• Day 1 🇹🇿

    September 26 in Tanzania ⛅ 29 °C

    Der Stress geht erstmal weiter. Aufgrund von Verspätungen nur mal insgesamt 23 Minuten um in Addis umzusteigen und ich sitze in der zweit letzten Reihe... Sprint durch den Flughafen zum GLÜCK kenne ich den ja bereits... Hoffendlich kommt aber auch das Gepäck mit...

    Tatsächlich schaffe ich die Sicherheitskontrolle in wahrscheinlich Flughafen Rekordzeit zu passieren in nur 7 Minuten und renne zum Gate.

    Danach Abflug nach Zanzibar. Dies ging dann ratzfatz. Kaum gelandet auf einer Piste die meines Erachtens einfach nicht für die grossen Maschinen ausgelegt ist, kann man es kaum glauben aber tatsächlich sind es von den rund 300 Passagieren nur ich und wortwörtlich 5 andere die alle relevanten Dokumente bei sich tragen um einreisen zu dürfen... Der Rest muss Visa, Versicherung etc noch abklären...

    Leider muss ich trotzdem eine ganze Stunde am Baggage Claim warten, weil die eirklich immer 3 Koffern pro Bewegung vom Flieger zum Band bringen können...

    Naja, ich muss echt sagen. Ich habe ja durchaus ein zwei Reisemeilen auf dem Buckel aber so komplett alleine ist nochmals was ganz anderes.

    Jetzt zu den Randdaten:
    Zanzibar hat knapp unter 2 Millionen Einwohner auf einer Fläche von 2462 Quadratkilometer wobei Pemba Island so ziemlich die Hälfte davon ausmacht und Unguja, die Hauptinsel, auch als Zanzibar bekannt, die andere Hälfte. Insgesamt lässt es sich mit der Stadt London vergleichen.
    90% sind hier Muslime und das schon seit mehreren Jahrhunderten 6% sind andere Religion vor allem Hindus und 4% sind Christen.

    Sansibar war früher der Hauptstützpunkt für den Arabischen Schiffssklavenhandel. Es gibt zwei Arten von Sklavenhandel wenn man vom Arabischen Sklavenhandel spricht. Der Schiffshandel und der Karavanenhandel. Die Karavanen führten durch die Sahara nach zb Tunesien und Ägypten. Der Schiffshandel hauptsächlich entlang der Ostafrikaküste mit Sansibar als Haupthafen für sichere Überfälle an die Hauptküste und dann vor allem in den Oman. Der Sultan von Oman war auch über mehrere Jahrhunderte direkter Herrscher über Sansibar. Die zweite Seeroute war im Mittelmeer aus Tunesien heraus wurden Franzosen, Italiener und sogar Briten als Sklaven verkauft. Zu sehr viel geringeren Massen als der Ostafrikanische Markt lieferte... Es gibt keine exakten Daten aber Historiker schätzen dass der arabische Sklavenhandel rund 250 Millionen Opfer forderte über knapp 400 Jahre. Ein Vergleich dazu: der Transatlantische Sklavenhandel (USA) forderte 11 Millionen über knapp 100 Jahre.

    Weil es im Islam verboten ist muslimische Menschen zu versklaven konvertierten die betroffenen Regionen öfter und zahlreicher. Dies ist der Grund wieso die gesamte Ostafrikanische Küste bis Maputo Mozambique, die Malediven, Seychellen, Sudan, Eritrea, etc etc alle muslimische geprägt sind. Und so eben auch Sansibar. Durch den regen Handel mit der arabischen Welt formte sich in der lokalen Sprache immer mehr gleichnamigkeiten zum arabischen Kontext wie Handel, Markt, Schiff wandelten. Diese Sprache ist heute so weit verbreitet wie keine andere afrikanische Sprache. "Swahili".
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