FolgedemPinguin

Joined July 2018
  • Day24

    Bummel durch Florenz

    July 5 in Austria ⋅ ⛅ 24 °C

    Am Vormittag tauchen wir ein in den endlos erscheinenden Strom der Touristen ein. Zuerst gilt es allerdings einen Parkplatz zu finden. Keine leichte Aufgabe, wie sich bald herausstellt, denn vor der Stadtmauer ist am ersten Freitag im Monat Straßenputztag und das Parken nur eingeschränkt möglich.
    Der erste Besichtigungspunkt ist die Piazza del Duomo mit dem Dom. Unser Wunsch den Dom zu besichtigen platzt gleich wie eine Seifenblase: die Warteschlange reicht um den halben Dom herum. Alle, die die Größe des Domes un Florenz kennen, wissen, wie lang das ist. Stattdessen entscheiden wir uns für die Markthalle die uns auch durch unsere Gastgeberin im B&B empfohlen wurde: unten der Markt, oben kleine Bars und Restaurants. Wir meinen, das wäre ideal für unser Pranzo, das Mittagessen. Am Weg dahin passieren wir die Kathedrale San Lorenzo, für die Michelangelo die Fassadengestaltung entwarf. Zur Umsetzung kam es jedoch nicht, bis heute ist die Fassade unvollendet. Dann geht's durch den Ledermarkt - Tarvis lässt grüßen! Endlich betreten wir die Markthalle und sind enttäuscht. Dem Markt fehlt schlicht und ergreifend das Leben der süditalienischen Städte, alles ist sehr ordentlich, beinahe wie im Supermarkt. Zahlreiche Stände bieten kulinarische Souvenirs zu überzogenen Preisen. Trotzdem müssen wir einfach was kaufen 😁. Im ersten Stock ist uns rasch klar, dass wir hier nicht bleiben wollen. Es ist heiß und vollgestopft mit Touristen. Wir finden stattdessen gleich hinter dem Markt in einer Seitengasse eine kleine, unscheinbare Trattoria. Nach kurzem Check der überschaubaren Karte wagen wir uns hinein. Wunderbar! Keine Touristen, nur offensichtliche Stammgäste, der Kellner singt mit Leidenschaft zur Hintergrundmusik. Michael und ich entscheiden uns für Pici al Scolio (dickere Spaghetti mit Meeresfrüchten), Hannah wählt nach Empfehlung des singenden Kellers einen Meeresfrüchteeintopf. Dazu wird toskanisches, d.h. ungesalzenes Brot gereicht. Das war hier immer so, denn bereits Dante bemerkte “Dann wirst du spüren, nach wie salz'gen Teigen / das fremde Brot schmeckt ...“
    Solcherart gestärkt spazieren wir noch durch die Stadt, die Pizza della Signora darf nicht fehlen. Wir schauen in den Palazzo Vecchio hinein, dort befinden sich die Fresken von Städten des Habsburgerreichs, die da anlässlich der Hochzeit Johannas von Österreich mit Francesco di Medici gestaltet wurden. Fehlen darf selbstverständlich keinesfalls die Ponte Vecchio mit ihren Goldschmieden.
    Auch in Florenz haben wir zu wenig Zeit für eine ausführliche Besichtigung.
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  • Day23

    Siena

    July 4 in Italy ⋅ ☀️ 31 °C

    Schon in allerfrüh brechen wir von der Amalfiküste auf. Heute haben wir ein relativ großes Teilstück zu bewältigen. Es geht eindeutig Richtung Heimat! Ohne Zwischenstopp legen wir die etwa 450 Kilometer lange Strecke nach Siena zurück. Viel Zeit zur Besichtigung haben wir nicht, Hannah will zumindest einen Eindruck kriegen.
    Wie so oft landen wir um die Mittagszeit. Parkplatz finden wir glücklicherweise gleich vor dem Stadttor unweit der Piazza del Campo. Diese muschelförmige Platz ist einfach nur schön. Heute ist er an seiner Außenseite mit einem breiten, festgestampften Band aus Sand bedeckt. Vor zwei Tagen fand das berühmte Pferderennen, das Palio, bei dem die Jockeys auf ungesattelten Pferden im Höllentempo um den Platz jagen, statt. Wir nehmen im erstbesten Straßencafè platz und schauen uns eine Szene des letzten Rennens an. Es tut niemandem von uns leid, dass wir dieses Spektakel verpasst haben. Am Cafè wären wir auch besser vorbei gegangen, 16,50 Euro für zwei Cola und ein kleines Mineralwasser 😱, voll in die Touristenfalle gerappt. Aber man zahlt nicht für's Getränk, sondern den Platz am Platz 😉. Ein wenig schlendern wir durch die Gassen, wollen uns jedoch richtig stärken ehe wir unsere Besichtigungstour richtig starten. Abseits vom Zentrum werden wir fündig, eine kleine Trattoria, vier Tische draußen, ein paar Tische drinnen, kleine Karte mit Spezialitäten aus der Gegend. Drei Mitarbeiterinnen inklusive Köchin. Wir bestellen u.a. Gnocchi mit Estragonpesto, die landen gleich auf der Liste der nachzukochenden Gerichte.
    Gut gestärkt nehmen wir uns den Dom vor. Eine Kirche mit wunderschönem Marmorboden mit 56 Darstellungen, die zu unterschiedlichen Zeiten entstanden sind. Die Kirche birgt auch die Bibliothek zu Ehren des Enea Silvio Piccolomini, den späteren Papst Pius II, mit großartigen Handschriften sowie einer Darstellung seines Lebens anhand von zehn Fresken. Prächtig ausgestaltet mit Fresken sind auch Krypta und Baptisterium.
    Nach ausführlicher Kirchenbesichtigung bleibt uns noch Zeit für ein paar Fotos, ehe es zurück zum Auto geht. Wir wollen noch weiter nach Florenz, wo unser nettes B&B auf uns wartet.
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  • Day22

    Pompei

    July 3 in Italy ⋅ ☀️ 29 °C

    “Eine Wolke erhob sich – wer sie von ferne sah, wusste nicht, aus welchem Berg; Dass es der Vesuv war, wurde erst später erkannt -, an deren Aussehen kein anderer Baum mehr als die Pinie gemahnte. (...) Inzwischen erstrahlten vom Vesuv her an vielen Stellen weite Flammenfelder und hohe Feuerbrände, deren Blitzen und Leuchten durch die Finsternis der Nacht gesteigert wurde. (...) Schon war es anderwärts Tag, dort aber Nacht, schwärzer und undurchdringlicher als je eine Nacht zuvor ...“ (Plinius Briefe, Buch 6, Brief 16)Read more

  • Day21

    Napoli

    July 2 in Italy ⋅ ☀️ 30 °C

    Heute steht ein Ausflug nach Neapel, die drittgrößte Stadt Italiens, auf dem Programm. Vor den Verkehrsstaus dorthin vorgewarnt nehmen wir die Bahn, die Circumvesuviana. Bahnfahren in Italien ist ein besonderes Erlebnis. Unser Zug fährt halbwegs pünktlich ab. Bald merken wir aber, dass der Fahrplan höchstens eine Empfehlung darstellt, Klimaanlage gibt's im uralten Waggon sowieso nicht. Gut, dass wir alle einen Sitzplatz ergattert haben. Vorbei geht es an Zitronenplantagen, mit schwer mit den gelben Früchten behangen Bäumen, an Pompej und ganz nahe am Vesuv.
    In der Stadt ist es bereits am Vormittag unwahrscheinlich heißt, wir entscheiden uns gegen eine “Kirchenrally“, sondern schlendern gemütlich umher, nehmen in einem Café Platz, besuchen die eine oder andere Boutique auf der Suche nach etwas, das uns braucht, um schließlich im Ristorante Pizzeria Bellini (auf der Piazza Bellini im Künstlerviertel) bei Linguine, Pizza und Wein zu verweilen.
    Eine der Standseilbahnen, die hier als öffentliche Verkehrsmittel fungieren, bringt uns ins Viertel Vomero, in dem das Castel Sant Elmo liegt. Von hier aus haben wir eine wunderbare Aussicht auf die Stadt und den nahen Vesuv.
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  • Day20

    Sorrento

    July 1 in Italy ⋅ ☀️ 31 °C

    Abgesehen von Supermarkt, Parkhaus und Touristeninfo haben wir von Sorrent bislang wenig gesehen.
    Bei unserer Ankunft mit der Fähre zeigt sich die Stadt von ihrer hübschesten Seite. Oben vom senkrecht abfallenden Felsen ragen die Hotels und Villen stolz un die Höhe. Der Nachteil der Ankunft von der Meerseite ist, dass wir nach oben in die Stadt müssen. Zum Glück gibt's einen Bus!
    In der Altstadt herrscht schon ordentliches Gedränge, die Touristen strömen in die Lokale. In den Gassen ist es stickig, hier wollen wir nicht bleiben. Es zieht uns wieder hinunter ans Meer in die “Marina Grande“, in eine alteingesessene Trattoria. Hier, in der Trattoria Emilia, wurde in den 1950er Jahren eine Szene des Filmklassikers “Pane, Amore e ... “ mit Sophia Loren gedreht. Wir haben Glück, wir ergattern einen Tisch direkt am Wasser. Da schmecken die Meeresfrüchte besonders gut.
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  • Day20

    Amalfi

    July 1 in Italy ⋅ ☀️ 29 °C

    Für die Strecke Positano - Amalfi entscheiden wir uns für die Fähre. Damit sparen wir uns erstens hinauf zur Busstation zu klettern und zweitens ist der Weg über's Meer der schnellere.
    Amalfi ist die älteste Seerepublik Italiens. Dies verdankt es wohl dem regen Seehandel mit dem Orient. Hier wurde der über Jahrhunderte hinweg gültige Handels- und Seefahrtskosdex entwickelt, das Regelwerk der Mittelmeernavigation.
    Der orientalische Einfluss zeigt sich am augenscheinlichsten anhand des aus dem 9. Jahrhundert stammenden Domes, die Fassade ist allerdings eine Rekonstruktion aus dem 19. Jahrhundert. Wir schlendern durch die Gassen der Altstadt, da entdecken wir sie endlich die Cedri, die wir an der Costa dei Cedri vergeblich gesucht haben. Es sind tatsächlich Zitronen beträchtlicher Größe!
    Zurück nach Sorrent bringt uns die Schnellfähre in einer guten Stunde kurzweiliger Fahrzeit.
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  • Day20

    Positano

    July 1 in Italy ⋅ ☀️ 28 °C

    Gestern sind wir an der Amalfi-Küste eingetroffen. Über schmale, kurvenreiche Straßen, durch die die Motorradfahrer brettern, als gäbe es kein Morgen, erreichen wir unsere Anlage. Sie verfügt über ein Pool, daher sind alle Parkplätze für Hotelgäste belegt, denn die Einheimischen nutzen das Pool offenbar als Schwimmbad. Zufällig fährt jemand weg und wir ergattern einen Platz.
    Heute wollen wir die wunderbare Amalfi-Küste erkunden. Der erste Ort, den wir ansteuern wollen, ist Positano. Die imposante, schmale Küstenstraße windet sich die Steilküste entlang und bietet den einen oder anderen hübschen Aussichtspunkt mit freiem Parkplatz.
    In Positano haben wir parkplatztechnisch leider wenig Glück, schon weit vor der Ortseinfarhrt ist die Küstenstraße verparkt. Zum Parkhaus können wir uns nicht einmal hinstauen. Wir ändern die Taktik, fahren zurück nach Sorrent, lassen dort das Auto stehen und nehmen den öffentlichen Bus. Das ist viel entspannter, der verfügt der über eine breitere Knautschzone und auch Michael kann die Fahrt genießen.
    Positano schmiegt sich eng an den Fels, in den schmalen Gassen tummeln sich die Touristen, kleine Geschäfte locken, mit hübschen Sachen rund um die Zitrone. Ehe wir in das Getümmel eintauchen, nehmen wir ein ansprechendes Restaurant abseits der Trampelpfade, mit Schatten und Aussicht auf's Meer. Das ist wohl Dolce Vita!
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  • Day19

    Großer Bogen - Arco Magno

    June 30 in Italy ⋅ ☀️ 29 °C

    In unserem B&B treffen wir einen Italiener, der seinerzeit in München gearbeitet hatte. Er freut sich, wieder einmal sein perfektes Deutsch zu verwenden (sein Sohn, versteht die Welt nicht mehr, dass sein Papá eine Sprache spricht, die er nicht kennt) und erklärt uns einerseits die kulinarischen Spezialitäten der Region bzw. legt er uns einige Highlights der Umgebung nahe. Wir sollen doch den Arco Magno, eine Naturschönheit nahe Scalera, ansehen. Wie immer sind wir offen für einen spontanen Abstecher und turnen mit dem Auto die schmale Küstenstraße zum Strand hinunter. Weil es Sonntag ist, sind Parkplätze rar, doch wir kriegen noch einen in zweiter Reihe, lassen daher den Schlüssel beim Mitarbeiter, der uns den Platz zugewiesen hat.
    Nichts wie ab zum Arco! Dessen Anblick zu genießen, muss jedoch erarbeitet werden. Wir erklimmen in voller Hitze die Stufen, die die Klippen hinauf führen. Dann müssen wir in die Bucht hinunter steigen. Wunderbar das klare Wasser und der natürliche Steinbogen, den das Meer geschaffen hat!
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  • Day19

    Stufenreiches Scalea

    June 30 in Italy ⋅ ☀️ 29 °C

    Leider müssen wir das schöne Belvista Marittimo nach nur einer Nacht verlassen. Wir ziehen weiter an die Amalfi-Küste. Am Weg liegt der Ort Scalea, Das Dorf liegt pitoresk auf einer Klippe und ist durchzogen von Treppenwegen, daher der aussagekräftige Name “Scalea“ (la scala, die Treppe) Zufahrt mit dem Auto unmöglich. Daher steigen wir die Stiegen hinauf in die Altstadt, ganz oben thront ein verfallendes Kastell aus dem 11. Jahrhundert, von dem aus sich eine wunderschöne Aussicht auftut (für jene zumindest, die hinauf kraxeln wie Michael und Hannah).Read more

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