• Fort Bravo, Playa de Mónsul & die Geode

    8.–11. feb., Spanien ⋅ 🌬 17 °C

    Wir bleiben zunächst in der einzig „echten“ Wüste auf dem europäischen Festland. Die außergewöhnliche Landschaft der Wüste Tabernas mit all den zerklüfteten Hügeln und tiefen Erosionsrinnen (Canyons) ähnelt dem amerikanischen Westen, weshalb sie wohl als Drehort für so viele Klassiker diente. So ist Fort Bravo, auch Texas Hollywood genannt, eine weitere Kulisse, die wir uns anschauen. Die Anlage ist größer und wird noch aktiv mit Shows betrieben, auch wenn diese natürlich nur auf spanisch stattfinden. Hier gibt es einen offiziellen Campingplatz auf der Rückseite, so dass wir die Zeit auf dem Gelände und in der Umgebung ausnutzen.
    Am nächsten Tag wollen wir zum Playa de Mónsul. Der Strand ist Teil des Naturparks Cabo de Gata-Níjar, dem größten geschützten Küstengebiet Andalusiens. Die Region ist durch ihre vulkanischen Ursprünge geprägt, was man an den dunklen Felsformationen und Lava-Strukturen am Strand erkennt. Der Wind weht auch hier ordentlich. Die Landschaft ist direkt grüner und wirkt lebendiger. Und natürlich wurden auch hier Filmszenen für Indiana Jones gedreht. Übernachten darf man in dem Naturpark allerdings nicht, so fahren wir abends zum Camping Cabo de Gata. Für Mittwoch haben wir eine Führung zur Geoda de Pulpí gebucht. Sie ist die größte "begehbare" Geode der Welt und ein beeindruckendes Naturwunder. 1999 wurde sie im Bergwerk "Mina Rica" in Almería entdeckt, in der zuvor bis in die 1960er Jahre Eisen, Blei und Silber abgebaut wurde. Sie besteht aus riesigen, transparenten Selinit-Kristallen, die vor etwa 165.000 Jahren in einem mit mineralreichem Wasser gefüllten Hohlraum zu wachsen begannen, bis vor 60.000 Jahren. Wir sind 500 Meter über mehrere Ebenen durch die historischen Stollen tief in den Berg hinein gestiegen, bevor es über eine Wendeltreppe nochmal 60 Meter tief unter die Erdoberfläche zur vierten Ebene ging, in der sich die Geode befindet. Hier durfte jeder nacheinander ein Stück in die kleine Öffnung an der Seite des Hohlraums klettern, um einen Einblick in die Geode mit ihren bis zu 2 Meter langen Kristallen zu erhaschen. Beeindruckend. Für Rob war die ganze Mine berufsbedingt natürlich äußerst interessant, obwohl es meine Idee war 😉
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