• Phuoc Kien Hoi Quan

    11. marts 2020, Vietnam ⋅ ⛅ 28 °C

    Ich besuche ein Gemeindezentrum. Hier finden Versammlungen statt. Im Durchgang zum Tempel hängen spiralförmige rote Gebilde von der Decke, in deren Mitte Zettel mit Namen und Jahreszahlen im Wind schaukeln. Die roten Gebilde sind Räucherstäbchen, welche etwa einen Monat lange brennen. Auf den Zetteln ist der Wunsch nach einem Kind oder Sohn vermerkt. In der vietnamesischen Kultur ist es nämlich sonderbar, wenn ein frisch vermähltes Paar nach einem Jahr - spätestens aber nach zwei Jahren - noch keine Kinder hat. Darunter sollte mindestens ein Knabe sein, damit die Familie fort besteht.
    Wollen die Frischvermählten zuerst etwas Geld für die spätere Familie sparen, müssen sie dies der ganzen Verwandtschaft, ja dem ganzen Quartier oder Dorf, bekannt machen. Ansonsten werden sie zunehmend mit Fragen bedrängt und müssen sich andauernd rechtfertigen.
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