• Polyany

    July 7, 2017 in Russia

    Heute ging es weiter. Der gestrige Abend war eher frustrierend. Wir waren einfach viel zu spät im Ort. Nichts hatte mehr offen. Und heute morgen war es nicht viel besser. Zunächst gab es vor 10 Uhr kein Frühstück. Super. Also haben wir alles vorher verpackt und sind nach dem Frühstück gleich los. Schon faszinierend, das hier wirklich garkeiner Englisch sprechen konnte. Unser Russisch war ja mittlerweile garnicht schlecht. Aber wenn es um die Feinheiten ging, waren wir aufgeschmissen.

    Auf der ersten Strecke fuhren wir parallel zur großen Autobahn eine Landstraße entlang. Diese hatte auch zwischendurch einen ausgebauten Radweg. Wir fuhren und fuhren und merkten plötzlich, dass die Sonne wieder von vorn kam. Ein Blick auf die Karte ergab promp, dass wir falsch abgebogen waren und somit schon 5 Km in die falsche Richtung unterwegs waren. Es gab keine Alternativroute. Also mussten wir genau die gleiche Strecke wieder zurück fahren.

    Anschließend gaben wir wieder Hackengas. Heute hatten wir noch viele Kilometer vor uns. Auf der Landstraße ging es nun schnell voran und wir wurden zu Kilometerfressern. Bei Polyany machten wir dann endlich unsere erste Pause. Von unserem Startort aus waren es nur 35 Kilometer Entfernung, doch standen bereits 45 Km auf der Uhr.

    Bei unserer kleinen Rast gesellte sich ein sehr alter Hund zu uns. Auch wenn die Augen nicht mehr gut funktionierten, seine Nase erschnüffelt unsere Konserven und Miniwürsten 10 Meilen gegen den Wind. Anfangs noch ganz lustig wurde es jedoch immer lästiger. Er wollte auf meine "Geh Weg"-Kommandos irgendwie nicht so richtig hören. Also schnell alles auffuttern. Nachdem uns der Hund von Polyanki irgendwann wirklich auf die Nerven ging, kam dann auch langsam mal das Frauchen ("chen" ist eher das Antonym) aus dem Supermarkt, um ihn zurück zu pfeifen. So lernten wir also Babuschka's Höllenhund höchst persönlich kennen.
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