Es geht nach Kuala Lumpur
March 23 in Malaysia ⋅ ⛅ 35 °C
23. März 2026 - KL
Ein Morgen, an dem ein Wecker klingelt - kurz nach 7 Uhr. Was eine grausliche Uhrzeit. Aber so kurz bevor die Sonne richtig aufgeht ist das Licht, die Sicht aus unserem Fenster auf die Stadt, nochmal ganz anders. Fluffige rosa-blaue Wölkchen ziehen über den Himmel und ich muss einfach das ungefähr 4376ste Bild des Marina Bay Sands machen.
Zum Frühstück ist es um diese Uhrzeit natürlich noch absolut angenehm ruhig, und kurz vor 9 Uhr schon sitzen wir im Taxi Richtung Changi-Airport. Bye bye Singapur - mal sehn, wie viele Jahre dieses mal vergehen bis zu einer erneuten Stippvisite.
Der Airport ist nach guten 40 Minuten erreicht, Bordkarten und Gepäcklabel druckt der Automat, durch die automatisierte Passkontrolle und schon sitzen wir am Gate. Ich erinnere mich an einen Raucherraum draußen auf der Dachterrasse, ja, den gibt es noch. Ein hübscher Kaktusgarten wurde hier angelegt, die Sonne knallt.
Auf die Minute pünktlich um 12 Uhr rollt die Maschine der Scoot los, der Flug nach Subang dauert keine 50 Minuten.
Subang, oder Sultan Abdul Aziz Shah / SZB - ist ein kleinerer Flughafen, näher an Kuala Lumpur als der große KLIA, und irgendwie noch richtig altmodisch. Hier findet die Einreisekontrolle noch althergebracht am Schalter statt, inclusive Wartezeit, aber auch inclusive Stempel im Pass. Unsere Koffer sehen wir während des wartens schon Runden drehen, dann müssen diese noch durch einen Scanner geschoben werden und schon sind wir draußen.
Braucht man hier Bargeld? In Singapur jedenfalls hätte ich es nicht gebraucht, dort war alles cashless und von den 100 Dollar habe ich noch übrig. Trotzdem fühle ich mich irgendwie immer wohler, wenn ich auch ein bisschen "echtes" Geld in Händen habe, also ziehe ich 350 MYR / Malayische Ringgit - das sollten so etwa 80 Euro sein. Die Ankunftshalle des Flughafens deutet schon darauf hin, daß Malaysia wohl nicht zu vergleichen ist mit dem glitzernden, pieksauberen Singapur. Die Geschäfte hier sehen eher nach Billigmarkt aus, alles sehr farbenfroh und behangen mit buntem Kitsch. Ein Schalter für "Taxi" verkauft Voucher - zu unserem Hotel 60 MYR, der Fahrer passt uns gleich ab und wir trotten hinterher in die Hitze des Nachmittags.
Obwohl der Flughafen nur knappe 24km von der City entfernt ist, stehen wir erstmal im Stau, es scheint allerdings ein Unfall ursächlich gewesen zu sein. Und die ersten Eindrücke bestätigen sich - alles wirkt eine Nummer schmaler, ungepflegter. Hochstraßen auf Betonstreben erinnern an Bangkok, Bäume und grün entlang der Straßen an Singapur - aber doch scheint alles ganz anders. Wohnblockbebauung, dann die ersten Blicke auf ein von Hochhäusern geprägtes Zentrum, bevor die Straße wieder in einem weiten Bogen davon wegführt.
Es ist dann doch etwa 15 Uhr, als wir ankommen.
Intermark Mall, bzw. ein Doubletree mitten in besagter Mall. Hochhäuser, eine breite Straße, alles merkwürdig. Ich fremdel damit durchaus, das wirkt so seltsam, man muss mitten durch die Mall die Rolltreppe hoch, kein Doorman, kein vernünftiger Wegweiser, der Check In findet gefühlt mitten im Geschäftsbereich statt und verläuft auch beinahe wortlos. Immerhin hält das Mädel im Hijab uns ein Infoschild hin, wann die Executive-Lounge geöffnet ist.
Unser Zimmer, diesmal "nur" im 15. Stock, ist geräumig, der Blick aber geht "nach hinten", auf die Metrolinie, flachere Bebauung und grüne Berge im Dunst. Und man hört die Metrozüge, nicht absolut störend, aber deutlich. Wie das Hotel insgesamt macht das Zimmer einen guten, allerdings etwas abgewohnten Eindruck.
Und während in Singapur allerorten Verbortsschilder darauf hinweisen, daß Rauchen untersagt ist, darf man hier ganz einfach vor dem Hoteleingang stehen und qualmen, nicht mal Aschenbecher gibt es. Aber, geht man ein paar Meter nach links, lugen zwischen anderen Hochhäusern immerhin die Spitzen der Petronas-Towers hervor.Read more

















