• letzter Abend und Heimreise

    August 16 in Latvia ⋅ ☁️ 17 °C

    Der Weg zurück Richtung Altstadt, wieder vorbei am Freiheitsboulevard, der Alt- und Neustadt trennt, wird dann ungemütlich. Mengen an Menschen strömen durch Straßen und Gassen, eine unübersehbare Masse, die uns umfängt und vorwärts schiebt. Hier und da flutet die Menge um Straßenkünstler oder kleine Vorführungen herum, insgesamt aber ist es ein zähes Vorwärtskommen.
    Die zahlreichen Restaurants rechts und links sind zum bersten voll, aussichtslos daran zu denken, hier und jetzt auch noch etwas nach unserem Geschmack zu finden. Selbst die keinen Rimi-Märkte sind gnadenlos überfüllt und werden nahezu geplündert, wir erkämpfen uns ein paar Sandwiches und kalte Getränke und sind nur froh, irgendwann unsere Ruheoase im Hotel erreicht zu haben.

    Heute Abend finden die Feierlichkeiten dann hauptsächlich am Ufer der Düna statt, dort hat man jede Menge Zelte und Buden aufgebaut. Aber Lust auf noch mehr Gedrängel und Lärm haben wir beide nicht, es war auch so ein gut gefüllter Tag. Lediglich kurz vor Mitternacht gehe ich dann doch nochmal ein Stück Richtung Fluss, um das Feuerwerk zu sehen. Die anschließende Lasershow nimmt scheinbar kein Ende, auch aus unserem Dachfenster beobachten wir noch lange die tanzenden Lichter über der Altstadt. Was für eine schöne Verabschiedung.

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    Am Sonntag bleibt uns ein letztes gemütliches Frühstück, bevor wir Riga auch schon wieder verlassen müssen. Es war ein schönes, kurzweiliges Wochenende mit vielfältigen Eindrücken.

    Die Stadt hat so viele verschiedene Gesichter, ein Stilmix, wie ich ihn auf so kleinem Terrain noch nicht erlebt habe.

    Da gibt's das "Mittelalter" mit Resten von Gotik und Kopfsteinpflastergassen, Renaissance, Barock, Klassizismus, Jugendstil, sowjetische Relikte und auch noch Holzarchitektur, die wir - in Riga selber - gar nicht mehr "geschafft" haben. Rigas' Herz schlug - gefühlt - auf dem großen Frischemarkt. Aber auch das touristisch-moderne Riga voller Kneipen und Restaurants, die um Kundschaft buhlen, und durch die Gassen rollende Bierwagen mit Feiernden gehören zum Stadtbild.

    Das hat durchaus Charme, aber so recht gab es kein Gesamtbild und würde ich gefragt, was mir zu Riga als erstes einfällt, könnte ich tatsächlich keine Antwort geben. Außer, daß man hier durchaus zwei, vermutlich auch mehr, nette Tage verbringen kann.
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