Berlin
April 3 in Germany ⋅ ☁️ 9 °C
Die Nacht war nicht so geil. Abgesehen davon, dass ich schwer einschlafen konnte, weil die Gedanken immer wieder gekreist sind, bin ich dreimal aufgewacht in der Angst ich habe den Wecker nicht gehört.
Bereits beim gestrigen Versuch den Abschied von Sebastian kurz und nicht zu emotional zu halten, bevor ich in den Zug nach Berlin gestiegen bin, habe ich kläglich versagt. Seitdem kreist diese eine Frage in meinem Kopf. Warum zur Hölle bin ich auf die Idee gekommen diesmal eine so lange Zeit von zuhause wegzubleiben. Selbst für mich die gerne alleine unterwegs ist, sind 4 Monate eine ganz andere Hausmarke, die ersten beiden Monate davon komplett alleine. Was hab ich mir dabei gedacht?
Und so stehe ich nun an einem Karfreitag beim Boarding am Berliner Flughafen und ergebe mich meiner eigenen Idee. Jetzt wird halt durchgezogen. Ein sehr langer Tag steht mir bevor. Mein Koffer hat bereits bei der Aufgabe das längste Gepäcklabel seiner Reisekarriere erhalten und ich steige in den ersten Flieger nach London, der natürlich direkt Verspätung hat. Meine Umsteigezeit von 2 Stunden wird noch stärker strapaziert als der Flieger nach Landung in Heathrow locker noch ne halbe Stunde auf dem Rollfeld rumsteht, sodass ich kurz vor Start des Boardings meines Anschlussfluges nach Toronto immer noch im ersten Flieger sitze.
Eigentlich Zeit nervös zu werden, Aber dank Digitalisierung steht die Leitung zum besten Mann der Welt nach Hause, der mich mit Ruhe und routinierten Anweisungen direkt zum richtigen Gate schickt und mich allein durch die Kommunikation gut runterholt. Am Ende sitz ich im zweiten Flieger und fliege die nächsten 8 Stunden auf die andere Seite der Weltkugel.
In Toronto habe ich das netteste und charmanteste Einreiseerlebnis mit einem kanadischen Grenzbeamten und fühle mich direkt als Kanadier, zumindest für die nächsten beiden Monate.
Der letzte Flug in Richtung Ottawa dauert nur 40 Minuten und als mein geliebter Koffer der schon so viel mit mir durchgemacht hat, recht schnell wieder mit mir vereint ist, kann ich nach gut 22 Stunden auf den Beinen ins Bett fallen und mit dem Gedanken einschlafen, dass er erste Schritt doch am Ende nicht so erschreckend war, wie es sich noch gut einen Tag vorher angefühlt hat. Hello Canada! Hier bin ich!Read more









TravelerDas schaffst schon wieder, es wird abenteuerlich. Viel schöne Erlebnisse.
TravelerDann wünschen wir dir eine erlebnisreiche Zeit und viel Glück und Gesundheit auf deinem Trip.
Traveler...und ich bin sehr stolz auf dich, wie du das so alleine durchzieht.