• Frank Schumann
  • Frank Schumann

Nova Zembla

17. Juni 1596 entdeckt Willem Barents Spitzbergen, in dieser Reise bin ich ein wenig auf den Spuren der Steinkohle. Read more
  • Trip start
    June 17, 2026

    Spitzbergen

    June 17 in Germany ⋅ ☁️ 21 °C

    Spitzbergen lag vor ca. 340 Millionen Jahren am Äquator. Es sah vielleicht so aus wie auf dem Bildern.
    Noch heute findet man Zeugnisse von seiner äquatorialen Lage. Neben den Fossilien, Steinkohle sind rote Verwitterungsböden zu entdecken. Diese Laterite werden ausschließlich in tropischen Regionen gebildet, es sind klimatische Fingerabdrücke oder die Korallenriffe hoch in den Bergen.

    So nun auf ein zweites nach Spitzbergen, zufällig an dem Tag als Willem Barents das Archipel um 1596 entdeckt hatte.
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  • Willkommen in der Arktis

    June 17 in Svalbard and Jan Mayen ⋅ ☁️ 3 °C

    Was für eine Reise! Ok, die Route über Stockholm und Oslo war kostengünstiger und ein wenig umständlich, aber machbar.
    Die Landung in Longyearbyen war ungewöhnlich abenteuerlich, aber so sollte es irgendwie auch sein. Beim Landeanflug war es turbulent, Wolkendecke bis 250m, Winde, sehr schlechte Sicht wegen Schneeregen und schließlich musste die erste Landung abgebrochen werden. Wir waren westlich in 800 m Höhe dann in warte Position, 1 h grau in grau. Der zweite Versuch hatte funktioniert, auch turbulent, aber sicher gelandet. Willkommen in der sommerlichen Arktis 😎Read more

  • Minen - Kohleseilbahn

    June 18 in Svalbard and Jan Mayen ⋅ ❄️ -1 °C

    Gerne kommt die Frage auf, was verschlägt dich nach Svalbard?
    Vor 100 Jahren wäre die Antwort ziemlich klar gewesen, Kohle.
    Der verdienst war sehr lukrativ, für alles wurde gesorgt, alles in Longyearbyen gehörte der Firma SNSK. 1610 gab es den ersten dokumentierten Fund von einem englischen Walfänger, Jonas Pool. 1869 und 1871 James Lamont reiste der Engländer nach Spitzbergen und sammelte Kohle im heutigen Bereich der Grube 3. 1901 gab es die erste kleinere Mine beim Blomsterdalen. Es wurde zwischen 1916 und 2011 ca. 24 Millionen Steinkohle gefördert.
    Sehr interessant für mich, die Förderung wurde in einer Höhe zwischen 160 m (Mine 3 & 4) und 390 m (Mine 7) durchgeführt. Das Kohle-Flöz hatte eine Mächtigkeit zwischen 0,7 m (Mine 1, 2, 4, 5) und 1,6 m (Mine 7).
    Im Juni 2025 wurde die letzte Grube (Mine 7) geschlossen, die Grube 3 kann man besichtigen und ist sehr lohnenswert.
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  • Mine 1a, 1b und 4

    June 18 in Svalbard and Jan Mayen ⋅ ❄️ -1 °C

    Die Mine 1A, auch bekannt als amerikanische Mine, war zwischen 1906 und 1920 aktiv, das Kohleflöz war ca. 1,0 m mächtig, der Grubeneingang befand sich in 230 m Höhe. Die Überreste sind noch deutlich zu erkennen.
    Mine 1B war zwischen 1939 und 1958 mit einigen Unterbrechungen aktiv, das Kohleflöz war zwischen 0,7 und 0,9m dick. Es sind noch kleinere Überreste zu erkennen.
    Die Höllenmine 4 wurde zwischen 1954 und 1960 für den Bergbau vorbereitet und wurde erst zwischen 1966 und 1970 in den aktiven Dienst geführt. Das Kohleflöz war zwischen 0,7 und 0,8 m mächtig, jedoch war auf Grund des Gletschers und des stetigen Wassereinbruchs die Arbeit sehr mühselig.
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  • Mine 2a und 2b

    June 18 in Svalbard and Jan Mayen ⋅ ❄️ -1 °C

    Die Kohlemine 2A wurde 1913 in 274 m Höhe errichtet und war von 1918 bis 1968 aktiv. Das Kohleflöz war zwischen 0,7 und 1,0 m mächtig, die Kohle wurde über die Kohleseilbahn zum Hafen transportiert. Die Überreste sind noch zum Teil gut zu erkennen, von den Bauten jedoch recht wenig.
    Grube 2B wurde 1937 in 230 m Höhe in Betrieb genommen und war ohne Unterbrechnung bis 1968 aktiv. Das Kohleflöz war auch zwischen 0,7 und 1,0 m mächtig. Von der eigentlichen Mine sind noch viele Details zu erkennen. Das Betreten ist nicht gestattet, es gehört zum kulturellen Erbe der Gemeinde!
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  • Mine 5, 6 und 7

    June 18 in Svalbard and Jan Mayen ⋅ ❄️ -1 °C

    Die Grube 5 besaß ein 0,7 bis 0,8m dickes Kohleflöz und war von 1959 bis 1972 in 260 m Höhe aktiv. Die Überreste sind noch zusehen, müssen jedoch zurück gebaut werden.
    Grube 6 wurde wurde Probehalber zwischen 1964-1965 in Betrieb genommen, jedoch Final erst zwischen 1969 bis 1981. Das Kohleflöz befand sich in 323 m Höhe und war zwischen 0,7 und 1,0 m mächtig.
    Die Grube 7 war von 1972 bis Juni 2025 aktiv. Die Steinkohle wurde in 390 m abgebaut und das Kohleflöz war zwischen 1,4 und 1,6m mächtig, Nach der Beendigung des Abbaus, muss nun über Bauten entschieden werden.
    Grube 8 war in Planung im Bereich des Operafjellet.
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  • Adventfjorden

    June 18 in Svalbard and Jan Mayen ⋅ ☁️ 1 °C

    Perfekte Wetterlage für eine Kajaktour nach Hiorthhamn.
    Dank der Mitternachtssonne gab es also zeitlich keine Limits mit dem Sonnenlicht. Wir wurden eingekleidet und bekamen unsere Ausrüstung samt Schwimmweste und so ging es mit 2 Kajaks in Richtung anderes Ufer. Die Wellen waren hoch, meine erste Erfahrung auf "offener See" oder im Fjord mit Wellengang. die Kajaks lagen gut im Wasser und so ließen sich die Querwellen gut überstehen, dank der Spritzabdeckung war es ein trocknes anlanden. Auf jedenfall hat die Tour mit Svalbard Wildlife Expedtions viel Spaß gemacht und der Guide war tiptop in Ordnung, man hat viel erfahren von Flora und Fauna und dem Leben in Longyearbyen.Read more

  • Longyearbyen

    June 19 in Svalbard and Jan Mayen ⋅ ❄️ 1 °C

    1901 am Bord der SS Augusta Victoria besuchte John Munro Longyear mit seiner Frau und ihren 5 Kindern Svalbard. Zu jener Zeit waren Kohlefunde bekannt, jedoch noch nicht im großen Still abgebaut oder gehandelt. Zusammenfassend kann man aber behaupten dass ab 1901 die Aktivitäten anfingen.
    Bereits um 1896 gab es ein Hotel bei Hotellneset, dies wurde von Reisenden und Bergleuten genutzt. Eine Gruppe aus Trondelag baute Steinkohle im Blomsterdalen (Global Seedbank/Grube 3) ab jedoch nur in den Sommermonaten. 1903 kam Longyear mit Christian Anker, einem Geschäftsmann aus Norwegen, nach Spitzbergen, die erste Kohleproben wurde genommen und in Amerika untersucht.
    Die Kohlefunde waren vielversprechend und wiesen eine sehr gute Qualität aus. 1905, nach der Firmengründung "Ayer & Longyear" wurde mit der Trondelag-Gruppe verhandelt und weiter östlich eine neue Kohlemine errichtet. Sehr abenteuerlich fingen die Unternehmungen an, zwischen 1906 und 1907 überwinterten die ersten Bergleute in Spitzbergen. 1906 erhielt die Stadt ihren heutigen Namen: Longyearbyen. Benannt nach William D. Munroe dem Neffen von J.M. Munroe, der 1905 die erste Kohleexpedition führte.
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