• Kamera-Drama & Nachtschicht in Cadaqués

    January 6, 2023 in Spain ☀️ 12 °C

    Cadaqués gilt als eines der meistgemalten Fischerdörfer der Welt. Künstler wie Pablo Picasso, Max Ernst oder Joan Miró ließen sich hier inspirieren. Auch Salvador Dalí verbrachte hier Teile seiner Kindheit und kaufte später ein Haus am Hafen. Der idyllische Ort liegt auf der Halbinsel Cap de Creus, deren östliches Ende gleichzeitig der östlichste Punkt des spanischen Festlandes ist. Ein wirklich beschauliches Fleckchen Erde mit unzähligen Bars und Restaurants, von dem es heißt, dass es nie schläft.
    Weil uns schon früh der Hunger packte, gingen wir um 17:45 Uhr im charmanten Restaurant „La Gritta“ essen. Das Lokal wird seit 1982 von einer Mutter und ihrem Sohn betrieben. Die beiden waren unglaublich höflich und sprachen fließend Englisch, Deutsch, Italienisch und Spanisch. Unsere Pizza und Pasta schmeckten vorzüglich – das Nudelgericht der „ber“ war sogar wie ein Geschenk verpackt! Zum Nachtisch gönnten wir uns noch Tiramisu und Crema Catalana, bevor wir uns gestärkt auf den Weg ins 86 km entfernte Olot machten, wo unsere nächste Übernachtung geplant war.
    Als wir 1,5 Stunden später am Hotel ankamen, der Schock: Die Spiegelreflexkamera war weg! Dem „Pau“ war sofort klar, dass sie im Restaurant liegengeblieben sein musste. Während der „ber“ vor Schreck schon ganz schlecht war 🤢😰, rief er sofort dort an. Zwar war noch nichts abgegeben worden, aber der Sohn der Besitzerin schaute direkt an unserem Tisch nach 🧐 – und fand die schwarze Tasche mit unserer Canon 80D! 📷😅
    Da es schon 21 Uhr war und wir zur großen Verwunderung des Sohnes bereits im fernen Olot standen, vereinbarten wir eine späte Abholung. Er versicherte uns, dass sie locker bis Mitternacht geöffnet hätten und auf uns warten würden. Die „ber“ checkte noch schnell im Hotel ein, und dann hieß es: Alles wieder zurück! Um 22:27 Uhr erreichten wir erneut das „La Gritta“ und durften unsere Kamera überglücklich 😁🥳 wieder in Empfang nehmen. Da der Sohn absolut kein Geld annehmen wollte, gab es ein ordentliches Trinkgeld für die Belegschaft. Danach ging es zum vierten Mal über die extrem kurvige Serpentinenstraße, die den Ort von der Außenwelt abschneidet. Um Punkt 24 Uhr fielen wir in Olot endlich todmüde ins Bett 😴 – die zusätzlichen drei Stunden Autofahrt hatten uns ganz schön geschlaucht 🥱!
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