• Suppe im Brot, ein Puffin für Anna und Abschied

    September 2 in Iceland ☁️ 11 °C

    Auch heute kochten wir uns in der Unterkunft ein Frühstück 🍳. Porridge und Müsli standen auf dem Plan. Es war sozusagen ein Aufbrauchen der restlichen Zutaten. Was noch da war, kam in den Topf oder in die Schüssel. Reste schmecken bekanntlich am besten, wenn man sie nicht mehr einpacken muss 😄.

    Danach ging es los auf die Strasse 🚗. Mehr als 300 Kilometer lagen vor uns, von Bjarkarholt bis nach Reykjavík. Der Weg führte uns um unzählige Buchten herum. In Island ist das ganz normal, denn die zerfranste Küste zwingt jede Strasse zu grossen Umwegen. Wir kurvten also gemütlich von Bucht zu Bucht und sahen dabei mehr Wasser als Asphalt 🌊.

    Bei Grundarhverfi wurde es dann spannend. Dort fuhren wir durch die Hvalfjarðargöng, den Tunnel unter dem Hvalfjörður. Er ist 5770 Meter lang, also knapp sechs Kilometer. Rund 3750 Meter davon verlaufen direkt unter dem Meer 🐟. An der tiefsten Stelle liegt man 165 Meter unter dem Meeresspiegel. Eröffnet wurde der Tunnel im Juli 1998. Er spart etwa 45 bis 50 Kilometer Fahrt um den Fjord herum. Statt einer knappen Stunde dauert die Durchquerung nur noch rund sieben Minuten ⏱. Früher war der Tunnel mautpflichtig, seit Ende September 2018 ist er gratis. Am südlichen Ende kommt man bei Kjalarnes wieder ans Tageslicht, und dort liegt auch Grundarhverfi, das zur Gemeinde Reykjavík gehört. Von da an war es nicht mehr weit bis in die Hauptstadt 🏙.

    Die Hauptstadt erkundeten wir relativ zackig, denn die Zeit verging wie im Flug ⏳. Zuerst stärkten wir uns aber mit einer Suppe 🥣. Sie kam in einem ausgehöhlten Brotlaib serviert und war sehr lecker. Das ist in Reykjavík ein beliebter Klassiker, denn am Schluss isst man die Schüssel gleich mit. Danach ging es noch ein bisschen shoppen 🛍. Die Kirche von Reykjavík schauten wir uns dann noch rasch von aussen an. Die Hallgrímskirkja steht auf dem Hügel Skólavörðuholt und ist mit 74,5 Metern die grösste Kirche Islands ⛪. Ihre Fassade erinnert bewusst an Basaltsäulen, wie wir sie unterwegs schon mehrfach gesehen haben. Der Entwurf stammt vom Staatsarchitekten Guðjón Samúelsson und wurde 1937 in Auftrag gegeben. Gebaut wurde von 1945 bis 1986, also über vierzig Jahre lang. Benannt ist sie nach dem Dichter und Pfarrer Hallgrímur Pétursson.

    Am Abend kochten wir nochmals im Hostel und brauchten die restlichen Esswaren auf 🍲. Danach gab es nochmals eine gemütliche Runde. Dabei überreichten wir Anna, unserer Guidin, ein Geschenk. Es war eine Puffin-Tasche 🐧! Ganz passend zu unserem Ferienmotto der Puffins. Passender geht es kaum, denn Island ist die Hochburg dieser Vögel. Ein grosser Teil des weltweiten Bestands an Papageitauchern brütet hier. Im Herbst ziehen sie dann wieder aufs offene Meer hinaus.

    Der erste Abschied kam dann viel zu schnell 😢. Wir fuhren Mattes zusammen an den Flughafen, wo er sich bereits auf den Heimweg machte. Zurück im Hostel liessen wir den fortgeschrittenen Abend bei Rotwein ausklingen 🍷.
    Read more