• Flavio Waser
  • Flavio Waser

Island

A 14-day adventure by Flavio. Read more
  • Trip start
    August 21, 2026
  • Keflavik - Selfoss

    August 22 in Iceland 🌧 12 °C

    Nach einer entspannenden Nacht im Flughafenhotel 🏨 geht’s endlich los! ✈️

    Check-in und Sicherheitskontrolle sind geschafft. Danach haben wir uns mit Antonia und Adrian getroffen.

    Sie fliegen heute Morgen auch in die Ferien. 🌴 Unsere Flüge gehen fast zur selben Zeit. Also gab es zusammen einen Kaffee ☕ und ein Gipfeli 🥐.

    In Keflavík gelandet 🛬, habe ich Anna kennengelernt, unsere Guidin. Kurz darauf sind die nächsten Leute eingetroffen. Mit zwei Autos 🚙 ging es zuerst einkaufen und dann kurz zum Leuchtturm Garðskagaviti. 🗼 Es war eine windige und nasse Angelegenheit, ihn anzuschauen. 🌧️💨

    Als die Gruppe komplett war, fuhren wir weiter nach Selfoss. Unterwegs ging unser Auto zum ersten Mal offroad. Ein Stück der Strecke führte über ein Lavafeld. 🌋
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  • 🌋 Zwischen den Kontinenten

    August 23 in Iceland ☁️ 12 °C

    Heute Morgen starteten wir mit einem köstlichen Frühstück ☕ in der Unterkunft in den Tag. Danach ging es los Richtung Thingvellir Nationalpark. Wir fuhren noch keine 10 Minuten, da kam ein Anruf von Anna, unserer Guide. Ihr Auto hatte ein Problem mit einem Reifen 🚗. Nach einem kurzen Check fuhren alle drei Autos weiter.

    Dort angekommen, war das Visitor Center des Nationalparks mit Touristen 👥 überfüllt. Thingvellir ist UNESCO-Weltkulturerbe 🏛️. Hier tagte ab dem Jahr 930 das älteste Parlament der Welt. Ausserdem driften genau hier die amerikanische und die eurasische Erdplatte 🌍 auseinander. Im Park machten wir eine kleine Wanderung zum Wasserfall Öxarárfoss 💦. Er stürzt in die Schlucht Almannagjá hinunter. Zwei Leute aus der Gruppe fuhren mit dem defekten Auto zurück nach Reykjavík und tauschten es aus.

    Weiter ging es zum Brúará Trail. Dort liefen wir ein gutes Stück 🚶 und schauten uns den Brúarfoss an. Er ist für sein türkisblaues Gletscherwasser 💙 bekannt. In der Nähe besuchten wir danach ein Geysir-Gebiet. Der aktive Geysir heisst Strokkur. Er spuckt ca. alle 5–10 Minuten eine heisse Fontäne ♨️ in die Luft. Zum Abschluss fuhren wir direkt zum Gullfoss 🏞️. Das war der grösste Wasserfall des Tages. Er fällt über zwei Stufen rund 30 Meter tief in eine Schlucht.

    Den Abend liessen wir bei gutem Essen 🍽️ und einem Bier 🍺 ausklingen.
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  • 🌧️ Wasserfälle, ein Flugzeugwrack und Papageientaucher im Sonnenuntergang

    Auch heute starteten wir mit einem guten 🥐 Frühstück im Bed & Breakfast.

    Los ging es mit dem 💦 Seljalandsfoss. Der rund 60 Meter hohe Wasserfall wird vom Gletscher Eyjafjallajökull gespeist. Das Besondere: Ein Pfad führt hinter den Wasservorhang. Wir konnten also dahinter durchlaufen und den Fall von allen Seiten bestaunen.

    Weiter ging es zum Gljúfrabúi. Dieser versteckt sich in einer engen 🪨 Felsspalte und ist von aussen kaum zu sehen. Wir erwischten gerade noch einen guten Augenblick, um den Wasserfall vor den grossen Touristenscharen zu begutachten.

    Danach fuhren wir zur abgestürzten ✈️ DC-3 in Eyvindarholt. Das alte Flugzeugwrack ist heute ein beliebtes Fotomotiv. Ein kurzer Halt und ein paar Fotos später ging es weiter zum Faxi Bakery Café. Dort gab es ☕ Kaffee und Zimtschnecken, um uns vom Regen aufzuwärmen.

    Letzter Wasserfall des Tages war der Skógafoss. Er stürzt 60 Meter in die Tiefe und ist ganze 25 Meter breit. Eine 🥾 Wanderung wäre geplant gewesen. Doch nicht alle Teilnehmenden hatten Regenhosen dabei. So mussten wir auf halber Strecke umkehren.

    Nächster Halt: Einkaufen in 🛒 Vík, dem südlichsten Dorf Islands. Auf die Liste kamen ein guter Wein und Zutaten für Fajitas. Gekocht haben wir dann alle zusammen im Hostel.

    Den Sonnenuntergang genossen wir am 🖤 Reynisfjara Black Sand Beach. Der schwarze Lavastrand ist berühmt für seine Basaltsäulen. Der 🌅 Sonnenuntergang war atemberaubend. Die Wellen waren rund zwei Meter hoch. Auf den Felsklippen entdeckten wir 🐧 Papageientaucher, die hier im Sommer brüten. Wir schauten ihnen lange zu, bis das ganze Licht weg war. Den Abend liessen wir noch bei einem Glas 🍷 Wein im Hostel ausklingen.
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  • Papageientaucher, Canyon und Eisberge

    August 25 in Iceland 🌧 11 °C

    Auf dem See gingen wir 🛶 Kajak fahren. So konnten wir die Eisberge aus näherer Sicht betrachten. Natürlich hielten wir genügend Abstand. Durch das Schmelzen verschiebt sich das Gewicht, und die Eisberge drehen sich manchmal einfach auf den Kopf. Bei einem konnten wir gerade noch zuschauen.

    Erschöpft, aber alle glücklich ging es noch zum ✨ Diamond Beach. Dort lagen weitere Eisbrocken auf dem schwarzen Lavasand. Einfach mega beeindruckend, denn hier trifft Gletscherwasser auf Salzwasser.

    Den Abend liessen wir beim 🍝 Pasta-Plausch im Hostel in Höfn ausklingen. Das kleine Hafenstädtchen ist eigentlich für seine Langusten bekannt.

    Funfact: Für einen Meter Gletschereis braucht es rund elf Meter ❄️ Schnee. Das Eis leuchtet blau, weil der Druck die Luftbläschen herauspresst. Das dichte Eis schluckt das rote Licht und wirft das blaue zurück.
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  • Nebel am Vestrahorn und Steine in Djúpivogur

    August 26 in Iceland ☁️ 12 °C

    Heute Morgen gab es 🍳 Frühstück im Hostel. Selber zubereiten und geniessen war angesagt.

    Danach fuhren wir mit dem Auto weiter zum 🗼 Leuchtturm von Stokksnes. Auf dem Parkplatz folgte das böse Erwachen: Der Eintritt kostet 1000 ISK pro Person. Die Halbinsel ist Privatbesitz, kassiert wird beim Viking Café. Das ☁️ Wetter war leider nicht bombastisch, und man sah kaum etwas. Als Gruppe entschieden wir uns deshalb dagegen und fuhren weiter. Das 454 Meter hohe Vestrahorn blieb uns im Nebel verdeckt. Schade, denn der dunkle Gabbro-Berg über dem schwarzen Sandstrand gilt als eines der schönsten Fotomotive Islands.

    Unterwegs hielten wir an verschiedenen Orten und machten ein paar 📸 Fotos. Die Sicht wurde aber nicht besser.

    Der nächste grössere Halt war in Djúpivogur, einem 🎣 Fischerdorf mit rund 450 Einwohnern. Der Ort ist seit 1589 Handelsplatz und war die erste Gemeinde Islands im Cittaslow-Netzwerk. Dort geht es also ganz offiziell gemütlich zu und her.

    Wir besuchten JFS Handcrafts – Steinasafn, einen Steingarten mitten im Dorf. Der Eintritt ist gratis. Besitzer Jón war sehr nett und zeigte uns enthusiastisch seine 💎 Steinsammlung aus 45 Jahren. Fast alle Stücke stammen aus der näheren Umgebung. Die Steine schneidet er mit einer Diamantsäge in mehrere Teile. So wird das Innere sichtbar, mit Kristallen und farbigen Mustern.

    Gegen den späteren Nachmittag gingen wir in den 💧 Vök Baths entspannen. Die Anlage liegt am See Urriðavatn, zwei der Becken schwimmen direkt im Wasser. Der Name «Vök» bedeutet Eisloch: Im Winter blieb der See an diesen Stellen immer offen, weil von unten heisses Wasser aufsteigt. Es gab verschiedene 🌡️ Pools mit sehr warmen Temperaturen. Zum Abkühlen konnten wir in den See steigen. Dieser hatte 14 Grad, während die Pools 40 Grad warm waren. Der Wechsel war ein ordentlicher Wachmacher.

    Am Abend ging es in die 🍕 Pizzeria. Ich konnte nicht widerstehen und probierte eine Pizza mit Rentierfleisch. Die war sehr lecker. Rentiere gibt es in Island übrigens nur im Osten. Sie wurden im 18. Jahrhundert aus Norwegen eingeführt und leben heute wild in den Bergen.
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  • Von den Papageientauchern ins Nirgendwo

    August 27 in Iceland 🌧 7 °C

    Der Tag startete wieder mit einem guten Frühstück 🥐. Es war das bisher beste Frühstück in den Hostels.

    Wir starteten unsere Weiterreise mit Tanken und Einkaufen 🛒. Danach ging es nach Borgarfjarðarhöfn, dem kleinen Hafen von Borgarfjörður eystri. Auf der Insel Hafnarhólmi 🐧 brüten dort jeden Sommer rund 10’000 Paare Papageientaucher. Über Treppen und Holzplattformen kommt man ihnen sehr nahe — es gilt als eine der einfachsten Stellen in ganz Island, um die Vögel zu sehen. Nur: Wir sahen keine. Es gibt zwei Varianten: Entweder waren die Papageientaucher schon ausgeflogen oder das Wetter war ihnen zu nass ☔. Die erste ist wahrscheinlicher, denn die Vögel verlassen die Kolonie meist schon Anfang bis Mitte August. Es regnete wiedermal und das Wetter war nicht so nett. Dafür war das Kaffee nebenan in einem tollen Gebäude ganz toll ☕.

    Danach fuhren wir ins Nirgendwo 🚐. Genauer gesagt nach Möðrudalur/Fjalladýrð. Wir fuhren über geschotterte Strassen durch eine Mondlandschaft. Die Landschaft ist hier geprägt von den Vulkanausbrüchen der Umgebung 🌋. Möðrudalur liegt auf rund 469 Metern und ist der höchstgelegene ganzjährig bewohnte Hof Islands. Bei guter Sicht sieht man von dort den Tafelberg Herðubreið.

    Gestärkt und gewärmt ging es weiter zum Stuðlagil 🏞️. Dort machten wir einen rund zweistündigen Spaziergang in den Canyon. Ganz eindrücklich, wie sich das Wasser den Weg gebahnt hat. Die riesigen sechseckigen Basaltsäulen 🪨 entstanden, als dicke Lavaströme langsam abkühlten. Sichtbar wurden sie aber erst vor kurzem: Der Kárahnjúkar-Stausee zähmte ab 2006 den Gletscherfluss Jökulsá á Dal, und der Wasserspiegel sank. Bis 2016 kannte den Canyon fast niemand.

    Den Tagesabschluss machten wir beim Dettifoss 💦. Ein gigantischer Wasserfall in der Mondlandschaft. Er stürzt 44 Meter in die Schlucht Jökulsárgljúfur und ist etwa 100 Meter breit. Mit durchschnittlich 193 Kubikmetern pro Sekunde gehört er zu den kraftvollsten Wasserfällen Europas 🌊 — je nach Rechnung liegt er knapp vor oder knapp hinter dem Rheinfall.

    Um 21.00 Uhr checkten wir dann in unserem Airbnb in Norðurþing ein 🛏️.
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  • Wale, Vulkane und heisse Quellen

    August 28 in Iceland ⛅ 6 °C

    Heute ging es bereits etwas früher los. Um 09.00 Uhr startete unsere Whale-Watching-Tour in Húsavík. Der Morgen war ziemlich chaotisch. Knapp zwei Minuten vor Abfahrt standen wir endlich auf dem Schiff ⛴️, ziemlich ausser Atem.

    Húsavík gilt als die Walhauptstadt Islands. Der Ort liegt am Ostufer der Bucht Skjálfandi, die weltweit für ihren Artenreichtum und ihre Wale bekannt ist. 

    Auf der Tour sahen wir eine Robbe 🦭 und einen Wal. Es war ein Zwergwal (Minke Whale), der in der Bucht am Fressen war. Zwergwale werden rund neun Meter lang und gehören zu den kleineren Bartenwalen. Beeindruckend war es trotzdem, diesem Tier so nah zuzuschauen.

    Danach ging es einkaufen und tanken ⛽. Beim Tanken wuschen wir noch die Autos. Diese waren vom Offroaden sehr dreckig.

    Weiter ging es zum Hverfjall 🌋. Wir liefen auf den Kraterrand hinauf. Ein Teil der Gruppe, ich inklusive, nahm dann den Weg rund um den Krater unter die Füsse. Ein Stück rannten wir sogar 🏃.

    Der Hverfjall ist ein rund 2500 Jahre alter Tephra-Krater. Er misst etwa einen Kilometer im Durchmesser und ist 140 Meter tief. Der Rundweg dem Kraterrand entlang ist damit gut drei Kilometer lang. Entstanden ist er, als Magma auf Wasser traf und heftige Dampfexplosionen das Gestein zu Asche zerrissen. 

    Auf dem Vulkan hatte es sehr viele Mücken 🦟. Oft war man von einem ganzen Schwarm umgeben. Passend dazu: Mývatn heisst übersetzt «Mückensee». Die meisten dieser Zuckmücken stechen zum Glück nicht, sie sind einfach nur lästig.

    Den Tag liessen wir in der Earth Lagoon ausklingen, den früheren Mývatn Nature Baths ♨️. Das Bad wurde im Juni 2004 eröffnet  und im September 2025 in Earth Lagoon Mývatn umbenannt.  Das Wasser stammt aus bis zu 2500 Metern Tiefe und ist zwischen 36 und 40 Grad warm. Genial, wie diese Bäder in die Landschaft gebaut sind 😍.
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  • Von Göttern, Trollen und Hotdogs

    August 29 in Iceland ☁️ 8 °C

    Heute ging es beim Morgenessen nicht mehr so chaotisch zu und her. Alles war geregelter, es gab keinen Zeitdruck und ein gutes Porridge 🥣 zum Start in den Tag.

    Die Tour begann mit der Fahrt zum Aussichtspunkt am Öxarfjörður 🌊, der weiten Bucht im Nordosten, in die der Gletscherfluss Jökulsá á Fjöllum mündet. Viel sahen wir dort nicht, ausser ein paar Vögeln 🐦. Dabei gelten die Feuchtgebiete rund um die Mündung eigentlich als eines der besten Vogelgebiete Islands.

    Nach Einkaufen und Tanken ⛽ ging es weiter zum Goðafoss. Ein eindrücklicher Wasserfall 💦 mit mehreren Aussichtsecken, rund zwölf Meter hoch und in einem breiten Bogen über dreissig Meter gespannt. Sein Name bedeutet «Wasserfall der Götter» ⚡. Der Legende nach warf der Gesetzessprecher Þorgeir um das Jahr 1000 seine Figuren der alten nordischen Götter in die Fluten, nachdem Island das Christentum angenommen hatte.

    Weiter ging die Autofahrt nach Akureyri, der heimlichen Hauptstadt des Nordens 🏙️ mit rund 19'000 Einwohnern. In der Innenstadt schlenderten wir herum, shoppten und tranken Kaffee ☕. Ein Teil der Gruppe degustierte noch die Hotdogs 🌭, die auf Isländisch «pylsur» heissen und als inoffizielles Nationalgericht gelten.

    Gestärkt ging es auf eine längere Autofahrt zum Kolugljúfur. Ein kleinerer Wasserfall und ein echtes Juwel 💎, denn inklusive unserer 11er-Gruppe waren tatsächlich nur etwa 25 Leute da. Die Schlucht ist rund einen Kilometer lang und bis zu sechzig Meter tief 🏞️. Ihren Namen verdankt sie der Trollfrau Kola, die hier laut Sage gehaust und Lachse aus dem Fluss gefischt haben soll 🧌. Einfach magisch.

    Zum Abendessen kehrten wir unterwegs im Restaurant Sjávarborg in Hvammstangi ein. Das Essen war mega lecker 🍽️. Der kleine Ort am Miðfjörður ist vor allem für seine Robben bekannt 🦭 und beherbergt das isländische Seehundzentrum. Auf das Dessert verzichteten wir, da wir noch 1.15 h Fahrt nach Bifröst vor uns hatten. Dort ist unser Hotel für die nächste Nacht 🛏️. Der Ort trägt übrigens den Namen der Regenbogenbrücke aus der nordischen Mythologie 🌈, die Menschen- und Götterwelt verbindet.

    Den Abend liessen wir in der Hotelbar bei einem Bier ausklingen 🍺.
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  • Krater, Salzflocken und Robben

    August 30 in Iceland ☁️ 9 °C

    Der Tag startete wieder mit einem tollen Frühstücksbuffet 🥐 im Hotel. Gleich neben dem Hotel haben wir eine Mooslandschaft entdeckt, welche wir kurz vor der Abfahrt erkundeten. Das dicke Moospolster 🌱 wächst auf altem Lavagestein und braucht Jahrzehnte, bis es eine solche Decke bildet. Genau darum bleibt man hier besser auf den Wegen.

    Die Fahrt ging danach zum Vulkan Grábrók. Der Schlackenkrater entstand vor rund 3400 Jahren und ragt etwa 170 Meter über das Umland. Dort machten wir wiederum eine Kraterrunde 🌋 auf Holzstufen, denn das Gebiet steht seit 1962 unter Naturschutz. Der Krater war aber viel kleiner als der letzte Vulkan. Von oben sieht man die beiden Nachbarkrater und das Lavafeld Grábrókarhraun, dessen Lava damals einen Fluss aufstaute und so den See Hreðavatn entstehen liess.

    Es ging weiter zu einem Salzwerk in Reykhólar am Breiðafjörður. Dort hat uns ein Mitarbeiter spontan erklärt, wie sie das Salz aus dem Wasser ernten und herstellen. Meerwasser wird in offene Pfannen geleitet und mit Wasser aus heissen Quellen 💧 langsam erwärmt. Dabei verdunstet das Wasser, und es bleiben feine Salzflocken zurück, die von Hand abgeschöpft werden. Die Methode wurde genau hier bereits 1753 erprobt und 2012 wieder aufgenommen. Sehr spannend! Nach der kurzen Führung haben wir alle Salz 🧂 gekauft. Der Mitarbeiter hat uns noch Tipps gegeben, wo wir Robben sehen sollten. Beim Notlandeplatz für Flugzeuge neben dem Salzwerk wurden wir tatsächlich fündig 🦭.

    Es ging weiter zur Hörgshlíðarlaug. Eine heisse Quelle mitten im Nirgendwo. Eine malerische Landschaft mit einem kleinen Becken, direkt am Ufer des Mjóifjörður. Das gemauerte Becken ist rund sechs Meter lang und etwa 80 Zentimeter tief, das Wasser liegt bei angenehmen 40 Grad ♨️. Gespeist wird es von mehreren Quellen, zwei heissen und einer kalten. Der Ort liegt auf Privatland, ist aber frei zugänglich. Keine 5 Minuten im Wasser kam ein Schweizer Pärchen dazu 😅. Ich glaub, sie hatten nicht so Freude an uns 11 Leuten.

    Zum Abschluss des Tages ging es weiter zu einem weiteren Aussichtspunkt für Robben auf der Strecke nach Ísafjörður. Auch da wurden wir wieder fündig und fanden Robben 🦭 am Strand. Die flachen Ufer entlang des Ísafjarðardjúp sind bekannt dafür, dass Seehunde dort bei Ebbe auf den Steinen dösen.

    Die noch geplante Wanderung haben wir dann aufgrund des Regens ☔ auf den nächsten Tag verschoben. Am Abend ging es im Restaurant essen. Danach liessen wir den Tag in der Hotelbar 🍻 ausklingen.
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  • Islandpferde, ein Lauf ins Skigebiet, Wasserfälle

    August 31 in Iceland ☁️ 7 °C

    Der Tag startete gemütlich. Ein Teil der Gruppe, vor allem die Mädels, machte sich zu den Islandpferden 🐴 auf. Die kleinen, robusten Pferde sind eine Rasse für sich, denn sie beherrschen neben Schritt, Trab und Galopp auch den weichen Tölt und den schnellen Rennpass. Seit rund tausend Jahren darf kein Pferd nach Island eingeführt werden, und wer einmal ausgeführt wurde, kommt nie mehr zurück. Die restlichen Teilnehmer machten sich auf zu einem Spaziergang oder zu einem Lauf auf dem Trail.

    Ich wollte ein bisschen rennen und bin den Trail gelaufen. Leider waren die Wege zum Wasserfall Bunárfoss so zugewachsen 🌿, dass ein Weiterkommen nicht möglich war. Schade, denn der Bunárfoss liegt nur etwa vier Kilometer westlich vom Zentrum im Tungudalur, gleich beim Golfplatz und beim Campingplatz. Sein Fluss, die Buná, stürzt vom höher gelegenen Seljalandsdalur in mehreren Stufen ins Tal hinunter.

    Dafür bin ich schlussendlich bei der Talstation des Skigebiets Dalirnir tveir ⛷️ gelandet, dem Skíðasvæði Ísafjarðarbæjar. Der Name heisst schlicht «die zwei Täler», denn das Gebiet verteilt sich auf zwei Seitentäler des Skutulsfjörður. Im Tungudalur liegen die Abfahrtshänge mit den Liften, auf dem Seljalandsdalur die Langlaufloipen. Früher wurde auch alpin auf dem Seljalandsdalur gefahren, doch Lawinen zerstörten die Anlagen 1994 und 1999, weshalb der Skibetrieb ins Tungudal verlegt wurde. Elf Kilometer später habe ich die anderen, die spazieren oder schnell laufen gingen, wieder im Hotel getroffen.

    Danach ging es ins Städtchen. Wir sind in ein Café gesessen und haben in Ruhe Kaffee getrunken ☕, während draussen die Berge direkt hinter den Häusern aufragen. Ísafjörður ist mit rund 2600 Einwohnern der Hauptort der Westfjorde, und im ältesten Quartier stehen einige der ältesten Holzhäuser Islands aus dem 18. Jahrhundert.

    Am Nachmittag trafen wir uns wieder als komplette Gruppe. Es ging zu ein paar Wasserfällen in einem Fjord südöstlich von Ísafjörður. Die Wasserfälle hatten tatsächlich keine Namen, weshalb sie schlicht die namenlosen Wasserfälle 💧 genannt werden. Das ist in den Westfjorden gar nicht so selten, denn hier stürzen so viele Kaskaden von den Hängen, dass längst nicht jede einen Namen bekommen hat. Nach der siebenkilometrigen Wanderung hatten wir nochmals Zeit zum Entspannen, denn den Tisch fürs Abendessen hatten wir erst auf 20.30 Uhr reserviert 🍽️.

    Den Abend liessen wir wiederum in der Hotelbar 🍺 ausklingen.
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  • Vom donnernden Wasserfall zum roten Sand

    September 1 in Iceland ☁️ 9 °C

    Der Tag startete mit einem Frühstück im Hotel. Der Frühstücksraum war komplett überfüllt mit Touristen aus anderen Reisegruppen 😅. Wir ergatterten trotzdem einen Tisch und liessen uns Zeit.

    Gestärkt fuhren wir los, weiter durch die Westfjorde. Erster Stopp war beim Dynjandi. Ein gigantisch schöner Wasserfall 💧. Er ist der grösste der Westfjorde und stürzt rund hundert Meter über sieben Stufen in die Tiefe. Oben ist er etwa dreissig Meter breit, unten fächert er sich auf sechzig Meter auf. Der Name bedeutet so viel wie «der Dröhnende», und das hört man schon von Weitem 🔊. Seit 1981 steht er zusammen mit seiner Umgebung unter Naturschutz. Für mich ist der Dynjandi sicher eines meiner Highlights dieser Reise.

    Auf der Weiterreise ging es nach Rauðasandur. Ein Sandstrand mitten im Nirgendwo 🏖️. Die Anfahrt führt über eine steile Schotterstrasse in engen Serpentinen hinunter. Der Strand zieht sich über rund zehn Kilometer hin. Seine rötliche Farbe stammt von zermahlenen Muschelschalen, die je nach Licht und Gezeiten von Gelb über Rot bis fast Schwarz wechseln. Es gab dort ein geschlossenes Café, eine ebenfalls geschlossene Kirche und Schafe 🐑. Die kleine Holzkirche von Saurbær ist schon die sechste an diesem Ort. Mystisch im Regen ging es zum Strand 🌧️. Dort machten wir ein paar Fotos und genossen den Ausblick. Bei gutem Wetter sieht man von hier bis zur Halbinsel Snæfellsnes.

    Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit fuhren wir direkt zum Haus, wo wir übernachteten. Sonst wäre noch der westlichste Punkt Islands geplant gewesen. Er liegt bei Bjargtangar am Vogelfelsen Látrabjarg, der sich vierzehn Kilometer weit erstreckt und bis über vierhundert Meter aufragt 🐦. Bei reiner Fahrzeit von drei Stunden hin und zurück haben wir darauf verzichtet.

    Den Abend liessen wir in der heissen Quelle neben dem Haus ausklingen ♨️. Bei Wein im warmen Wasser schauten wir auf die letzten zwei Wochen zurück 🍷. Die Reise hat sehr viele Highlights und tolle Eindrücke hinterlassen.
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  • Suppe im Brot, ein Puffin für Anna und Abschied

    September 2 in Iceland ☁️ 11 °C

    Auch heute kochten wir uns in der Unterkunft ein Frühstück 🍳. Porridge und Müsli standen auf dem Plan. Es war sozusagen ein Aufbrauchen der restlichen Zutaten. Was noch da war, kam in den Topf oder in die Schüssel. Reste schmecken bekanntlich am besten, wenn man sie nicht mehr einpacken muss 😄.

    Danach ging es los auf die Strasse 🚗. Mehr als 300 Kilometer lagen vor uns, von Bjarkarholt bis nach Reykjavík. Der Weg führte uns um unzählige Buchten herum. In Island ist das ganz normal, denn die zerfranste Küste zwingt jede Strasse zu grossen Umwegen. Wir kurvten also gemütlich von Bucht zu Bucht und sahen dabei mehr Wasser als Asphalt 🌊.

    Bei Grundarhverfi wurde es dann spannend. Dort fuhren wir durch die Hvalfjarðargöng, den Tunnel unter dem Hvalfjörður. Er ist 5770 Meter lang, also knapp sechs Kilometer. Rund 3750 Meter davon verlaufen direkt unter dem Meer 🐟. An der tiefsten Stelle liegt man 165 Meter unter dem Meeresspiegel. Eröffnet wurde der Tunnel im Juli 1998. Er spart etwa 45 bis 50 Kilometer Fahrt um den Fjord herum. Statt einer knappen Stunde dauert die Durchquerung nur noch rund sieben Minuten ⏱. Früher war der Tunnel mautpflichtig, seit Ende September 2018 ist er gratis. Am südlichen Ende kommt man bei Kjalarnes wieder ans Tageslicht, und dort liegt auch Grundarhverfi, das zur Gemeinde Reykjavík gehört. Von da an war es nicht mehr weit bis in die Hauptstadt 🏙.

    Die Hauptstadt erkundeten wir relativ zackig, denn die Zeit verging wie im Flug ⏳. Zuerst stärkten wir uns aber mit einer Suppe 🥣. Sie kam in einem ausgehöhlten Brotlaib serviert und war sehr lecker. Das ist in Reykjavík ein beliebter Klassiker, denn am Schluss isst man die Schüssel gleich mit. Danach ging es noch ein bisschen shoppen 🛍. Die Kirche von Reykjavík schauten wir uns dann noch rasch von aussen an. Die Hallgrímskirkja steht auf dem Hügel Skólavörðuholt und ist mit 74,5 Metern die grösste Kirche Islands ⛪. Ihre Fassade erinnert bewusst an Basaltsäulen, wie wir sie unterwegs schon mehrfach gesehen haben. Der Entwurf stammt vom Staatsarchitekten Guðjón Samúelsson und wurde 1937 in Auftrag gegeben. Gebaut wurde von 1945 bis 1986, also über vierzig Jahre lang. Benannt ist sie nach dem Dichter und Pfarrer Hallgrímur Pétursson.

    Am Abend kochten wir nochmals im Hostel und brauchten die restlichen Esswaren auf 🍲. Danach gab es nochmals eine gemütliche Runde. Dabei überreichten wir Anna, unserer Guidin, ein Geschenk. Es war eine Puffin-Tasche 🐧! Ganz passend zu unserem Ferienmotto der Puffins. Passender geht es kaum, denn Island ist die Hochburg dieser Vögel. Ein grosser Teil des weltweiten Bestands an Papageitauchern brütet hier. Im Herbst ziehen sie dann wieder aufs offene Meer hinaus.

    Der erste Abschied kam dann viel zu schnell 😢. Wir fuhren Mattes zusammen an den Flughafen, wo er sich bereits auf den Heimweg machte. Zurück im Hostel liessen wir den fortgeschrittenen Abend bei Rotwein ausklingen 🍷.
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    Trip end
    September 3, 2026