht es nach Järsö. Hier wartet die nächste Wanderung: durch Wald und über große, spiegelglatt geschliffene Granitfelsen – ein Andenken der Gletscher aus der letzten Eiszeit. Dazwischen immer wieder wunderschöne Ausblicke auf Wasser und Schären. Eine richtig schöne Runde. 🥾☀️

    Zum Abschluss fahren wir noch hinüber nach Bomarsund zu den Überresten der alten russischen Festungsanlage aus dem Krimkrieg.

    Ganz allein sind wir diesmal nicht – zwei weitere deutsche Wohnmobile stehen bereits oben. Aber die Aussicht entschädigt: Die untergehende Sonne taucht die alten Backsteinmauern in warmes Rot, ebenso die leuchtenden Beeren der Ebereschen. 🌅

    Aus dem grauen und windigen Morgen ist damit doch noch ein wunderschöner Sommertag geworden.

    Die Wettervorhersage hatte also tatsächlich recht. Sie brauchte nur etwas länger. 😄
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  • Lummerland, Kreuzotter und Zecken

    18 de agosto, Islas Åland ⋅ ☀️ 16 °C

    🗓️ 18. August 2026 – Mit der Fähre nach Lummerland 🇦🇽 (oder Kumlinge?)

    Von unserem Platz an der alten russischen Festung kommen wir morgens gerade noch rechtzeitig weg. Auf der einspurigen Schotterstraße den Hügel hinunter kommt uns plötzlich ein riesiger Reisebus entgegen.

    Das passt natürlich hervorragend.

    Kerstin manövriert unser Wohnmobil meisterhaft irgendwie an dem Bus vorbei – und damit ist die erste Herausforderung des Tages schon gemeistert. 😄🚐🚌

    Nach einer kurzen Fährüberfahrt geht es auf die größere Ålandstrafiken-Fähre Richtung Lummerland.

    Also: Kumlinge, wie es offiziell in der Karte steht.

    Die anderthalbstündige Überfahrt ist wieder traumhaft. Spiegelglattes Wasser, Sonne satt und links und rechts ziehen die Schären vorbei. ☀️⛴️

    Auf Kumlinge angekommen stellen wir schnell fest: Die Insel ist wirklich überschaubar. Nach ungefähr 15 Minuten haben wir sie einmal von Nord nach Süd durchfahren und damit gefühlt bereits einen beträchtlichen Teil des Straßennetzes kennengelernt.

    Wir besichtigen den kleinen Flugplatz und einen alten Funkturm mitten im Wald, bewundern Unmengen von Preiselbeeren und ärgern uns ein bisschen, dass wir keinen Zucker für Marmelade dabeihaben.

    Und dann lernen wir noch etwas über die lokale Wirtschaftsförderung: Auf Kumlinge kann man tatsächlich 4.000 Quadratmeter große Baugrundstücke für einen Euro bekommen. Der kleine Haken: Man soll hier anschließend auch wohnen und arbeiten.

    Irgendwas ist ja immer. 😄

    Der Hafen liegt fast verlassen da, aber wunderschön. Schließlich finden wir hinter dem Sportplatz an einem Bootshaus unseren Platz für den restlichen Tag: Schotter unter den Reifen und direkt vor uns ein traumhafter Blick aufs Wasser. Ein „See“, der allerdings gar keiner ist, sondern mit dem Meer verbunden ist.

    Am Abend kommt der Lachs auf den Cadac, dazu wird der Rotwein seiner endgültigen Bestimmung zugeführt. 🍷🐟

    Die Sonne geht langsam unter, es ist immer noch fast T-Shirt-Wetter und – kaum zu glauben – bisher gibt es keine Stechmücken.

    Tierwelt hatten wir trotzdem: Eine Ringelnatter haben wir mit dem Wohnmobil beinahe überfahren, Kerstin sammelt dagegen lieber kleinere Exemplare und bringt es heute auf zwei Zecken. 🐍

    Wir sitzen am Wasser und schauen in den Sonnenuntergang.

    Lummerland/Kumlinge gefällt uns. 🌅🇦🇽
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  • Gardena, Gummikuh, 2 verlorene Discs

    19 de agosto, Islas Åland ⋅ ☀️ 17 °C

    🗓️ 19. August 2026 – Gardena rettet den Tag 🛥️☀️

    Heute soll wettertechnisch der schönste Tag unseres gesamten Urlaubs werden: elf Stunden Sonnenschein und um die 20 Grad – gefühlt allerdings deutlich wärmer.

    Der Tag beginnt mit einem traumhaften Sonnenaufgang an unserem einsamen Bootshaus auf Kumlinge. Gemütlich frühstücken, Sonne genießen – so kann man einen Urlaubstag anfangen. ☀️

    Danach fahren wir zum Gästehafen mit Slipstelle. Unsere rote Gummikuh wird aufgepumpt, Motor dran, Schwimmwesten, Funkgerät und Bootsausrüstung verstaut, alles zu Wasser gelassen.

    Motor an und …

    Kein Kontrollstrahl.

    Natürlich nicht. 🙄

    Mehrere Versuche später dümpeln wir immer noch etwas hilflos im Hafen herum. Ein deutscher Segler fragt bereits freundlich, ob wir Hilfe brauchen. Brauchen wir selbstverständlich nicht. Wir haben schließlich einen Plan.

    Im Hafen liegt nämlich ein Wasserschlauch mit Gardena-Anschluss – und wir haben tatsächlich den passenden Gardena-Spüladapter für unseren Motor dabei.

    Also Schlauch dran, Motor ordentlich durchspülen und siehe da: Kontrollstrahl! 💦🎉

    Danach folgen zwei herrlich spritzige Stunden mit der roten Gummikuh zwischen den Schären. Genau dafür haben wir das ganze Zeug schließlich mitgeschleppt. 🛥️

    Bevor es zur Fähre geht, machen wir noch einen Abstecher zum Fälberget. Auf dem Hügel erinnert ein Steindenkmal an ein Gefecht von 1808 während des Finnischen Krieges. Rund 300 schwedische Soldaten trafen hier auf eine deutlich größere russische Truppe von etwa 450 Mann. Die Schweden konnten den Angriff abwehren – eine kleine Episode aus der Zeit, als Schweden und Russland um Finnland kämpften.

    Danach wird wieder alles verstaut, denn gegen 15 Uhr geht die Fähre weiter nach Lappo.

    Und Lappo ist nun wirklich klein. Im Prinzip gibt es eine etwa fünf Kilometer lange Straße: Man startet im Süden, fährt nach Norden – und dann ist die Insel auch schon wieder zu Ende. 😄

    Aber es gibt einen 18-Körbe-Discgolfplatz. Also müssen wir natürlich spielen. 🥏

    Die Bilanz ist überschaubar: Jeder verliert eine Scheibe. Meine hängt zunächst in ungefähr zehn Metern Höhe in einer Kiefer, kann aber tatsächlich noch gerettet werden. Später verschwindet sie ein zweites Mal – diesmal endgültig. Finnland fordert langsam einen beträchtlichen Tribut in Form von Discgolfscheiben.

    Ansonsten herrscht auf Lappo tiefe Ruhe. Das Restaurant öffnet nur an zwei Tagen pro Woche und auch dann nur nach Voranmeldung. Im Hafen liegt eine etwa 40 Meter lange Segelyacht mit neun Polen und Polinnen an Bord.

    Abgesehen davon haben wir das Gefühl, die einzigen Touristen auf der ganzen Insel zu sein.

    Lappo: fünf Kilometer Straße, 18 Discgolfkörbe und jede Menge Ruhe.

    Eigentlich ein ziemlich gutes Verhältnis. 😄🇦🇽
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  • Inselhopping - gechillt

    20 de agosto, Islas Åland ⋅ ☁️ 16 °C

    🗓️ 20. August 2026 – Von Lappo nach Brändö 🇦🇽

    Der Tag auf Lappo beginnt etwas regnerisch, aber unser kleiner Hafen ist auch bei grauem Himmel wunderschön. Die große Yacht der polnischen Crew verlässt am Morgen den Hafen und wir machen uns zu Fuß noch einmal auf den Weg über die Insel.

    Durch Wald, über Felsen und natürlich noch einmal an den Stellen vorbei, an denen gestern unsere Discgolfscheiben verschwunden sind.

    Man kann es ja versuchen.

    Sie sind immer noch weg. 🥏😄

    Wir kommen am langsam vertrocknenden Mittsommerbaum vorbei und spazieren zwischen einzelnen hübschen Häusern und erstaunlich saftig grünen, ordentlich gemähten Wiesen hindurch. Zu Hause wäre um diese Jahreszeit vermutlich längst alles braun und verbrannt.

    Auch am Hotel Vega schauen wir vorbei, aber dort herrscht noch Ruhe – geöffnet wird erst wieder am Wochenende.

    Vorher waren wir noch im kleinen Inselsupermarkt einkaufen. Die Auswahl ist erstaunlich gut. Anwesend sind eine Verkäuferin und zwei einkaufende Damen – gefühlt haben wir damit ungefähr 50 Prozent der Inselbevölkerung gleichzeitig versammelt. 😄🛒

    Dann geht es mit der kleinen Fähre in gerade einmal 20 Minuten hinüber nach Brändö. Diesmal leider ohne Seeadlerbegleitung.

    Dort verbringen wir den Nachmittag ganz gemütlich. Wir entdecken einen wunderschönen Picknickplatz mit Sandstrand, Steg, Sprungturm und sogar Umkleidekabinen. Es gibt Kaffee und Zimtschnecken, dazwischen kleine Spaziergänge.

    Alles ziemlich unspektakulär – und gerade deshalb richtig schön. ☕️

    Die Suche nach einem Übernachtungsplatz gestaltet sich später etwas schwieriger. Mal ist Camping verboten, mal der Platz schon belegt. Schließlich landen wir an einem alten, nicht mehr genutzten Fähranleger.

    Und der passt.

    Nach Osten schauen wir auf den Platz, an dem morgen früh die Sonne aufgehen wird, nach Westen gerade in den Sonnenuntergang. Dazu gutes Essen und schließlich noch ein Regenbogen über dem Wasser. 🌈🌅

    Manchmal braucht ein guter Urlaubstag wirklich nicht mehr.
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  • Paddeln, Discgolf, Hecht?

    21 de agosto, Islas Åland ⋅ ⛅ 17 °C

    🗓️ 21. August 2026 – Paddeln, Discgolf und ein Hechtplan auf Brändö, Åland 🇦🇽

    Gefahrene Kilometer heute: null.

    Wir starten bei fantastischem Wetter in den Tag – und mit einem klaren Plan: Heute wird nicht gefahren, sondern gepaddelt, gespielt, gekocht und vielleicht schon einmal der große Hechtplan vorbereitet. Denn nach dem gestrigen Angelgespräch steht fest: Irgendwann muss dieser Hecht einfach anbeißen. 🎣

    Zunächst unterhalten wir uns eine gute halbe Stunde mit unseren Wohnmobilnachbarn aus Reutlingen. Dabei lernen wir mehr über das Angeln, als ich bisher wusste. Jetzt fehlt eigentlich nur noch die praktische Umsetzung. Die Theorie sitzt jedenfalls – zumindest bilde ich mir das ein.

    Anschließend pumpen wir unser rotes Paddelboot auf und machen uns auf den Weg. Drei Stunden lang paddeln wir um die Insel herum und zwischen den Schären hindurch. Mal schiebt uns der Rückenwind angenehm voran, mal kämpfen wir gegen Windstärke drei. Kerstin rettet uns dabei mit viel Muskelschmalz und beeindruckendem Durchhaltevermögen. Der Hechtplan ruht vorerst – schließlich muss man seine Kräfte einteilen.

    Zwischendurch legen wir an einer einsamen Schäreninsel an. Viel mehr Åland geht eigentlich nicht: Felsen, Wasser, Wind und absolute Ruhe. 🌊

    Zurück am Auto lernen wir noch einen Hamburger und seine nepalesische Freundin kennen. Auch mit den beiden unterhalten wir uns nett und tauschen ein paar Reisegeschichten aus. So langsam wird aus unserem Stellplatz eine kleine internationale Begegnungsstätte.

    Natürlich gratulieren wir heute außerdem unserer Tochter zum 21. Geburtstag – unserem Glücksstück. 🎉❤️

    Danach steht der nächste Programmpunkt an: Discgolf auf einem Parcours mit sechs Körben. Diesmal gewinnt Kerstin, obwohl ich mich wirklich angestrengt habe. Knapp, aber verdient. Immerhin liegen wir inzwischen nicht mehr mit 190 Punkten über Par. 😄🥏 Der sportliche Teil des Tages ist damit erledigt – und der Hechtplan bekommt eine weitere Chance.

    Zum Abendessen kochen wir eine Tom-Yum-Suppe mit Krabben. Leicht scharf und hervorragend lecker. Der Rotwein passt fantastisch dazu, während ein kurzer Regenschauer über uns hinwegzieht. Doch kaum ist das Essen beendet, ist der Spuk schon wieder vorbei.

    Zwischendurch entdecken wir außerdem noch einen wilden Nerz, der durch die Steinbefestigung am Fähranleger spaziert. Ein ziemlich überraschender Anblick – und offenbar ist er deutlich zielstrebiger unterwegs als wir beim Angeln. Vielleicht sollten wir uns von ihm etwas abschauen.

    Denn eines steht fest: Morgen wird der Hechtplan in die nächste Runde gehen. Ich werde es noch einmal mit dem Angeln probieren. Mindestens ein Hecht muss doch drin sein. 🎣
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  • Der Hechtplan funktioniert!

    22 de agosto, Finlandia ⋅ 🌧 17 °C

    🗓️ 22. August 2026 – Der Hechtplan funktioniert! 🎣🇫🇮

    Um 6 Uhr klingelt der Wecker. Urlaub kann wirklich hart sein.

    Nur 15 Minuten später stehe ich mit Angel, Wobbler und Kescher an der Brücke. Seit gestern gibt es schließlich einen Hechtplan – und der will heute umgesetzt werden.

    Zunächst läuft allerdings gar nichts. Nach etwa 20 Minuten kommt der erste Biss. Kurz zappelt die Schnur, dann ist der Fisch wieder weg.

    Mist.

    Doch nur zehn Minuten später folgt der nächste Versuch. Wieder ein Biss – diesmal sitzt der Haken.

    Und dann beginnt der Kampf.

    Der Hecht wehrt sich mit aller Kraft und ist durchaus der Meinung, dass er lieber im Wasser bleiben möchte. Rund 70 Zentimeter lang ist das Tier, kräftig und erstaunlich ausdauernd. Mit Schweißperlen auf der Stirn und nach einigen nervenaufreibenden Minuten gelingt es mir schließlich, ihn zu landen. 🎣💪

    Was für ein Teil!

    Leider gehört zum Angeln auch der weniger schöne Teil: Der Fisch muss getötet werden. Lebendig essen ist schließlich keine Option.

    Kaum ist der erste Fang versorgt, geht das Abenteuer weiter. Nur eine halbe Stunde später hängt schon der zweite Hecht am Wobbler. Er ist etwas kleiner, aber ebenfalls ein prächtiger Fisch. Der Wobbler scheint heute einen ausgesprochen guten Arbeitstag zu haben.

    Zwei Hechte an einem Morgen – der Hechtplan ist mehr als erfüllt. 😄

    Nach diesem erfolgreichen Start in den Tag gibt es erst einmal Kaffee und Frühstück. Anschließend packen wir zusammen und nutzen die verbleibende Zeit, um noch eine Runde über Brändö zu drehen.

    Schon nach etwa 20 Minuten erreichen wir das nördliche Ende der Insel. Die Landschaft wirkt wieder herrlich skandinavisch: rote Häuser mit weißen Fensterrahmen, akkurat gemähte, knallgrüne Wiesen und dazwischen immer wieder weite Ausblicke über Meer und Schären. Von solchen grünen Wiesen können wir in Süddeutschland diesen Sommer nur träumen.

    Über uns zieht immer wieder ein Seeadler seine Kreise. 🦅

    Im Landhandel kaufen wir noch ein paar absolut unverzichtbare Dinge des täglichen Bedarfs – zum Beispiel süße Stückchen – und füllen den Wassertank auf. Danach suchen wir uns einen schönen Platz, an dem wir uns um die beiden Fänge kümmern können.

    Jetzt folgt der praktische Teil: das Filetieren der Hechte.

    Sagen wir es so: Am Ende bekomme ich tatsächlich ungefähr ein Kilo Hechtfilet heraus. Der Rest meiner Filetierkünste bietet allerdings noch deutliches Entwicklungspotenzial. 😄🔪🐟

    Mit den frisch gewonnenen Filets im Gepäck geht es anschließend weiter zur Fähre. Nach knapp einer Stunde Wartezeit legen wir ab. Die etwa 45-minütige Überfahrt verläuft ruhig, und während Brändö langsam hinter uns verschwindet, erreichen wir wieder das finnische Festland.

    Dort finden wir einen schönen Hafen mit viel Platz und weitem Blick übers Wasser. Der Tag klingt damit genau passend aus: mit dem eigenen Fang auf dem Teller.

    Zum Abendessen gibt es den selbst gefangenen Hecht, gebraten mit gewürfelten Bratkartoffeln. Sehr lecker – auch wenn ich beim wirklich grätenfreien Filetieren noch deutlich üben muss. 😬

    Aber satt sind wir.

    Und der Hechtplan?

    Kann offiziell als erfolgreich abgeschlossen betrachtet werden. 🎣✅
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  • Muumins und Naantali

    23 de agosto, Finlandia ⋅ ☁️ 19 °C

    🗓️ 23. August 2026 – Mumins, Naantali und alte Villen 🇫🇮

    Am späten Sonntagvormittag fahren wir nach Naantali. Viel wissen wir über die Stadt eigentlich nicht. Es soll eine hübsche Altstadt geben – das reicht uns erst einmal als Reisevorbereitung. 😄

    Die Parkplatzsuche gestaltet sich allerdings erstaunlich schwierig. Schließlich finden wir irgendwo zwischen Hafen, Hotel und Sportplatz eine Lücke und starten zu Fuß entlang der Küste.

    Bald erreichen wir eine lange Fußgängerbrücke. Auffällig viele Familien mit Kindern zwischen ungefähr drei und zehn Jahren pilgern darüber. Das muss einen Grund haben.

    Auf der anderen Seite liegt Muumimaailma – Muminwelt.

    Dunkel erinnere ich mich an die weißen, nilpferdartigen Wesen aus meiner Kindheit. Die Mumins wurden von der finnlandschwedischen Schriftstellerin und Künstlerin Tove Jansson erfunden und sind in Finnland offenbar weit mehr als eine alte Zeichentrickserie – eher eine Art Nationalheiligtum. 🇫🇮

    Für rund 40 Euro Eintritt pro Person entdecken wir unsere Liebe zu den Mumins allerdings nicht spontan genug. 😄 Also lassen wir den Park aus und spazieren weiter durch Naantali.

    Die Stadt ist hübsch herausgeputzt, stellenweise ziemlich touristisch und gefühlt dreht sich hier alles um die Mumins. Dazu gibt es eine große alte Kirche, einen schönen Hafen und erstaunlich viele Boote zu verkaufen.

    Am Ortsrand erklimmen wir noch einen gewaltigen finnischen Felsen – geschätzte 30 Höhenmeter. Oben werden wir mit einem schönen Blick über Naantali und die Umgebung belohnt. ⛰️😄

    Danach fahren wir weiter Richtung Turku und finden auf der Insel Ruissalo einen wunderbaren Übernachtungsplatz direkt am Wasser.

    Ruissalo gefällt uns sofort. Entlang der Küste stehen riesige, wunderschön restaurierte Holzvillen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Damals wurde die Insel zur Sommerfrische der wohlhabenden Turkuer – und einige dieser Häuser sehen noch heute so aus, als würde gleich die feine Gesellschaft zum Nachmittagstee erscheinen.

    Wir wandern am Wasser entlang, entdecken einen kleinen Selbstbedienungskiosk und eine Fotoausstellung des örtlichen Fotografenvereins.

    Und direkt vor unserer Nase ziehen morgens und abends die großen Fähren aus Mariehamn und Stockholm vorbei. 🚢

    Ein ziemlich schöner Platz zum Übernachten – und deutlich ruhiger als das finnische Nationalheiligtum der Mumins. 😄
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  • Turku

    24 de agosto, Finlandia ⋅ ⛅ 17 °C

    🗓️ 24. August 2026 – Turku, Kultur und ein Wahnsinns-Supermarkt 🇫🇮

    Der Tag beginnt mit Sonnenaufgang – und zwei riesigen Fähren, die gefühlt zwei Armlängen vor unserem Pössl vorbeiziehen und Richtung Mariehamn verschwinden. 🚢

    Nach einem kurzen Spaziergang zum inzwischen wieder geschlossenen Selbstbedienungskiosk verlassen wir Ruissalo und fahren nach Turku, Finnlands sechstgrößter Stadt.

    Wir parken direkt am Aura-Fluss und setzen mit der historischen Stadtfähre Föri ans andere Ufer über. Sie zieht sich immer noch an einer rumpelnden Kette über den Fluss – kostenlos und irgendwie herrlich aus der Zeit gefallen.

    Von dort geht es mit der Standseilbahn hinauf nach Kakola. Auf dem Hügel stand früher das berüchtigte Gefängnis von Turku. Heute findet man dort Kunst, ein Hotel und schicke Wohnungen. Vom Knast zum Nobelviertel – auch eine Form von Resozialisierung. 😄

    Weiter geht es zur Michaelskirche. Und die gefällt uns ausgesprochen gut: nicht so schwülstig wie manche katholische Barockkirche, aber auch nicht ganz so konsequent leergeräumt wie viele evangelische Kirchen.

    Vorne sitzt ein Finne am Flügel und begleitet einen Bariton. Die beiden singen und spielen mit einer solchen Intensität, dass wir einfach stehen bleiben. Eine finnische Familie vor uns wischt sich sogar die Tränen aus den Augen. 🎶

    Danach geht es durch die Fußgängerzone. Kleiner und deutlich weniger voll als Stuttgart, aber sehr angenehm. Auf dem Marktplatz gibt es Foodtrucks, Blumen, Kaffee, Softeis – und einen wohlverdienten After-Work-Aperol-Spritz. 🍹

    Den berühmten Dom können wir leider nicht besichtigen: geschlossen wegen Renovierung bis 2028. Auch das alte Handwerkerviertel Luostarinmäki, das den großen Stadtbrand überstanden hat, fällt aus – montags geschlossen. Man kann schließlich nicht alles haben.

    Dafür gibt es sehr gutes Sushi. Anschließend geht Kerstin shoppen, während Kilian die Aufgaben sinnvoll verteilt und mit einem Softeis auf dem Marktplatz sitzt und das Treiben beobachtet. 🍦😄

    Zum Abschluss folgt noch ein Programmpunkt, der sich in Finnland langsam zur Sehenswürdigkeit entwickelt: der K-Market.

    Diese finnischen Supermärkte sind einfach irre. Fünf verschiedene getrocknete Chilis aus Mexiko? Natürlich. Bier aus aller Welt? Klar. Fisch, Fleisch, Käse in einer Auswahl, die beinahe mit einem französischen Intermarché mithalten kann?

    Kilian ist schwer beeindruckt. 🛒😂

    Eine Flasche finnischer Gin wandert ebenfalls in den Wagen. Angeblich schmeckt er nach Kiefern und Nadelwald. Das klingt entweder großartig oder nach flüssigem Weihnachtsbaum – wir werden sehen. 🌲🍸

    Danach verlassen wir Turku und fahren zurück nach Mathildedal, wo wir schon vor zwei Wochen am Hafen standen.

    Abendessen, Sonnenuntergang und leises Plätschern an der Mole.

    Nach so viel Großstadt wieder genau das Richtige. 🌅
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  • Helsinki

    25 de agosto, Finlandia ⋅ ⛅ 19 °C

    🗓️ 25. August 2026 – Helsinki auf zwei Rädern 🚲🇫🇮

    Unser vorletzter Tag beginnt mit einer knappen Stunde Fahrt nach Helsinki. Wir parken ziemlich clever am nördlichen Rand der Zone A, direkt am Olympiastadion von 1952.

    Dort leihen wir uns für gerade einmal fünf Euro gelbe Citybikes für den ganzen Tag. Überall in Helsinki gibt es Stationen zum Abgeben und wieder Ausleihen – wie sich herausstellt, für unsere heutige Stadterkundung nahezu ideal. 🚲

    Wir radeln Richtung Innenstadt bis zum Senatsplatz. Inzwischen ist Mittagszeit, beziehungsweise auf Finnisch Lounas-Zeit, und wir wollen unbedingt noch einmal richtig finnisch essen.

    Wir landen in einem wunderbar urigen Restaurant: Holzboden, alte Möbel und Stühle wie aus Großvaters Zeiten – gefühlt kein einziger gleicht dem anderen. Zwar durchaus touristisch, aber trotzdem gemütlich und ziemlich finnisch.

    Also gibt es für Kilian konsequenterweise das Traditional Menu: Salat, Räucherforelle, anschließend Gulasch mit Kartoffelpüree. Klingt simpel, schmeckt aber richtig gut. Zum Nachtisch gibt es Pfannkuchen mit Heidelbeerquark. 🇫🇮😋

    Danach geht es zu Fuß über den Senatsplatz hinauf zum weißen Dom, der weithin sichtbar über Helsinki thront, und anschließend weiter zum Hafen.

    Dort kaufen wir noch zwei Liter Preiselbeeren – man braucht schließlich ein vernünftiges Souvenir. 😄 Rundherum scheint sich derweil halb Europa in Form zweibeiniger Touristen versammelt zu haben.

    Mit den Rädern machen wir anschließend noch einen Abstecher durch Katajanokka mit seinen wunderschönen Jugendstilhäusern und fahren weiter nach Puu-Vallila, dem alten Holzhausviertel.

    Dort geben wir unsere Fahrräder ab, um in Ruhe durch die Straßen zu spazieren.

    Der Plan wäre perfekt gewesen, wenn anschließend noch Fahrräder da gewesen wären.

    Waren aber keine. 😄

    Also geht es die letzten rund zwei Kilometer zu Fuß zurück zum Pössl.

    Und inzwischen reicht es uns auch wieder mit Großstadt: Menschen, Autos, Straßen, Lärm – alles reichlich vorhanden. Unsere Nacht wollen wir definitiv nicht hier verbringen.

    Also raus aus Helsinki und noch etwa 45 Minuten Richtung Porvoo.

    Südlich der Stadt finden wir schließlich wieder genau das, was wir mögen: einen kleinen Hafen, viel Ruhe und einen Platz direkt am Wasser.

    Großstadt erledigt. Hafen gefunden. Alles wieder gut. 🌅🚐
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  • Porvoo - bye bye Finnland 🇫🇮

    26 de agosto, Finlandia ⋅ ⛅ 17 °C

    🗓️ 26. August 2026 – Ein letzter finnischer Hügel 🇫🇮

    Unser letzter Tag in Finnland beginnt noch einmal so, wie wir es inzwischen fast gewohnt sind: Sonnenschein und Ruhe am kleinen Hafen. ☀️

    Nach dem Frühstück fahren wir die kurze Strecke nach Porvoo und beginnen den Tag sportlich. Direkt am Ort liegt ein kleiner Skihügel, den wir natürlich nicht einfach nur anschauen können.

    Also einmal außen herum und anschließend hinauf. Mehr als 330 Stufen führen bis nach oben – und für diesen Hügel gibt es tatsächlich sogar eine eigene Sport-App. Die Finnen nehmen offenbar auch ihre überschaubaren Berge sehr ernst. 😄

    Oben werden wir mit einem schönen Blick über Porvoo und die Bucht belohnt.

    Danach spazieren wir in die Altstadt. Porvoo hatten wir vorher überhaupt nicht auf dem Schirm – und sind umso positiver überrascht. Ein richtig hübscher alter Stadtkern mit kleinen Gassen, schönen Häusern und netten Geschäften. Natürlich ist auch hier einiges auf Touristen eingestellt, aber trotzdem gefällt es uns ausgesprochen gut.

    Kerstin nutzt die letzte Gelegenheit und findet noch schönen original finnischen Schmuck. Diesmal ausdrücklich nicht aus der Abteilung „Made in China“. 😄

    Und dann lässt es sich leider nicht mehr weiter hinauszögern: Wir müssen Richtung Hansa Terminal in Helsinki.

    Vorher folgt noch ein letzter Einkauf mit den wirklich wichtigen Dingen des finnischen Lebens. Unter anderem wandert finnischer Kaffee ins Wohnmobil – eine Sorte hat uns tatsächlich so gut geschmeckt, dass sie mit nach Deutschland muss. ☕️🇫🇮

    Inzwischen stehen wir bereits in der Schlange vor der Fähre.

    Gleich geht es an Bord und hinaus auf die Ostsee. Morgen Abend gegen 21 Uhr sollen wir wieder in Travemünde sein.

    Zweieinhalb Wochen Finnland und Åland liegen hinter uns: Schären, Fähren, einsame Häfen, Wanderungen, Paddeltouren, Discgolf, zwei Hechte, erstaunlich viele Saunen und verdächtig wenige schlechte Wettertage.

    Was uns aber mindestens genauso gut gefallen hat: jede Menge Platz. Wenig Verkehr, geringe Bevölkerungsdichte und selbst an den schönsten Orten erstaunlich wenige Touristen. Oft standen wir irgendwo am Wasser und hatten das Gefühl, die halbe Landschaft für uns allein zu haben.

    Und ganz subjektiv betrachtet: Je weniger Menschen pro Quadratkilometer, desto geringer offenbar auch die Wahrscheinlichkeit, einem Idioten zu begegnen. 😄

    Finnland hat in dieser Hinsicht gegenüber Deutschland eindeutig einen gewissen statistischen Vorteil.

    Finnland, das war richtig schön. 🇫🇮❤️

    Und jetzt: ab auf die Fähre.
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  • Deutschland again…

    27 de agosto, Alemania ⋅ ☁️ 23 °C

    🗓️ 27. August 2026 – Zurück in Deutschland 🚢🇩🇪

    Die Rückfahrt über die Ostsee verläuft angenehm ruhig. Kein Seegang, kein Drama – einfach ein entspannter letzter Tag auf dem Wasser.

    Am Abend nähern wir uns Travemünde. Pünktlich zur Hafeneinfahrt färbt die untergehende Sonne den Himmel orange. Vor uns ziehen kleine Segelboote vorbei, während unsere Fähre langsam Richtung Hafen gleitet. 🌅⛵️

    Noch einmal ein richtig schöner Abschluss der Überfahrt.

    Nach dem Ausschiffen ist allerdings noch nicht Feierabend. Wir wollen zumindest an Hamburg vorbei und fahren noch gut eine Stunde Richtung Süden.

    Bei der Bendestorfer Mühle ist dann endgültig Schluss für heute. Pössl abstellen, Licht aus, schlafen. 😴

    Nach zweieinhalb Wochen Finnland und Åland sind wir wieder in Deutschland.

    Jetzt fehlen nur noch ein paar hundert Kilometer bis nach Hause. 🚐
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  • Heide, Backstein und Brauhaus 🍺🚐

    28 de agosto, Alemania ⋅ ☁️ 20 °C

    🗓️ 28. August 2026 – Heide, Backstein und Brauhaus 🍺🚐

    Bis nach Hause schaffen wir es heute dann doch nicht ganz.

    Nach der Nacht südlich von Hamburg beginnen wir den Tag erst einmal mit einem Spaziergang durch die Behringer Heide.

    Und die zeigt sich Ende August wirklich von ihrer besten Seite: Überall blüht die Heide kräftig violett und duftet herrlich. Dazwischen alte Bienenstände und ein historischer Schafstall – viel norddeutscher geht es eigentlich kaum. 🐝🌸

    Nach dieser überraschend schönen Morgenrunde geht es weiter Richtung Süden.

    Nächster Zwischenstopp: Bad Fallingbostel.

    Ein paar hübsche Backsteinhäuser, ein kleiner Rundgang durch den Ort und unser abschließendes Urteil fällt recht eindeutig aus:

    Kann man anschauen. Muss man aber nicht. 😄

    Also zurück in den Pössl und weiter nach Süden.

    Am Abend landen wir schließlich in Distelhausen bei Tauberbischofsheim. Und statt Fine Dining gibt es zum Abschluss unserer Reise heute etwas wesentlich Bodenständigeres: Abendessen im Distelhäuser Brauhaus. 🍺

    Schließlich muss es nicht immer das feine Restaurant mit sieben Komponenten auf dem Teller und drei verschiedenen Schäumchen sein.

    Eine gute Brauereigaststätte kann mindestens genauso glücklich machen – und vor allem genauso lecker sein.

    Nach Finnland, Åland, Ostsee, Schären, Fähren, Heide und inzwischen ziemlich vielen Autobahnkilometern ist das ein ausgesprochen würdiger Abschluss.

    Jetzt sind wir wirklich fast zu Hause. 🚐🏠
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    Fin del viaje
    30 de agosto de 2026