• Stadtansichten I

    September 11 in Germany ⋅ ☁️ 16 °C

    Deutschlands östliche Stadt ist Görlitz - durch die Neiße getrennt vom Nachbarland Polen.

    Die Stadt entwickelte sich wohl um das 12.Jh, erhielt bereits 1303 eine eigene Gerichtsbarkeit und wurde somit eine unabhängige Stadt. Der Reichtum gründete sich vorrangig auf das für die hochbegehrte Pflanze Färberwaid (für die Farbe Blau in der Tuchfärbung) verliehene Handelsrecht. Dank des Waidhandels und einer florierenden Tuchproduktion war Görlitz bis in das 16.Jh. eine der bedeutendsten Handelsstädte der Region.
    Eine zweite Blüte erlebte Görliz dann unter preußischer Herrschaft ab 1833, die der Stadt einen Bahnanschluß nach Dresden, Breslau und Berlin spendierte und damit einhergehend eine schnelle Industrialisierung.

    Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt von Zerstörungen fast völlig verschont und so blieb die prächtige historische Altstadt, die wesentliche mitteleuropäische Baustile (Spätgotik-, Renaissance- bis hin zu Barockbürgerhäusen und Gründerzeitbauten bis etwa 1914) aufweist, erhalten.
    Die DDR allergings hätte beinahe das geschafft, was im Krieg nicht gelang - nämlich die Zerstörung der Bausubstanz ganz einfach durch komplette Vernachlässigung. Es ist ein Glück, daß die bereits beschlossenen Abrisspläne der völlig baufällig gewordenen Altstadt Ende der 1980er-Jahre nicht mehr umgesetzt wurden und diese so erhalten und inzwischen umfangreich saniert und restauriert werden konnte.

    Heute ist Görlitz, auch Dank zahlreicher Spenden zur Restaurierung, ein einziges Schmuckstück.
    Read more