• Feuerlandkirsche
  • Feuerlandkirsche

Hawaii

A 19-day adventure by Feuerlandkirsche Read more
  • Trip start
    October 28, 2015

    Ankunft in San Francisco

    October 28, 2015 in the United States ⋅ ☁️ 21 °C

    27. Oktober - Fahrt nach Frankfurt, eine Übernachtung in Kelsterbach. Am 28.10.15 startet die Lufthansa vormittags um 10:00 Uhr - es geht nach San Francisco. Ich freue mich auf das Wiedersehen mit dieser Stadt - fast 20 Jahre sind vergangen, seit ich hier zum ersten Mal einen Fuß auf den Boden der USA gesetzt habe.
    Dieses Mal ist San Francisco unser "Sprungbrett" nach Hawaii und wir haben 3 Tage Zeit.

    Zugegeben - das Hotel, in dem wir für diesen Stopover unterkommen, ist nur eine muffige Absteige. Aber dafür: halbwegs bezahlbar und Lage, Lage, Lage! -
    besser geht kaum.
    In wenigen Minuten läuft man von der zentralen Powell-Station (wo auch die historischen Cable-Cars gedreht werden) bergan über den Union-Square, vorbei an all den Shoppingtempeln von Macys bis zu Tiffany und ungezählten Restaurants zur Bush-Street.

    China-Town ist auch nicht weit, so können wir schon am ersten Abend ein Stück San Francisco-Flair erleben.
    Read more

  • San Francisco / Fisherman's Wharf

    October 29, 2015 in the United States ⋅ ☀️ 22 °C

    Nun sind amerikanische Großstädte ja nicht eben bekannt für einen funktionierenden ÖPNV, San Franciso allerdings macht hier eine erfreuliche Ausnahme.
    Schon vom Flughafen in die Stadt gibt es einen Rapid Transit (BART), und auch die City selber kann man - neben den Cable-Cars - auch mit Bussen ganz gut erkunden.
    Die passende "MUNI-Card" dafür bekommt man in jedem kleinen Supermarkt.
    Read more

  • Golden Gate Bridge & Lombard street

    October 30, 2015 in the United States ⋅ 🌙 25 °C

    Sogar zur Golden Gate kommt man - mit umsteigen - per Bus. Und diese Brücke mal zu Fuß zu betreten (wobei wir natürlich nicht komplett darüber gingen) ist schon ein Erlebnis.

    Weiter erkunden wir die berühmte Lombard-Street, strampeln zu Fuß den ganzen steilen Berg auf der nicht so berühmten Seite nach oben, anstrengend in der Wärme, ehe man dann den ikonischen, krummen Abschnitt erreicht. Glücklicherweise ist hier nicht nur der Fahrspaß für Autos zu erleben, sondern man hat auch einen Fußweg bergab in all den bunten Blumenrabatten angelegt.Read more

  • Abendbummel zu den Painted Ladys

    October 30, 2015 in the United States ⋅ ☀️ 25 °C

    Morgen ist Halloween, und hier, in den USA, natürlich DAS Ereignis. Überall sieht man geschmückte Häuser und auch schon verkleidete Teenager unterwegs.
    Wobei unser Weg vom Hotel zum Alamo Square, wo die berühmten pastellfarbenen Häuser stehen, zugegebenermaßen nicht nur entlang prächtiger Villen führte, sondern auch durch die eine oder andere zwielichtige Ecke.Read more

  • Maui

    November 1, 2015 in the United States ⋅ ☁️ 28 °C

    Abreise

    Von Oakland aus sind die Flüge deutlich günstiger als ab SFO und so verbringen wie letzte Nacht auf dem Festland in einem richtig runtergekommenen Motel in der Nähe des Oakland-Airport.
    Es ist gruselig hier, und ringsrum eine echt "zwielichtige" Gegend. Aber was soll's - es ist ohnehin eine sehr kurze Nacht, denn auch hier werden die Uhren heute auf Sommerzeit umgestell (was der staff an der Rezeption hinsichtlich unseres bestelltem Taxi mal total verpennt) und unser Flug mit Hawaiian Airlines startet bereits um 7 Uhr am Morgen.

    Maui -- Ankunft 01.11. /

    Hawaii - Eindrücke jenseits der Hula-Klischees

    Morgens 9:30 Uhr, sonnig, warme 28C - Urlaub auf Maui, Traumziel Hawaii.
    Balkon einer Appartmentanlage am Napili-Strand, eine Tasse Kaffe in der Hand -
    um michherum:
    Gebrüll von gefühlten 1000 Dezibel, eine Kakophonie, bestehend aus Rasenmäher, der den Golf-Charakter des Rasens bis auf den Millimeter herstellt, Bandsäge, Heckenscheere, rückwärts fahrendem und dabei laut piependen Müllwagen, sonstigem Werkzeug.
    Urlaub auf Hawaii kann so schön sein.

    Appartement-Anlage Napili Shores

    ------------------------------------

    Da wir leider nur 3 Tage hier auf der Insel hatten, blieb natürlich einiges von uns auch unentdeckt (zB. die "road to Hana", welche sich kurvig entlang der Nordküste zieht und nette Ausblicke / Buchten / Wasserfälle bieten soll) - doch einen Tag wenigstens wollten wir nicht stundenlang im Auto verbringen.
    So, ich merke gerade, es ist inzwischen still geworden um mich herum, die Heckenscheeren schweigen, ein Vögelchen wagt sich aufs Balkongeländer und ich nehme die wunderbar blühenden Frangipani-Bäume wahr.
    Ich hab mir den Frust weggeschrieben, schnappe mir jetzt auch mal meine Badesachen und genieße diesen letzten Tag hier auf Maui einfach am Strand.

    .....und eben wird tosend ein Laubsauger angeworfen.....
    Read more

  • ʻĪao Valley & Lahaina Old Town

    November 2, 2015 in the United States ⋅ ☁️ 26 °C

    Natürlich - man kann die Anlage selbstverständlich auch verlassen, der Wagen steht ja vor der Tür und dies haben wir auch getan.
    Bis man allerdings auf diese Art auch nur irgendetwas von der Insel zu sehen bekommt, sind gefühlt Stunden vergangen.
    Beinahe schon eine halbe Stunde benötigt man, um nur die knapp 15 km bis zum nächsten Örtchen - Lahaina - zurückzulegen, da die Geschwindigkeitsbegrenzungen alle 100 Meter von 45 auf 25 Meilen wechselt, im Abstand weniger Meter eine Ampelkreuzung alternativlos auf Rot steht - es nervt ohne Ende.
    Lahaina selbst, gepriesen als "DAS" Urlauberzentrum - selten ein so überbewertetes Örtchen gesehen. Bonbonbunter Disneystil entlang der Frontstreet am Wasser - ein Shop neben dem anderen.
    Read more

  • Haleakala National Park

    November 3, 2015 in the United States ⋅ 🌧 16 °C

    Unser Highlight auf Maui war der Besuch des Mt. Haleakala-NP.
    Hat man die dröge, flache und industrialisierte Inselmitte um Kahului herum erst einmal "überwunden", windet sich die Straße zunächst sanft durch grüne Hügellandschaft, die ans Allgäu erinnert, klettert dann in fast schon alpinen Serpentinen auf eine Höhe bis über 3000 Meter und belohnt mit einer traumhaften, surrealen Lava-& Kraterlandschaft, die in ihrer eigenen Farbigkeit geradezu magisch ist. Hier oben zerrt der Wind, wie ich es selten erlebt habe, die Luft ist unwahrscheinlich klar, der Himmel blau und die Wolken liegen unter uns im Tal - grandios.Read more

  • Maui

    November 4, 2015 in the United States ⋅ ☁️ 26 °C

    Zwar können als Stranddestination viele andere Ziele auf dieser Welt mindestens genauso überzeugen wie Maui, doch natürlich - es gibt sie, schöne Strände, goldgelb, sogar mit Palmen hier und dort - ebenso wie schwarze, naturbelassene Lavastrände.

    Da, wo die Strände weit und schön sind, lebt natürlich auch die Spezies "Homo Touristicus" - insbesondere entlang der Westküste um Lahaina herum - entsprechend be- und verbaut ist das Hinterland, die nächste Shoppingmall ist niemals weiter als wenige 100 Meter entfernt, ebenso wie all die Burger-&Fastfoodlokale.

    Doch ein paar idyllische Momente kann man selbst hier, nur wenige Kilometer abseits des Mainsteam finden:
    Read more

  • weiter nach Big Island

    November 5, 2015 in the United States ⋅ ☁️ 17 °C

    2) Big Island - Ankunft 05.Nov. /Abreise 09.Nov.2015

    Big Island - Hawaii. Die größte Insel des Archipels, auch ohne Zweifel die ungewöhnlichste.
    Die Insel ist landschaftlich sehr speziell, Felder schwarzer Lava bedecken weite Teile der Insel, vieles ist karg und bizarr, um dann - wie abgeschnitten, wieder in begrünte Landschaft überzugehen.
    Spannend zu sehen, wie aus dem unwirtlichen schwarzen Gestein sich einzelne Pflänzchen entwickeln.
    Doch an der regenreichen Ostküste gibt es natürlich auch tropisches Grün.
    Der Regen fällt hier im Übrigen ohne jegliche Ankündigung, vollkommen übergangslos aus gerade noch blauem Himmel -und er fällt häufig. Mal ein nur 2-minütiger Schauer, mal ein regelrechter Wolkenbruch von 10 Minuten - dann ist alles wieder gut. Von den Einheimischen stört sich daran im Übrigen niemand; jeder tut, als wäre nichts geschehen und geht weiter seinen Geschäften nach, ohne auch nur einen Schirm aufzuspannen.

    Für 3 Tage sind wir in Hilo - das Städtchen gilt als einer der regenreichsten Orte der Welt!!!
    Read more

  • weiter unterwegs & Volcanoes NP

    November 6, 2015 in the United States ⋅ ☁️ 16 °C

    Volcanos Nationalpark - ein einzigartiges Naturschauspiel bietet sich hier am aktiven Halemaʻumaʻu, dessen Glühen man im Dunkeln sehen kann. Leider gibt es - derzeit zumindest - keinen aktiven Lavafluss, welcher zugänglich wäre. Dies haben wir sehr bedauert, dass wäre natürlich des Tüpfelchen auf dem "I" gewesen.
    Leider war das Wetter äußerst unbeständig, immer wieder Regenschauer, Dunst und Wolken verdecken in sekundenschnelle die Aussichten, die sich entlang des perfekt erschlossenen "Crater-Rim-Drive" bieten.
    Alles hier im NP ist perfekt erschlossen, alle Trails für die Wanderfreunde gut ausgeschildert, und für "Faule" wie uns gibt es überall Aussichtspunkte. Ironisch bezeichnen die Einheimischen Ihren Kilauea auch als "Drive-In-Volcano".
    Read more

  • Mauna Kea

    November 6, 2015 in the United States ⋅ ☁️ 2 °C

    Fantastisch und lohnenswert war auch ein Ausflug auf den Mauna Kea, mit 4205m der höchste Berg Hawaii's, welcher als "schlafender Vulkan" gilt. Ab dem Besucherzentrum darf die Strecke nur noch mit Allrad-Fahrzeugen befahren werden.
    Auf dem Mauna Kea befindet sich das Mauna-Kea-Observatorium mit den derzeit leistungsfähigsten Teleskopen weltweit.
    Read more

  • nach Kona

    November 8, 2015 in the United States ⋅ ☁️ 29 °C

    Am 8.November verlassen wir Hilo und überqueren Big Island wieder Richtung Westen. In Kona an der Westküste der Insel bleiben wir für eine letzte Nacht.
    Kona ist Startpunkt des berühmten Ironman und touristisch deutlich frequentierter.Read more

  • weiter nach Kauai, Poipu

    November 9, 2015 in the United States ⋅ ☁️ 27 °C

    3) Kauai - die Garteninsel / 9.-15.November

    Ja, Kauai ist schön. Wirklich.
    Grün, topisch, spektakuläre Natur (NaPali Coast / Waimea Canyon) ohne die Schroffheit der Schwesterinseln- und tatsächlich gibt es den einen oder anderen richtig hübschen Strand - im Idealfall noch mit einer faulen Mönchsrobbe.

    Hier wohnen wir in einer ganz tollen Condominium-Anlage direkt am Poipu-Beach.
    Read more

  • Abenteuer Heli-Flug

    November 11, 2015 in the United States ⋅ ☁️ 23 °C

    Begeistert hat uns selbstverständlich der Heli-Flug; ich würde es wirklich empfehlen, auch wenn's viel Geld ist - das Erlebnis ist es wert! Und wenn schon Geld ausgeben - bucht Frontsitze - da hat man nur die Glaskuppel vor sich, fliegt wie in einer Seifenblase und der Magen schlägt mitunter Purzelbaum... einfach geil!!!!

    Es war im Übrigen ziemlich umsonst, sich im Vorfeld großartige Gedanken über das Fotografieren aus dem Heli zu machen - außer sich dunkel anzuziehen war alles andere gar nicht umsetzbar. Es geht alles viiiiel zu schnell, kippt nach links und rechts, man schaut und staunt und ist so fasziniert, dass man am Ende einfach nur ein bisschen drauflos knipst...
    Read more

  • Nā Pali Coast & Waimea Canyon

    November 12, 2015 in the United States ⋅ ☁️ 25 °C

    spektakuläre NaPali Coast / Waymea-Canyon (oder auch Grand Canyon des Pazific und kaum weniger imposant als sein großes Pendant auf dem Festland)

    Natürlich sind die Inseln in erster Linie auch ein Wanderparadies mit einer Vielzahl mehr oder weniger anspruchsvoller Trails - doch wir wären nicht in den USA, wenn man die grandiose Natur nicht auch selbstverständlich von gut erschlossenen Straßen aus ansehen könnte. Überall gibt es spektakuläre Aussichtspunkte für Faule oder kurze Spazierwege. Allerdings gilt auch hier: - der frühe Vogel usw. - je näher die Mittagszeit kommt, um so wolkiger werden die (Küsten-)Berge und die Regenwahrscheinlichkeit bei null Sicht immer höher.Read more

  • Zurück nach Hause & Fazit

    November 15, 2015 in the United States ⋅ ☁️ 13 °C

    Von der Trauminsel Kauai fliegen wir am 15.11. zurück, ein kleiner Zwischenstop auf Maui, bevor es schließlich retour nach Oakland geht.

    Der Heimflug morgen allerdings startet natürlich ab San Francisco, daher hatte ich ein Transfer gebucht, der uns direkt über die San Francisco Bay von einem Airport zum anderen bringt. Die allerletzte Nacht in den USA verbringen wir recht komfortabel im Hilton am Airport SFO.

    -----------------------------------

    Fazit

    Es war ein schöner Urlaub - doch anstrengender (wahrscheinlich einfach zu wenig Zeit geplant) als gedacht. Doch werden wir deshalb "Wiederholungstäter" - mit mehr Zeit, noch mehr anzusehen??
    Ich denke, eher nicht.
    Wir haben einen guten Eindruck der Inseln bekommen, selbst in der Kürze der Zeit - nicht alles, doch vieles hat uns sehr gefallen. Letztlich haben wir's gesehen und sind zufrieden.
    Das eben ist die Kehrseite des vielen Reisens - man hat im Grunde ja alles in der einen oder anderen Art bereits gesehen, kaum mehr etwas, was wirklich noch überrascht und ein "Wow" hervorruft.
    Dazu kommt die doch weite Anreise, das hohe Preisniveau.
    Man soll ja nicht vergleichen....ich tue es trotzdem...

    ---Landschaft / Strände

    Da, wo die Inseln grün sind und tropisch (am ehesten noch Kauai, Big Island kaum) sind sie eben weder tropischer noch charmanter als Inseln in Asien, der Karibik... die Sonnenuntergänge auch nicht kitschiger. Das Aloha-feeling gibt's nur per Plastikblume oder auf nostalgischen Kneipen-Fotografien.

    Für einen Strandurlaub (Surfer & Wassersportler mal ausgenommen) fanden wir es nicht ideal. In aller Regel sind die Küsten felsig bzw. bestehen aus Lavagestein; dazwischen zwar immer wieder kleine, nette Buchten, häufig allerdings mit sehr starker Strömung / Wellengang. Lange Spaziergänge sind so auch nicht möglich, man müsste jede Bucht einzeln anfahren.
    Die Strände sind in diesem Sinne nicht bewirtschaftet, wohl gibt es einzelne Beach-Parks mit Duschen und einem Büdchen, doch weder Liegen noch Schirme (selbst an den Resort-Anlagen). Viele Leute bringen sich einen Klappstuhl mit und sitzen dann da.... ist mein's nun so gar nicht.
    Und selbstverstädlich - da, wo es schöne & "berühmte" Strände gibt - zB. an Kauai's Nordküste - reiht sich im Vorfeld schon mal Auto an Auto auf der Suche nach einem Parkplatz entlang der schmalen Zufahrtstraße.

    ---Preise

    Mal ganz abgesehen von den Flugpreisen, die nicht eben supergünstig sind, war dieser Urlaub letztlich exorbitant teuer. Und das lag nicht allein am miesen Kurs derzeit.
    Für Unterkünfte, die einen normalen Standart haben, werden hier kleine Vermögen aufgerufen, Hotelzimmer mit "Sternen" - beinahe unbezahlbar. (Wer Monate im Voraus reserviert, kann noch einigermassen akzeptabel wegkommen, kurz vorher buchen ist dieselbe Unterkunft nochmal um das 3fache teurer. Wir reservierten bereits im Mai).

    Supermarktpreise (für das Frühstück, das man sich selbst kauft) sind exorbitant hoch -Beispiel: 1l Milch 4 USD, ein kleines Brot 7 USD, fades und geschmackloses rosa Turkeyfleisch 4 Dollar pro 200g-Packung, 6 Eier um 5 USD, ein Stückchen Käse, der diesen Namen verdient und nicht wie buntes Gummi aussieht und schmeckt ab 9 USD, ein Schälchen geschmacklose Tomaten 7 USD usw.
    Dass wir, besonders in Dtl., bei den Lebensmittelpreisen sehr verwöhnt sind, ist mir durchaus bewusst, doch das hier ist wirklich "fett".

    -----Lebensstandart

    Die Lebensbedingungen hier scheinen mitunter meilenweit entfernt zu sein vom Standart, den man in der sogen. "ersten" Welt - und zumal in einem derart entwickelten und "stolzen" (eigentlich möchte ich fast lieber das Adjektiv großspurig verwenden...) Land wie den USA - erwartet.
    Da fällt schlechte Kleidung auf - und damit sind nicht Stil-Entgleisungen gemeint (die gibt es zwar oft genug, aber das alles ist Geschmackssache...) - nein, sondern schmutzig, mit Löchern, ungepflegt.
    Und was man im Vorüberfahren oft (!!) an Häusern, vielmehr einfachen Bungalows, zu Gesicht bekommt - heruntergekommen, oft geradezu verfallen wirkend - unglaublich. Und ja, diese windschiefen Bruchbuden auf Grundstücken, wo sich oft noch Schrott und Unrat türmen, sind tatsächlich bewohnt.

    Das nicht jeder "wohlhabend" sein kann, ist klar, ebenfalls, dass es immer irgendwo Viertel gibt, wo man soziale Unterschiede bemerkt. Allerdings hätte ich derartiges doch eher an den Rändern krisengeplagter Großtädte erwartet oder im hinterletzten ländlichen Zipfel irgendwo auf dem Festland. Doch Hawaii ist eben (auch) nicht die Insel(n) der Glücksseeligen....
    Kontrast hierzu sind die Shoppingvillages und Touristen-Condo-Anlagen im Polly-Pocket-Stil, alles uniform, gepflegt und seltsam steril - auch noch das letzte Blatt wird mit riesigen Maschinen weggeblasen.

    ----Shopping

    ....gehörte nicht zu unserem Urlaubsplan, doch die eine oder andere Mußestunde wolle ja doch verbracht werden... Zu den "Shopping-Villages" für Touristen muss man sicher nicht viel sagen, alles schick und bunt.
    Dass allerdings ein "normales" Vorstadtcenter für den Inselbewohner derart viel Müll und Ramsch anbietet, hat mich mehr als befremdet. Die Kleiderläden der großen Ketten, zB. Macy's, Jeans Warehouse (Werbung im TV in Endlosschleife) und Konsorten sehen aus wie bei uns Kick und McGeiz - vorwiegend unsortierter Ramsch wie im Resteverwerter TK-Maxx.
    Der Walmart - den man ja als DEN Mega-Store zu kennen meint - sieht aus wie kurz vor'm Ausverkauf - halbleere Regale überall, wenig Auswahl...
    Shoppingparadies USA??? - Gilt wohl für Hawaii nicht - Oder hatten wir nur zufällig gerade die falschen Läden besucht???

    ----Freundlichkeit / Service & Tip

    Natürlich sind die Menschen insgesamt sehr freundlich, häufig wechselt man ein paar Worte mit Fremden, woher - wohin, oh, yes - soweit durchaus nett.
    Für unseren Geschmack jedoch gewöhnungsbedürftig, die häufig laute und überschäumende "Hi - so nice - so great - how are you today.... " Service-Kultur.
    Ich möchte gar nicht wissen, wer heute mein server beim Essen ist und halte es für völlig überzogen, derartigen "Service", häufig sogar bis zum grenzwertigen schleppend, mit bis zu 20 (!!) % Tip zu honorieren.
    Der Amerikaner mag dieses System vollkommen normal finden, er kennt's ja nicht anders, für meinen Geschmack jedoch ist das falsch und ich hab da ein Problem mit.
    Zum Einen waren die auswendig und in rasendem Genuschel abgespulten "Vorstellungssätze" derart einstudiert - da war nichts persönliches dabei. Natürlich nicht unfreundlich, gar nicht, aber es gehört halt zum Programm - nicht mehr, nicht weniger. Und bei gefühlt jedem 3. Bissen, den man gerade kaut, immer wieder gefragt zu werden und reflexartig antworten zu müssen, dass alles "fine" ist, hat mich irgendwann doch genervt.

    Das System verstehe ich so, dass "Arbeitgeber" sich darauf ausruhen, dass der Kunde für seinen Mitarbeiter aufkommt und nicht er.
    Machen wir mal ne simple Rechnung bei einem ganz durchschnittlichen Restaurant:
    An einem Tisch speisen nach unserer Beobachtung durchschnittlich 4 - 6 Leute (Familie, Freunde, ect., Paare haben wir eher selten gesehen)
    Diese produzieren eine Grundrechnung irgendwo im Bereich zwischen 80 und 120 Dollar (wir sind zu zweit selten unter 50 geblieben). Nehmen wir ein Mittel von 100 Dollar an und ein Tip von 18% - also 18 Dollar pro Tisch.
    Der Tisch ist - pro Arbeitsschicht unseres Servers - vielleicht 4mal besetzt - sind wir schon bei 72 Dollar.
    Nun bedient unser Server ja nicht nur einen Tisch - nehmen wir an, er ist für 5 Tische zuständig - macht 360 Dollar.
    360 Dollar Tip an EINEM Arbeitstag.
    Nehmen wir an, unser Server arbeitet nur an 15 Tagen im Monat - sind das 5400 Dollar - bei 20 Arbeitstagen 7200 nur aus dem Tip allein !
    Wahrscheinlich muss unser Server davon noch etwas den Hilfskräften/Abräumern abgeben - trotzdem, selbst wenn er nur ein Drittel davon behält - ich find das am Ende für nen ungelernten Job ziemlich üppig.

    ---- Entfernungen / Strecken

    Unterschätzt hatten wir bei der Vorbereitung der Reise, dass man für Entfernungen, die im Grunde "nur ein paar Meilen" betragen, stundenlang unterwegs ist.
    Nicht etwa, weil die Straße, die dann zur eigentlichen Sehenswürdigkeit führt, etwa eng, kurvig oder sonstwie gefährlich wäre, nein.
    Ich meine erst mal den normalen Highway zwischen Ort A und B, häufig schnurgerade, breit genug für 4 Spuren. Tempolimit zu 50% - 35 Miles p.h., also vergleichbar etwa dem, was man bei uns innerorts fahren darf.
    Es gibt Abschnitte, wo 45 Meilen gefahren werden darf, manchmal sogar 55 Meilen, aber man kommt einfach nicht wirklich vorwärts. Das nervt ohne Ende, denn man muss den Weg schließlich auch wieder zurück zur Unterkunft, man verbringt also unwahrscheinlich viel Zeit wirklich nur mit fahren.
    Im Übrigen hatten wir uns im Vorfeld der Reise extra ein (gebrauchtes) kleines Navi mit USA-Karten zugelegt - dieses hat allerdings nach der 2. Fahrt mit entsetzlichm Gestank aus dem Zigarettenanzünder den Dienst quittiert. Und - nein - man braucht nicht zwingend ein Navi.
    Im Grunde kann man so viel nicht falsch machen; irritiert hat uns allenfalls, das eben meistens nicht das "Endziel" mit angezeigt ist (wie ja in Dtl. üblich) sondern nur der nächste Ort - und wenn man den auf der Karte nicht so schnell findet, biegt man halt schon mal falsch ab.

    Ja, so im nachhinein liest sich das eine oder andere schon, als obs nun gar nicht toll gewesen wäre - ganz stimmt der Eindruck natürlich nicht - es war durchaus schön und ich möchte es keinesfalls schlechter reden, als es war.
    Viele wunderbare Eindrücke gab es ohne Zweifel.

    Für Natur- und Wanderliebhaber, Wassersportler sowieso, kann es durchaus ein Traumziel sein.
    Wir hatten uns ja im Vorfeld schon sehr genau informiert, wussten daher in etwa, was uns erwartet - von der Landschaft bis zum Regen.
    Als "romantischer Südseeurlaub" war es nie geplant, wohl aber hatte ich durchaus vor, öfter im Meer zu baden. Das hab ich dann tatsächlich nur einmal geschafft - mir war einfach der Wellengang to much.

    Doch man hofft irgendwie ja doch, dass die Erwartungen dann positiv übertroffen werden - und das war ganz einfach nicht der Fall. Irgendwie hat das letzte Quentchen Zufriedenheit gefehlt, diese Tiefenentspannung, die man an "geliebten" Urlaubsorten empfindet und sich aus dem Herzen sagt - ja - hierher möchte ich wieder kommen.

    Aber.... wenn ich mir die Bilder jetzt allerdings so ansehe - war schon toll!!!!
    Read more

    Trip end
    November 15, 2015