Ein Tag in Osaka
12 maggio, Giappone ⋅ ☁️ 26 °C
Von Kyoto fahren wir mit dem Shinkansen nach Osaka. Gerade angekommen, hat Jackie plötzlich einen riesigen Fleck auf ihrer beigen Hose. So kann sie auf keinen Fall ins Maid Café, wo wir für 13 Uhr einen Termin gemacht haben.
Erst versuchen wir’s – auf einer der Millionen öffentlichen Toiletten, die es hier in Japan gibt – mit Wasser auszuwaschen. Aber es tut sich gar nichts. Eine neue Hose muss her. UNIQLO ist wohl ganz in der Nähe, denken wir. Mit Maps in der Hand folgen wir dem Weg. Doch überall geht’s nur zu Takashimaya (dem Galeria Kaufhof von Japan. Ich glaube, sie haben aber keine Liquiditätsprobleme …).
Vielleicht müssen wir wohl durch Takashimaya!!!! Was für ein Fehler. Gefühlte 10 Jahre irren wir durchs Kaufhaus. „Zum Glück sind die Japaner so freundlich“, denke ich, und wir fragen uns irgendwann erfolgreich durch.
Wir sammeln ungefähr 87 Hosen und Röcke und Jackie entscheidet sich am Ende für einen Rock. In japanischen Umkleidekabinen lässt man übrigens Taschen und Schuhe vor der Kabine. Taschendiebe? So was gibt es hier nicht. (Dabei fällt mir gerade ein, dass wir in Hiroshima aus Versehen betrogen wurden. Als die Japanerin feststellt, dass sie einen Fehler gemacht hat, sucht sie nach uns in dem Hotel mit seinen 23 Etagen. Als sie uns findet, fällt ihr sichtlich ein Stein vom Herzen.) Zurück nach Osaka. Habemus ein neues Outfit für Jackie, auf zum Maid Café. Auch wenn wir das unbedingt sehen wollten, finden wir es beide ein wenig unangenehm.
Ein Maid-Café (メイドカフェ) ist ein in Japan entstandenes Themen-Restaurant. Die Kellnerinnen, sogenannte „Maids“, tragen niedliche Dienstmädchen-Kostüme und bedienen die Gäste mit viel Interaktion, Spielen und kleinen Zaubersprüchen, bei denen das Essen „magisch“ süß gemacht wird. Die Gäste werden wie „Herr“ oder „Dame des Hauses“ behandelt und oft mit Sätzen wie „Willkommen zuhause, mein Gebieter/Prinzessin!“ begrüßt. Das Essen und Trinken – oft kunstvoll verziert mit Ketchup-Gesichtern oder Tierformen – wird mit niedlichen Gesten serviert. Gegen Aufpreis kann man mit den Maids Polaroid-Fotos machen, die dann bunt verziert werden.
Die Cafés haben ihren Ursprung im Tokioter Elektronik- und Popkulturviertel Akihabara und sind tief in der japanischen Anime- und Manga-Kultur verwurzelt. Es handelt sich dabei um ein familienfreundliches Unterhaltungs- und Erlebnisrestaurant.
Nach dem Café geht’s weiter zur nächsten Attraktion: der weißen Burg von Osaka. Auf dem Weg versuche ich – entgegen allem, was ich Elli immer auf dem Weihnachtsmarkt predige: „Gacha-Automaten sind nur Geldklau-Automaten“ – mein Glück, als ich einen Automaten mit kleinen Rußmännchen entdecke. Wie es ausgeht, seht ihr im Video.
Wir sind schon unglaublich viel gelaufen die letzten anderthalb Wochen. Deswegen können uns unsere Füße auch nicht mehr rauf zur weißen Burg tragen. Also fahren wir, wie richtige Touristen, mit einem wie ein Golfkart aussehenden Mobil rauf zur Burg. Oben sind wir auch zu kaputt, um groß die Burg zu erkunden. Also genießen wir einfach nur den Ausblick auf Burg und Stadt, knipsen drei bis vier Bilder und dann geht’s mit dem Mobil auch schon wieder runter und zurück nach Hause (also in unser Kyoter Zuhause).
An der Kyoto Station besorgen wir uns noch eben Takoyaki-Bällchen. Schon seit Jahren will ich die mal probieren. Natürlich gehen wir in das Restaurant, wo die kleinen Oktopusbällchen erfunden wurden. Das kann nur gut sein, denke ich …
Wir sind so froh, dass wir vermeintlich nur sechs Stück bestellt haben, denn sie schmecken einfach nur 🤮🤢. Als wir gerade bezahlen wollen, erfahren wir, dass das nur die erste Runde war … Naja, den Rest lassen wir uns mal lieber einpacken …Leggi altro






























ViaggiatoreWo ist denn das Rußmännchen Video?