Der runde Berg & die Dünen
25.–27. jan., Marokko ⋅ ☀️ 22 °C
Unser nächstes Ziel ist der Jebel Mudawwar, was übersetzt soviel wie "runder Berg" heißt. Auch bekannt als portugiesisches Gefängnis. Hierbei handelt es sich um eine hufeisenförmige geologische Felsformation. Diese natürliche Erosion wurde im 11. Jahrhundert von der Almoraviden-Dynastie zu einer befestigten Garnison und Karawanserei mit hohen Mauern ausgebaut, um die nahegelegene mittelalterliche Handels- und Karawanenstadt Sijilmasa sowie die wichtigen Goldhandelsrouten aus dem Süden zu schützen. Die Gegend ist zudem reich an Fossilien wie Trilobiten und Ammoniten. Kaum vorstellbar, dass das Gebiet vor Millionen von Jahren ein Meeresboden war. Wir übernachten seitlich von der Öffnung des ungewöhnlichen Berges in totaler Stille. Das hatten wir länger nicht. Diese Ruhe nutzen wir am nächsten Morgen erst einmal zum Haareschneiden. Auch das muss mal wieder sein. Als wir später ins Innere der Felsformation laufen, werden hier gerade noch die Reste eines Filmsets abgebaut. Ein japanischer Kriegsfilm soll hier gedreht worden sein. Wir klettern bis nach oben auf die Felsen und entdecken jede Menge versteinerte Fossilien in und auf den Steinen. An unzähligen Ständen werden diese hier in der Gegend verkauft.
Von hier aus geht es weiter nach Merzouga. Ein kleines, im Südosten gelegenes Wüstendorf, das als Zugangstor zu den beeindruckenden Erg Chebbi-Dünen gilt. Nun sind wir in der marokkanischen Sahara. Im Dorf angekommen kaufen wir ein paar Lebensmittel ein und werden prompt von einem Guide angesprochen, der uns einen guten Tipp gibt, wo wir die Nacht ruhig stehen können. Die Sanddünen sind hier teilweise bis zu 150 Meter hoch und sehen von Weitem wie rotgelb leuchtende Berge aus. Zunächst fahren wir noch zu dem nahegelegenen See, Dayet Sri, der sich nur im Winter nach starken Regenfällen bildet. Hier sollen sich Flamingos eingefunden haben, die wir von Weitem erspähen können.
Abends parken wir dann am Rande der Dünen, hören noch die letzten Quads fahren, bis es auch hier ganz still wird. Während der Sand bei Sonnenuntergang richtig rot glüht, wirkt er morgens fast weiß. Davor die graue karge Landschaft als Kontrast.
Auf dem Rückweg von einem kleinen Spaziergang in den Dünen sehen wir eine ganze Herde Kamele hinter unserem Fahrzeug vorbeilaufen. Einmal mehr eine nette Überraschung. Ganz gemütlich trotten sie in die Dünen hinein. Eines frisst in meiner Nähe in aller Seelenruhe noch etwas Gras. Später kommt sogar noch eine zweite Herde, bevor es für uns über die Piste zurück auf die Landstraße geht. Hier fahren wir noch an einem Streckenposten einer Rallye vorbei und machen Halt, damit zwei Rennwagen passieren können. Langweilig wird es unterwegs irgendwie nie. Spontan legen wir einen letzten Stopp ein, denn hier hat man einen tollen Blick auf das Ende des Ziz Valley. Diese inmitten der Wüste gelegene Oase wird vom Fluss Wadi Ziz durchflossen. Mit einer Fläche von 77.000 km² beherbergt die Region Tafilalet die größte Oase der Welt.Læs mere


























Rejsende
😍
Rejsende
😍
Rejsende
👍🏻