Oaxaca, OAX, Mexiko
March 18, 2023 in Mexico ⋅ ⛅ 27 °C
Nachdem ich mir von der mehrstündigen Fahrt von Cholula nach El Tule einen Tag Pause auf dem Campingplatz gegönnt hatte, nahm ich mir für den Samstag erstmals Zeit für die Besichtigung der 300 000 Einwohner Stadt Oaxaca. Ich besuchte sie noch an mehreren darauffolgenden Tagen. Am Samstagvormittag nahm ich den lokalen Bus von Tule nach Oaxaca und bezahlte für die Fahrt gerade einmal Pesos 8. Ich wusste nicht so recht, wo ich aussteigen sollte, nachdem ich realisierte, dass der Bus nicht ins historische Zentrum fuhr. Ein ortskundiger Mann schien meine Verwirrung zu bemerken und empfahl mir auszusteigen und die ca. 1.5km ins Centro Histórico zu laufen. Die nächsten Male wusste ich besser, wo ich auszusteigen hatte, aber eine Laufdistanz zum Zentrum von 1.2km ließ sich nicht vermeiden. Es gab mir aber auch die Chance die Nebenstraßen von Oaxaca kennenzulernen, in denen es viel Interessantes zu entdecken gab. Vor allem die Murals, die kreativen Wandmalereien, taten sich hier überall auf. Bei meinem ersten Besuch in der Stadt wollte ich mir erstmal ein Bild verschaffen und streifte gemütlich durchs Centro Histórico, welches 1987 zum Unesco Weltkulturerbe erklärt wurde.
Ich strandete in Alex’s Hutladen „Sombreros Alberly Premium“, wurde allerdings erst nach einigen Tagen fündig. Der Laden ist für mich einer der lohnenswertesten in der Stadt und Alex ist überaus freundlich, geduldig und kompetent. Weiter ging es durch andere individuelle Geschäfte mit mehrheitlich nicht ganz günstigen Preisen. Ich kam schließlich an einer Bar vorbei, die gerade zu öffnen schien. Hier waren in Regalen an den Wänden unzählige Flaschen Mezcal, der berühmte mexikanische Branntwein, aufgestellt. Ich kam mit der Angestellten ins Gespräch und erhielt eine individuelle Verkostung für ein Trinkgeld. Die Spirituose war mir, wie schon der Tequila zu stark. Ich schätzte es aber sehr, dass ich die Gelegenheit erhielt, verschiedene Jahrgänge zu verkosten. An diesem Nachmittag machte ich noch einen Abstecher ins Museo de Los Pintores Oaxaqueños, eine Galerie in der Werke lokaler Grafikkünstler ausgestellt sind. Vorbei kam ich dann auch an der Kathedrale de Oaxaca, die sich auf dem Zócalo, dem zentralen Platz der Großstadt befindet. Es wurde allmählich später Nachmittag und ich entschied mich für die Rückfahrt. Diesmal ließ ich mich von einem Taxi zur Busstation bringen, das nächste Mal wusste ich, wohin ich zu laufen hatte. Ich machte an diesem Nachmittag meine erste Kolkektivo-Erfahrung: 5 Mitfahrer und der Fahrer in einem gewöhnlichen PKW eng aneinander gepresst ging es in Richtung Tule. Für Pesos 15 (€1.50) hatte ich nichts zu reklamieren.
Da ich Oaxaca mit seinen farbigen Häusern, den imposanten Kirchen, den charmanten Gassen und Strassen, sowie den einladenden Boutiquen noch nicht ganz gesehen hatte, entschied ich mich am Sonntag nochmals mit dem Bus in die Stadt zu fahren. Diesmal nahm ich mir nur die Gegend um die Kirche Santo Domingo und das Gebäude selber vor. Ich hielt mich für einige Stunden dort auf und es lohnte sich sehr. Leider war das Museo de las Culturas de Oaxaca , welches sich neben der Kirche Santo Domingo befindet an diesem Tag geschlossen. Dafür gab es aber in der Seitenstraße einen Kunstmarkt und auch in den Gassen wieder viel Neues zu entdecken. Vis a vis der Kirche kam ich in eine traditionelle Eisdiele, in der ich für eine Kugel Schokoeis in einer Waffel Pesos 95 (€5) zahlte. Ich war etwas irritiert und fragte nochmals nach. Der Preis war korrekt. Ich verweilte noch einige Zeit rund um die wunderschöne Kirche und lief später zur Straße Richtung Tule, um den Bus oder das Kollektivo zu bekommen. Es war ein entspannter Tag in der Großstadt.
Der nächste Besuch stand am Dienstag, den 21. März an. Eigentlich wollte ich nur zur Post, nochmals in den Hutladen, zum Bäcker in der Innenstadt, der die schmackhaftesten Backwaren im Umkreis offeriert und zu Walmart, um ein paar Grundnahrungsmittel zu kaufen. Auf dem Weg in die Innenstadt leuchtete dann allerdings die Batterielampe im Cockpit auf und es kostete mich 3 ganze Tage, bis im Isuzu schließlich eine neue Lichtmaschine eingebaut war. Ich verbrachte demzufolge den Dienstag, Mittwoch und Donnerstag in der Stadt, jedoch vorwiegend in der Werkstatt von Augustin. Zu dieser Zeit fand ich nicht besonders großen Gefallen an Oaxaca, ich war ungeduldig und nervös und doch war es eine weiteres „Abenteuer Auto.“
In den nächsten beiden Tagen wollte ich mir die historischen Stätten Monte Alban und Mitla anschauen.
Am Donnerstagabend des 23. März schlief ich nach 2 Nächten in der Cabaña auf dem Campingplatz wieder im Isuzu. Es tat gut, das Gewohnte zurückzuhaben.Read more










