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Kimchi-Sushi-Route

janni.k & Jackie.jcksn tarafından 23 günlük bir macera Okumaya devam et
  • Gezinin başlangıcı
    2 Mayıs 2026
  • 안녕하세요, 서울

    4 Mayıs, Güney Kore ⋅ ☀️ 20 °C

    Gestern sind wir nach einer ziemlich langen, aber insgesamt guten Anreise in Seoul angekommen. Der erste Eindruck? Diese Stadt ist einfach riesig und unglaublich hektisch. Überall Menschen, überall Bewegung, viele Autos. Diese Stadt steht niemals still. Obwohl ich vor 15 Jahren schon mal hier war, erkenne ich so gut wie nichts wieder. 

    Erst haben wir ein bisschen im Hotel gechillt und dann die nähere Umgebung angeschaut. Waren Ramen essen und zum Nachtisch gab's Frozen Yoghurt. Mehr als ne Runde Uno Flip abends auf dem Hotelzimmer wir dann aber auch nicht mehr auf die Reihe bekommen. 

    Nachdem die erste Nacht nicht so mega gut lief ist unsere erste Mission heute: ein Besuch des Pokémon Secret Forest. Das ist eine riesige, temporäre Pokémon-Themengarten-Ausstellung im Seoul Forest Park, die speziell für das 30-jährige Pokémon-Jubiläum vom 1. Mai bis 21. Juni 2026 im Rahmen der Seoul International Garden Show eröffnet wurde. Also einmal quer durch die Bundesgartenschau, hier und da ein paar blumige Ausstellungsstücke anschauen, in eine heimtückisch Pfütze treten, den komplett nassen Schuh vom Schlamm im Waschbecken in der Toilette reinigen, ärger dafür von der Klofrau bekommen, aber die Vorfreude ist groß also alles halb so wild. Dann kommen wir endlich am Pokémon Secret Forest an. Im ersten Moment denke ich: "ey cool keine lange Schlange..." aber zu früh gefreut. Die lange Schlange gab es schon vor Stunden. Seit acht Uhr morgens konnte man wohl schon anstehen, um sich auf die Warteliste schreiben zu lassen. Für heute ist natürlich schon alles voll. Wir versuchen ein paar Blicke zu erhaschen und können wenigstens ein Bild von Pikachu. Enttäuscht geht's zum Ausgang und wir fahren zu Baskin Robins Workshop. Denn dort kann man Pikachu nicht nur anschauen sondern auch essen. Und nein wir waren nicht gierig, auf dem Bild in der Karte sah Pikachu viel kleiner aus. 

    Mit Zuckerschock geht's am Nachmittag  weiter nach Gangnam. Wir schauen uns natürlich die berühmte Gangnam Style Sculpture an. Als ob man nicht schon bei dem Wort Gangnam die Textzeile "Oppan Gangnam Style...." Im Kopf hat, nein hier läuft der Song in Endlosschleife. Ohrwurmgarantie für den Rest des Tages

    Anschließend bummeln wir noch ein bisschen durch eine der gefühlt tausend Shopping Malls. Seoul ist wirklich ein Paradies (oder Albtraum, je nach Perspektive) für alle, die gerne shoppen. Voraussetzung man passt in die koreanischen Größen. 

    Zum Abschluss des Tages gibt's dann endlich Korean BBQ. Einfach nur lecker!!!
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  • Secret Pokémon Forest die Zweite

    5 Mayıs, Güney Kore ⋅ 🌙 14 °C

    Unser Plan: Pünktlich um 6:30 Uhr aufstehen und uns spätestens um 8 Uhr vor dem Secret Pokémon Forest in die Liste einzutragen und eine Timeslot für heute zu ergattern.

    Dreimal dürft ihr raten, wer morgens nicht aus dem Bett kommt... richtig wir konnten die halbe Nacht nicht schlafen und haben um vier Uhr morgens unseren Plan gecancelt.

    10:30 Zeit zum aufstehe. Der Tag beginnt ganz entspannt beim Frühstück im Maple Top Pancake Club 메이플탑 wir sind im Himmel!!! Mit vollem Bauch und Mimosa im Blut schauen wir uns das neuste "In-Viertel "Seongnae-Dong" an und schlendern mit ungefähr 100.000 Million Koreanern und anderen Touris durch die vielen Popup Stores hier in der Umgebung. Und sind sogar bei einem sogenannten Busking 버스킹 der K-pop Band "POW". War gar nicht so schlecht.

    Wir haben noch nicht genug von vielen Menschen. Auf geht's nach Hongdae. In der Hongdea Street reihen sich Schnickschnack- an Krimskramladen. Eigentlich suchen wir nach einer MBIT Capsule-Mashine dafür haben wir beim Frühstück extra einen 10 Stündige Test gemacht. Jackie ist Logiker, ich bin Mediator. Diese Info hilft uns aber maximal bei der nächsten Jobsuche, denn die Maschine finden wir natürlich nicht. Seoul mag uns nicht. Nagut kaufen wir eben Nippes.

    Am Abend treffen wir uns mit Andrea - sie hatten ich damals für "Auf und davon" und "Goodbye Deutschland beim auswandern begleitet. So krass sie nach all den Jahren wiederzutreffen. Wir gehen gemeinsam Essen und anschließend Karaoke singen.
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  • DMZ Tour

    6 Mayıs, Güney Kore ⋅ ⛅ 15 °C

    Heute erleben wir Geschichte und Politik hautnah. Unser Ziel: Paju, genauer gesagt der Imjingak Park an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea.

    Nach ca. 90 Minuten Fahrt und vielen Infos von unserer Tourguide "Lizzy" erreichen wir eine der gefährlichsten Grenzen der Welt.

    Die Demilitarisierte Zone (DMZ) ist die Pufferzone zwischen Nord- und Südkorea und gilt bis heute als Symbol der Teilung Koreas. Sie erstreckt sich über rund 248 Kilometer und ist etwa vier Kilometer breit. Trotz des Namens „demilitarisiert“ ist die Grenze extrem streng bewacht. Überall sieht man Stacheldraht, Wachtürme und militärische Absperrungen. Ein seltsames Gefühl zu wissen, dass auf der anderen Seite ein komplett anderes System existiert.

    Die Teilung Koreas besteht inzwischen seit über 75 Jahren. Zwar gab es in der Vergangenheit immer wieder Gespräche und Annäherungen, doch eine Wiedervereinigung scheint aktuell weit entfernt. Die politische Lage bleibt angespannt. Nordkorea sorgt regelmäßig mit Raketentests, oder wie vor ein paar Jahren mit Kot und Müll befüllte Ballons die sie in den Süden schicken, für Schlagzeilen.

    Ein besonders bewegender Teil der Tour ist das Treffen mit einer Überläuferin aus Nordkorea. Sie erzählte von ihrer Flucht nach Südkorea und beantwortete anschließend noch Fragen aus der Gruppe. Es ist unglaublich spannend, aber gleichzeitig auch bedrückend, ihre Geschichten aus erster Hand zu hören.

    Sie erzählt auch, wie schwierig selbst der Kontakt zur eigenen Familie in Nordkorea ist. Wenn sie mit Freunden oder Verwandten sprechen möchte, läuft das über Schlepper, die heimlich ein Telefon zu den Menschen bringen. Allein das ist schon extrem gefährlich, deshalb passiert so ein Kontakt verständlicherweise oft nur alle paar Jahre.

    "Lizzy" zeigt uns die vielen geschichtsträchtigen Highlights. Einerseits merkt man überall die politische Spannung und die Bedeutung dieses Ortes: Generell wurde während der gesamten Tour sehr deutlich, wie streng die Regeln rund um die Grenze sind. Fotografieren durfte man nur an bestimmten Stellen, und an vielen Orten waren Kameras komplett verboten. Dadurch wird einem noch einmal bewusst, wie sensibel und angespannt die Situation bis heute ist. Gleichzeitig gibt es aber überall Souvenirshops mit teilweise ziemlich skurrilen Artikeln: Shirts, Magnete und andere Andenken mit militärischen Motiven, Waffen oder Handgranaten.

    Diese bizarre Mischung aus ernster Geschichte, militärischer Präsenz und touristischer Unterhaltung ist wirklich schwer einzuordnen. Man schwankt ständig zwischen Nachdenklichkeit, Anspannung und dem Gefühl, in einem Freizeitpark zu sein.
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  • Auf nach Busan 부산

    7 Mayıs, Güney Kore ⋅ ☁️ 17 °C

    Mit dem Uber fahren wir zur Seoul Station. 20 Minuten haben wir als Puffer eingeplant. Vllt ein wenig zu kurz denken wir unterwegs, als die Ankunftszeit immer weiter nach hinten rutscht. Zu spät ankommen, nicht mit den Uberfahrern in Seoul. Die fahren nämlich immer hart überm Limit. Aber es gibt ja auch keinen richtigen Verkehrsregeln haben wir von Andrea gelernt, also sind die Speedlimits nur als Empfehlung gedacht. Gerade noch rechtzeitig kommen wir also an der Seoul Station an und springen schnell in den Zug. Die ersten 45 Minuten fährt der Ninja-Rail-High-Speed-Zug unterirdisch. Aber auch auf den Rest der Strecke gibt es relativ viele Tunnel. Nach 2:15 Std. kommen wir in Busan an. Erst mal Kaffee holen, dann versuchen mit dem Bus in die Stadt zu fahren. Das ist fast unmöglich, wir haben keine Karte zum Aufladen und mit Koffer und Rucksack dürfen wir eh nicht mitfahren. Okay, dann eben doch Taxi, was sich als Glücksgriff rausstellt. Denn dadurch bekommen wir einen atemberaubenden Blick auf die Stadt.

    Angekommen im Hotel erkunden wir erstmal die nähere Umgebung, bis wir dann feststellen, dass Jackie die Kamera vermutlich im Taxi vergessen hat, denn im Hotelzimmer liegt sie auch nicht. Gerade als sie eine Vermisstenanzeige bei Uber aufgeben will. Erfahren wir von der Rezeption, dass der Taxifahrer noch mal zurück kam und uns die Kamera gebracht hat. Wie nett ist das denn bitte?

    Essen gibt es genau gegenüber vom Hotel. Es gibt ausschließlich Suppen vom Schwein in verschiedenen Variationen, man muss aber gut aufpassen, dass man keine Schweinfußsuppe bestellt.

    Beim Spaziergang am Strand können wir uns die Vorbereitungen aufs Haeundae Sand Festival 2026 anschauen. Erste Sandburgen sind sogar schon fertig.
    Nach ein bisschen chillen auf unserem Hotelzimmer gehen wir am Abend zu Haeundae Night Markt. Dort gibt es endlich einen koreanischen Corndog für Jackie.
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  • Busan

    8 Mayıs, Güney Kore ⋅ ☀️ 20 °C

    Nach einer Nacht, in der Jackie mit sämtlichen blau leuchtenden Lichtschaltern in unserem Zimmer gekämpft und alle im Ninja-Modus abgedeckt hat (ich hab von der Aktion wirklich gar nichts mitbekommen), wollen wir heute als Erstes zum Oryukdo Skywalk. Eine herrliche Aussicht hat man hier, die wir nach dem Rundgang anschließend im Haeparang Café bei Frozen Yogurt und Kaffee weiter genießen. Anschließend fahren wir zum Haedong Yonggungsa Tempel.
    Der Haedong Yonggungsa Tempel (해동 용궁사) ist einer der außergewöhnlichsten buddhistischen Tempel in Südkorea. Während die meisten koreanischen Tempel in den Bergen liegen, wurde dieser direkt an der rauen Felsküste erbaut.

    Der Abstieg zum Tempel führt über 108 (nicht genormte) Steinstufen, die im Buddhismus symbolisch für die Befreiung von weltlichen Qualen stehen. Am Eingang begrüßen uns zwölf Statuen der chinesischen Tierkreiszeichen. Es gibt die Haesu Gwaneum Daebul, eine markante weiße Statue der Bodhisattva der Barmherzigkeit (Göttin des Mitgefühls), die über das Meer blickt.
    Bunte Wunschlampions (koreanisch: Yeondeung) sind ein zentrales Merkmal des Haedong Yonggungsa Tempels, besonders rund um Buddhas Geburtstag. Sie verwandeln die Anlage in ein leuchtendes Farbenmeer direkt über den Klippen.

    Natürlich haben wir auch ein paar Wünsche aufgeschrieben.

    Zur Belohnung dafür, die 108 ungenormten Treppenstufen wieder raufzusteigen, gibt es für Jackie Eis und für mich Dubai-Mochi.
    Am Abend geht's zum Blueline Park. Hier gibt es die weltberühmten Sky-Kapseln – kleine Waggons für 2–4 Leute in bunten Farben. Weil wir mit Korea kein Glück haben, dürfen wir aber nur mit dem Beach Train fahren. Für die kleinen süßen Sky-Kapseln hätten wir uns schon vor drei Jahren in eine Liste für Reservierungen eintragen müssen, um dann heute Morgen um sechs Uhr früh in einer Schlange zu stehen, um Tickets für heute Abend kaufen zu dürfen.

    Die Fahrt ist außergewöhnlich … lame. Dass die Tour ganz romantisch zur blauen Stunde stattfindet, ist nur eine semigutte Idee gewesen. Die Sonne verschwindet nämlich auf der anderen Seite der Stadt hinter den Bergen. Also sitzen wir einfach nur eine Stunde im Zug und starren aufs schwarze Meer.
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  • Konichiwa

    9 Mayıs, Japonya ⋅ 🌙 15 °C

    Heute verlassen wir Busan und damit Südkorea. Vorher gibt’s aber noch ein letztes Frühstück mit herrlicher Aussicht.

    Zum Abschluss machen wir noch das Bild in dem Dining Room, wegen dem wir unser Hotel gebucht haben. Natürlich haben wir das Foto eins zu eins nachgestellt.

    Mit dem Taxi geht’s anschließend zum Flughafen. Gemini meinte zwar, wir sollten mindestens drei Stunden vorher da sein, aber der Flughafen war ein absoluter Witz. Dafür durfte ich mein Kilo Übergewicht kostenlos mitnehmen.

    In Fukuoka angekommen steigen wir in den Shinkansen. Vorher kaufen wir uns aber noch eine aufladbare Karte für die Öffis. Die Frau an der Touristeninfo fragt uns, wo wir übernachten. Als wir sagen, dass wir heute noch nach Hiroshima weiterfahren, schaut sie uns erstaunt an. „So spät?“, fragt sie. Jackie und ich sind kurz irritiert. Brauchen wir doch länger als eine Stunde?...

    Nein, brauchen wir nicht. 😌 Um 21:30 kommen wir in Hiroshima an und fahren anschließend mit dem Taxi zum Grand Prince Hotel, wo wir in unser Zimmer mit Ocean View einchecken.
    Dass die Klimaanlage kaputt ist und wir die Nacht bei 30 Grad im Zimmer verbringen werden, klären wir aufgrund der späten Stunde dann aber doch lieber erst morgen. Die Japaner sind so freundlich, da wollen wir nicht unfreundlich erscheinen, lieber beschweren wir uns die ganze Nacht
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  • Hiroshima

    10 Mayıs, Japonya ⋅ ☀️ 22 °C

    In Hiroshima sind wir nur einen Tag und natürlich wollen uns mit der tragische Vergangenheit der Stadt auseinandersetzen . Mit Thoma, einem Franzosen, der seit über fünf Jahren in Hiroshima lebt, machen wir einen historischen Rundgang und erfahren warum die Atombombe auf diese Stadt abgeworfen wurde.

    Am 6. August 1945 um 08:15 Uhr Ortszeit detonierte die „Little Boy“ ca. 580 Meter über der Innenstadt von Hiroshima. Die Explosion erzeugte einen gigantischen Feuerball, der Temperaturen von mehreren Millionen Grad Celsius erreichte. Große Teile der Stadt sind sofort zu Asche zerfallen. Unvorstellbar!

    Schätzungsweise 70.000 bis 80.000 Menschen starben unmittelbar. Bis Ende 1945 stieg die Zahl der Todesopfer durch die Zerstörungen und Verbrennungen auf etwa 14.000 an. Tausende Menschen, die den direkten Abwurf überlebten, starben in den Jahren danach an den Spätfolgen der starken radioaktiven Strahlung.

    Die Überlebenden, in Japan Hibakusha genannt, litten (und leiden teilweise noch) unter schweren gesundheitlichen Spätfolgen wie Krebserkrankungen oder genetischen Schäden.

    Hiroshima wurde nach dem Krieg komplett wiederaufgebaut und ist heute ein modernes, pulsierendes Industriezentrum mit über 1,1 Millionen Einwohnern. Radioaktiv ist die Stadt schon lange nicht mehr. Die Werte entsprechen der natürlichen Hintergrundstrahlung.

    Wir gehen unter anderem auch zum Friedensdenkmal (A-Bomb Dome): Die Ruine der ehemaligen Industrie- und Handelskammer stand fast exakt unter dem Explosionszentrum. Sie blieb, nach langen Diskussionen, ob sie abgerissen oder als Ruine erhalten bleiben soll und gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe, um als stummes Mahnmal vor Atomwaffen zu warnen.

    Am Nachmittag fahren wir zurück Richtung Hotel, von dort aus bringt uns eine Speedfähre zur Insel Miyajima.
    Hier steht das wohl bekanntesten Symbole Japans: das Große Torii (Ōtorii). Es fungiert als rituelles Eingangstor zur Insel. Bei Flut umschließt das Meer die Balken und erzeugt die weltberühmte Illusion eines "schwebenden Tors".

    Zurück auf dem Festland entscheiden wir uns den Abend in der Sky Bar des Hotels mit Cocktail ausklingen zu lassen. Nach zwei Cocktails und Wein sind wir schließlich auch betrunken genug unsere Arbeitskleidung... äh Spar-Bekleidung anzuziehen und in den Onsen zu gehen.
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  • Hiroshima - Kyoto

    11 Mayıs, Japonya ⋅ ☀️ 25 °C

    Heute reisen wir mit dem Shinkansen weiter nach Kyoto, dem kulturelle Herz Japans. Als ehemalige Kaiserstadt bietet die Stadt wohl eine atemberaubende Dichte an historischen Schätzen: Über 1.600 buddhistische Tempel und Shinto-Schreine, darunter 14 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Stätten, prägen das einzigartige Stadtbild aus alten Holzhäusern und Zen-Gärten. Wir sind gespannt....Okumaya devam et

  • Ein Tag in Osaka

    12 Mayıs, Japonya ⋅ ☁️ 26 °C

    Von Kyoto fahren wir mit dem Shinkansen nach Osaka. Gerade angekommen, hat Jackie plötzlich einen riesigen Fleck auf ihrer beigen Hose. So kann sie auf keinen Fall ins Maid Café, wo wir für 13 Uhr einen Termin gemacht haben.

    Erst versuchen wir’s – auf einer der Millionen öffentlichen Toiletten, die es hier in Japan gibt – mit Wasser auszuwaschen. Aber es tut sich gar nichts. Eine neue Hose muss her. UNIQLO ist wohl ganz in der Nähe, denken wir. Mit Maps in der Hand folgen wir dem Weg. Doch überall geht’s nur zu Takashimaya (dem Galeria Kaufhof von Japan. Ich glaube, sie haben aber keine Liquiditätsprobleme …).

    Vielleicht müssen wir wohl durch Takashimaya!!!! Was für ein Fehler. Gefühlte 10 Jahre irren wir durchs Kaufhaus. „Zum Glück sind die Japaner so freundlich“, denke ich, und wir fragen uns irgendwann erfolgreich durch.

    Wir sammeln ungefähr 87 Hosen und Röcke und Jackie entscheidet sich am Ende für einen Rock. In japanischen Umkleidekabinen lässt man übrigens Taschen und Schuhe vor der Kabine. Taschendiebe? So was gibt es hier nicht. (Dabei fällt mir gerade ein, dass wir in Hiroshima aus Versehen betrogen wurden. Als die Japanerin feststellt, dass sie einen Fehler gemacht hat, sucht sie nach uns in dem Hotel mit seinen 23 Etagen. Als sie uns findet, fällt ihr sichtlich ein Stein vom Herzen.) Zurück nach Osaka. Habemus ein neues Outfit für Jackie, auf zum Maid Café. Auch wenn wir das unbedingt sehen wollten, finden wir es beide ein wenig unangenehm.

    Ein Maid-Café (メイドカフェ) ist ein in Japan entstandenes Themen-Restaurant. Die Kellnerinnen, sogenannte „Maids“, tragen niedliche Dienstmädchen-Kostüme und bedienen die Gäste mit viel Interaktion, Spielen und kleinen Zaubersprüchen, bei denen das Essen „magisch“ süß gemacht wird. Die Gäste werden wie „Herr“ oder „Dame des Hauses“ behandelt und oft mit Sätzen wie „Willkommen zuhause, mein Gebieter/Prinzessin!“ begrüßt. Das Essen und Trinken – oft kunstvoll verziert mit Ketchup-Gesichtern oder Tierformen – wird mit niedlichen Gesten serviert. Gegen Aufpreis kann man mit den Maids Polaroid-Fotos machen, die dann bunt verziert werden.

    Die Cafés haben ihren Ursprung im Tokioter Elektronik- und Popkulturviertel Akihabara und sind tief in der japanischen Anime- und Manga-Kultur verwurzelt. Es handelt sich dabei um ein familienfreundliches Unterhaltungs- und Erlebnisrestaurant.

    Nach dem Café geht’s weiter zur nächsten Attraktion: der weißen Burg von Osaka. Auf dem Weg versuche ich – entgegen allem, was ich Elli immer auf dem Weihnachtsmarkt predige: „Gacha-Automaten sind nur Geldklau-Automaten“ – mein Glück, als ich einen Automaten mit kleinen Rußmännchen entdecke. Wie es ausgeht, seht ihr im Video.

    Wir sind schon unglaublich viel gelaufen die letzten anderthalb Wochen. Deswegen können uns unsere Füße auch nicht mehr rauf zur weißen Burg tragen. Also fahren wir, wie richtige Touristen, mit einem wie ein Golfkart aussehenden Mobil rauf zur Burg. Oben sind wir auch zu kaputt, um groß die Burg zu erkunden. Also genießen wir einfach nur den Ausblick auf Burg und Stadt, knipsen drei bis vier Bilder und dann geht’s mit dem Mobil auch schon wieder runter und zurück nach Hause (also in unser Kyoter Zuhause).

    An der Kyoto Station besorgen wir uns noch eben Takoyaki-Bällchen. Schon seit Jahren will ich die mal probieren. Natürlich gehen wir in das Restaurant, wo die kleinen Oktopusbällchen erfunden wurden. Das kann nur gut sein, denke ich …

    Wir sind so froh, dass wir vermeintlich nur sechs Stück bestellt haben, denn sie schmecken einfach nur 🤮🤢. Als wir gerade bezahlen wollen, erfahren wir, dass das nur die erste Runde war … Naja, den Rest lassen wir uns mal lieber einpacken …
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  • Kyōto

    13 Mayıs, Japonya ⋅ ☁️ 24 °C

    Heute wollen wir Kyoto erkunden. Aber ganz gechillt wollen wir in den Tag starten. „Gut“, denken wir, als es draußen zu regnen und zu gewittern beginnt. Gegen Mittag hat sich alles ein wenig beruhigt. Als Erstes fahren wir zum Nishiki-Markt, der Foodmile schlechthin, und testen uns von Stand zu Stand. Zwischendurch kaufen wir Souvenirs und dann essen wir weiter.

    Mit vollem Bauch und Kaffee im Blut erkunden wir dann das Stadtviertel Higashiyama. Wir schaffen es aber gerade mal in einen Tempel – die Japaner sind scheinbar Frühaufsteher, sehr vieles schließt bereits um 17 Uhr, Restaurants eingeschlossen. Aber der Sanjūsangen-dō-Tempel ist nicht nur ein wohl weltberühmtes buddhistisches Heiligtum, er ist auch echt beeindruckend. In der 120 Meter langen Haupthalle (das ist das längste Holzgebäude Japans) befinden sich 1.001 Statuen der Gnadengöttin Kannon.

    Dann geht’s für uns Richtung Gion. Dort wollen wir heute Abend an einem Abendspaziergang durch das Geisha-Viertel teilnehmen. Vorher essen wir aber noch Ramen und Schweinebauch und trinken einen Cocktail in einer wirklich coolen Bar (Alchemist). Man muss durch ein Bücherregal, um reinzukommen.
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  • Magischer Nachtrundgang Kyōto

    13 Mayıs, Japonya ⋅ 🌙 17 °C

    Gion in Kyoto ist das berühmteste Geisha-Viertel Japans, in dem die jahrhundertealte Kultur der traditionellen Unterhaltungskunst bis heute lebendig ist. Die Künstlerinnen werden hier im lokalen Dialekt nicht Geisha, sondern Geiko genannt.

    Wir starten am Minamiza-Theater in Gion, einer echten Sehenswürdigkeit, und gehen zuerst nach Hanamikoji, das als Geisha-Viertel bekannt ist.

    In der traditionellen Gegend erfahren wir von unserem Guide und Pikachu-Fan Yuma alles über die geheimnisvollen Regeln und die Geisha-Kultur.

    Er erklärt uns den Unterschied zwischen Geisha und Maiko. Eine Geisha ist eine ausgelernte Meisterin der traditionellen Künste. Ihr Auftreten ist eleganter und dezenter. Geishas tragen meist Perücken statt des eigenen gestalteten Haares und unauffälligere Kimonos. Maiko nennt man junge Auszubildende im Alter von 15 bis 20 Jahren. Sie tragen sehr farbenprächtige Kimonos, einen langen Gürtel (Darari Obi) und echtes, aufwendig geschmücktes Haar – weswegen sie nachts auf speziellen, sehr ungemütlich aussehenden Kissen schlafen müssen.

    Wir haben sogar Glück und sehen eine Maiko, die gerade aus einem Taxi steigt.

    Als Nächstes sehen wir außerhalb des Geisha-Viertels einen Schrein für Liebeshungrige auf der Suche nach dem perfekten Match und eine wunderschöne buddhistische Pagode, die nachts beleuchtet wird.

    Wir erkunden mit Yuma viele versteckte Ecken und Wege und beenden die Tour mit einem Besuch in einem über 1.000 Jahre alten Schrein. Eine wirklich tolle Erfahrung.
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  • Kiki, Chaos und ganz viel Ghibli

    14 Mayıs, Japonya ⋅ ☁️ 23 °C

    Heute geht es für uns von Kyoto nach Nagoya und von dort mit der Regionalbahn direkt weiter zum Ghibli Park. Wir haben uns im Vorfeld einen Slot um 12 Uhr für das Warehouse gesichert. Das war tatsächlich das Einzige, was wir noch von Deutschland aus buchen konnten.

    Als wir ankommen, geht es erst einmal mit einem Fahrstuhl nach unten zum Park. Danach laufen wir noch ein ganzes Stück. Der Park ist wirklich weitläufig. Viel zu sehen gibt es auf dem Weg allerdings nicht, hauptsächlich große Grünflächen.

    Vor dem Warehouse erwartet uns schon eine lange Schlange, die im Vergleich zu dem, was uns drinnen erwartet, aber noch harmlos wirkt. Punkt 12 dürfen wir endlich rein.

    Das Ghibli’s Grand Warehouse ist so etwas wie das Herzstück des Parks. Es ist eine riesige Indoor-Ausstellung mit vielen verschiedenen Bereichen aus den bekannten Filmen von Studio Ghibli. Es gibt detailgetreue Nachbauten von Szenen, kleine Ausstellungen zu den Filmen, Figuren, Requisiten und sogar ein eigenes kleines Kino. Man läuft quasi durch eine Mischung aus Museum und Filmkulisse.

    Es ist wirklich toll, sich die ganzen Sets anzusehen. Gleichzeitig ist es aber auch extrem voll. Für ein Foto muss man fast überall lange anstehen und das Licht in den Sets ist überraschend schlecht. Das hätte man bei den schönen Designs und den detailreichen Nachbauten wirklich nicht gedacht. An manchen Stellen darf man dafür gar keine Bilder machen, zum Beispiel bei der Ausstellung zum Essen oder zu den verschiedenen Ghibli-Filmen.

    Nachdem wir alles gesehen haben, gehen wir erst einmal ins Café, um uns zu stärken. Danach wollen wir noch ins Valley of Witches. Dieser Bereich ist komplett den magischen Welten aus Kiki's Delivery Service, Howl's Moving Castle und Earwig and the Witch gewidmet. Überall stehen europäisch wirkende Häuser, kleine Gassen und riesige Filmkulissen. Dort gibt es unter anderem Howls Schloss, Kikis Elternhaus, kleine Läden, Restaurants und sogar echte Fahrgeschäfte.

    Hier kommen wir mit unseren Tickets zwar rein, aber für die einzelnen Häuser braucht man wieder separate Karten.

    Wir entscheiden uns dafür, noch Tickets für Kikis Haus zu kaufen. Ein absolutes Highlight. Das Haus ist wunderschön und steckt voller Details. Alles ist liebevoll eingerichtet und wirkt, als wäre Kiki gerade erst kurz rausgegangen. Überall stehen kleine Gegenstände herum, Bücher liegen offen auf den Tischen und selbst die Küche sieht aus, als würde dort wirklich jemand wohnen.

    Als wir gerade gehen wollen, zieht ein großes Gewitter auf. Wir werden gebeten, zurück ins Haus zu gehen. Ein absoluter Glücksfall. Plötzlich dürfen wir nicht nur alles anschauen, sondern auch richtig stöbern. Wir werden sogar dazu ermutigt, Schränke zu öffnen und in Schubladen zu schauen. Die Details verstecken sich nämlich nicht nur offen im Raum, sondern auch hinter Türen und in den kleinsten Ecken.

    Das Gewitter ist vorüber und wir gehen noch in Kikis Bäckerei. Verrückterweise kann man dort tatsächlich echtes Brot kaufen. Wenn man reinkommt riecht alles nach frischem Gebäck. Es fühlt sich total absurd an, plötzlich mitten in dieser Filmwelt zu stehen und dort wirklich etwas zu kaufen zu können.

    Natürlich landen wir danach auch noch im Souvenirshop vom Valley. Und leider ist der wirklich gefährlich. Überall stehen liebevoll gestaltete Figuren, Plüschtiere und Kleinigkeiten aus den Filmen herum. Man nimmt ständig irgendwas in die Hand und denkt sich: „Ach komm, das noch.“

    Was für ein Tag und was für ein Erlebnis.

    Wir sind durch! Die Füße Schmerzen, der Magen knurrt und weil man hier immer sehr weit laufen muss, bestellen wir im Restaurant auf dem Weg zum Airbnb Essen to go - uns starren entgeistert Gesichter an und es wird einmal laut durch den ganzen Laden diskutiert. Dann bestellen wir noch zwei Lemon Sour zum gleich trinken. "Mit Alkohol?" Werden wir gefragt. "Natürlich!" Ist unsere Antwort. Kurz nachdem die Getränke auf dem Tisch stehen, kommt auch schon das Essen in "improvisierten" To-Go-Boxen. Wir stürzen die Drinks runter und werden wieder ungläubig angestarrt. Wir lachen, die Mitarbeiter lachen. Wir springen auf und stürmen aus dem Restaurant, um noch die letzten 12 Minuten Fußweg zu schaffen. Wir haben richtig Hunger!
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  • Motto der Reise: Könnte gut werden

    15 Mayıs, Japonya ⋅ ☀️ 25 °C

    An unserem letzten Tag in Kyoto wollen wir uns einmal Japans berühmtesten Bambuswald anschauen. Die Bilder, die man online von dem Wald sieht, sind vielversprechend. Könnte also gut werden … Wir uns auf den anderthalbstündigen Weg. Wie immer geht’s zu Fuß vom Apartment zu den Öffis. Was man hier an Fußwegen zurücklegt, ist der Wahnsinn.

    Endlich am Bahnhof angekommen, könnte man meinen, es wird ein ruhiger Tag im Bambuswald. Aber da haben wir uns getäuscht. Als unser Taxi in die Straße einbiegt, sind schon ultra viele Touristen aus aller Welt unterwegs.

    Nach einem kleinen Abstecher in einen Schrein finden wir schließlich den Eingang zum Bambuswald. Gemeint ist der berühmte Arashiyama-Bambuswald (Sagano Bamboo Grove), eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Kyotos. Der Weg führt durch hohe, dicht stehende Bambusstämme, die mehrere Meter in die Höhe ragen und im Wind dieses typische, leicht knarzende Geräusch machen. Eigentlich soll es hier fast schon meditativ ruhig sein.

    In der Realität ist die Enttäuschung dann aber groß. Wir gehen ein ganzes Stück den Weg entlang, aber es wird und wird nicht besser und die Touri-Massen auch nicht weniger. Wir drehen um und fahren lieber zurück Richtung Innenstadt. Erst mal Kaffee und Cream Soda und dann geht’s in den Pokémon-Store. Nur für alle Fälle, falls es in Tokyo voll wird.

    Abends testen wir wieder einen neuen Snack... 🤮
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  • Kyoto - Takayama

    16 Mayıs, Japonya ⋅ ☀️ 21 °C

    Heute geht es für uns weiter nach Takayama. Dafür fahren wir mit der JR Limited Express Hida Line über Nagoya Richtung japanische Alpen. Der Zug gilt als eine der schönsten Bahnstrecken Japans und wurde früher sogar „Wide View Hida“ genannt, weil die Fenster extra groß für die Aussicht gebaut wurden.

    Und die Fahrt ist wirklich wunderschön. Je weiter wir aus der Stadt rausfahren, desto grüner wird alles. Der Zug fährt vorbei an Flüssen, kleinen Dörfern, dichten Wäldern und immer höheren Bergen. Teilweise schlängelt sich die Strecke direkt an den Flüssen entlang durch die Täler der japanischen Alpen. Man versteht sofort, warum viele die Strecke fast schon als Sehenswürdigkeit an sich sehen.

    Immer wieder kleben wir mit den Gesichtern an den Fenstern, weil hinter jeder Kurve schon wieder die nächste schöne Aussicht wartet. Und obwohl die Fahrt über zwei Stunden dauert, wird sie eigentlich nie langweilig.

    In Takayama angekommen beziehen wir unserer Airbnb und gehen erstmal einen Eiskaffee trinken. Den ich dummerweise einmal über den ganzen Tisch verteile. Nachdem ich alles weggewischt habe, bekomme ich sogar einfach einen neuen, von der Besitzerin ❤️
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  • Takayama...

    16 Mayıs, Japonya ⋅ ☀️ 22 °C

    ... gilt als die Wiege der japanischen Kultur, heißt es überall, und von hier aus kommen wir relativ einfach zum UNESCO-Weltkulturerbe Shirakawa-go. Die Stadt liegt in den japanischen Alpen in der Präfektur Gifu und ist bekannt für ihre gut erhaltene Altstadt mit traditionellen Holzhäusern, kleinen Sake-Brauereien und engen Gassen, die einen Eindruck vom Japan der Edo-Zeit vermitteln. Zwei Tage bleiben wir hier in der Gegend und wollen die Kultur erleben.

    Kultur bedeutet aber auch: Die Restaurants schließen schon um 17 Uhr. Scheinbar ist hier alles nur auf Tagestouristen ausgelegt. Aber am Abend, wenn die Busse wieder abgefahren sind und man fast Angst haben muss, einem Bären zu begegnen, hat Takayama einen ganz besonderen Charme.

    Und wir haben uns schon daran gewöhnt, Frühstück, Mittag und Abendbrot im FamilyMart zu kaufen, also machen wir das auch heute und holen uns fürs Abendbrot Snacks. Die genießen wir vor dem Fernseher. Erst gibt es eine Doku über – vermutlich – die ISS. Beim durchzappen durch die drei Sender bleiben wir schließlich bei einer japanischen Show hängen. Das Prinzip: Standup Comedian-Duos die schon viele Jahre zusammen sind und nicht richtig durchgestartet sind, treten gegeneinander an. Das Publikum entscheidet wer besser ist, bis am Ende ein Duo übrig bleibt und umgerechnet 100.000 Euro gewinnt. Wir verstehen kein Wort, doch unsere Favoriten gewinnen am Ende.
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  • Shirakawa-go

    17 Mayıs, Japonya ⋅ ☀️ 26 °C

    Um überhaupt einen Platz im Nōhi-Bus Richtung Shirakawa-go zu bekommen, stellen wir uns schon 30 Minuten vor Abfahrt in die Schlange. Schlangestehen und Japan gehören einfach zusammen.

    Das historische Bergdorf erreichen wir nach einer einstündigen Busfahrt im vollbesetzten Bus, wo wir das erste Mal einer kleinen dreiköpfigen Familie begegnen, die uns wohl die nächsten Tage verfolgen wird. Sie bleibt besonders in Erinnerung, weil die Mutter mit ihrem überdimensional großen Tagesrucksack ungefähr eine Million in Jackie Magengrube schlägt und es nicht einmal bemerkt.

    Shirakawa-go ist ein kleines, historisches Dorf in den japanischen Alpen und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Bekannt ist es vor allem für seine traditionellen Gasshō-zukuri-Häuser. Das sind Bauernhäuser mit steilen, strohgedeckten Dächern, die wie betende Hände geformt sind. Diese Bauweise hilft, die schweren Schneemassen im Winter zu tragen. Viele der Häuser sind mehrere hundert Jahre alt und werden teilweise noch heute bewohnt. Das ganze Dorf wirkt ein bisschen wie aus einer anderen Zeit.

    Den Tag verbringen wir hier im alten Dörfchen, laufen durch die kleinen Straßen, schauen uns die Häuser an und genießen einfach die besondere Atmosphäre. Teilweise kommt man sich vor wie in einem kleinen österreichischen Alpen-Dorf. Es ist so heiß, dass ich mir einen Sonnenhut kaufen muss. Während Jackie sich wieder in eine Schlange stellt um mit einem kleineren Bus zum Aussichtspunkt zu fahren, setze ich mich lieber in ein Café für Eis und Kaffee.

    Gegen 16 Uhr heißt es dann wieder: Schlangestehen. Auch um nach Takayama zurückzukommen müssen wir uns anstellen. Die kleine Familie ist wieder mit am Start - natürlich - doch wie ein kleiner Ninja schafft es Jackie diesmal den Attacken des Rucksacks auszuweichen.

    Abendessen gibt es in einem der beiden offenen Restaurants hier in der Takayama. Den restlichen Abend lassen wir bei einer japanischen Gesangscontest-Show - passend zum Eurovision Songcontest Finale heute - ausklingen.
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    Gezinin sonu
    24 Mayıs 2026