Mahé Island Seychellen
Jul 29–Aug 1, 2024 on the Seychelles ⋅ ⛅ 27 °C
An diesem Montagmorgen war ich bereits um 7.30 Uhr am Internationalen Flughafen Bole in Addis Abeba. Mein Flug nach Mahé, der Hauptinsel der Seychellen startete 2 Stunden später. Wieder war es Ethiopian Airlines, welche mich ans nächste Ziel bringen sollte. Beim Check In wurde ich nach einem Formular für die Seychellen gefragt. Ein solches hatte ich nicht, es schien aber auch nicht so wichtig zu sein. Nachdem ich die Gelbfieberimpfung in meinem Impfausweis gezeigt hatte, die man benötigt, um von Äthiopien auf die Seychellen einzureisen, war der Check In erledigt. Die Maschine startete pünktlich und landete nach etwa 3 Stunden Flugzeit. Die Zeitverschiebung betrug nochmals eine Stunde. Ich wunderte mich, dass die meisten Fluggäste Zettel herausholten, die sie an der Immigration vorzeigten. Waren das die Formulare, nach denen ich in Addis gefragt wurde? Ja. Und ebendiese „Authorisation“ hatte ich nicht. Ich wurde wieder zurückgeschickt, wo mir jemand vom Flughafenpersonal bei der Beantragung half und mir für die Dienstleitung €72 abkassierte. Erst später erfuhr ich, dass sich der Preis für die „Seychelles Authorisation“ auf gerade mal €10 beläuft, wenn man sie spätestens 48h vor Abflug online beantragt. Ok, das hatte ich verpasst. Der nette Mann wollte auch jede meiner Unterkünfte wissen, vom ersten bis zum letzten Tag meines Aufenthalts im Inselstaat. Ein ähnliches Interview habe ich bisher nur bei der Einreise in die Vereinigten Staaten erlebt. Ich hoffte, dass meine Zeit auf den Seychellen nicht derart kontrolliert weitergehen würde.
In der Flughafenhalle kaufte ich mir eine SIM Card für stolze USD 45 für 2 Wochen und ein Busticket, welches recht günstig war. Für eine Taxifahrt legte man hier gut und gerne mal USD 50-60 pro Fahrt hin, der Bus kostete nur USD 10 für 3 Tage und er fuhr über die ganze Hauptinsel. Ich marschierte mit meinem Rucksack (wieder zu groß und zu schwer 😰) in Richtung Bushaltestelle. Ich musste mich erstmal orientieren, denn auf den Seychellen herrscht Linksverkehr. Der Bus ließ nicht lange auf sich warten und ich buckelte meinen Rucksack zur Freude vieler einheimischer Passagiere mühevoll die Stufen hinauf. Die Zeiten der helfenden Hände, wie ich sie in Äthiopien erfahren habe, waren definitiv vorbei. Trotzdem muss ich sagen, dass die lokale Bevölkerung auf Mahé für mich die freundlichste auf den 3 Inseln war, die ich besucht habe. Ein nettes Gespräch entstand immer und überall.
Ich stieg am Busbahnhof in Victoria, der Inselhauptstadt um und der zweite Bus brachte mich zu meinem Guesthouse, nahe des bekannten Strandes Beau Vallon. Beau Vallon ist ein etwa 3km langer, breiter Sandstrand, der vor allem bei Gästen aus Osteuropa sehr beliebt ist. Ich checkte erst einmal in „Jessies Guesthouse“ ein, in dem ich für 3 Nächte der einzige Gast war. COVID und der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine hat auch dem Tourismus auf den Seychellen zugesetzt, zudem war gerade Windy Season, also nicht die perfekte Jahreszeit. Den Abend nach der Anreise ließ ich ruhig ausklingen. Ich ging noch etwas essen und hielt mich anschließend häuslich.
Am nächsten Morgen fuhr ich nach einem guten Frühstück bei Jessie, ich war mir diesen Luxus gar nicht mehr gewohnt, mit dem Bus zum Anse Royal. Auf den Seychellen heißen die meisten Strände übrigens Anse, was übersetzt Bucht heißt. Die offizielle Landessprache ist Kreol, eine melodische, auf dem Französischen basierende Mundart. Englisch und Französisch sind weitere offizielle Sprachen auf den Inseln. Ich war den ganzen Tag unterwegs. Da die Busse mal fuhren und mal nicht, musste ich meist lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Zum Glück war ich nicht in Eile und die Entschleunigung fühlte sich richtig gut an. Das Meer war kristallklar und türkisblau und riesige Felsformationen, sowie, sich ins Wasser neigende Palmen machten das Strandbild aus. Einfach schön. Und das Besondere an den Stränden auf den Seychellen ist, dass sie öffentlich sind. Zu guter Letzt kehrte ich an diesem Nachmittag noch auf ein Seybrew (lokales Bier auf den Seychellen) in einer chilligen Beachbar ein und machte mich anschließend auf den Weg zur nächsten Bushaltestelle. Es wurde schon langsam dämmerig, als ich zurück zum Beau Vallon kam. Am Strand aß ich ein Fischcurry in einem sogenannten Take Away, womit die günstigsten Restaurants auf den Seychellen bezeichnet werden. Das Essen bekommt man zum Mitnehmen in einer Box, kann es aber auch direkt vor Ort verspeisen. Die Preise bewegen sich zwischen USD 10-15 für ein einfaches Gericht.
Am nächsten Tag wollte ich noch einmal an einen anderen Strand, nämlich an die Südspitze der Insel. Angekommen bin ich dort jedoch nicht 🙈. Der Bus fuhr anstatt in den Süden in die entgegengesetzte Richtung, aber ich nahm es wie es kam. Irgendwann stieg ich aus und lief ein paar hundert Meter hinab zum Top Soleil Beach. Wie wundervoll. Es war kurz vor dem Mittag und ich denke, dass etwa 4 Leute an diesem Vormittag am Strand waren. Etwa eine Stunde später ging das kleine Strandrestaurant auf und ich kam in den Genuss eines hausgemachten kreolischen Thunfischcurries. Thunfisch ist übrigens der „Bodenschatz“ der Seychellen. Was für ein entspannter und friedlicher Ort, an den ich da gekommen bin. Im Vergleich zu meinen Tagen in Äthiopien ging es hier wirklich sehr gechillt zu.
Die 3 Tage auf der Hauptinsel Mahé vergingen wie im Fluge. Ich stimmte mich allmählich auf die Weiterreise ein. Am Donnerstagvormittag nahm ich für den stolzen Preis von €74 die Catcocos Fähre von Mahé nach La Digue. Eine Backpacker-Destination mit günstigen Preisen sind die Seychellen wahrlich nicht 💸.Read more












Traveler...was für ein schönes Fleckchen Erde..🌎
Traveler♥️