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GR221 Mallorca 2026

Wanderung des Trockenmauerwegs GR221 auf Mallorca Read more
  • Trip start
    September 21, 2026

    Tag 1 Anreise und Start

    September 21 in Spain ⋅ ☀️ 26 °C

    Hallo zusammen,
    ich verbringe meinen diesjährigen Urlaub auf Mallorca, aber abseits der Party-Hochburgen auf andere Art - weit weg von Palma, nämlich auf dem Weitwanderweg GR221, dem Trockenmauerweg, der einmal das Tramuntana Gebirge durchquert.
    Die Anreise verläuft unspektakulär, aber bequem von Friedrichshafen aus. In der Innenstadt von Palma versorge ich mich mit dem nötigen Proviant und nehme den Bus nach Es Capdella, von wo ich die Tour starte. Es ist schon Nachmittag und die Sonne brennt (es hat um die 30 Grad) als ich die Hammer-Etappe mit wahnsinnigen 4 Km erledige. Dann bin ich auch schon im Refugi de Galatzo, wo ich die erste Nacht verbringe. Ähnlich wie in den Hütten in den Alpen gibt es Abendessen/Frühstück in der Kombi und Schlafsäle. Allerdings wirkt es eher wie in einer Jugendherberge. Im Refugi sind natürlich ein paar Deutsche und mit dem Karsten aus Berlin freunde ich mich an. Dann geht es wie in den Alpen recht zügig ins Bett, um für den nächsten Tag gerüstet zu sein.
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  • Tag 2 Puig de Galatzo

    September 22 in Spain ⋅ ☀️ 27 °C

    Am ersten richtigen Wandertag gibt es erstmal Frühstück und dann gehe ich langsam los. Zuerst recht flach durch ein Waldgebiet, wo ein paar einsame Kühe rumstehen. Dann geht es hoch über eine Scharte (würden wir in den Alpen sagen). Da die Etappe sonst etwas dürftig wäre, baue ich einen Gipfel, den Puig de Galatzo, ein. Um vom Weg dorthin zu kommen, muss ich eine Quer-Verbindung nehmen. Dabei ist es gar nicht so leicht den Weg zu finden, da er wohl nicht so oft gepflegt wird. Irgendwann schaffe ich es und bin wieder auf einem vernünftigen Weg hoch zum Gipfel 💪🏻 Es geht sehr steinig und vor allem steil zur Sache, immerhin wollen noch einige Hundert Höhenmeter bewältigt werden. Die Landschaft ist mal was anderes (super schön) und man sieht immer das Meer 😍 Auf dem Weg treffe ich geführte Wandergruppen, natürlich alles Deutsche älteren Semesters, das muss so ein Ding sein hier 😅 Und dann bin ich oben auf 1026m und habe einen herrlichen 360 Grad Ausblick auf die ganze Tramuntana-Kette, auf Palma und sogar bis nach Ibiza 🤩 Nach einer Weile steige ich ab und wandere zum kleinen Nest Estellencs, wo ich aufgrund mangelnder Alternativen ein Hotel gebucht habe. Es gibt aber Schlimmeres als im 4* Hotel am Pool zu liegen 😎 Das habe ich mir nach dem Tag mit ordentlicher Etappe auch verdient 😋

    Statistiken des Tages (behauptet vom iPhone)
    Länge: 24 km
    Höhenmeter: Ca. 900m
    Dauer: 7 h
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  • Tag 3 Von A nach B

    September 23 in Spain ⋅ ☀️ 28 °C

    Die heutige Etappe ist nur von A nach B zu kommen, eher so mittellang ohne Möglichkeit eines Gipfels oder sonstiger Ergänzung. Daher nutze ich die Zeit im Hotel bis zur letzten Minute aus, springe vor dem exzellenten Frühstück noch in den Pool und checke dann Punkt 11 Uhr aus. Estellencs ist wirklich ein schönes kleines Dorf mit herausgeputzten Gebäuden, hier kann man mit dem nötigen Kleingeld gut Urlaub machen. Ich gehe relativ entspannt los und merke erst außerhalb von Estellencs, dass meine AirPods fehlen 😱 Also alles wieder zurück hetzen und im Hotel danach suchen (sie lagen unterm Bett, wo sie wohl aus dem Case gefallen sind 🙈). Danach bin ich schweißgebadet und gehe in der Mittagshitze wieder los. Der Weg führt relativ unspektakulär durch viele Waldwege und ist zum Glück viel im Schatten. Oft geht es auch über Steinstufen nach oben oder unten. Nach gut 4 Stunden komme ich auch schon in Esporles an und checke in einem Hostel ein. Dort treffe ich im Zimmer auf Sholto aus London und gehe mit ihm Abendessen. Danach gehe ich früh ins Bett, die nächste Etappe dürfte härter werden.

    Statistiken des Tages (behauptet vom iPhone)
    Länge: 17 km (3 Km extra 😅)
    Höhenmeter: Ca. 500m
    Dauer: 4 h
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  • Tag 4 Zwei Etappen in einer

    September 24 in Spain ⋅ ☀️ 27 °C

    Ich stehe relativ früh auf, um vor 8 Uhr loszumarschieren. Das hat den Vorteil, das der Großteil des Wegs im Schatten liegt, trotzdem schwitze ich natürlich schon beim Anblick einer Steigung 😅 und das ändert sich auch den ganzen Tag nicht. Der Plan ist mehr oder weniger zwei Etappen zu laufen, wobei die erste Etappe nach Valdemossa nur eine kurze ist. Ich komme an einem Schild vorbei, das verkündet, dass der Weg derzeit gesperrt wäre. Das ignoriere ich einfach gekonnt und zum Glück komme ich auch durch 💪🏻 Wahrscheinlich nach einem Sturm oder sowas sind einige Bäume umgeknickt und versperren die Route. Ein bisschen abenteuerlich ist es immer noch, aber die Bäume wurden einigermaßen bearbeitet, dass man durchkommt. Nach einem Abschnitt nach oben, geht es auf der anderen Seite wieder runter und dann laufe ich nach 2,5 Stunden in Valdemossa ein. Ich lande mitten in einer Touristen-Hochburg, der ganze Ort ist quasi ein Freilichtmuseum ähnlich wie in Venedig - wunderschön aber brutal überlaufen 🙈Ich gönne mir ein spätes Frühstück und dann geht es auf die eigentliche Etappe und die hat es dann insgesamt schon in sich. Gefühlt läuft man hier auf einem riesigen Stein, überall ist der Untergrund hart und spitz. Es geht über zwei „Gipfel“, die etwas enttäuschend sind, da es nicht wirklich herausstechende Erhöhungen sind. Aber das wird beim Abstieg nach Deia wieder wett gemacht, da die Aussicht dort grandios ist. Der Weg gleicht einem Steilhang, als ich noch die nötigen Höhenmeter runter gehe. Warum bauen die ihre Orte auch immer nur auf 150 Meter Meereshöhe? 🤷‍♂️ Relativ fertig komme ich am Refugi Can Boi an und verbringe den Rest des Tages ohne unnötigen Bewegungen 🤪 Nur zum Abendessen muss ich nochmal in die Schuhe und sogar ein paar Höhenmeter machen, dafür gönne ich mir einen hochverdienten Burger 🤤

    Statistiken des Tages (behauptet vom iPhone)
    Länge: 26 km
    Höhenmeter: Ca. 1300m
    Dauer: 6,5 h
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  • Tag 5 Tag am Meer

    September 25 in Spain ⋅ ☀️ 25 °C

    Nach dem Frühstück gehe ich erstmals in diesem Urlaub direkt ans Meer. Ich habe genügend Zeit, da das nächste Refugi nicht so weit weg liegt. Leider gibts keinen Strand in Cala Deiá, aber dafür kristallklares Wasser 🤩 Morgens sind nur ein paar Menschen vor Ort, aber nach und nach füllt sich die kleine Bucht erheblich. So dass ich um ca. 12 Uhr rum die Segel streiche und mich auf den Weg mache. Durch einen Tipp aus dem Refugi kann ich direkt von der Bucht auf einem alternativen Weg immer ein bisschen überhalb des Meeres laufen. Das liefert zum Einen tolle Ausblicke auf die spektakuläre Küstenlinie, ist aber zum Anderen nicht immer einfach bei der Wegfindung. Irgendwann ist der Weg hinter mir und ich muss auf einer asphaltierten Straße steil hoch laufen, um wieder auf den GR221 zu kommen 🤪 Danach ist es nicht mehr so weit und ich komme am Refugi Muleta neben dem Leuchtturm Far de Cap Gros bei Port de Sóller an. An diesem Ort versammeln sich immer einige Leute, um den Sonnenuntergang zu sehen 🌅 Der passiert immer schön über dem Meer und diesen Abend bin ich dabei 😊

    Statistiken des Tages (behauptet vom iPhone)
    Länge: 11 km
    Höhenmeter: Ca. 500m
    Dauer: 3,5 h
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  • Tag 6 Königsetappe

    September 26 in Spain ⋅ ☁️ 26 °C

    Nach dem Frühstück geht es los, erstmal die Straße runter nach Port de Soller und dann gleich weiter nach Soller. Bis dahin alles angenehm mit Morgenstimmung und im Schatten 🙂 Nachdem ich in Soller die Wasser-Vorräte bis zum Anschlag aufgefüllt habe, kann die Königsetappe zum Refugi Tossals Verds losgehen. Es geht eine schöne Schlucht hoch, von quasi 0 Meter auf 900 Meter über Null. In endlosen Serpentinen und meistens auf blanken Steintreppen. Ich komme recht zügig voran und bin relativ schnell oben 💪🏻 Die Aussicht zurück auf Soller ist beeindruckend. Dann geht es flach weiter zum Cuber Stausee, von dort kann man den Puig Major (höchster Berg Mallorcas mit 1436m) sehr gut sehen. Den Berg kann man nicht besteigen, da er militärisches Sperrgebiet ist und hat leider auch eine hässliche Radarstation auf dem Gipfel 🙈 Ich orientiere mich am Cuber Stausee vorbei nach Osten und es gilt nochmal Höhenmeter zu schrubben, um über eine Scharte zu kommen. Dahinter ist man in einem wunderschönen felsigen Tal und hier wird der Weg tatsächlich etwas technisch anspruchsvoller, eine Schlüsselstelle ist sogar seilversichert. Die Landschaft ist herrlich und es macht trotz Hitze richtig Spaß hier zu wandern, aber ich frage mich wo das Refugi sein soll. Alles was man sieht sind nur Fels und Bäume/Sträucher 😬 Aber tatsächlich kommt nach einer Kurve das Refugi in Sicht und ich schließe die Etappe kurz danach ab - da es immer noch brütend heiß ist, keine Sekunde zu früh 😅

    Statistiken des Tages (behauptet vom iPhone)
    Länge: 24 km
    Höhenmeter: Ca. 1250m
    Dauer: 6,5 h
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  • Tag 7 Puig de Massanella

    September 27 in Spain ⋅ ☀️ 27 °C

    So langsam nerven die immer gleichen Frühstücke, aber hilft ja nix 🙈 ich starte auf dem GR221 und umrunde den Puig Tossals Verds nun von der anderen Seite. Es geht zuerst zu einer Scharte hoch und dann in einem Wald weiter bis ich an der Flanke des Puig Massanella stehe. Der Berg ist mit 1364m der höchste, den man auf Mallorca besteigen darf. Da man an ihm quasi vorbeikommt, steht er natürlich auf der Liste, um bestiegen zu werden. Das Ganze gestaltet sich gar nicht so einfach, da es wieder keinen wirklichen Weg gibt und auch einige Kletterstellen zu überwinden sind. Trotzdem bin ich nicht alleine, da auch ein paar andere Wanderer diesen Gipfel erreichen wollen. Dann bin ich oben, es ist ein tolles Gefühl, da ich den Berg vor Tagen von weitem gesehen habe und jetzt bin ich tatsächlich oben 💪🏻 Beim Abstieg runter zum regulären Weg habe ich abermals Wegfindungsprobleme und mache es mir schwieriger als nötig 🙈 Endlich wieder auf dem Weg geht es fast nur noch runter, wieder mit endlosen Serpentinen. Kurz vor dem Refugi Son Amer befindet sich das Kloster Lluc, welches vergleichsweise viele Besucher anzieht. In einem Café im Klosterhof esse ich noch eine Kleinigkeit, um die ewig lange Warterei bis 20 Uhr (Dinner time im Refugi) essenstechnisch zu überleben.

    Statistiken des Tages (behauptet vom iPhone)
    Länge: 18 km
    Höhenmeter: Ca. 1100m
    Dauer: 6,5 h
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  • Tag 8 Puig de Tomir

    September 28 in Spain ⋅ ☀️ 27 °C

    Schon erstaunlich wie schnell so eine Woche und das Durchqueren der Tramuntana rumgehen kann. Die letzte wirkliche Etappe steht an 😱 und mit dem Puig de Tomir der letzte (vierstellige) Gipfel. Der Tag beginnt relativ gemütlich und als die Abzweigung zum Gipfel kommt geht es ziemlich steil hoch. Oben auf einem Plateau ist es dann wieder weglos und man muss sich über tausend Felsen seinen Weg suchen. Am Gipfel auf 1104m angekommen ist die Aussicht etwas durch Wolken getrübt und es bläst ein Wind, so dass ich relativ schnell wieder absteigen möchte. Runter ist es noch schwieriger einen „Weg“ zu finden und es geht mehr oder weniger da wo es geht den Berg runter. Auf Mallorca können Berge über 1000m schon eine Herausforderung sein 😅 und sehen eher wie 3000er ohne Schnee aus. Ich kämpfe mich durchs Unterholz und komme dann endlich wieder auf dem GR221 raus. Von dort geht es nur noch durch den gefühlt 100.000sten Wald runter und dann endlos lange flach neben der Straße bis nach Pollenca. Dieser Abschnitt ist ziemlich langweilig und nervt nach einer Weile (was soll man machen, wenn das Gebirge hinter einem liegt 🙈) Irgendwann treffe ich auf dem Weg Sholto wieder, den habe ich seit Deia nicht mehr gesehen und wir beschließen in Pollenca erstmal ein verspätetes Mittagessen einzunehmen. Danach verabschiede ich mich von ihm und gehe zum letzten Mal in ein Refugi. Dieses Mal habe ich kein Abendessen gebucht also gehe ich ins Zentrum dafür. Danach treffe ich auf zwei Slowakierinnen, die ebenfalls im Refugi Pont Roma übernachten, und wir stoßen auf die erfolgreiche Beendigung des GR221 an 🍻

    Statistiken des Tages (behauptet vom iPhone)
    Länge: 19 km
    Höhenmeter: Ca. 650m
    Dauer: 6 h
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  • Tag 9 Ende

    September 29 in Spain ⋅ ☁️ 27 °C

    Technisch gesehen geht der GR221 bis zum Meer in Port de Pollenca. Also schließe ich die Wanderung mit diesem letzten flachen Teilstück direkt an der Straße ab. Es ist langweilig, dauert anderthalb Stunden und Port de Pollenca ist nicht so schön wie die anderen Orte während der Wanderung. Aber irgendwie dann doch ein guter Moment als ich am Meer ankomme, einmal komplett durch das Gebirge bis ans Meer 😊Hiermit endet die Wanderung und ich frage mich wo es als Nächstes hingeht 😅
    Auch wenn sie es nie lesen werden, danke an alle, die ich auf dem Weg getroffen habe 😊
    Ich versuche nun Urlaub zu machen 😋
    Bis zum nächsten Mal 😎

    Gesamt-Statistiken
    Länge: 149 Km
    Höhenmeter: Ca. 6250 m
    Dauer: 42,5 h
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    Trip end
    October 2, 2026