• Wanderung entlang des Tiber

    October 8 in Italy ☁️ 24 °C

    Uns steht der Sinn nach Natur. Wir fahren etwa 12 km mit dem Auto, weil wir eigentlich nur eine kleine Runde von 5 km laufen wollen. Aber wie das so ist, wenn man die Örtlichkeiten nicht kennt. Parken geht nur weiter weg und zack, werden es 10 km.

    Gestern Abend hatten wir ein heftiges Gewitter. Entsprechend schwül ist es heute. Wir laufen einen etwa 2½ km langen Schotterweg direkt neben den Bahnschienen in der prallen Sonne entlang, bevor wir wieder Schatten haben. Der Weg wird enger, es fängt kurz an zu regnen und von "eng" biegen wir ab in "Gestrüpp". So richtig fieses, mit Brombeeren.
    Beides, der Regen und das Gestrüpp, haben wir aber schnell hinter uns gebracht. Die Wege werden schöner. Die Wolken spenden Schatten, etwas Wind kommt auf. Sehr angenehm!

    Dann klettern wir ein kurzes steiles Stück glitschige Holzstufen in rutschigem Lehmboden hinab. Zum Glück kann man sich links und rechts des Weges immer irgendwie festhalten, denn die Wanderstöcke liegen im Auto. 🙄

    Plötzlich steht da ein großer, weißer herrenloser Hund auf dem Weg. Und noch einer ... und ein Dritter.

    Roland blickt links ins Gebüsch, wo der Zweite herkam und sagt: »Da lag ein Rücken, eine Wirbelsäule! Richtig groß! Die haben daran geknabbert.« Er schaut mich mit ängstlichem Blick an. »Na hoffen wir mal, dass es kein Wanderer war«, sag ich. Roland findet das nicht witzig. 🫣
    Ich habe das im Vorbeigehen zwar nicht gesehen, aber vermutlich war es ein Wildschwein? Deren Rippen können ja auch ganz ordentlich sein. Oder tatsächlich ein Wolf? 🤷🏼‍♀️ Dafür sind so Hütehunde schließlich da. So genau möchte ich das auch gar nicht wissen.
    Was wir aber wissen ist, dass wir in deren Augen hier aber mal so überhaupt nichts verloren haben! Wir senken den Blick und gehen ganz ruhig den Weg weiter. Ich muss dabei an so manchen Footprint von »Pilger-Biene« denken. 😉 Später sind da noch mehr Hunde. Insgesamt etwa 7 oder 8 an der Zahl.
    Roland ist jedenfalls froh, als wir wieder bei den Bahnschienen rauskommen.
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