• Der Palast von Jabrin

    February 4 in Oman ⋅ ⛅ 18 °C

    Bil’arub bin Sultan aus der Yaruba-Dynastie hatte das Fort Jabrin 1670 errichten lassen. Als er 1679 Imam und damit höchste weltliche und geistliche Autorität des Oman wurde, machte er die Palastfestung zum Regierungssitz. Der Imam interessierte sich sehr für Wissenschaft und Kunst, gründete in seinem Fort sogar eine Madrasa und Bibliothek, und pflegte den Austausch mit internationalen Gästen. Das störte die Sheikhs seines Landes, an deren Spitze sich sein Bruder Saif bin Sultan setzte. Bil‘arub ließ seine Residenz stärker befestigen, doch sein Bruder Saif belagerte Jabrin über Monate. Als er Bil‘arub besiegt hatte, wurde Saif neuer Imam und verlagerte seine Hauptstadt nach Rustaq. Nach Erweiterungen in 18. Jahrhundert verfiel die aus Lehm errichtete Palastfestung. Erst ab 1983 wurde das Fort restauriert.
    Das Spektakuläre an Jabrin ist vor allem, das es einen guten Eindruck der südarabischen Wohnkultur der Zeit gibt: kunstvoll bemalte Decken, arabische Inschriften und ein ausgeklügeltes System der Klimatisierung machten Jabrin offensichtlich zu einem sehr angenehmen Ort für den Herrscher.
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