• Bardenas Reales, Spaniens Halbwüste

    23.–26. feb., Spanien ⋅ ☀️ 20 °C

    Von Finestras geht es an dem Tag die Offroadpiste zurück und insgesamt knappe 70km nordwestlich durch eine Schlucht und mehrere Tunnel bis nach El Grado zu einem kostenlosen städtischen Stellplatz, der eigentlich mehr ein großer Picknickplatz mit Infotafeln über alle heimischen Tiere ist. Für den Tag genau das richtige. Hier können wir unsere Wassertanks endlich mal wieder ganz auffüllen und Abwasser ablassen. Dank gutem Internet ist auch ein Videocall mit Robs Sohn möglich, unsere Enkelin hat an dem Tag nämlich Geburtstag 😊
    Von hier geht es am nächsten Tag an Huescas vorbei bis nach Arguedas. Nachdem wir in El Grado fast alleine standen, erwischen wir hier so eben noch einen freien Platz auf dem Stellplatz direkt vor einer tollen Felsformation mit Höhlenwohnungen, die bis in die 1960er Jahre noch bewohnt waren. Arguedas liegt im Süden der Region Navarra im Ebro-Tal in der Nähe des Nationalparks Bardenas Reales. Eine Halbwüste, in die wir am nächsten Tag fahren wollen. Hier erinnert eine Welt aus ockerfarbenem Lehm, Sandstein und Kalk sowie skurrilen Gesteinsformationen und von Trockenheit aufgeplatztem Boden an Landschaften im Südwesten der USA, uns aber vorallem auch an Kappadokien in der Türkei. Auch hier haben über Millionen von Jahren Wind, Wasser und Sonne eine Landschaft aus Tafelbergen, skurrilen Steinformationen und Schluchten mit trockenen Flussbetten geschaffen. Die berühmteste Felsformation und das Wahrzeichen des Parks ist Cabezo de Castildetierra, ein durch Erosion isolierter spitz zulaufender Berg mit einer härteren Gesteinsschicht ganz oben. Seit dem Jahr 2000 gilt die Wüste als Unesco-Biosphärenreservat.
    Allerdings liegt hier auch eine militärische Schutzzone, die nicht betreten werden darf. Das bekommen wir bei einem Stopp direkt zu spüren, als das Militär total unerwartet gerade eine Schießübung durchführt und ich richtig zusammen zucke. Die Bardenas Reales ist unser letzter Stopp in Spanien. Von hier geht es nochmal weitere 100km nördlich bis zu einem LKW Parkplatz bei Olave, bevor wir dann ganz im Norden nach Frankreich rüberfahren.
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