auf zur Insel - Ko Lanta
March 26 in Thailand ⋅ ☀️ 28 °C
Donnerstag, 26. März - ein Reisetag
Thailand, Krabi, Ko Lanta - 19 Uhr Ortszeit und in den letzten 10 Minuten ist es hier rasend schnell dunkel geworden. Ich sitze auf der Veranda vor unserem Bungalow, es ist beinahe ruhig, leises surren der Klimaanlagen, und ab und an ruft ein Tokee (großer Gecko) laut seinen charakteristischen Namen - Tokee, Tokee. Den Sonnenuntergang am Strand haben wir grade verpasst, aber wir sind ja ein paar Tage hier, das sollte sich ausgehn.
Gute 7 Stunden waren wir unterwegs hierher, nach dem gemütlichen letzten Frühstück, einem letzten Blick auf die Petronas-Towers in KL, sind wir zum großen Flughafen gefahren. KLIA nennt man diesen hier, KL International, und der ist fast 70 km außerhalb der Stadt. Wobei, die Metropolregion zieht sich natürlich mit vielen Wohngebieten weit hinaus, inmitten viel grüner Tropenlandschaft ufert die Stadt aus. Nicht ganz eine Stunde dauert die Taxifahrt.
Der Airport selber, Terminal KLIA 2 für Air Asia, ist die Hölle. So modern und weitläufig die Gebäude von außen wirken, so schrecklich ist es drinnen. Nur Chaos. Erst einmal muss man sich natürlich durch eine unübersichtliche Shoppingzone bewegen, dann steht man in einer Halle und sieht vor Menschen, die ohne jede Struktur kreuz und quer laufen, in Trauben rumstehen, Pulks bilden, erst einmal gar nichts.
Es ist schwer, sich zu orientieren, wo überhaupt die Check-in Schalter sind. Dann natürlich Automaten, wir stellen uns also an, drucken Bordkarten und Gepäckbänder aus, fummeln die an die Koffer und müssen wieder suchen, wohin nun. Menschenmassen vor uns, kein Hinweis, nichts. Bis wir die nächste Schlange gefunden haben, in die wir uns dann einreihen. Wir sind nicht die einzigen genervten, merken wir schnell. Vor der Abgabe der Koffer stehen aber wieder Automaten und ein Mädchen vom Staff weist uns darauf hin, daß wir HIER unsere Gepäcktags drucken müssen. Wozu haben wir das eben schon gemacht??? Egal, Diskussion zwecklos. Also die Klebdinger wieder abgepopelt, wieder angestellt, nochmal das ganze Prozedere mit Buchungsnummer eintippen, neue Gepäcktags anbringen... Es nervt nur.
Irgendwann schließlich verschwinden unsere Koffer auf dem Band und wir schieben und zurück durch das Chaos zum Abflugbereich. Das Gepäck wird hier gescannt, also vorher alle Getränke leermachen, anstellen, durch, Ausreisestempel holen. Hier wird es wenigstens etwas leerer. Der Weg zum Gate ist schier endlos, kurz vorher kaufe ich uns neue Getränke - und, natürlich, vor dem Gate ist noch eine Kontrolle. "Empty your water here" wird man aufgefodert. Ich möchte schreien!!
Schnell ein paar Schluck reingepumt und die fast vollen Flaschen dann weggeschmissen - großes Kino.
Trotz des ganzen Chaos haben wir glücklicherweise noch immer genügend Zeit, bevor der Flug so gut wie pünktlich, um 13:40 Uhr, startet. Flugzeit ist kaum eine Stunde bis Krabi.
Die Einreise in Krabi dauert ein bisschen, dann empfängt uns auch direkt der vorgebuchte Fahrer. Die Fahrt zieht sich, gute 1,5 Stunden, deren highligt immer noch die Überfahrt auf den uralten, fetten Ruß spuckenden Fähren ist.
Da die Zeit hier wieder eine Stunde hinter Singapur und KL ist, also nur noch 6 Stunden Zeitverschiebung zu Dtl., ist es irgendwann kurz vor 17 Uhr, als wir im Hotel ankommen. Das Lanta Sand Resort - alt gewohnt und doch auch wieder nicht, wieder wurde noch mehr zugebaut, umgebaut, neugebaut. Aber der Teil mit den Doppelbungalows wenigstens blieb weitestgehend erhalten, wenn auch mittenrein ein Haus mit Gym gepflanzt wurde und vorne direkt am Beach neue Bungalows mit eigenen Pool entstanden sind. Vom einst so verträumten Garten ist nahezu nichts geblieben, pflegeleicht zu stutzende Hecken und Pampasgräser schirmen jetzt die Sicht ab. Nun, es ist auch inzwischen 12 Jahre her, daß wir hier waren, bei unserem letzten Urlaub hier auf Lanta vor 4 Jahren hatten wir ein anderes Resort.
Aber das müssen wir uns alles mal in Ruhe ansehen, jetzt erstmal noch schnell ins Örtchen und uns mit Getränken und diesem und jenen eindecken, nicht zu vergessen Mückenschutz.
Und die Preise sind auch hier heftig in die Höhe gegangen - die Fahrt nach Saladan kostet mittlerweile stolze 200 Bath, und auch den Wein im Supermarkt hatte ich günstiger in Erinnerung. Aber so what, die Zeiten ändern sich eben überall und nicht nur für die ewig unzufriedenen Deutschen, die sich für den Nabel der Welt halten.
Den Sonnenuntergang am Beach verpassen wir knapp, schon setzt die Dämmerung ein, als wir mit voller Tasche wieder zurück sind vom kleinen Ausflug ins Dorf. Aber der erste Blick auf den Strand ist halt doch immer wieder wunderschön.
Gleich nebenan direkt am Strand gibt's auch immer noch das "Suza Hut" - auch ein bisschen aufgehübscht inzwischen, aber doch noch rustikal genug. Die Füße stecken im weichen Sand, das erste kalte Singha läuft nur so - ein Traum! Und dann noch Sticky Reis mit Mango als Nachtisch, besser geht's nicht.Read more
























