• Nachlese am Abend

    May 1 in Italy ⋅ ☀️ 19 °C

    Nach einer "Rast" im Hotel treibt uns natürlich der Hunger wieder in die Stadt. Leider sind die kleineren Kneipen und Imbisse hier um das Hotel herum geschlossen, was sowohl am Feiertag liegen kann, als auch an der uns völlig fremden Sitte, Restaurants und Kneipen zu schließen und frühestens ab 19 Uhr wieder zu öffnen (oder eben auch gar nicht)
    Dem Italiener mögen diese Essenszeiten im Blut liegen, wenn jedoch der Tourist "schon" um 17 oder 18 Uhr Hunger hat, schaut er in die Röhre.

    Also versuchen wir unser Glück stadteinwärts - vielleicht ist ja in der Innenstadt etwas geöffnet. Noch einmal traben wir wieder den gesamten Weg bis zur City, ehe wir auf ein geöffnetes Lokal treffen und dort auch direkt einen Platz auf der Außenterrasse finden.
    Viel Auswahl hatten wir also nicht, immerhin kann man behaupten, wir haben auch schon schlechter gegessen. Besser aber auf jeden Fall. Dafür sind die Preise schon im oberen Segment angesiedelt, 64 Euro für 1 geteilte Vorspeise, 2 Getränke und 2 nicht eben üppige Gerichte.
    Nun, was soll's.
    Noch einmal bummeln wir zur Piazza Maggiore, wo noch Musik spielt, und fotografieren im Abendlicht der Sonne nochmal den Torre "Asinelli"

    Soviel zu einem Tag in Bologna - und der Frage, was machen wir eigentlich morgen?
    Ich glaube, meinen Zeilen ist es anzumerken, daß die Stadt mich nicht in einen Rausch der Begeisterung versetzt hat - was vielleicht wieder an falscher Planung lag - man sollte solche Feiertage vermutlich insgesamt vermeiden. Es ist einfach zu voll überall. Wobei wir nicht beurteilen können, wie ein gewöhnlicher Samstag in der Stadt ist - vielleicht garnicht mal sehr viel anders, wer weiß.

    Jedenfalls fällt mir partout nichts mehr ein, um hier einen weiteren ganzen Tag zu füllen, denn das, was ich gerne noch gemacht hätte, war gesperrt - weder ließ sich die Aussichtsterrasse der Basilika San Petronio besuchen, noch der Turm.
    Und, so ehrlich muss ich sein, sind wir kunsthistorisch nicht wirklich ambitioniert, so daß all die zahlreichen Kirchen, Fresken, Heiligen, Sääle und Museen uns beide nicht reizen.
    Der allergrößte Witz ist das als Sehenswürdigkeit verkaufte "geheime Fenster" - das hier direkt hinter dem Lokal liegt, wo wir gerade gegessen haben, und das sooo geheim ist, daß sich davor allen Ernstes eine lange Schlang gebildet hat.
    Und - was kann man da sehen? Einen Kanal. Den Rest von ehemals einigen kleinen Wasserläufen zwischen den Häusern, was angeblich einen Hauch von Venedig versprühen soll.
    Auch ohne uns an diesem Fenster anzustellen, haben wir den Blick auf den Kanal auch von der anderen Seite der Gasse aus - so what?????
    Nicht mal ein Foto ist mir das wert.
    Und ähnlich verhält es sich eben auch mit den Sehenswürdigkeiten - es gibt einfach keine weiteren Highlights. 6 verschiedene um einen Platz herum gruppierte alte Gebäude oder Brunnen als 6 verschiedene Sehenswürdigkeiten zu listen, bläst die Sache zwar auf, bringt uns aber nicht weiter.
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