Der Palast des Nestor
18. februar 2025, Grækenland ⋅ ☀️ 13 °C
Die Reste des ehemaligen Palastes liegen unter einem modernen Stahl-/Kunststoffhimmel, der die Sandsteinmauern vor Regen, Wind und Sonne schützt.
Es fehlt auf den ersten Blick an einer erkennbaren Ausstattung, die angedeuteten Räume erscheinen kahl. Infotafeln helfen, sich mit der Anlage und ihrer Geschichte vertraut zu machen. Man läuft ungefähr drei Meter über dem Boden auf Stegen, die am Schutzdach aufgehängt sind.
Zentraler Punkt ist der Thronsaal mit einer gewaltigen Feuerstelle im Zentrum. Etwas abseits liegen das Staatsgemach der Königin, Gästezimmer und ein Baderaum mit einer wärmespeichernden Tonbadewanne.
Und wer war dieser Königssohn Nestor dessen Vater Poseidon war und seine Mutter eine Königstochter namens Tyro? Er selbst war verheiratet mit Eurydike und zeichnete sich schon in jungen Jahren durch Mut und Rechtschaffenheit aus.
In Homers Ilias führt Nestor neunzig Schiffe nach Troja und spielt eine der Hauptrollen unter den weisen Ratgebern König Agamemnons. Er beweist im hohen Alter seine überragenden Fähigkeiten bei der Planung und Durchführung des Trojanischen Krieges, auch vermittelt er im Streit zwischen Achilleus und Agamennon.
Das einzige, vollständig rekonstruierte Gebäude der Anlage ist ein Kuppelgrab in der Nähe der umzäunten Anlage. In der griechischen Mythologie auch Tholos Grab (sakraler Rundbau) genannt.
Vermutlich war es die Grabstätte der Könige, was an den Grabbeigaben ersichtlich war.
Normalerweise sind wir alleine an solchen kleineren antiken Stätten. Deshalb staunen wir nicht schlecht als wir an Nestors Palast ankommen. Mindestens 10 Reisebusse stehen dort mehr oder weniger geparkt auf dem ausgewiesenen Parkplatz und entlang der Straße. Hunderte von Kreuzfahrtgästen der Linie Viking-Cruises liefen auf dem kleinen Areal herum, eingeteilt in Gruppen.
Wir fahren erstmal vorbei und finden einen schönen Frühstücksplatz bei einer malerischen Kirche.
Eine ganze Zeit später ist es immer noch nicht leerer geworden. Wir sehen dass Busse abfahren, aber auch wieder neue dazukommen. Jetzt haben sie aber Platz gelassen auf dem Parkplatz. Wir stürzen uns ins Getümmel. Es macht irgendwie Spaß an den Reiseleitungen, die die Schilder mit den Gruppennummern hochhalten, einfach vorbeizugehen. Ich werde hin und wieder ermahnt doch bei der Gruppe zu bleiben. Ich winke ab und sage das wir mit dem Camper unterwegs sind. Und witzigerweise wird „Dirty Harry“ mindestens so oft fotografiert wie Königssohn Nestor. 😄
Zum Übernachten fahren wir an den, für Überwinterer, legendären“ Elea-Beach“. In diesem Naturschutzgebiet mit einem ausgedehnten Dünengürtel vor dem längsten Sandstrand der Peleponnes, stehen hunderte Wohnmobile verteilt auf einige Kilometer, in dem großen Areal. Ob es uns hier gefällt haben wir noch nicht entschieden.😅Læs mere

















