• Agadir und die Krokodile

    18.–20. jan., Marokko ⋅ 🌬 16 °C

    In Marrakesch schüttet es die ganze Nacht. Wir haben uns entschieden, doch noch weiter in den Süden bis nach Agadir anstatt Richtung Osten zu fahren, da die Wetterlage auf den hohen Pässen im Atlas Gebirge schlecht ist. So müssen wir anstatt bis über 2.000 Meter 'nur' bis auf über 1300 Meter durch die Berge, die im Süden die Grenze zur Sahara bilden. Auf dem Weg lässt der Regen irgendwann nach, dafür ist es auf der Höhe nur um die 3° und windig, als wir einen Stopp machen. Die rote karge Landschaft ist beeindruckend und als die Sonne rauskommt, zeigt sich hinter uns ein toller Regenbogen.
    Der Stellplatz, den wir rausgesucht haben, ist 30km südlich von Agadir. Auch hier hat es bis mittags noch geregnet, so dass einige Flächen unter Wasser stehen. Wir kommen zeitgleich mit einem Schweizer Paar an und haben Glück, die letzten beiden Stellmöglichkeiten zu bekommen. Um mal wieder waschen zu können, bleiben wir zwei Nächte. Hier ist es bei 17° und Wind schön sonnig und tatsächlich nochmal ein paar Minuten früher und länger hell. Am nächsten Tag haben wir Zeit, so entscheiden wir uns in den Krokodilpark von Agadir zu fahren, den es seit fast 10 Jahren gibt. Hauptziel des Parks ist der Schutz und Erhalt des Nilkrokodils, da diese Art seit den 1970er Jahren in freier Wildbahn in Marokko als ausgestorben gilt. Der Park dient als wissenschaftliches Zentrum und auch Aufzuchtstation. So sehen wir neben den über 300 Krokodilen auch noch ganz kleine Baby-Krokodile. Zukünftig sollen die Krokodile auch wieder ausgewildert werden. Mit all den außergewöhnlichen Bäumen und Pflanzen ist der Park richtig schön angelegt. Die meisten Krokodile liegen faul in der Sonne, nur vereinzelt schwimmt das ein oder andere im Wasser.
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