Anja Reservat
April 17 in Madagascar ⋅ ☀️ 22 °C
Tag 10 - Freitag 17.04.2026
Ranomafana-Nationalpark –> Fianarantsoa –> Anja-Reservat –> Ambalavao
In Fianarantsoa, der Hauptstadt des Südens und religiöses Zentrum Madagaskars halten wir kurz an um uns wenigstens EINE Kirche anzusehen von angeblich 1000.
Wir verbringen die nächsten 3 Stunden im Bus auf der Piste oder wie man hier liebevoll sagt Route national. Wir stoppen nur für biologische Auszeiten und Motive. Eines der Motive sind Goldwäscher. So richtig viel Zeit dürfen wir nicht vertrödeln, da wir noch ins Anja-Reservat wollen. Wir benötigen nur noch 20 Minuten zum Einchecken, Umziehen und Einsprühen.
Auf den Nachmittag freu ich mich schon seit der Landung. Die im Reiseführer beschriebene Wanderung von einer Stunde (leicht) verlängern wir mit unseren 3 örtlichen Guides um locker eine Stunde. Das "leicht" wird von Hery - da er uns und unsere Leistungsfähigkeit inzwischen einschätzen kann - etwas modifiziert. Zunächst stehen wir an einem See und begegnen auf dem Weg direkt ca. 4 Chamäeons. Dann geht es über gefällige Spazierwege in den Wald. Dort stoßen wir sofort auf eine Katta Familie und folgen ihr durchs Unterholz. Die drolligen Lemuren interessieren sich so gar nicht für uns. Mal sind sie über uns in den Bäumen, mal vor uns auf dem Weg und mal auf Augenhöhe direkt neben uns ca. 20 cm entfernt auf einem Ast. Toll.
Wir stoßen auf Granitfelsen und das Gekraxel geht los. Zum Sonnenuntergang wollen auf der Kuppe eins wir ca. 45° schrägen Granitfelsens stehen. Keine Seilversicherung - nur Vertrauen in die Schuhsohle und vielleicht eine helfende Guidehand. Geschafft! Alle zusammen! Petra verseht die Welt nicht mehr.
Von der Landschaft bin ich doch geflasht.
Der Abstieg? Was hoch geht muss auch wieder runter. Es ist ein anderer Weg und diesmal benutzen ein Kletterseil.
Seit dem Frühstück habe ich nichts mehr gegessen. Einfach vergessen. Es passiert hier so viel auf der Straße während der Busfahrt, dass weder ein Nickerchen (eh schwierig bei den Schlaglöchern) noch eine Ablenkung durch Kauen eine Option für mich ist. Egal - ich bin gut durch den Winter gekommen, genau für diese Situationen.
Jetzt steht noch eine kurze Weinprobe an. Mit meinem leeren Magen könnte sich das sehr interessant entwickeln.
Macht euch keine Sorgen - Weinproben madagasy sind anders. Wir halten an einem offenen Kiosk mit angerenzendem Restaurant. Ein winziges Becherchen mit wird uns über den Tresen, mit einem winzigen Schlückchen gereicht. Verschieden helle Farben mit sehr unterschiedlichen Aromen. Alles erinnert eher an Desseertwein. Gar nicht so mein Geschmack und ich hatte mich schon mit einem eisgekühlten Grauburgunder und breitem, zufriedenem Grinsen visioniert. Schade!
Fahrstrecke: 150 km
Übernachtung: Aux Bougainvillées** in AmbalavaoRead more


























Alles prima, was Du fotografierst und schreibst. [Liebe Grüße von Rena]
Frau-Rau-reistDanke! Liebe Grüße zurück - diesmal wiede mit Internetz