Heute ist um 07:15h Tagwache. Diese Uhrzeit gehört bei mir üblicherweise auch noch dem Sandmännchen. Da mein Bus am Sonntag um 07:10h los fährt, versuche ich mich bereits heute daran zu gewöhnen. Das Frühstücksbuffet öffnet um 07:30h und kurz darauf finde ich mich bei den Cerealien wieder. Das Müesli daraus muss jeder selber zusammenbauen. Mit einem einigermassen vollen Bauch mache ich mich auf den Weg nach Maloja, dem Ort, wo am Sonntag um die 15'000 Langläuferinnen und -läufer um die Wette langlaufen werden. Nach einem kurzen Abstecher in ein Sportgeschäft ziehe auch ich meine Latten an. Ich überquere die Startlinie und die beiden dahinter liegenden Seen. Dann breche ich mein Training ab und fahre mit dem Bus zurück nach Pontresina.
Anschliessend suche ich im Village die Startnummernausgabe. So schwierig kann die doch nicht zu finden sein... Den entsprechenden Hinweis sehe ich allerdings erst auf dem Rückweg. Allerdings ist es mit dem Fund des Pfeils noch nicht gemacht: Vor der Türe des Gebäudes stehen nonstop zwei Personen, welche allen Ankömmlingen den Zutritt verweigern. "Zur Startnummernausgabe geht's da lang.", wiederholen sie im Sekundentakt. "Die Besuchersteuerung hat noch etwas Potential!", denke ich mir und folge selbstverständlich der Anweisung. Durch einen Seiteneingang gelange ich schliesslich in den Saal mit unzähligen Kisten - und ein paar Konkurenten... Anstehen muss ich nicht und auch meine fünfstellige Startnummer ist schnell gefunden. Somit habe ich nun alles für den Start vom Sonntag.
Bevor ich mich wieder beizeiten schlafen lege, gibt's beim Italiener eine Portion Spaghetti. Morgen sei er dann ausgebucht und hätte keinen Platz mehr für mich, gibt er mir beim Verlassen seines Lokals noch mit auf den Weg.Read more