• bis auf weiteres... Baustelle

    May 1 in Italy ⋅ ☀️ 16 °C

    Bis um 10 Uhr gibt es Frühstück – und das ist gar nicht mal so schlecht.
    Dann schauen wir erst mal, wo überhaupt wir hier sind. Tatsächlich eine reine Wohngegend, neuere Wohnblocks, ältere Stadthäuser, die Seitenstraßen gesäumt von Bäumen. Sobald wir die größere Hauptstraße erreichen, verwandelt sich die Umgebung in eine einzige Großbaustelle. Augenscheinlich ist man dabei, in Bologna eine Straßenbahn zu bauen – also ein komplett neuer Nahverkehr, der hier geplant ist. Und so ist alles aufgerissen und abgesperrt, wir müssen ein paar Haken schlagen, um die Richtung zum Bahnhof beizubehalten. Der Weg zieht sich tatsächlich ganz ordentlich – und der große Hauptbahnhof liegt erst knapp auf halber Strecke zur Altstadt.

    Entlang der breiten Straße kann man allerdings bereits an manchen Stellen durch Arkaden gehen – die großen Geschäftshäuser hier, die ich optisch in die 60er, 70er Jahre stecken würde – greifen schon das auf, wofür Bologna berühmt ist. Nämlich fast 40 km Wege gesäumt von Arkadengängen, den Portici. Diese Säulengänge, die ab dem 12Jh. entstanden und inzwischen zum Weltkulturerbe zählen, sind in der ganzen Stadt zu finden und so kann man fast überall „überdacht“ flanieren.
    Viele dieser Arkaden sind wahre Schmuckstücke, prächtig ausstaffiert.

    Diese ersten hier, unter denen wir weiter Richtung Altstadt gehen, sind von immenser Höhe, wobei die Rolladen all der kleinen Geschäfte heute heruntergelassen sind – schließlich ist 1. Mai und somit auch hier ein Feiertag.

    Nach dem Bahnhof endlich, noch vorbei an einem großen Park, nähren wir uns dann dem Stadtkern, es wird langsam prächtiger, wir erreichen eine schöne Einkaufsstraße – natürlich Arkadengesäumt. Und – es sind Mengen an Menschen unterwegs.
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