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Roadtrip Balkan und Türkei ´23

Auf dem Landweg in die Türkei und zurück. Ein spannendes Abenteuer! Wir folgen zunächst der Donau von der Quelle zur Mündung am Schwarzen Meer und durchqueren 14 Länder in Südosteuropa! Weiterlesen
  • Heinrich Schliemann‘s Troja

    31. August 2023 in Türkei ⋅ ☀️ 27 °C

    Das durch Homers Epos „Ilias“ berühmt gewordene Troja liegt auf einer weiten Ebene an der Mündung der Dardanellen in der Ägäis. Wir fahren von unserem Übernachtungsplatz in Assos ca. 65 Kilometer nach Norden auf den Parkplatz vor der historischen Stätte.
    3000 v. Chr. erstmals besiedelt, wurde Troja bis 500 n. Chr. neunmal zerstört und wieder aufgebaut.
    Die von Heinrich Schliemann 1870 begonnenen Ausgrabungen wurden von einem Tübinger Archäologen fortgesetzt.
    Der Rundgang durch das antike Troja erfolgt auf einer gut ausgeschilderten Holzplattform. Die Beschilderung ist auch nötig, von dem historischen Troja ist aufgrund der vielen Zerstörungen nämlich nicht mehr viel übrig.
    Mich trägt die tragische Geschichte um Paris und Helena und der Kampf des Königs Menelaos sie zurückzugewinnen durch die alten Steine. Da die Götter aus dem Olymp kräftig mitgewirkt haben, obwohl Zeus dies verboten hatte, wogte der Kampf 10 Jahre hin und her.
    Der Historienfilm mit Brad Pitt in der Hauptrolle ist unvergessen. Troja galt als uneinnehmbar. Das kann man sich tatsächlich vorstellen wenn man die dicken Stadtmauern sieht. Erst die List unter Einsatz des trojanischen Pferdes, (seither ein geflügeltes Wort), brachte Troja zu Fall.
    Also, ich hab die Illias verschlungen und die Göttin Athene war dabei meine Lieblingsgöttin. Aber der Gang durch das fast nicht mehr vorhandene Troja war bei aller Phantasie enttäuschend. Noch nicht mal das trojanische Pferd hat uns am Eingang begrüßt, es wird zur Zeit restauriert. 🥲
    Wir übernachten am Ufer der Dardanellen, schauen den Schiffen zu, wie sie zwischen den Kontinenten Asien und Europa hin- und herfahren.
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  • Durch die Dardanellen nach Europa

    2. September 2023 in Türkei ⋅ 🌙 26 °C

    Unser letztes Wochenende in der Türkei ist angebrochen.
    Wir genießen die Ufer der Meerenge der „Dardanellen“. In der größten Stadt an der nördlichen Ägäis liegt Çanakkale, wie Istanbul auf zwei Kontinenten. Hier gehen wir an Bord der Fähre nach Eceabad, von der asiatischen auf die europäische Seite.
    Es ist echt schön, auf dieser wichtigen und geschichtsträchtigen Wasserstraße unterwegs zu sein. Gleichbedeutend mit dem Suezkanal und dem Panamalkanal, verbinden die Dardanellen das Marmarameer ( nach Norden durch den Bosporus mit dem Schwarzen Meer verbunden) mit der Ägäis.
    Die Dardanellen - an der engsten Stelle 1,25 km und an der weitesten 8 km breit - waren über die Jahrtausende ein strategisch wichtiger Stützpunkt und damit ein heiß umkämpfter Platz.
    Zwei große Schlachten haben hier stattgefunden: die Schlacht während der Trojanischen Kriege, die in Homers Ilias erwähnt wird, und die Schlacht an den Dardanellen im Ersten Weltkrieg (1915). Dabei erwarb sich Oberstleutnant Mustafa Kemal, der erste Präsident der Türkei, seinen legendären Ruhm.
    Seit 2022 gibt es auch eine gigantische Brücke, die „Çanakkale-1915-Brücke“, ein treffender Name, über diese bedeutende Wasserstraße. Wir haben auf unserem Weg zum letzten Übernachtungsplatz am Strand einen tollen Blick auf diese längste Hängebrücke der Welt.
    Sie erinnert uns stark an die „Golden Gate Bridge“ in San Francisco.
    Unser Fazit zur zweimonatigen Rundreise durch die Türkei erfolgt später auf unserer Webseite: www.dream-team-on-tour.de
    Und wie schon mitgeteilt, gibt es demnächst einen neuen Roadtrip mit dem Titel:
    „Im Frühling durch den Süden der Türkei“.

    Jetzt freuen wir uns auf Griechenland und hoffen, dass die Feuer, die in Nordgriechenland große Teile des Nationalparks vernichtet haben, erloschen sind.
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  • In Thrakien; Nordgriechenland

    4. September 2023 in Griechenland ⋅ ☁️ 21 °C

    Heute Morgen aufgewacht am langen Sandstrand in der Türkei. Schlafen werden wir am Strand des Thrakischen Meeres, irgendwo im Nirgendwo hinter Alexandroupoli.
    Dazwischen liegt ein problemloser Grenzübergang, der in knappen 2 Stunden bewältigt war. Wir freuen uns, niemand wollte was von uns, keiner stiefelte im Wohnmobil rum. Wir mußten keine Klappen öffnen. Bekannte von uns erzählten von einer Wartezeit an der EU Außengrenze von bis zu 7 Stunden.
    Griechenland empfängt uns mit einer Mischung aus Wind, Wolken und Sonne.
    Nach 3 Monaten strahlendem Sonnenschein und das jeden Tag, eine ziemliche Umstellung.
    Jetzt müssen wir wohl wieder den Wetterbericht beachten wenn wir etwas unternehmen wollen. 🙏
    Auch die Waldbrände im Nationalpark nahe der Grenze haben ihre Spuren hinterlassen. Überall verbrannte Hügel. Gott sei Dank gibt es zur Zeit keine Waldbrandgefahr mehr.

    Hervorragend gegessen haben wir soeben in der Taverne „Almira“, am Strand der Ägäis.
    Bei einem Raki schauen wir später in den Sonnenuntergang und gewöhnen uns langsam an Griechenland. Mal sehen wie uns der Ouzo schmeckt! 😅
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  • In Komotini und Xanthi

    5. September 2023 in Griechenland ⋅ 🌬 25 °C

    Wir werden von einem komischen Geräusch geweckt, es prasselt aufs Dach, es regnet!
    Willkommen in Europa. Das Wetter schlägt Kapriolen. Wind kommt auf und vertreibt uns endgültig vom langen Sandstrand. OK, bei dem Wetter ist shoppen und Sightseeing angesagt. Euros ins Portomonaie, beim Lidl einkaufen, Regenwetter, es ist fast wie Zuhause! 😅
    Der Regen hört später auf, wir erkunden als erstes die Stadt Komotini. Um dorthin zu kommen, müssen wir leider viele Kilometer durch das von dem Großbrand zerstörte Gebiet fahren. Ein unfassbares Unglück für alle die hier leben.
    Komotoni war während der jahrhundertelangen osmanischen Herrschaft bis zum frühen 20. Jh. wichtigste Stadt der Region im Norden Griechenlands und ist geprägt von orientalischen Einflüssen. Das zeigt sich in der Altstadt in den niedrigen traditionellen Häusern, dem Uhrturm mit arabischer Inschrift, der imposanten Moschee und dem Gassenlabyrinth. Gefallen haben uns auch die Reste einer byzantinischen Stadtmauer aus dem 4. Jh. sowie die großartige Metropolitankirche aus dem 18. Jh. Direkt vor der großen Kirche, steht eine kleine koptische Gebetskapelle. Wunderschön innen bemalt, erinnert uns an die rumänischen Klosterkirchen.
    In den Altstadtgassen dominieren die Farben blau der griechischen Flagge, die Musik aus den Tavernen gefällt mir besser als die türkische. Dennoch ruft auch hier noch der Muezzin zum Gebet. Dieter geht in die Moschee, sie ist eindrucksvoll.

    In Xanthi erwartet uns eine hügelige Berglandschaft, die Ausläufer der „Rhodopen“ lassen grüßen. Den Berg hinauf schnaufen wir durch die engen Altstadtgassen. Irgendwo stand, sie wären malerisch. Über Geschmack lässt sich bekanntlich ja streiten, wir fanden das Viertel eher weniger spannend! Der Uhrenturm hat uns gefallen, auch die restliche Stadt mit ihrer Fußgängerzone und den vielen Kneipen ist ansprechend.
    Insgesamt gesehen hauen uns die beiden Städte aber nicht wirklich vom Hocker. Wie geplant, fahren wir wieder an die Küste.
    Der Wind kommt mit uns bläst uns um die Ohren.
    Von unserem „Hochsitz“ im Womo sehen wir den Schaumkronen auf dem ägäischen Meer zu.
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  • Im Weingut von Nico Lazaridi

    6. September 2023 in Griechenland ⋅ ☁️ 23 °C

    Wir hatten gehört, dass in den nördlichsten Gebieten Griechenlands, besonders gute Rotweine gedeihen.
    Da wir in dieser Gegend sind, folgen wir, nach einem ausgedehnten morgendlichen Strandwalk, einem Tipp zu einem spannenden Weingut in der Nähe von Adriani.
    Die Strecke durchs Gebirge macht Spaß. Wir kommen an ausgedehnten Baumwollfeldern vorbei, von weitem kommt bald das Weingut in Sicht.
    Schon alleine die Lage auf einem Hügel, eingebettet in die eigenen Weinberge, ist spektakulär. Der Weg hoch auf das weitläufige Gelände, flankiert von Zypressen, erinnert uns an die Toskana.
    Rote und weiße Trauben hängen erntereif an den Weinstöcken.
    Dementsprechend ist viel los auf dem großen Gelände.
    Die Vinothek ist geöffnet und kunstvoll gestaltet. Das setzt sich in den Etiketten auf den Weinflaschen fort.
    Da die Ernte in vollem Gange ist, kann eine Weinprobe nur nach vorheriger Anmeldung und in einer Gruppe erfolgen. Beides trifft nicht zu. Also lassen wir uns
    von der freundlichen Sommelière die Weinsorten ausführlich erläutern und treffen unsere Auswahl. Auf dem weitläufigen Gelände des Weingutes finden wir einen Übernachtungsplatz unter alten Plantanen. Hier beginnen wir mit der Blindverkostung 😅.

    Wegen der verheerenden Regenfälle in Mittelgriechenland, bleiben wir noch ein paar Tage im Norden, es gibt ja auch viel zu entdecken.
    Z.B. geht es morgen nach Philippi. Diesen Ort kenne ich noch gut aus der Apostelgeschichte, die ich als Kind fast auswendig konnte.
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  • UNESCO Weltkulturerbe Philippi

    7. September 2023 in Griechenland ⋅ ☁️ 27 °C

    Philippi war eine antike Stadt und Festung im Osten von Makedonien. Sie liegt ca. 15 km nordwestlich vom heutigen Kavala beim Dorf Krinides. Im Juli 2016 wurde die archäologische Stätte von Philippi wegen ihrer Bedeutung als römische Stadt und älteste christliche Gemeindegründung Europas zum UNESCO-Welterbe erklärt.
    Diese heilige Stätte lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Zumal es immer noch einzelne dunkle Wolken am Himmel gibt. Bei bedecktem Wetter ist es ganz schön, wieder mal zwischen „alten Steinen“ herumzulaufen.
    Im Alten Theater von Philippi werden im Sommer antike Dramen und Konzerte aufgeführt. Leider steht gerade keines auf dem Programm. Das hätten wir uns nicht entgehen lassen. Beeindruckend sind die wuchtigen Pfeiler der Basilika. Auch sind Teile des Pflasters der antiken Via Egnatia zu erkennen. Unglaublich wenn man bedenkt wie alt die sind ( 4.Jh. vor Chr.)
    Den Gänsehautmoment hatte ich aber an einer anderen Stelle. Auf dem weitläufigen Gelände bei der heutigen -Lydia Kapelle- taufte Apostel Paulus im Jahr 49 die erste Christin. Diesem Zweck dient dort heute noch ein kreuzförmiges Becken. Eine wunderschöne Taufkapelle, ein sog. Baptisterium ( beim Taufen wird kaltes Wasser verwendet) komplettiert diese heilige Stätte. Die Bibelstellen aus der Apostelgeschichte war als Kind eine Lieblingslektüre von mir.

    Unser gestriges erstes Wein Tasting ist gut verlaufen. Die Weine von Lazaridi sind sauber und rein im Geschmack, haben Bukett und Charakter mit einem vernünftigen Abgang. Lecker!
    Heute geht es weiter mit der nächste Lage.
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  • Am wilden Strand von Orfani

    9. September 2023 in Griechenland ⋅ ☀️ 26 °C

    Nach viel Kultur und Heiligtümer anschauen, verbringen wir das Wochenende an einem freien Strandabschnitt. Wir sind in Richtung der Halbinsel Chalkidiki unterwegs und werden ihr mal etwas genauer auf die „Finger“ schauen. 😅

    Aber ganz ohne Heiligtümer geht es nicht. Unser Liegestuhl steht in Sichtweise des heiligen Berges Athos, der fast die gesamte Länge des ersten Fingers der Halbinsel einnimmt.
    Der Berg Athos ist nach Jerusalem der zweitwichtigste Pilgerort für die weltweit über 300 Millionen Orthodoxen Christen. Mit über 20 Klöstern bildet Athos eine autonome Region im griechischen Staat, fällt aber spirituell unter die Souveränität des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel.
    Die Klöster gehören zum UNESCO Weltkulturerbe.

    Wir werden dort nicht hinfahren können. Eine hohe Mauer versperrt den Eingang. Auf diesem griechischen Berg sind Frauen verboten.
    Die Halbinsel Chalkidiki ist zwar wegen ihrer bergigen Landschaft beliebt, den „Athos-Finger“ kriegen jedoch die wenigsten zu Gesicht, erst recht keine Frauen. Selbst weibliche Tiere – Katzen ausgenommen – haben keinen Zutritt. Und mein Lieblingsmensch fährt ohne mich natürlich nirgendwo hin. 😍

    So genießen wir mit Schwimmen, Steine sammeln, Triominos spielen, Nichtstun, traumschönen Sonnenuntergängen und Sternschnuppen das Wochenende.
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  • Am langen Sandstrand von Stratoni

    11. September 2023 in Griechenland ⋅ ☀️ 21 °C

    Wir tingeln an der Ostküste der Halbinsel Chalkidiki entlang. Die Strecke verläuft kurvenreich, bergauf und bergab. Von oben hat man tolle Ausblicke in zahlreiche Buchten mit kleinen weißen Sandstränden. Die Zufahrten sind nix für Wohnmobile, vielleicht für den „alten“ VW-Bus geeignet. Durch den quirligen Badeort Olymbiada durchfahren war schon ziemlich mühsam, weil alles zugeparkt war. Dabei wollten wir nur kurz einen Blick auf die Reste der antiken Stadt Stageira, in der 384 v. Chr. Aristoteles geboren wurde, werfen. Wir kommen auch hinter dem Hafen nicht durch. Dann eben ein anderes Mal, Sonntags sind halt alle unterwegs.
    Nochmal kurz übern Pass und wir landen in dem kleinen Fischerort Stratoni. Hier endet die Straße im Wasser und kaum Touristen! Ob das wohl an der Magnesit-Mine auf der linken Seite liegt? Uns stört es nicht, zumal die Verladestation abends herrlich illuminiert ist und an eine „Geisterbahn“ erinnert🤩😅 Ein langer Sandstrand und viel Platz laden zum Bleiben ein.
    Wir hüpfen ins Meer, laufen übern Strand zu Hafen, genießen die Stranddusche.
    Heute Morgen auf dem kleinen Wochenmarkt füllen wir unsere Vorräte auf.
    Schauen wir mal was wir noch so alles entdecken. Macht Spaß hier lang zu cruisen.
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  • Am Akti Deweliki Strand auf Chalkidiki

    13. September 2023 in Griechenland ⋅ 🌙 23 °C

    Eines der schönsten Geräusche am Tag ist das Klirren von fallenden Eiswürfeln ins Glas, wenn mein Lieblingsmensch unsere „Sundowner-Drinks“ zubereitet. 😅

    Wir sind noch nicht sehr viel weiter gekommen, stehen zwischen den beiden „Fingern“ Athos und Sithonia an einem bezaubernden Strandabschnitt, sozusagen im Garten der jetzt geschlossenen Taverne Eleni. Nebenan am Strand entlang gelangt man in die spannende Villa Medusa.
    Zwischen schattenspendenden Bäumen direkt am Strand, in einer himmlischen Ruhe, mit Blick auf die strahlend blaue Ägäis, den mächtigen Athos-Berg und die schon erwähnten beiden Landzungen, haben wir unser kleines Paradies gefunden und wollen eigentlich gar nicht mehr groß weiter fahren.
    Was in der Türkei die Faszination der antiken Stätten war, so sind wir hier in Griechenland begeistert von der grünen Natur und traumhaften Stränden. Lange Sandstrände, wie z.B. der „Sphinx-Strand“ an dem wir, vor unserer Ankunft hier, eine lange Pause gemacht haben, wechseln sich mit romantischen Buchten ab. Der tolle Strand hat seinen Namen von den Steinformationen im Wasser.
    Da unsere Seele gerade gar nicht aufhört zu baumeln, und wir etwas länger an diesem schönen Strandabschnitt bleiben, wird das „Restprogramm“ etwas gestrafft.
    Wir umrunden dieses Mal nur den „mittleren „Finger“ Sithonia und fahren dann weiter über Thessaloniki zu den Meteora Klöstern.

    Hier noch ein paar Hintergrundinfos zur Halbinsel:
    Aufgrund ihrer geographischen Form wird die Chalkidiki oft mit einer dreifingrigen Hand verglichen. In Griechenland bzw. im griechischen Sprachgebrauch ist die Bezeichnung „Finger“ kaum gebräuchlich: hier werden die drei Halbinseln Kassandra, Sithonia und Athos anstelle von „Fingern“ mit „Füßen“ bezeichnet, wobei Kassandra der westliche Fuß bzw. Finger, Sithonia der mittlere und Athos der östliche Finger bzw. Fuß ist. Unter Rückgriff auf die antike griechische Mythologie wird die Chalkidiki auch oft als „Poseidons Dreizack“ bezeichnet.
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  • In Porto Koufos auf Sithonia

    15. September 2023 in Griechenland ⋅ ☀️ 25 °C

    Es dauert viele Kurven und Auf‘s und Ab‘s auf der gut ausgebauten aber auch ziemlich welligen Ringstraße bis man am südlichen Ende Sithonias ankommt.
    Der mittlere Finger von Chalkidiki ist voller Olivenbäume, sehr bergig mit steil abfallenden Felsen und manchmal schönen Ausblicken. Die typischen Touristenorte, wie Sarti, sind mittlerweile sehr zugebaut mit Ferienhäusern und Hotels.
    An den schönen Strandabschnitten befinden sich die Campingplätze.
    Es gibt zwar auch immer mal wieder interessante freie Strandabschnitte, allein dorthin zu kommen ist ein schwieriges Unterfangen. Und da wo es einfach geht, stehen jetzt die deutschen Nachsaison-Urlauber auf der Reihe bzw. bulgarische „Wagenburgen” sorgen selbst bei den Einheimischen für Ärger!😅
    Wir sind verwöhnt von den genussvollen ruhigen Tagen im Garten der Taverne Eleni. Es fällt deshalb etwas schwer, sich wieder in das Urlaubsgedöns zu begeben.
    Schlussendlich finden wir hier im Hafen von Porto Koufus an dem Strandabschnitt noch einen Platz. Das Meer schwappt sozusagen fast ins „Wohnzimmer“. Zum Baden wunderbar!
    Und laut ruft die Taverne auf der Ecke, dass wir kommen sollen. Ich habe den Ouzo im Vorbeifahren schon gerochen. 😂
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  • Womo-Badeplatz Psakoudia

    17. September 2023 in Griechenland ⋅ ☀️ 25 °C

    Ca. 200 Kilomter haben wir für die Ringstraße um den mittleren Finger Sithonia auf Chalkidiki gebraucht. Die Badebuchten, die wir mit unserem Wohnmobil anfahren konnten, waren idyllisch aber auch teilweise touristisch überlaufen.
    Gestern fahren wir zum Frühstücken an den ersten von mehreren Stränden des kleinen Städtchens Toroni. Am Ende liegt eine Burgruine zwischen Felsen. Der restliche Ort besteht aus Hotels und einem langen Sandstrand. Busse bringen Tagesgäste an den Strand. Vor uns lässt ein großes Ausflugsschiff die Gäste über Stege an den Strand. Bigfoot freut sich über die große Aufmerksamkeit. 😅
    In den anderen Buchten am Ortsende knubbeln sich die Wohnmobile auf der Reihe, wie wir das bisher nur aus Spanien im Winter kennen.
    Wir fahren weiter und landen am langen, freien Strand von Psakoudia am Ende von Sithonia. Hier gibt es über mehrere Kilometer viel Platz für uns. Es ist viel weniger los als auf dem Finger. Herrlisch! 😎
    Beim Sundowner stellen wir fest: Sithonia kann man machen, muss man aber nicht! Wahrscheinlich auch eine Frage der Jahreszeit und leider der immer mehr zunehmenden Bebauung! Die ersten Verbotsschilder für Wohnmobile bzw. Übernachtung tauchen auch schon auf!
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  • Antike Stadt Olynthos und mehr

    18. September 2023 in Griechenland ⋅ ⛅ 22 °C

    Diese Stadt war seit dem 8. Jh. vor Christus durchgehend bewohnt und liegt auf einem Hügel mit schönem Weitblick inmitten von Olivenhainen.
    Heute sind nur noch die Grundmauern übrig und einige Mosaike konnten freigelegt werden. Die Perser hatten in den Kriegsjahren 480/79 vor Chr. mit ihrer Zerstörung ganze Arbeit geleistet.
    Vom Strand in Psakoudia waren es nur 20 Kilometer ins Landesinnere zu den Ausgrabungen. Eigentlich wollten wir vorher noch das Kloster Evangelismos, das mit seinem mauerumfassten Klosterkomplex wie ein kleines Dorf wirkt, besuchen.
    Aber —— Frauen in Hosen, dürfen das Kloster nicht betreten. Ups. Ich habe nur Hosen im Gepäck. Für den Besuch der Meteora Klöster muss ich mir wohl was einfallen lassen. Dort gilt die gleiche Kleidervorschrift, habe ich eben gelesen. 😳
    Auch eine der spannendsten Höhlen Europas konnten wir nicht besuchen. Die Tore waren verschlossen, der Komplex wird mithilfe der europäischen Union restauriert.
    Also fahren wir zurück an einen der vielen Strände.
    In Nea Irakleia erleben wir mit einem phantastischen Sonnenuntergang noch einen versöhnlichen Tagesabschluss! 😍
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  • In Thessaloniki

    19. September 2023 in Griechenland ⋅ ☀️ 23 °C

    Wir stromern den ganzen Nachmittag durch die zweitgrößte Stadt Griechenlands, nachdem wir am Morgen einige Einkäufe erledigt haben. Es gibt vor der Stadt jede Menge Geschäfte, die man gut anfahren kann, darunter ein großer Campingladen und Ikea.
    Neben dem großzügig bemessenen Ikea Parkplatz, ist der zentrale Busbahnhof. Von hier fahren wir für 90 Cent pro Person mit dem Bus Nr. 3 in die Stadt. Die Fahrt dauert eine halbe Stunde. Die Haltestelle, an der wir aussteigen sollen, haben wir unserem Reiseführer entnommen. „Kentro historias Thessalonikis“. Es ist dennoch ganz schön schwierig, zu erkennen wann die Haltestelle kommt, die kyrillischen Buchstaben an den Stationen bringen dich auch mit der größten Phantasie nicht weiter. 😅
    So verlassen wir uns auf unser Gefühl. Dieter hat die Uhrzeit im Blick und ich scanne die Straßen und sehe auch bald den „Weißen Turm“, das Wahrzeichen der Stadt. Der Bus fährt noch eine Kurve und dann steigen wir aus.
    Thessaloniki ist eine moderne Hafenstadt mit sympathischem Flair, vereint Altes mit Neuem. Die Menschen strömen geschäftig durch die Straßen, von überallher kommt Musik aus den Gassen. Die Geräusche einer Großstadt halt. Wir laufen zum Galeriusbogen, einem dreifachen Triumphbogen, schauen in die wunderbare orthodoxe Kirche, gehen zur Rotunde und zur Hagia Paraskevi, der „Freitagskirche“. Die dreischiffige Basilika aus dem 5. Jh. liegt tief unter dem Straßenniveau.
    Wir finden in Meeresnähe eine nette Taverne und lassen uns die griechische Küche schmecken!
    Nach Sonnenuntergang kommen wir mit dem Bus zurück. Dieses Mal ist es einfacher. Der Busbahnhof ist zugleich die Endhaltestelle. Und Ikea steht groß auf dem Leuchtband der Linie 3.
    Der Einfachheitshalber übernachten wir auf dem großen Parkplatz neben einen schön bepflanzten Grünstreifen. Wir kommen uns vor, wie damals in Amerika auf den riesigen Walmarktparkplätzen, als wir auf der Treppe sitzend noch einen Absacker nehmen und den Tag Revue passieren lassen.

    Unser Tipp: Restaurant Elliniko ( The Greek) Thessaloniki

    https://maps.app.goo.gl/AgvVbHC5aGgwgwTd9?g_st=ic
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  • Schlafen zu Füßen des Olymp

    20. September 2023 in Griechenland ⋅ ⛅ 23 °C

    Nach dem langen Tag in der Großstadt zieht es uns doch nochmal ans Meer. Zum letzten Mal für diese Reise an einem griechischen Strand.
    Wir cruisen hinter Thessaloniki über die Autobahn nach Süden. Die Autobahngebühr wird an Mautstationen entrichtet und beträgt für uns zwischen 1-3 Euro. Bald kommt der Nationalpark Olympus und der höchste Berg Griechenlands selber in Sicht.
    Ein tolles Bergmassiv welches sich die Götter in der griechischen Mythologie ausgewählt hatten. Ich habe diese Geschichten um Göttervater Zeus, seine Frau Hera und ihre Töchter und Söhne verschlungen und mir eigene Geschichten ausgedacht wie Athene und Aphrodite mein Leben beeinflussen könnten. 😅
    An einem ursprünglichen Strandabschnitt finden wir einen ruhigen Platz. Die Götter sind uns wohlgesonnen.
    Heute Morgen fühle ich mich selbst wie eine von ihnen. Aus dem Bett ins Meer springen und wach werden. Wenn das kein göttlicher Tagesbeginn ist……..🤩

    Hier noch ein paar Fakten:
    Das 40 km lange und 30 km breite Massiv des Olymp ist mit 2918 m das höchste Gebirge Griechenlands und nach dem Glauben der alten Griechen Wohnsitz der 12 olympischen Götter. Es gibt viele Wanderwege im Nationalpark für jeden Schwierigkeitsgrad. Der höchste Gipfel heißt Mikitas.
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  • Durch die griechische Bergwelt

    21. September 2023 in Griechenland ⋅ ☁️ 17 °C

    Auf dem Weg zu den Meteora Klöstern juckeln wir durch den Nationalpark Olympus, umrunden sozusagen das göttliche Bergmassiv.
    Die schnellere Strecke über die Autobahn nehmen wir nicht, weil durch die extremen Regenfälle vor einiger Zeit in der Gegend um Larisa Schäden entstanden sind und Fahrzeuge über 3,5 t umgeleitet werden!
    So haben wir Zeit für die griechische Bergwelt, kommen durch kleine Dörfer und bewundern wieder einmal die vielen kleinen „Kirchlein“ am Wegesrand.
    Die Gemeinde Karpero stellt den Wohnmobilisten auf einem Hügel einen großzügigen Park zur Verfügung. Es gibt Toiletten, Duschen und Wasserstellen. Sogar einen Aufenthaltsraum bei schlechtem Wetter, Grillstellen und Picknicktische gibt es. Für Kinder sind Schaukeln und Klettergerüste aufgestellt. Tolle Ausblicke in die Umgebung sind inklusive.
    Der Platz wird ehrenamtlich von der Gemeinde betrieben. Die Jungs von der Feuerwehr kommen mit ihrem Truck und fragen, wie es uns in Griechenland gefällt und ob sie etwas für uns tun können. Supernett!
    So, nun aber auf ins Klosterleben. 🤩
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  • Spektakuläre Meteora-Klöster

    22. September 2023 in Griechenland ⋅ ☀️ 22 °C

    Im 9. Jahrhundert soll die Geschichte der Meteora-Klöster begonnen haben. Zunächst wurden Eremitagen als besondere Gebetsstellen und Zufluchtsorte der früheren Mönche in Höhlen und Felsen errichtet.

    Teilweise reichen die Felsen, die im Herzen Griechenlands liegen, bis zu einer Höhe von 600 m über NN hinaus. Die Türme sind Forschern zufolge über Millionen von Jahren durch die Ablagerung von Stein, Sand und Schlamm entstanden. Damals soll das Meer bis zu den Felsen gereicht haben.
    Die schwebenden Klöster von Meteora werden nicht nur von den Griechen als 8 Weltwunder bezeichnet. Die UNESCO hat die Klöster zum Weltkulturerbe ernannt. Der Name „Metéora“ leitet sich ab von „meteorizo“, was so viel wie „in der Luft schwebend“ bedeutet.
    Einer der wohl bekanntesten Felsen ist jener mit dem Agia Triada Kloster, denn dieser diente bereits – trotz Widerstand von Seiten der Mönche – als Drehort für den erfolgreichen James Bond Film „In tödlicher Mission“ aus dem Jahr 1981.

    Dieses Kloster Agia Triada (die hl. Dreifaltigkeit) liegt auf dem Weg zum Kloster Stefanos atemberaubend auf einer hohen Felsnadel, es ist die Verkörperung der "zwischen Erde und Himmel schwebenden" Meteora-Klöster.
    Wir sind restlos geflasht von diesem Anblick und der Lage der anderen Klöster. 6 davon kann man besichtigen. Alle Klöster haben an einem anderen Tag Ruhetag, so dass nicht alle geöffnet hatten, als wir den Klosterweg gelaufen sind.
    Das machte aber nichts! Bedecktes Wetter war zwar nicht so gut zum Fotografieren, zum wandern schon. Mit der Besichtigung von 3 Klöstern haben wir uns einen guten Überblick verschafft. Das Bilder machen in der inneren Kirche war nicht gestattet.
    Wir sind an dem Tag der frühe Vogel und hatten einen strategisch guten Parkplatz von wo aus wir uns diese grandiose Felslandschaft erlaufen haben. Unmengen von Touristen waren unterwegs, man musste an den steilen Anstiegen zu den Eingängen oft anstehen.
    3 Euro Eintritt und 3.50 Euro kostete das Tuch, welches sich Frauen in Hosen umbinden mussten. Nix ist mehr umsonst.
    10 Kilometer haben wir auf der Uhr, als wir uns erschöpft aber voller Zufriedenheit und glücklich, in dieser sehr besonderen Gegend gewesen zu sein, wieder auf den Weg machen.
    In dem ganzen Touristen-Gewühls wollten wir nicht länger bleiben. 😅
    An langen Auto- und Buskolonnen vorbei, fahren wir über Kalambaka durch die Berge des Nationalparks Pindos nach Ioannina und finden oberhalb des Sees einen ruhigen Stellplatz mit tollem Panoramablick.
    Im Pindos-Gebirge entspringt auch der letzte wilde Fluss in Europa. Der Vjösë wollen wir in Albanien ein Stück folgen.
    Heute gehts über die Grenze. Dort statten wir uns mit einer neuen Simkarte aus und hoffen das alles gut klappt.
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  • In Albanien in Gjirokastër

    22. September 2023 in Albanien ⋅ ☀️ 31 °C

    Kaum über die Grenze, übrigens völlig problemlos und zackig, sind wir bei einem albanischen Winzer gelandet. Haben bei „The Barrels“ den Nachmittag bei leckerem albanischen Essen ( z.B. Meatballs, traditionelle Fleischbällchen) selbstgebackenem Brot und vor allem selbstgemachtem Wein, in deren Weinberg zugebracht. Werden später weinselig auf dem Parkplatz übernachten.
    Es hat gut angefangen in Albanien. Die Sonne scheint kräftig. Am Grenzübergang Kakavi hat sich irgendwie niemand für uns wirklich interessiert. Direkt hinter der Grenze gab es einen Vodafone Shop. Gleich ein „Welcome Package“ mit ausreichend Gigs für die nächste Zeit gekauft. Beinhaltet auch Roaming für Montenegro. Sehr praktisch!
    Auf der Strecke nach Gjirokastër treffen wir auf alte Bunker und Steinbrücken.
    Die Stadt selber liegt malerisch am Hang. Hoch oben thront eine alte Burgruine. Vielleicht steigen wir Morgen dort mal hoch. Dafür müssen wir einen Parkplatz finden. Es herrscht eine chaotische Fahrweise im Land und eine chronische Parkplatznot in der Stadt.
    Mit Bargeld, albanischer Lek, haben wir uns auch versorgen können. Das kam uns im Nahe der Stadt gelegenen Weingut zu Gute. Sie nehmen nämlich nur Bargeld.
    Ein paar Tage werden wir uns hier im Landesinneren, am wilden Fluss Vjosa und an der Küste rumtreiben. Zum Schnuppern für den Anfang reicht das.
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  • Am wilden Fluss Vjosa

    24. September 2023 in Albanien ⋅ ☁️ 21 °C

    Die Vjosa ist von ganz besonders wilder Natur. Zwischen hellen Sand- und Kiesufern schlängelt sich der glasklare Fluss durch den Süden Albaniens.
    Das Wasser fließt in verzweigten Armen auseinander und wieder zusammen, bildet dabei unzählige kleine Inselchen. Gesäumt von sanften Hügeln ist das Flussbett an manchen Stellen breiter als zehn Fußballfelder.
    Der Fluss Vjosa ist einer der wichtigsten Flüsse Albaniens, mit einer Gesamtlänge von 272 Kilometern, von denen die ersten 80 Kilometer in
    Griechenland und die restlichen 192 Kilometer in Albanien liegen.
    Wir hatten über diesen Fluss vor längerem eine Reportage gesehen und ihn gleich auf die „Wunschliste“ gesetzt. Und heute war es soweit.
    Zu heiß um auf die Burg in Gjirokastër zu klettern, machen wir uns auf nach Këlcyrë der Vjosa entgegen.
    Durch das enge Flußtal zu cruisen ist schon eine Herausforderung. Die Albaner fahren unglaublich schnell und wenig vorausschauend. Außerdem ist gefühlt die gesamte deutsche VW- Bus und Kastenwagenfraktion unterwegs.
    So viel zum Thema Geheimtipp, wie in der besagten Reportage mehrfach betont wurde.
    Wir genießen dennoch jede Minute am Fluss.
    Geile Farbwechsel des Wassers wechseln sich mit einer malerischen und bergigen Landschaft ab. Zwei enge Brücken wollen überquert werden.
    In dem ursprünglichen, wilden Tal weiden Tiere überall, auch auf der Straße.
    In Vlorë mündet die Vjosa in einem Delta ins Meer.
    Wir sind ihr soweit gefolgt wie es ging! Von freundlichen Uniformierten werden wir im Zoll-Fährhafen der Stadt aufgenommen und haben einen ruhigen Platz mit Blick auf Surfer und Schiffe.
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  • Die antike Stadt Apollonia

    24. September 2023 in Albanien ⋅ ⛅ 23 °C

    „Wenn wir den einen Ort auswählen könnten, an dem Sie Ihre unvergesslichste Begegnung mit der Geschichte Albaniens haben werden, müsste es die antike Stadt Apollonia sein, die im sechsten Jahrhundert v. Chr. gegründet wurde. Sie liegt im Südwesten Albaniens.
    Diese Stadt wurde von griechischen Kolonisatoren erbaut. Sie galt damals als eine der bedeutendsten Städte und wurde aus über zwanzig anderen Städten im gesamten Mittelmeerraum ausgewählt, um den glorreichen Namen Apollon, des Gottes der Musik und Poesie, zu erhalten. Dank der Denkmäler und Ruinen auf den Hügeln des Archäologischen Parks, dem größten in Albanien, haben Sie die Möglichkeit, die Pracht der hellenistischen und römischen Zeit hautnah zu erleben“.

    Mit diesem Text beginnt unsere Informationsbroschüre, die wir am Eingang erhalten.
    Spannend!

    Heute gilt Apollonia als Symbol des reichen kulturellen Erbes der Antike und als Beispiel für die anhaltende Kraft menschlicher Kreativität und Leistung.
    Trotz ihrer langen Geschichte ist die Stadt noch immer gut erhalten. So können wir viele der Bauwerke und Artefakte der antiken Stadt besichtigen.

    Neben seiner historischen Bedeutung nimmt Apollonia auch einen besonderen Platz im Herzen vieler Albaner ein, die die Stadt als Symbol ihres kulturellen Erbes und ihrer nationalen Identität betrachten.

    Aus diesem Grund ist die Stadt ein beliebtes Touristenziel und zieht Besucher aus aller Welt an, die mehr über die Geschichte und Kultur der Antike erfahren möchten. Auch die Passagiere der Kreuzfahrtschiffe dürfen hier nicht fehlen. 😅

    Als ob all die archäologischen Schätze des Parks nicht ausreichen würden, findet man innerhalb seiner Mauern noch das Kloster und die Marienkirche, die zusammen mit dem im Inneren des Klosters gelegenen Archäologischen Museum eine weitere Ebene der Geschichte und Architektur hinzufügen. Der Klosterkomplex von Apollonia ist einer der am besten erhaltenen in Albanien und stammt aus dem 13. Jahrhundert. Die strategische Lage des Klosters mit Blick auf die Myzeqe-Ebene, wo der Horizont auf die Adria trifft, macht die Reise nach Apollonia zu einem Erlebnis.

    Wir sind uns der Bedeutung bewusst, wo wir hier rumlaufen; dass dieselben über 2000 Jahre alten Straßen bereits von legendären Persönlichkeiten wie Octavius ​​Augustus ausgetreten sind. Bevor er Kaiser wurde und den Lauf der Weltgeschichte veränderte, war er Student an der berühmten Akademie genau dieser Stadt, der Stadt der Größe.

    Das hab ich einer Führerin „abgelauscht“ und auch die Geschichte, dass die Stadtoberen damals schon so schlau waren, mit Cäsar und Augustus ein gutes Verhältnis zu pflegen. So brauchten sie keine Steuern nach Rom zu zahlen, die Stadt prosperierte. Sie wäre bestimmt heute noch in voller Blüte, wenn nicht ein Erdbeben den Lauf „unseres“ Flusses Vjosa verändert hätte. So versandete der Hafen von Apollonia und die Stadt verlor an Bedeutung.
    Auf dem Weg zurück zum Wohnmobil begegnen wir jungen Schildkröten, die sich auf der Wiese tummeln. Das war ein tolles Erlebnis aus der Neuzeit. 😂
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  • Berat, die „Stadt der tausend Fenster“

    26. September 2023 in Albanien ⋅ ⛅ 21 °C

    Das Wetter bringt dunkle Wolken mit gelegentlichem Regen. Und das über den ganzen Tag verteilt. Kein Strandwetter. Also biegen wir wieder ab weiter ins Landesinnere. Auf unserer Liste steht neben der Adria Küste auch ein weiterer spannender Ort.

    Die mehr als 2000 Jahre alte Stadt Berat liegt etwa 70 km südlich von der Hauptstadt Tirana im Bergland Zentralalbaniens. Nicht nur die pittoreske Landschaft, die von steilen Hängen und dem Fluss Osum geprägt wird, sondern auch ihre einzigartige Architektur machen den Ort zu einer der schönsten Städte Albaniens. Den hervorragend erhaltenen Altstadtgebäuden, die auf das Flusstal hinabblicken, verdankt sie auch den Beinamen "Stadt der tausend Fenster". Nachdem Berat bereits 1961 offiziell zur Museumsstadt ernannt worden war, wurde der Stadt schließlich im Jahr 2008 auch der Titel UNESCO-Weltkulturerbe verliehen. Um das historische Stadtbild mit seiner ungewöhnlichen Mischung unterschiedlicher Stile zu erhalten, sind in der Altstadt von Berat bis heute Neubauten weitgehend verboten.

    Bereits von weitem sichtbar ist die Burg von Berat, die auf einem felsigen Hügel oberhalb des Flusses Osum errichtet wurde und nur von Süden her zugänglich ist. Die heutige Anlage, die auf römische und byzantinische Vorgängerbauten zurückgeht, wurde in ihrer heutigen Gestalt im Wesentlichen im
    13. Jahrhundert errichtet. Da die Grundfläche der Festungsanlage ungewöhnlich groß ist, fanden im Mittelalter nicht nur alle Einwohner Berats darin Platz, sondern neben den Wohnhäusern auch insgesamt 20 Kirchen und eine Moschee. Von den meisten dieser Gotteshäuser sind nur Ruinen erhalten geblieben, aber das Burggelände selbst wird bis heute für Wohnzwecke genutzt. Unter dem Namen Kalaja bildet die Festung sogar einen eigenen Stadtteil. Von dem südlichen Ende der Burg, das sich direkt über einer Talenge befindet, bietet sich ein atemberaubender Ausblick über die ganze Stadt und die steilen Felsenhänge.
    Der schweißtreibende Aufstieg zu dem großzügigen Burggelände zwischen zwei Gewittern hat sich gelohnt. Wer hierher kommt, muss hoch zur Burg! 😅

    Wir bleiben einen weiteren Tag und stehen schön auf einem Parkplatz, direkt gegenüber einem ungewöhnlich markanten Kuppelbau, der als Hotel genutzt wird, inmitten von Oleanderbüschen und nahe der Stadt.
    Das Wetter ist leider sehr wechselhaft. Das sind wir gar nicht mehr gewohnt. 🥲
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  • In den Bergen von Kruja

    27. September 2023 in Albanien ⋅ ☀️ 18 °C

    Puh, was für ein letzter Tag in Albanien! Zum Frühstücken fahren wir von Berat aus ans Meer. An einem freien Strandstück hinter kilometerlangen Hotelburgen finden wir ein Plätzchen. In einer total vermüllten Umgebung liegen die Leute am Strand und gehen ins trübe Meer schwimmen, darunter auch viele deutschsprachige Menschen. 😳
    Allein die kleinen Bunker auch hier am Strand sind interessant. Überall sind sie zu finden.

    Albanien ist ungefähr so groß wie Baden Württemberg und hat 2.8 Millionen Einwohner aber ca. 200.000 Bunker.
    Die Idee dahinter war, das im Falle eines Angriffes einfach die gesamte albanische Bevölkerung zu den Waffen zu rufen, in kleine Bunker zu stecken und den ultimativen Guerilla-Krieg anzuzetteln. Für je vier Albaner sollte einer der besagten Bunker gebaut werden was damals einer Gesamtzahl von insgesamt 750.000 Bunkern entsprochen hätte. Zwischen 1972 und 1984 wurde das Land also entlang strategisch wichtiger Punkte verbunkert.
    Die runden, an Pilze erinnernden Betonbauten prägen das Landschaftsbild vielerorts bis heute und sind zu einer Touristenaktion geworden.
    Auch wir ertappen uns dabei, dass wir nach den Bunkern Ausschau halten. 😀
    Wir freuten uns schon auf das Bunkermuseum in Tirana.
    Aber leider hat Tirana heute keinen Platz für uns.
    Die Hauptstadt des Landes Albanien zeigt uns die kalte Schulter. Egal welchen Parkplatz wir heute anfahren in diesem unglaublichen Verkehrschaos, alle sind besetzt. Selbst die „Briefmarke“ die Bigfoot und sein Fahrer schon mal finden, dort wenden oder parken gibt es nicht.
    Schweren Herzens und enttäuscht verabschieden wir uns von einem Besuch des Bunk-Art Museums, des Skanderbes Platzes, des Uhrenturms, des Postbllok Memorials, der Pyramide von Tirana etc.
    Stattdessen geht es nochmal in die Berge nach Kruja mit seiner traumhaften Lage und der großartigen Burganlage.
    Hier genießen wir im Hotel Panorama ein geniales Abendessen mit grandioser Aussicht und einer leckeren albanischer Weinprobe.
    So erleben wir einen versöhnlichen Abschluss eines schwierigen letzten Tages in einem Land, dass in uns schon ein Wechselbad der Gefühle ausgelöst hat und das nicht nur wegen des Verkehrs.

    Schön ist, dass wir mit einer Weinprobe in Albanien begonnen und geendet haben. 🥳

    Auf gehts jetzt nach Montenegro.
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  • In Montenegro auf der Magistrale

    27. September 2023 in Montenegro ⋅ 🌙 21 °C

    Wie kein anderes Land in Südosteuropa wird Montenegro von schroffen Bergen, steilen Schluchten und dichten Wäldern geprägt. Von dieser Charakteristik leitet sich sogar der Landesname ab, der soviel bedeutet wie „bewaldetes Gebirge“.
    Montenegro ist auch das Land mit der geringsten Bevölkerungsdichte auf dem Balkan.
    Es gibt auch mehrere Nationalparks in dem kleinen Land, welches im Vergleich nicht ganz so groß ist wie Schleswig Holstein.
    Der Grenzübergang aus Albanien war einfach. Sie haben bei der Ausreise nur die Fahrzeugpapiere kontrolliert, keine Pässe. In Montenegro gabs überhaupt keine Grenzkontrollen.
    Bevor wir in der Hafenstadt Bar auf die Hauptküstenstrecke, die
    „Magistrale“ einschwenken, kehren wir bei Burger King ein. Wir brauchen deren freies WLAN um unsere albanische SIM-Karte für Montenegro übers Internet freischalten zu lassen. Es gibt ein sogenanntes „Balkanroaming“. Du kaufst einmal eine Simkarte mit einem Datenpaket und kannst sie in den Ländern des Balkans nutzen. Allerdings müssen sie jeweils freigeschaltet werden. Dazu braucht man allerdings WLAN.
    Bergauf bergab geht es weiter auf der zugegebenermaßen spannenden Küsten-Magistrale.
    Wohnmobile ohne Ende kommen uns entgegen. Es gibt tolle Ausblicke von hoch oben aufs Meer, die Orte am Strand und kleine vorgelagerte Inselchen. Aber, immer von oben. Das heißt, wenn du an die Küste möchtest, heißt es kleine, meistens steile Stichstraßen runter. Auf der Strecke liegen einige Campingplätze mit engen Zufahrten und ebenso engen Stellplätzen unter Bäumen, die für uns überhaupt nicht in Frage kommen. Nach einigen Versuchen sind wir genervt, bleiben oben und finden einen Platz neben einer Kapelle in Petrovac mit weitem, wunderbarem Blick auf Meer und die Küste.
    Ein traumhafter Sonnenuntergang versöhnt uns mit einem ersten stressigen Tag in Montenegro.
    Also, angekommen sind wir in diesem Land noch nicht wirklich. 😅🧐

    Wir haben gehört, dass es an dem wunderschönen Skadar-See guten Kaffee geben soll.
    Dorthin machen wir heute einen Abstecher. Mal sehen wie weit wir kommen. 😄
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  • Durch die Berge in den Skadarsee NP

    28. September 2023 in Montenegro ⋅ 🌙 20 °C

    Heute zeigt sich Montenegro von seiner besten Seite. Strahlend blauer Himmel, Sonnenschein und die Strecke durch die Karstberge ist gut befahrbar. Wir fahren auf 700 Meter, haben traumhafte Ausblicke auf die zerklüftete Küste, kommen an kleinen Weingütern vorbei. Allein die Zufahrt ist eher für PKWs geeignet. Bin gespannt auf montenegrinischen Wein, die kleinen Weinbergsparzellen sehen allerdings nicht wirklich ertragreich aus. Wir sind im Skadarsee-Nationalpark
    Über eine alte Brücke fahren wir über den See, der über und über von Seerosen bewachsen ist.
    Unser Ziel ist das idyllische „Auto Camp Vranjina“ am Fluß Marača, der durch den See fließt.
    Wir treffen uns hier mit Renata und Christoph aus der Schweiz, die wir über das Reisenetzwerk FindPenguins „kennengelernt“ haben.
    Auf dem Fluss ist viel los, alle Arten von Booten kommen vorbei. Wir sind früh angekommen, der Platz füllt sich gegen Abend immer mehr (erstaunlich wieviele Wohnmobile besonders aus Deutschland unterwegs sind…)
    Wir begrüßen winkend die Beiden, die mit ihrem Faltkanu bald auf dem Fluss um die Ecke kommen.
    Bei intensiven Gesprächen vergeht die Zeit schnell. Der versprochene Kaffee fällt aus, es gibt leckeres kaltes einheimisches Bier.
    Diese Begegnung erinnert mich mal wieder an mein Lieblingszitat von Wilhelm von Humboldt
    „ Im Grunde sind es immer die Begegnungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben“!
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  • Am südlichsten Fjord Europas

    29. September 2023 in Montenegro ⋅ ⛅ 21 °C

    Die Bucht von Kotor ist eine gigantische, fast 30 Kilometer lange Meeresbucht in Montenegro. Sie ist von majestätischen Gebirgszügen gesäumt und daher landschaftlich wirklich spektakulär anzusehen.
    Nicht ohne Grund wird die Bucht von Kotor als der südlichste Fjord Europas bezeichnet. Ein bisschen Norwegen-Feeling in Südeuropa.
    Die bekannteste (und zweifellos auch touristischste) Stadt in der Bucht trägt ebenfalls den Namen Kotor.
    Kotor ist Kreuzfahrt-Mekka!
    Beinahe alle Kreuzfahrten, die hier im Süden vorbeiführen, steuern die Bucht von Kotor an. Angelegt wird in Kotor, daher liegt hier nahezu täglich mindestens ein gigantischer Koloss vor Anker. Als wir in Kotor ankommen liegen 3 „Dick-Schiffe“ in der Bucht.
    Die geschützte Lage im natürlichen Hafen der Bucht machte Kotor u einem der wichtigsten Handels-und Marinehäfen des Mittelmeers. Griechen, Römer, Italiener, Serben, Ungarn, Türken, Österreicher und Jugoslawien rangen über Jahrtausende um die Herrschaft über die Stadt.
    Ihre weitgehend intakten Befestigungsanlagen und die prächtige Altstadt im venezianischen Stil sicherten ihr den Status als UNESCO Weltkulturerbestätte.
    Die steilen Hänge der umliegenden, beinahe zweitausend Meter hohen Berge scheinen teils direkt ins Meer abzufallen und machen den einzigartigen Charakter der Bucht von Kotor aus.
    Und wenn zum Sonnenuntergang die Schiffe den Fjord verlassen, wird es in der Altstadt richtig gemütlich. 😍

    Wir hatten einen phantastischen Tag, der mit einem leckeren „Schweizer Kaffee“ auf dem netten Campingplatz am Fluss angefangen hat. Danach findet sich an der Straße am Skadar-See ein Weinladen, der Wein aus dem Familienweingut verkauft, welches weiter hinten im Gelände liegt. So müssen wir keine kleinen Sträßchen reinfahren, werden freundlich zur Weinprobe eingeladen und erfahren einiges über Traubensorten, Verarbeitung und Traditionen.

    Weinbau in Montenegro wird an der Adriaküste und in besonderem Maße in der Region um den Skadarsee betrieben.
    Bekannt sind die autochthonen Rebsorten Krstac und Vranac. Erzeugt wurden auf ca. 11.000 ha vor allem Rotweine. Damit hat Montenegro etwa die Rebfläche des viertgrößten deutschen Anbaugebietes Württemberg. 108 weinerzeugende Betriebe in Montenegro produzieren rund 17 Millionen Liter Wein jährlich, und davon werden ca. 5,7 Millionen Liter exportiert.
    Uns schmeckt der Wein aus der Vranac Traube am Besten. Wir kaufen für die Weiterreise ein. Auch goldgelbes Olivenöl findet noch Platz in der Garage. 😄
    Dann ging es über die sehr stark befahrene Magistrale, vorbei am bekannten Inselchen Sveti Stefan in das 70 Kilometer entfernte Kotor.
    Geschlafen haben wir wunderbar auf einem großzügigen bewachten Parkplatz unterhalb der Burgruine, die abends toll beleuchtet ist.
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  • Beschauliches Perast am Fjord

    30. September 2023 in Montenegro ⋅ ☀️ 25 °C

    Perast ist ein kleiner Küstenort in der berühmten Bucht von Kotor.
    Anders als in Kotor, geht es in Perast aber deutlich beschaulicher zu.
    Allein schon deshalb, da in Perast glücklicherweise keine
    Kreuzfahrtschiffe anlegen können.
    Perast ist an einen Hang gebaut. Oben verläuft die Küstenstraße, unten die verkehrsberuhigte Uferpromenade. Und dazwischen: Steile, labyrinthartig angelegte Treppen und alte Häuser.
    Straßenbezeichnungen gibt es in diesem Teil von Perast keine.
    Die Altstadt, allen voran die Uferpromenade, präsentiert sich ziemlich herausgeputzt. Historische Barock-Paläste und so einige sehenswerte
    Bauwerke sind hier zu finden.
    Die wohl berühmteste Sehenswürdigkeit und eines der beliebtesten
    Fotomotive von Perast ist die winzige vorgelagerte Insel „Maria vom
    Felsen“ mit ihrer Kirche. Genau genommen gibt es sogar zwei vorgelagerte Inseln.
    Während die natürliche Insel „Svede Dorde“ nicht besucht werden kann, ist die andere, auf versenkten Schiffswracks und Steinen aufgeschüttete Insel mit ihrer kleinen Kirche, ein beliebtes Ausflugsziel.
    Die Atmosphäre hier am Fjord erinnert an Italien an die Lagos oder an der Cote d‘ Azur. Auch die Preise sind nicht von schlechten Eltern. Fürs Parken vor dem autofreien Perast wollten sie 12 Euro für eine Stunde! Wir finden einen schönen Platz am Straßenrand und laufen ein Stück den Weg entlang in das schnuckelige Örtchen.
    Ein paar Kilometer später sind wir aus dem touristischen Gedränge raus und bleiben in einer traumhaften kleinen Bucht mit Blick auf die Berge des Lovcen Nationalparks.
    Es gibt Strandduschen und herrlich klares Meerwasser.
    Unser Wohnmobil steht mit anderen hinter uns nur über die Straße auf einer großen begrünten Freifläche. Der Besitzer des Grundstücks kommt abends und kassiert 10 Euro
    Hier merkt man, dass die Saison zu Ende ist. Die Lokale sind geschlossen, es geht geradezu idyllisch gemütlich zu. Na also, geht doch! 😄
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