An open-ended adventure by Ephraim und Xenia
  • Day101

    D-Tour via SriLanka

    November 10, 2021 in Sri Lanka ⋅ ☁️ 28 °C

    Abstecher Sri Lanka
    Während dem sich Xenia gerade in Indonesien mit der Einreise, Quarantäne und schulischer Pflicht plagen muss, habe ich mich entschieden zu erst einige Tage nach Sri Lanka zu fliegen.
    Dies weil mein E-Visum für Jakarta zu spät gekommen ist.

    Die Träne Indiens ist ein krasser Gegensatz zum Oman. Alles ist grün und es regnete in strömen.
    Für mich geht ein Traum in Erfüllung. Denn einmal im Leben am Morgen arbeiten, um am Nachmittag ins TukTuk zu steigen und surfen zu gehen, war schon immer das, was ich mal machen wollte!
    Leider wird das nur von kurzer Dauer sein, da ich am Freitag mich auch endlich auf dem Weg nach Indonesien begeben werde.

    Ich habe eine Unterkunft im grünen Hikkaduwa.
    Der Inhaber des Airbnb mit dem Namen Dias, hat mich vom Flughafen zwei Stunden in den Süden nach Hikkaduwa gefahren. AM abend angekommen, durfte ich schon mit ihm den Srilankesischen Schnaps "Arrak" kosten. Arrak ist das Pendent zum russischen Wodka.
    Am nächsten Tag stellte mir Dias sogleich sein Freund vor, welcher ein Surf-instruktor ist.
    Mit seinem Tuktuk fuhren wir die Strände ab, um zu schauen wie die Wellen sind.
    Nach einigem hin und her haben wir beschlossen dass er mein Surftaxi wird.
    Jeden Nachmittag fuhr er mich nach Gallos, wo im Moment die Beste. Wellen sind.
    Hikkaduwa wird erst im Dezember zum Surferparadies.
    Sathsara fuhr mich auch mal ins innere des Landes, zeigte mir einen japanischen Buddhistentempel und ein Fort, welchen von Holländern während der Kolonialzeit erbaut wurde.

    In Sri Lanka herrscht im Moment überall Knappheit. Treibstoff, Touristen, Material für Surfbretter, Tattoonadeln, Bargeld und unzählige weitere Lagerbestände fehlen. Wie so oft ist dies vor allem die Corona-Situation und der Regierung zuzuschreiben. Das Land erfährt im Moment eine Teuerung der Lebensmittel und durch Fernbleiben der Touristen sind viele ohne momentane Einkünfte.

    Funfact:
    Was mich immer noch ab und zu verwirrt ist dass die Srilankesischen Bewohner mit dem Kopf schütteln wenn sie etwas befürworten.
    Wer mit drogenschmuggel erwischt wird dem könnte die Todesstrafe drohen.
    Auch hier, wie damals in Portugal, werde ich oft angesprochen ich ein wenig Marihuana konsumieren möchte.
    Anscheinend sei ein Blauwal gestrandet und den haben sie einfach im Strand vergraben.
    Für ein tuk tuk reicht der normale Führerschein nicht, man braucht einen spezial Ausweis.
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    Gerold Lustenberger

    Hey Ephraim

    11/12/21Reply
    Gerold Lustenberger

    Das ist ja voll cool. Du bist am surfen und hier gehen morgen die ersten Pisten auf. Werde die Skis vorläufig aber noch im Keller lassen. Take care and have a good flight to Indonesia....lg

    11/12/21Reply
     
  • Day91

    Wandern & Wasser

    October 31, 2021 in Oman ⋅ ☀️ 30 °C

    Gemütlich tuckerten wir mit einem Motorboot über den Fluss, um an den Ausgangspunkt der Wanderung zu kommen, welche uns zum Herzen des Wadi Schab bringen sollte. Über Stock und Stein, zwischen Palmen und entlang schmaler Felswege wanderten wir immer tiefer ins Innere der Schlucht. Beim vermeintlichen Ziel angekommen, belehrte uns eine Infotafel, dass ab diesem Punkt geschwommen werden muss, um zum Wasserfall, den Pools & der Höhle zu gelangen. Bei so einem Abenteuer waren wir natürlich sofort dabei! Wenig später schwammen & kraxelten wir durch die abwechslungsweise seichten & dann wieder tiefen Naturpools. Nun wurde der Zugang zur Höhle durch massive Felsbrocken verwehrt. Auch das ließ uns nicht von unserem Vorhaben abbringen. Zwischen einem kopfbreiten Spalt hangelten wir uns mit Hilfe der Risse und Wölbungen der Felswände, Stück für Stück, in die Höhle. Endlich im Inneren angekommen, erwartete uns ein überraschend hoher Raum, durch welchen dank zahlreicher Öffnungen Sonnenlicht flutete. Von einer Seitenwand entsprang ein kleiner aber laut tosender Wasserfall. Ephraim erkundete die Höhle in seinen waghalsige Kletterversuchen noch weiter, um dann aber kurz darauf in das tiefe Wasser hineinzuspringen. Xenia betete insgeheim, dass alles gut verläuft.

    Wieder auf sicherem Terrain angekommen, nahmen wir auf einem grossen Stein Platz und packten unser Mittagessen aus. Ziemlich cool: Tags zuvor hatten wir in einem Supermarkt ein frisches & leckeres Mittagessen abgepackt! Langsam werden wir organisierter bei unseren Vorhaben. Noch cooler: Wir haben das Wadi auf Anhieb gefunden. Premiere!
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  • Day80

    R0ADTRIP, Tag 5 & 6

    October 20, 2021 in Oman ⋅ ☀️ 33 °C

    Am vorletzten Tag unserer Reise ist Ephraim leider krank geworden. Es scheint so, als ob ihm das spottbillige Essen nun doch noch teurer zu stehen kommt. Auch Xenia wünschte sich ein bisschen Erholung, bevor kommende Woche wieder die Pflicht ruft.
    Deshalb liessen wir es die letzten Tage unserer Rundreise & das Wochenende gemütlich ausklingen… Hier einige Einblicke:
    Entlang der kurvenreichen Strasse begaben wir uns am 5. Tag auf den Jebel Akhdar, ein grosses Kalksteinmassiv, welches auf 2000 m ein echtes Naturspektakel beherbergt: Das Saiq Plateau. Dabei handelt es sich um ein ausgedehntes Hochplateau, umgeben von zerklüfteten Gipfeln und einer schwindelerregenden Schlucht. Bei unserem Besuch war da Plateau leider sehr trocken, ja fast schon karg. Man würde kaum glauben, dass hier allerlei Obstarten gedeihen, die in der Hitze im Tiefland nicht bestehen würden! Das kühle Klima haben sich schon unsere Vorfahren zu Nutzen gemacht & so werden die„Balconies“ seit mindestens 1000 Jahren fleissig bewirtschaftet.

    Zurück auf Anfang lautete unsere Devise am Folgetag. Mit zwei kurzen Zwischenstopps rollten wir gemächlich zurück nach Muskat. Erster Halt: Birkat al Mouz (was übrigens übersetzt See der Bananen heisst, da sich in der Gegend zahlreiche Bananenplantagen befinden).

    Entlang eines schmalen Kanals des (seit 2006 als Weltkultur aufgenommenen) Bewässerungssystems balancierten wir in Richtung Harat Burj Al Maqaseer, einer imposanten historischen Festung. Es ist unverkennbar, dass es sich bei den Falaj’s um einen ausgesprochenen Meisterstreich handelt. Denn dieses omanische Bewässerungssystem besteht seit 2000 Jahren und wird noch immer in der Landwirtschaft eingesetzt. Weiter gehts!

    Die letzte Station, Samail, entdeckten wir mehr durch Zufall. Erst bei den nachfolgenden Recherchen bemerkten wir, welch hohe Bedeutung dem Ort aus religiös-historischer Sicht zukommt. Im siebten Jahrhundert breitete sich der Islam allmählich im Oman aus. Mit der Ausbreitung wurde auch die erste Gebetsstätte errichtet und zwar in keinem anderen Ort als Samail. Wir liessen die Moschee jedoch getrost Moschee sein und widmeten unsere Aufmerksamkeit stattdessen der riesigen Festung. Verschachtelt und verwinkelt wie diese war, liess sie uns komplett in vergangene Zeiten eintauchen und wir stellten uns lebhaft vor, wie das Leben zu Hofe stattgefunden haben könnte…

    Mittlerweile sind wir in einer schicken Bleibe, geniessen das Schlemmen am reichhaltigen Frühstücksbuffet, schwitzen im heruntergekühlten Fitnessraum, tauchen unsere Köpfe in den Pool, welcher einen Blick über die Dächern von Muskat erlaubt und werfen uns am Abend müde & glücklich in das bequeme Bett des Zimmers 811.
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    Gerold Lustenberger

    Einfach klasse!!

    11/2/21Reply
     
  • Day79

    R0ADTRIP, Tag 4

    October 19, 2021 in Oman ⋅ ☀️ 33 °C

    Der Himmel war noch blauschwarz & mit leuchtenden Sternen überzogen, als wir unsere Augen zögerlich öffneten. Hinter den Dünen jedoch zeichneten sich bereits die ersten Vorboten der Sonne am Horizont ab. Aufsitzen, anziehen, loslaufen - auf der höchsten unberührten Sanddüne, inmitten Milliarden von ultrafeinen Sandkörnern, verfolgten wir das Spektakel, indem die Nacht dem Tag wich & die Sonne ihren Platz am Horizont eroberte. Entzückt von dem grössten Sandkasten in dem Ephraim je war, liess er seiner kindlichen Freude freien Lauf während Xenia einmal mehr belächelnd zuschaute. Im Bedouinen-Zelt wurde in der Zwischenzeit schon die erste Malzeit, bestehend aus Datteln, Früchten, Fladenbrot und gekochten Eiern aufgetischt. Nach dem Schmaus erhielten wir einen Einblick in die Arbeit eines Beduinen und durften auch gleich selbst mit anpacken: Schafe und Kamele füttern, die Jungtiere mit dem Milchschoppen versorgen, sowie die Mutterschafe melken.

    Nach getaner Arbeit staubten wir durch den Wüstensand zurück in das bunte Treiben der Städte. Bevor wir jedoch wieder vollends in die Zivilisation entlassen wurden, durften wir noch eine ganz besondere Erfahrung machen. In Bidyyah setzen wir uns auf den Rücken eines Kamels & durften ein paar Schritte auf dem Rücken des gemächlichen Tieres reiten.

    Bis zum 12. Jahrhundert trug Nizwa den Titel der Landeshauptstadt des Omans und deshalb auch ein Stopp auf unserer Reise. Nizwa ist ein alter Handelsplatz mit einem grossen Suq, wobei der östliche Suq noch im ursprünglichen Zustand ist. Traditionelle Silberschmiedprodukte, allerlei Gewürze, Weihrauch und regionale Süssigkeiten und andere Lebensmittel werden hier an den / die Käufer:in gebracht.

    Wir probierten hier die osmanische Süssspeise Halwa, liessen es dann aber auch dabei. Die Süssigkeit schmeckte uns ehrlich gesagt überhaupt nicht. Dennoch amüsierten sich die Verkäufer sichtlich ab unseren Degustationsversuchen.

    Später schlenderten wir durch die Gassen Nizwas über das ausgetrocknete Flussbeet hinüber zu einem lokalen Imbiss, indem wir allerlei Mezze bestellten. Als wir die Rechnung erhielten, staunten wir nicht schlecht: Summa summarum bezahlten wir für das gesamte Abendessen OR 2.20, was umgerechnet etwa 5 Franken entspricht.
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    Stefka Ha

    Wow 🤩 tolle Aufnahme!

    11/3/21Reply
     
  • Day78

    R0ADTRIP, Tag 3, Teil 2

    October 18, 2021 in Oman ⋅ ☀️ 34 °C

    Langsam ging unseren Telefonen die Batterie aus. Dies war insofern ein Problem, da darauf das Navi, sowie die Wegbeschreibung zu unserer Wüstenlagerstätte war. Zudem begann es langsam aber sicher dunkel zu werden, denn im Oman ist es um 18.00 Uhr stockfinster. In der Dunkelheit das erste Mal durch Sand zum Camp off-zu-roaden war nicht unser Wunsch, kein Wunder wurden wir allmählich nervös. Ein aufmerksamer Bedouine half uns schlussendlich den Weg zu bewältigen. Mit den letzten Sonnenstrahlen düsten wir ein wenig verkrampft, vor allem aber begeistert, durch die ersten Vorläufer der Dünen. Was für ein Spektakel! Im Camp angekommen, begrüssten uns zwei Bangladesen, Bangalesi oder doch Bangladeser(?) herzlich mit Datteln und Kaffee. Nachdem wir unser Komandozelt eingerichtet hatten, lernten wir zwei weitere Gäste kennen und gemeinsam wurden wir gleich einmal traditionell eingekleidet. Nachdem Xenia nun wie eine waschechte Wahiba aussah und die Maske nun ihre schönen Augen unterstrich, wurde Ephraim wegen seiner dürren Postur und seinem lumpigen Bart eher als Bergmensch verlacht. Naja, da spricht doch der pure Neid!
    Nachdem uns gezeigt wurde, wie die männlichen Bedouinen sich damals eine bessere Hälfte suchten und wie gemeinsam getanzt wurde, liessen wir uns um ein Lagerfeuer nieder. Bis spät in den Abend berichtete uns der ehemalige Bedouine Allerlei Anekdoten über das Aufwachsen in der Wüste, das Leben seines „Tribes“ und die wichtigsten Weggefährten: Kamele.
    Was es mit den Tieren auf sich hat & was uns der Bedouine alles erzählte, werden wir gerne ein Andermal berichten - nicht zuletzt um den Rahmen dieses Beitrags nicht zu sprengen!
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    Gerold Lustenberger

    Unglaublich! Das tönt alles sehr spannend und interessant und man wäre am liebsten gleich selbst dabei. Danke vielmals, dass Ihr uns in dieser tollen Form an Eurem Abenteuer teilhaben lasst! Alles Gute und bleibt gesund

    10/23/21Reply
     
  • Day78

    R0ADTRIP, Tag 3, Teil 1

    October 18, 2021 in Oman ⋅ ☀️ 31 °C

    In Rash Al Had hielt uns nichts mehr, auch die prächtigen Müllberge, welche unser Hotel säumten konnten uns nicht vom Fortgehen abhalten. 😉Rasch raus aus Rash war die Devise, denn es gibt noch Vieles zu sehen.
    Auch Sur gab uns ziemlich schnell zu verstehen, dass die ganze Gegend nichts auf Sauberkeit hielt. Weder in der Stadt noch am Strand fand sich ein lauschiges und aufgeräumtes Plätzchen.
    Es gab nur etwas Erwähnenswertes: Als wir kurz eine Pinkel- und Kaffeepause in einem türkischen Restaurant einlegten, war der Besitzer sichtlich erfreut über ausländische Kundschaft. Den Kaffee und die von ihm gebackene Süssspeise wollte er uns partout nicht verrechnen.

    Nun zog es uns wirklich los, denn die Wüste ruft (damit ist keine hässliche Dame gemeint, sondern wirklich die Wüste mit Dünen und Sand überall!).
    Auf dem Weg zu den Wahiba Sands entdeckten wir auf einer der zahlreichen Kandelabern einen riesigen und wunderschönen Vogel. Nach kurzer ornitologischer Betrachtung und Recherche fanden wir heraus, dass es ein Vertreter der Gattung "Schmutzgeier" war.
    Das Positive an einem Auto ist ja, dass die Klimaanlage für angenehme Temperatur sorgt. Um aber auch ein wenig ungefiltertes Wetter im Oman zu spüren entschieden wir uns spontan noch für einen Abstecher zu dem Wadi Bani Khalid zu machen.
    Nach kurzer Suche fanden wir auch unser Ziel. Das wohl schönste Wadi war für uns dann leider doch nur mit dem Auge zu betrachten, da wir uns langsam beeilen mussten, um vor Einbruch der Dunkelheit im Wüstencamp anzukommen. Trotzdem ist ein Besuch in diesem Wadi unverzichtbar. Nicht nur das märchenhafte Türkisblau und die Schlucht beeindruckte uns, sondern auch der Weg dem Fluss entlang zu einer Höhle.
    Die Höhle zeigte uns ein Lokaler. Alleine hätte Ephraim sich wohl nicht getraut, da der Eingang kaum höher als 50 cm war. Als erstes zeigte der Ortskundige eine hängende Fledermaus, welche nur eine Armlänge von uns an der Decke baumelte. Kriechend und kletternd führte mich der neugewonnene Freund, entlang den verwinkelten Wegzweigungen zu einer Quelle. Nicht nur die heisse Luft trieb uns den Schweiss aus den Poren, denn ein- zweimal musste Herr Fritsche auch die aufkeimende Platzangst herunterschlucken. Alleine hätte er wohl nicht so schnell wieder herausgefunden. Froh wieder draussen zu sein bedankten wir uns beim zuvorkommenden Einheimischen uns eilten zu unserem Wagen zurück…
    Fortsetzung folgt!
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    Jana Haltinner

    Ephraim ich fühl mit dir! 😂🤦🏼‍♀️ Tönt trotzdem meeega spannend wa er do alles erlebed😍

    10/23/21Reply
    Rahel Viliger

    ouu mit dere höhli heti au müeh ka! i glaub mer hetsch mösse vil geld zahle dass i döt ine wär 🙈

    10/24/21Reply
     
  • Day77

    R0ADTRIP Tag 2

    October 17, 2021 in Oman ⋅ ☀️ 32 °C

    Sultan Qaboos liess von 1995-2001 eines der bedeutendsten Bauwerke im Oman errichten. Gesäumt von 5 Minaretten, welche die 5 Säulen des Islamischen Glaube repräsentieren sollten, ragt eine gigantische, golden schimmernde Kuppe in die Höhe.
    Der überwältigende Anblick der Moschee und unsere zu genüge verfügbare Zeit liess uns zu einem eigenen Bericht verleiten.
    Der Eintritt in das gigantische Gebäude war gar nicht Mal so einfach, brauchte es doch 3 Anläufe, bis man uns Zutritt gewährte. Nachdem wir endlich zur richtigen Zeit da und wirklich passend angezogen waren, durften wir das Gelände betreten. Zum Glück war Xenia mit Ephraim da, denn ohne einen Begleiter mit Penis (Achtung Sarkasmus) wäre ihr der Zutritt verweigert worden...
    Zuerst mussten wir uns, wie es in jeder Moschee üblich ist, unserer Schuhe entledigen. Der nächste Weg führte uns in eine kleinere Halle. Diese war eher spärlich verziert und nicht so imposant, wie wir erwartet hatten. Später fanden wir heraus, dass dies die Gebetshalle für das weibliche Geschlecht ist.
    Schnell wurde uns mitgeteilt, das der eigentlich Raum der Begierde auf der anderen Seite sei.
    Da standen wir nun auf dem knapp 4'300 quadratmeter grossen und 22 Tonnen schweren Teppich und konnten den Mund vor Staunen nicht mehr schliessen. Automatisch hob sich unser Blick zum riesigen Kronleuchter, welcher ein Gewicht von 8 Tonnen wiegt und mit 1'122 Lampen bekleidet ist.
    Das ganze Gebilde hat nur einen Zweck, nämlich zu beeindrucken. Das ist dem Sultan seelig gelungen!
    Eine totale Reizüberflutung herrscht in dem Raum, in dem nur (Achtung erneuter Sarkasmus) das starke Geschlecht beten darf. Mit Worten ist der Anblick nicht zu beschreiben. Vielleicht helfen einige Fotos.
    Die Hürde, dreimal auf den Weg zur Moschee zu machen hat sich wirklich gelohnt & schliesslich sind aller guten Dinge drei!

    Aller guten Dinge sind drei war für uns leider auch angesagt, nachdem wir für einen einfachen Fahrzeugwechsel am Flughafen 3h benötigt haben.... Naja solche Tiefschläge gehören einfach auch zur Reise. Kleine Aufmunterung, wir bekamen einen nigelnagelneuen Mitshubishi frotrunner. Das ist doch auch was. 😁
    Mit soeben genanntem spurten wir auf der Road to Fins, mit Zwischenstop an einem Eindrücklichen Doline (Sinkhole), nach Rash Al Had. Xenia liess kurz die Hüllen fallen und kühlte sich im klaren, leicht salzigen Wasser, welches durch unterirdische Gänge vom Meer gespiesen wird, mit einen kurzen Schwumm ab.

    Überraschenderweise hielt dieser bereits sehr ereignisreiche Tag noch ein weiteres Ereignis für uns bereit. Über inexistente Strassen bahnten wir uns einen "Weg" zum Hotel. Kaum eingetroffen, wurden wir auch schon gefragt, ob wir Schildkröten sehen wollen. Hand drauf & los gings. Auf der Rückbank des ortskundigen Fayal Alharbi kurvten wir entlang des Strandes, auf der Suche nach den gepanzerten Vierbeinern. Kurze Zeit darauf beobachteten wir bereits eine Meeresschildkröte beim Ausheben eines Sandlochs, welches dann als Nest zur Eiablage dienen sollte. Da bald Vollmond ist, blieb dies auch die einzige Schildkröte, der wir begegneten. Das gesehene Exemplar
    muss jedoch das vierzigste Lebensjahr bereits überschritten haben, denn erst danach begeben sich die weiblichen Schildkröten an Land, um ihre Eier abzulegen. Die Männchen verlassen das Meer nie mehr im Leben. Aufgrund der Lichtverschmutzung naheliegender Häuser & Hotels verirren sich die frisch geschlüpften Jungtiere und enden auf Strassen oder gar auf dem Parkplatz vor unserem Hotel. Drei davon wurden da aufgelesen & werden (hoffentlich) bald dem Meer übergeben…
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    Catarina Fritsche

    Hübsches Paar

    10/22/21Reply
     
  • Day76

    R0ADTRIP Tag 1

    October 16, 2021 in Oman ⋅ ☀️ 32 °C

    „Dort, schau! Da ist gerade einer aus dem Wasser gesprungen!“ Völlig begeistert zeigte ich mit dem Finger in Richtung Meer. Seit bald einer Stunde richteten wir unseren Blick gebannt auf das Wasser, unter uns schwanke der zweifache Aussenborder im Rhythmus der Wellen und über uns brütete die Sonne unermüdlich. Hin & wieder tauchte ein Vogel ins Wasser, um kurz darauf mit einem Fisch wieder aufzutauchen. Und dann, endlich: Delfine! Wir konnten unser Glück kaum fassen, als wir vereinzelte Exemplare erspähten, welche sich gleichermassen an den Sardinen labten, wie zuvor die Vögel. Just in dem Moment, als wir uns auf das Bug verlegten, wurden die Meeressäuger auf uns aufmerksam und näherten sich neugierig. Die ganze „Besatzung“ war völlig aus dem Häuschen. Zuerst einer, dann zwei, dann drei und schlussendlich schwamm eine ganze Delfinschule neben uns her. Immer wieder tauchte einer aus dem Wasser empor, um gleich darauf wieder abzutauchen, eine Kurve zu schlagen, unter unserem Boot durchzusausen und wieder aufzutauchen. Unglaubliche 80km/h kann ein Tier an Höchstgeschwindigkeit erreichen.
    Auf dem Rückweg spritzte die Gischt am Board des Schiffes hoch & gab uns eine willkommene Abkühlung. Kurze Zeit später durften wir kopfüber ins Meer stürzen, um die Unterwasserwelt noch durch die Taucherbrille zu betrachten. Schwimmend erforschten wir Riffe, in welchen sich viele bunte Fische tummelten. Ephraim entdeckte sogar eine junge Wasserschlange. Viel zu schnell war die Zeit um & wir mussten von Board. Nach einem zusammengewürfelten Mittagessen im Schatten, durchquerten wir abermals Muskat, um in unser wunderschönes Hotel einzuchecken. Unser Zimmer befand sich auf dem selben Stockwerk, wie das Fitnesscenter des Hotels. Wenn das mal kein Wink mit dem Zaunpfahl ist?! Gedacht, getan! Nach kurzem Rast schlüpften wir in unser Sportdress & jagten auf dem Laufband unseren Puls hoch. Den Blick stets auf den Himmel gerichtet, indem die schwindende Sonne den Abendhimmel in die schönsten Farben tunkte….
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    Morena Verlingieri

    😍😍

    10/18/21Reply
    Tramposch Inge

    🥰🥰🥰

    10/18/21Reply
    Catarina Fritsche

    So schön . Das sind Erlaubnise die ihr nie vergessen werdet. Geniesst es 😊🌞

    10/19/21Reply
     
  • Day74

    Zwischen Hummus & Fladenbrot

    October 14, 2021 in Oman ⋅ ☀️ 31 °C

    Mittwoch, 14.10.2021
    Nach einer geballten Ladung Arbeit haben wir uns in ein libanesisches Restaurant, gleich bei uns um die Ecke, zurückgezogen, um die bevorstehende Woche zu planen. Neben Hummus, Fladenbrot und zweierlei Hauptgang und legten wir unsere sieben Sachen auf die Tafel. Flyer, Tipps von Bekannten & einheimischen, sowie zig Reiseblogs wurden durchgekämmt und man sah unsere Köpfe förmlich rauchen, wie die örtlich beliebten Wasserpfeifen. Ob dies nun an der Schärfe des Essens oder unserer effizienten Vorgehensweise lag, lässt sich Nachhinein nicht mehr beurteilen… Mit neuen Reiseplänen im Sack und mit gefüllten Bäuchen legten wir uns frühzeitig schlafen. In den frühen Morgenstunden des Folgetages sind wir nämlich schon wieder in unserer Pflicht und unterrichten indonesische Schülerinnen und Schüler.

    Donnerstag, 14.10.2021
    Als wir Besagtes erledigt hatten, kochte uns Ephraim ein leckeres Mittagessen, verfeinert mit allerlei fremdartigen Gewürzen, welche unsere Airbnb-Küche bereithielt. Kurze Zeit später tat mir auch schon durch die Tore des Nationalmuseums, welche sich auf der gegenüberliegenden Strassenseite, der pompösen Residenz des Sultans befindet. Hier herrschte der vom ganzen Volk geliebte Sultan Qaboos für mehr als 50 Jahre, bis er vor drei Jahren verstarb.
    Fun Fact 1: Gemäss unserem omanischen Freund, Jamal, hatte der Sultan seinerzeit sämtliche Süssigkeiten aus der Schweiz einfliegen lassen. Er sei ein ziemliches Leckermaul gewesen und die Schweizer Schokolade hatte ihm sehr gemundet.
    Fun Fact 2: Es heisst, dass vor der grossartigen Herrschaft von Sultan Qaboos nur vier Strassen in ganz Oman existierten.

    Das Nationalmuseum überraschte uns
    mit seiner sehr modernen & fundierten Einrichtung. Beim Durchqueren der einzelnen Galerien liessen wir uns mit vielen historischen Quellen berieseln. Unter anderem fanden wir auch einen Grund für die unendliche Gastfreundschaft der Omanis: Vor langer Zeit stand der Kontakt zu Mitmenschen im Vordergrund. Dazu kam, dass Reisende oftmals die einzigen Überbringer von Neuigkeiten waren. Bei der Ankunft wurden diese mit Kaffee und Datteln empfangen. Diese Kultur der Gastfreundschaft ist tief verankert & auch heute Teil der omanischen Kultur, die gerne gelebt wird. Auch der familiäre Zusammenhalt hat bei den Omanis grossen Stellenwert. Deswegen wird auch gemeinsam aus der selben Platte gespeist, um die sich die Familie gesellt. Nicht weiter verwunderlich, dass es dann bei grossen Anlässen riesige Kochtöpfe & Platten braucht. Die Töpfe werden manchmal so schwer, dass es die Kraft zweier Männer braucht, um die Speise zu servieren. Gegessen wird übrigens von Hand & zwar nur mit der rechten. Diese ist
    die reine Hand. An Hochzeiten, Festen & am Markttag tragen die Omanis einen teuren Krumdolch aus Silber. Dieser wird an einem Gurt um ihr Kleid (Dishdasha) geschnallt. Auch der Haupt ist bei Männern, sowie Frauen bedeckt.

    Um unseren historischen Horizont nochmals ein bisschen zu erweitern, führten uns steinige Treppenstufen zur Muttrah Fort hinauf - einer Festung, welche ca. 1580 von den Portugiesen bei ihren zahlreichen Seefahrten & Eroberungen gebaut wurden. Die Omanis spielten eine grosse Rolle als Zwischenhändler im Indienhandel, eine Position, welche die Europäer damals selbst übernehmen wollten….

    P.S. Während wir die Schatten der Burgwände geniessen und diesen Eintrag verfassen, taucht im Hafenwasser unter uns, friedlich eine Schildkröte auf & wieder unter. Hach Oman you awesome wild guess!
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  • Day72

    Zwischen Arbeit und Vergnügen

    October 12, 2021 in Oman ⋅ ☀️ 32 °C

    Montag 11.10.2021
    Die Arbeit lässt uns auch im Oman nicht ruhen. Um vier Uhr in der Früh stolperten wir aus unserem Schlafgemach, um uns gleich wieder, zehn Schritte weiter, vor den Bildschirm zu pflanzen.
    Heute waren wir jedoch frohen Mutes, da wir am Abend Hilal und Jamal treffen wollten, welche uns durch Muskat führen wollen.
    Diese zwei Einheimischen trafen wir zuvor am Samstag, als sie uns den Weg zum Souq in Mutrah zeigten.
    Hilal übernahm die Führung und chauffierte uns in seinem edlen Mercedes zu einigen Sehenswürdigkeiten, wie dem Palast des Sultans oder zu schönen Aussichtspunkten.
    Während der dreistündigen Führung erfuhren wir so einiges über den Oman und die beiden Freunde.
    Jamal zum Beispiel, kommt aus einer Familie der Bedouinen und wird uns vielleicht sogar noch in sein ehemaliges Dorf führen, welches in der Wüste liegt. Jamal, auch Chemie-Lehrer, ist einer grosser Fan vom Schweizer Fussballer Shakiri. Auch sonst ist er eine Person mit grossem Herz!
    Hilal wiederum ist Vater von drei Kindern und hat gerade eben die Prüfung zum Flugzeugingenieur abgelegt.
    Die Zwei sind hervorragende Beispiele für das freundliche und hilfsbereite omanische Volk.
    Nach der Rour lud uns Hilal zu einem typischen Barbecue am Strassenrand ein.

    Dienstag 12.10.2021
    Arbeiten und Reisen gleichzeitig kann sehr anstrengend und ermüdend sein.
    Der Dienstag entpuppt sich regelmäßig als Hass-Tag für Ephraim (arabisch Ibrahim). Viele Online-Stunden, welche nicht selten in Frust enden, zehren an den Nerven. Schlecht gelaunt trottet Ephraim hinter Xenia nach, die eine geniale Wanderung herauspickte (Wanderung nach Riyam, c38, durch die felsige Landschaft gleich östlich von Muskat).
    Der Weg zog sich entlang eines Rinnsals von einem Bergbach. Nicht selten ist man zur Kletterpartie gezwungen, was aber den Spaßfaktor sehr erhöht. Ephraim ist der lebende Beweis, dass diese Wanderung auch mit Babouches möglich ist.
    Leider haben wir den frühen Sonnenuntergang um 18:00 nicht eingeplant, was uns zur verfrühten Umkehr zwingt.
    So langsam hat sich die Laune von Ephraim wieder gehoben. Sie stieg sogar zu einem Glücksrausch hoch, als wir am gleichen Abend noch Tickets für das WM Qualifikationsspiel Oman gegen Vietnam für 5Rial(ca. 12Fr.) ergatterten. Die Stimmung im Sultan Qaboos-Stadion war grandios und wurde durch die fröhlichen Gesänge der royalen omanischen Fans unterstrichen. Eingedeckt mit süßen Maiskörnern und Sonnenblumenkernen genossen wir das sportliche Ereignis. Notiz am Rande: Oman ging als Sieger der Party hervor.
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