• Purias & Valencia

    11.–17. feb., Spanien ⋅ ☁️ 21 °C

    Von der Geode geht es ein Stück landeinwärts zu dem Stellplatz Rancho Purias. Er wird von einem älteren niederländischem Paar betrieben, die dort direkt an den Stellplätzen ein Pferd und zwei Esel halten. Drumherum sind Hügel und ein kleines Wandergebiet. Zum ersten Mal können wir direkt vom Platz aus eine kleine Rundwanderung zu Fuß machen, die uns an Mandelbäumen in voller Blüte und an wildem Thymian und Rosmarin vorbeiführt. Wir befinden uns wohl mitten im spanischen Frühling, alles blüht und ist herrlich grün, nur der Wind pustet weiterhin ordentlich, so dass man die 20° kaum spürt. Der Weg führt uns alte Ziegenpfade entlang bis auf die Hügel hinauf. Ganz am Ende können wir sogar unseren Stellplatz von oben sehen, bevor es wieder hinunter geht. Auch hier bleiben wir zwei Tage und können windgeschützt zumindest mal wieder draußen essen. Herrlich. Am Abreisetag regnet es dagegen ordentlich. Wir fahren 250km bis kurz vor Valencia und machen Halt an einer Tankstelle. Für heute sind noch heftigere Sturmböen mit 80 bis 90kmh angesagt. Kaum stehen wir, dröhnen auch schon unsere Handys mit einer offiziellen Warnung der Provinz Valencia. Unser Häuschen wackelt und schaukelt den ganzen Abend und die Nacht. Gegen Morgen ist es zunächst windstill. Ich möchte gerne nach Valencia rein, dafür recherchiere ich Stellplätze in der Nähe. Obwohl alle voll zu sein scheinen, schreibe ich einen an und wir bekommen prompt einen Platz für den nächsten Tag. Unser Stadtbesuch muss jedoch warten. Durch den heftigen Wind bei der Wanderung hab ich mir eine Erkältung eingefangen und so geht es angeschlagen erst die darauffolgenden beiden Tage mit der Metro in die Altstadt von Valencia. Die Straßen sind von tollen Altbauten gesäumt und so breit, dass es nirgends Gedränge gibt. Ganz anders und viel entspannter als in Rom. In den Seitengassen gibt es viel Grafitti und allerhand alternative und besondere Lädchen. Genauso finden wir etliche vegetarische oder vegane Restaurants, so dass wir uns kaum entscheiden können. Wir besuchen die Kathedrale von Valencia, um den angeblich wahren heiligen Gral einmal in echt zu sehen, sind aber enttäuscht, da er so weit weg und hinter Glas ist, dass man nicht viel erkennt. Bis in die Dunkelheit schlendern wir am zweiten Tag durch die Gassen, bevor es mit der Metro zurück geht.
    Valencia ist eine wirklich schöne und lebendige Stadt mit einer tollen Atmosphäre.
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