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Auf nach Madagaskar

A 23-day adventure by Frau-Rau-reist Read more
  • Trip start
    April 8, 2026

    Bremen

    April 8 in Germany ⋅ ☀️ 3 °C

    Tag 1 - Dienstag 08.04.2026

    Eigentlich hätte es nach Kuba gehen sollen - doch Dank der MAGA-Bewegung ist Kuba als Option rausgefallen. Ohne Kerosin kommen wir zwar hin aber nur schlecht zurück...

    Madagaskar ist eine lohnende Reisealternative. Eine neue Kamera habe ich im Gepäck mit einem zusätzlich geliehenem Teleobjektiv für Lemuren oben im Baum.

    Bremen - Frankfurt mit der Bahn (ohne Kommentar).
    Frankfurt - Äthiopien - Madagaskar mit dem Flieger. Dank des Umsteigehaltes in Addis Abbeba möchte Madagaskar, dass ich mich gegen Gelbfieber impfen lasse. Gut - das geht in Bremen nur beim Gesundheitsamt. Merkwürdigerweise völlig unkompliziert. Ich bin an eine Impfstoff-Powerseller-Ärztin geraten und habe mich noch zusätzlich schützen lassen gegen Tollwut, japanische Enzephalitis, Polio, Masern, Mumps und Röteln... 5 auf einen Streich.

    Safty first - it mein Ding!
    Gute Reise! Aua Arme

    P.S.Keine Oster-Party mehr vor dem Abflug ist offensichtlich auch keinen Lösung - ich fliege mit Schnupfen.
    Lalalal.... wir flogen nach Madagaskar und hatten den Schnupfen an Board!!!
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  • Antananarivo

    April 9 in Madagascar ⋅ ☀️ 24 °C

    Tag 2 - Donnerstag 09.04.2026

    „Tonga Soa“… Willkommen auf Madagaskar! Wir landen in der Hauptstadt Antananarivo. Hery unser Tourguide holt uns mit Richard - unserem Fahrer für die nächsten Wochen - ab. Hery spricht Deutsch, Richard spricht Französich.

    Schnell noch €300 umgetauscht und 1.421.000,00 Ariary erhalten - einen ordentlichen Batzen in großen Scheinen.

    Auf dem Weg zum Chalet des Roses sehen wir viele Menschen mit allerlei Dingen auf dem Kopf und bettelnde Kinder. Laut Hery mögen wir uns bitte Geld- oder Sachspenden verkneifen, damit eine schulische Zukunft noch möglich ist und nicht das hübsche Kind die Haupteinnahmequelle der Familie wird. OK.

    Der nächste Ratschlag wird uns sehr ans Herz gelegt: nach 18 Uhr bzw. wenn es dunkel ist sollten wir uns nicht mehr draußen aufhalten. OK.

    19 Uhr Abendessen im Hotel und Feierabend. Stadtrundfahrt kommt morgen.

    Fahrstrecke: 20 km
    Übernachtung: Chalet des Roses**(*) in Antananarivo
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  • Antsirabe

    April 10 in Madagascar ⋅ ☀️ 23 °C

    Tag 3 - Freitag 10.04.2026

    Antananarivo –> Antsirabe
    Wir rütteln uns zur Route Nationale 7 durch und sind nach 170 km und 7 Stunden (netto) Fahrt in Antsirabe. Auf dem Weg fahren wir durch wunderschöne Landschaften. Es gedeiht hier irgendwie alles und auf jeder möglichen Fläche wird etwas angebaut. Reis, Birnen, Kohl, Kaki, Erbeeren, Kartoffel .... alles dabei. Auf etwa halbem Weg besuchen wir bei einem Stopp eine Aluminium-Werkstatt. Das Mischmaterial stammt von europäischen Autofriedhöfen und wird in reiner Handarbeit größtenteils zu Kochtöpfen weiterverarbeitet wird. Lackierungen werden großzügig beim Einschmelzen weggebrannt und das Roh-Alu tropft unten aus dem "Ofen" raus. Knochenarbeit in Safty-Flip-Flops. Am späten Nachmittag erreichen wir Antsirabe. Ein kurzes Umpacken - da wir morgen den Homestay haben und nur mit einem Übernachtungsgepäck auskommen dürfen und Abendessen.

    Fahrstrecke: 190 km
    Übernachtung: Hotel des Thermes** in Antsirabe
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  • Fiadanana

    April 11 in Madagascar ⋅ ☀️ 23 °C

    Tag 4 - Samstag 11.04.2026

    Antsirabe –> Betafo –> Fiadanana

    Wir machen auf dem Weg nach Betafo einen Stop bei einem handwerklichen Betrieb. Hier werden aus Zebu-Horn Löffel und ähnliches hergestellt. Für einen Kaffeelöffel benötigt das Fachpersonal ca. 10 Minuten. Im Hintergrund der Vorführung läuft ein Boule Training. Ist auch irgendwie spannend. Ich frage artig in meinem schrecklichsten Französisch, ob es sich um eine Équipe handelt? Qui! Aha. Aus der Ligue 1? Qui! Aha. Match? Qui! Aha. Und wann? Qui! Aha.

    Die 60 minütige Weiterfahrt bringt uns zu unserem Wanderstartpunkt: Betafo. Unser Übernachtungsgepäck wird per Zebu Karren transportiert. Wir wandern. Das Dorf Fiadanana ist das Ziel. Unsere Unterkunft liegt im sehr schönen Irgendwo und genau da lag auch das Problem. Keine Schule, kein Strom, kein fließend Wasser. Avantsua ein sehr kluger Kopf der ansässigen Großfamilie hat erkannt, dass durch Bildung die Armutsspirale wenigsten aufgehalten werden kann. Die Großfamilie hat Land zur Verfügung gestellt und die "Avana Tsara Association" gegründet. Avantsua hat mit Helfern aus der Familie das Projekt ins Leben gerufen und die Herberge für Touristen gebaut.

    Die Einnahmen fließen direkt in die jetzt existierende Schule und die Bezahlung der Lehrkräfte. Schule ist hier nicht umsonst und auch nicht kostenlos. Alle Bauern müssen einen symbolischen Betrag für die Schulbildung der Kinder entrichten - damit der Wert der Bildung geschätzt wird. UND ES KLAPPT.

    Das Abendessen ist aus dem eigenen Anbau... nach dem Essen singt die Familie für uns und wir singen mit.

    Fahrstrecke: 20 km
    Schritte: 17.500
    Übernachtung: Homestay in Fiadanana
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  • Ambositra

    April 12 in Madagascar ⋅ ☁️ 21 °C

    Tag 5 - Sonntag 12.04.2026

    Fiadanana –> Betafo –> Ambositra

    Die ganze Familie ist nach dem Frühstück angetreten um uns zu verabschieden. Auf dem Rückweg begleiten wir den Gepäck-Zebu-Karren. Die beiden Zug-Zebus müssen ganz schön ackern.

    Nach 4 Stunden im Bus auf einer Schlaglochpiste erreichen wir pünktlich zum Mittagskonzert unser Hotel in Ambositra. Ein Nachmittag machen wir noch einen Rundgang durch den Ort. Wir sind hier definitiv wieder die Attraktion.

    Fahrstrecke: 110 km
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  • Sahambavy

    April 13 in Madagascar ⋅ ⛅ 22 °C

    Tag 6 - Montag 13.04.2026

    Ambositra –> Sahambavy

    Die Abfahrtszeit 8 Uhr hat sich langsam eingebürgert.

    Der Besuch eines holzverarbeitenden Betriebes steht auf dem Plan. Von Schnitz- bis Intarsienarbeiten wird hier alles gemacht - das Meiste wieder mit der Hand und den schon bekannten Safty-Flip-Flops.

    Am frühen Nachmittag checken wir schon im nächsten Hotel ein - am See gelegen. Es soll hier im sehr aufwendig angelegten Garten Chamäleons geben.

    Ich frage einen heckeschneidenden Gärter - das Chamäleon-Fachpersonal quasi - ob er schon eines von den Tieren heute rasiert hat. Er spricht leider nur madagasy. Ich überlege kurz, ob ich ein Chamäleon im Pantomime-Repertoire habe. Deutlich nein.
    An der Rezeption wird uns ein Chamäleon vor die Füße gesetzt. Nicht ganz das, was wir uns vorgestellt haben - ABER ich beschwere mich nicht. Das Tier ist emotional sehr aufgewühlt und zeigt dementsprechend eine starke Musterung.

    Wir lassen das Tier natürlich zeitnah wieder im Beet frei und der kleine Racker ändert die Farbe auf ein Gau/Grün ohne Muster. Ganz Niedlich...

    Abendessen - Bett. Morgen früh klingelt der Wecker um 4:20 Uhr. 5 Uhr ist Abfahrt, damit wir den Zug um 7 Uhr erwischen.

    Fahrstrecke: 150 km
    Übernachtung: Hotel du Lac*** in Sahambavy
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  • Ranomafana Nationalpark

    April 14 in Madagascar ⋅ ☀️ 28 °C

    Tag 7 - Dienstag 14.04.2026

    Sahambavy –> Ranomafana

    Heute geht es ohne Frühstück zum Zug. Abfahrt ist um 5 Uhr damit wir den Zug um 7 Uhr bekommen. Die Strecke erklärt die Dauer der Reise. Wir müssen wieder über die Schlaglochpiste zurück zum Einstiegsbahnhof. Unser Ausstieg am Ende der Fahrt ist dafür direkt vor dem Hotel.

    Wir als Vasa-Touristen sitzen alle zusammen in einem extra Abteil. Die anderen Abteile wären tatsächlich nichts für uns - sie sind voll. Also richtig voll. Ein Verbotsschild weist darauf hin, das Katzen, Hunde und jegliches Geflügel nicht mittransportiert werden. Ein paar katholische Nonnen sind erlaubt und sind mit im Zug. Von ihnen wird direkt bei Abfahrt kleines "Gute Reise" Lied angestimmt. Wer kann, darf gerne mitsingen.

    Wir halten an zwei Bahnhöfen und das geordnete Chaos bricht los. Verkäuferinnen mit gebratenem Irgendwas auf Tablets gehen am Zug entlang und bieten ihre Ware durch die geöffneten Abteilfenster an. Feilschen ist erlaubt. Da wir direkt an unserem Hotel-Bahnhof aussteigen bleibt uns nur noch ein Frühstück und weiter geht's in Richtung Ranomafabna National Park.

    Fahrstrecke: 40 km
    Übernachtung: Le Grenat** beim Ranomafana-Nationalpark
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  • Ranomafana Nationalpark

    April 15 in Madagascar ⋅ ⛅ 23 °C

    Tag 8 - Mittwoche 15.04.2026

    Ranomafana- Nationalpark

    Schönes Hotel direkt am Fluss. Wir starten um 7 Uhr nach dem Frühstück mit dem Tourbus zum Parkeingang. Eine Wanderung von 4 Stunden ist angesetzt. Wir treffen am "Eingang" unsere Tages-Tourguides. Ein Guide sucht die Lemuren und der andere begleitet uns auf dem "Weg" im Wald. Hery ist natürlich auch dabei.

    Ich schleppe das Teleobjektiv mit. Der Mindestabstand von allen Tieren sollte zu mir dementsprechend ca. 2 Meter betragen, sonst werden sie nicht scharf und ich wütend. Das sollte mit Lemuren im Baum doch klappen? Ich ochse also ungefähr 4 kg durch den mittelmäßig ausgeleuchteten Dschungel. Meine Erwartungen an das Objektiv und die neue Kamera sind extrem hoch. Jürgen hat mir ja quasi schon alles erklärt und ich hab alles verstanden!!!

    Wir sehen: Frösche (zu nach dran - da musste das Handy herhalten), Chamäleon im Baum (schön im Schatten), Rot-Strin Braun Lemuren (schnelle Biester) und Sifakas (noch schnellere Biester in Schwarz).

    Bild über Bild schicke ich auf die Speicherkarte.

    Weiter geht's. Ab zum Chamäleon Baum. In einem Baum am Straßenrand leben 8 Chamäleons und werden von einem pfiffigen Jungunternehmer vermarktet. In der anbrechenden Dämmerung begeben wir uns zur Maus-Maki Fütterung am Straaßenrand. Wir schlendern zu Fuß an einer unbeleuchteten Straße im Park entlang. Zwischendurch müssen wir LKW's ausweichen. Fußweg gibt es nicht nur einen Rettungssprung ins Gebüsch. Maus Makis werden durch an Bäume geschmierte Banane angelockt und tatsächlich ... sie tauchen auf.

    Fahrstrecke: 0km
    Unterkunft: Le Grenat** beim Ranomafana NP
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  • Ranomafana National Park

    April 16 in Madagascar ⋅ ⛅ 23 °C

    Tag 9 - Donnerstag 16.04.2026

    Ranomafana-Nationalpark

    Wir starten wieder um 7 Uhr nach dem Frühstück diesmal zu einem anderen Parkeingang. Wieder ist eine Wanderung von 4 Stunden ist angesetzt - Schwierigkeitsgrad 6 von 8. Wir treffen am "Eingang" wieder unsere Tages-Tourguides und los geht das gleiche Spiel von gestern.

    Wir sehen: Rot-Strin Braun Lemuren, zwei verschiedene Bambus Lemur Arten und ein Chamäleon im Baum,

    Fahrstrecke: 20 km
    Übernachtung: Le Grenat** beim Ranomafana NP
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  • Anja Reservat

    April 17 in Madagascar ⋅ ☀️ 22 °C

    Tag 10 - Freitag 17.04.2026
    Ranomafana-Nationalpark –> Fianarantsoa –> Anja-Reservat –> Ambalavao

    In Fianarantsoa, der Hauptstadt des Südens und religiöses Zentrum Madagaskars halten wir kurz an um uns wenigstens EINE Kirche anzusehen von angeblich 1000.

    Wir verbringen die nächsten 3 Stunden im Bus auf der Piste oder wie man hier liebevoll sagt Route national. Wir stoppen nur für biologische Auszeiten und Motive. Eines der Motive sind Goldwäscher. So richtig viel Zeit dürfen wir nicht vertrödeln, da wir noch ins Anja-Reservat wollen. Wir benötigen nur noch 20 Minuten zum Einchecken, Umziehen und Einsprühen.

    Auf den Nachmittag freu ich mich schon seit der Landung. Die im Reiseführer beschriebene Wanderung von einer Stunde (leicht) verlängern wir mit unseren 3 örtlichen Guides um locker eine Stunde. Das "leicht" wird von Hery - da er uns und unsere Leistungsfähigkeit inzwischen einschätzen kann - etwas modifiziert. Zunächst stehen wir an einem See und begegnen auf dem Weg direkt ca. 4 Chamäeons. Dann geht es über gefällige Spazierwege in den Wald. Dort stoßen wir sofort auf eine Katta Familie und folgen ihr durchs Unterholz. Die drolligen Lemuren interessieren sich so gar nicht für uns. Mal sind sie über uns in den Bäumen, mal vor uns auf dem Weg und mal auf Augenhöhe direkt neben uns ca. 20 cm entfernt auf einem Ast. Toll.

    Wir stoßen auf Granitfelsen und das Gekraxel geht los. Zum Sonnenuntergang wollen auf der Kuppe eins wir ca. 45° schrägen Granitfelsens stehen. Keine Seilversicherung - nur Vertrauen in die Schuhsohle und vielleicht eine helfende Guidehand. Geschafft! Alle zusammen! Petra verseht die Welt nicht mehr.

    Von der Landschaft bin ich doch geflasht.

    Der Abstieg? Was hoch geht muss auch wieder runter. Es ist ein anderer Weg und diesmal benutzen ein Kletterseil.

    Seit dem Frühstück habe ich nichts mehr gegessen. Einfach vergessen. Es passiert hier so viel auf der Straße während der Busfahrt, dass weder ein Nickerchen (eh schwierig bei den Schlaglöchern) noch eine Ablenkung durch Kauen eine Option für mich ist. Egal - ich bin gut durch den Winter gekommen, genau für diese Situationen.

    Jetzt steht noch eine kurze Weinprobe an. Mit meinem leeren Magen könnte sich das sehr interessant entwickeln.
    Macht euch keine Sorgen - Weinproben madagasy sind anders. Wir halten an einem offenen Kiosk mit angerenzendem Restaurant. Ein winziges Becherchen mit wird uns über den Tresen, mit einem winzigen Schlückchen gereicht. Verschieden helle Farben mit sehr unterschiedlichen Aromen. Alles erinnert eher an Desseertwein. Gar nicht so mein Geschmack und ich hatte mich schon mit einem eisgekühlten Grauburgunder und breitem, zufriedenem Grinsen visioniert. Schade!

    Fahrstrecke: 150 km
    Übernachtung: Aux Bougainvillées** in Ambalavao
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  • Andringitra Gebirge

    April 18 in Madagascar ⋅ ⛅ 21 °C

    Tag 11 - Samstag 18.04.2026

    Ambalavao –> Andringitra-Gebirge

    Auf dem Gelände unsers Hotel von gestern liegt die openair Werstatt eines papierherstellenden Betriebes. Das hier ansässige Volk der Antaimoro lernte einst von arabischen Einwanderern nicht nur lesen und schreiben, sondern auch die Herstellung von Papier. Handgeschöpftes Papier aus der Rinde des Maulbeerbaumes. Mit Blüten verziehrt.

    Auf geht's - weiter zum Andringitra-Gebirge. Die nächste Übernachtung ist im Camp Catta. Für das letzte Stück der Fahrt - also ca. 20 km müssen wir gefühlt alle 400 Meter aussteigen, damit der Bus nicht aufsetzt. Es ist wirklich holprig und uns kommt ein Unimog entgegen. Das wird eng. Es ist wie es ist. Wir werden von Fußgängerinnen mit Schwerlast auf dem Kopf überholt - bei 40°C in der Sonne. Ach - so eine Reise setzt mein Leben in Europa wieder einmal in das richtige Licht.

    Schließlich erreichen wir unser Camp im Tsaranoro-Tal, am Fuße des Andringitra-Gebirges. Wir ziehen in zweistöckige Bungalows. Eine wunderschöne Gartenanlage wird durch einen Naturpool abgerundet. Das Quellwasser vom Berg speist den Pool und läuft weiter ins Tal. Es ist schon kurz vor unangenehm sehr schön und es läuft tatsächlich eine Gruppe Katta's durch das Camp.

    Fahrstrecke: 60 km
    Übernachtung: Catta Camp im Tsaranoro-Tal
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  • Andringitra Gebirge

    April 19 in Madagascar ⋅ ☁️ 20 °C

    Tag 12 - Sonntag 19.04.2026

    Andringitra-Gebirge

    Wir starten Heute richtig früh, da es heiß wird. Um 7 Uhr ist Abmarsch direkt vom Camp. Im Entenmarsch mit drei neuen Tagestourguides wandern wir durch eine grandiose Landschaft über Stock und Stein. Ein Lunch-Paket hat jeder dabei. Knips-knips. Es kommt eine komische Meldung auf meinem Kameradisplay - ohne Lesebrille ignoriere ich die Wörter für's Erste gekonnt. Nach 20 Minuten auf dem Weg finde ich einen grünen Frosch auf einem grünen Blatt. Knips-knips. Hä? Beim Ranzoomen.. NIX? Och - bitte nicht schon wieder die falsche Einstellung. Nö! Ich habe eine neue Fehlerquelle aufgetan. Frau Rau hat einfach mal - weil sie es kann - die Speicherkarte im Bungalow gelassen. Da ich zwei gut eingelaufene Beine habe, beschließe ich kurzerhand den Weg wieder zurückzurennen. Ein 21 jähriger Guide begleitet mich, da das Gelände etwas unübersichtlich ist - der Arme!

    Im Bungalow suche ich mir einen Wolf. Ich bin mir ganz sicher, dass ich die Karte auf den kleinen Tisch gelegt hab.
    Nö. Nix! Mist. Ich entscheide mich mal die Tasche meines Rockes, welchen ich gerade trage, genauer zu inspizieren.

    Das darf doch nicht wahr sein - da ist die verwunschen Speicherkarte. Die hat mir jemand da reingeschmuggelt. Ich schwör! Jeder Gang macht ja bekanntlich schlank.

    Auf geht's im Affenthempo wieder zurück zur Gruppe. Ich bin jetzt schon fertig. Die Ausbeute? Frösche, Chamäleons, Wasserfall und Landschaft. Auf dem Weg wird mir ein selbstgemachtes Armband von einer kleinen Lady offeriert. Ja - es ist wie es ist. Für 2.000,00 Ariary hab ich es erworben.

    Fahrstrecke: 0
    Übernachtung: Catta Camp im Tsaranoro-Tal |
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  • Isalo Nationalpark

    April 20 in Madagascar ⋅ ⛅ 22 °C

    Tag 13 - Montag 20.04.2026

    Andringitra-Gebirge –> Isalo-Nationalpark

    Die etwas holprige Strecke zum Camp Catta müssen wir natürlich wieder zurück.

    Die erste Pinkelpause des Tages steht an..... Deckung? Spärlich gesät und aus der Ferne rennen Kinder auf uns zu. Wir sind das Highlight - womöglich der Woche - in dieser etwas einsam anmutenden Gegend. Ich übe mich lieber in französischer Konversation - als in der Hocke beobachtet zu werden.

    Wir fahren und fahren und fahren - wir sind von der Hochebene wieder runter und steuern endlich auf unser Ziel Ranohira zu. Sitzen kann doch ganz schön anstrengen. Ausser Pooltime steht heute zum Glück nichts mehr auf dem Plan.

    Fahrstrecke: 210 km Fahrstrecke
    Übernachtung: H1 Isalo*** in Ranohira
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  • Isalo-Nationalpark

    April 21 in Madagascar ⋅ 🌙 20 °C

    Tag 14 - Dienstag 21.04.2026

    Isalo Nationalpark - ein Wandergebiet. Logisch wird am heutigen und morgigen Tag gewandert.

    Abfahrt ist für 7 Uhr angesetzt. Wir verspäten uns übrigens immer, da auf dem Weg zum Auto entweder schon das erste Chamäleon im Busch sitzt und fotografiert werden will oder jemand seine Badehose vergessen hat.

    Ja - es wird Heute an einem Naturpool eine Abkühlung geben. Wir wandern auf ein Hochplateau aus Sandstein. Etwas anstrengend der Aufstieg aber wir werden mit grandiosen Ausblicken vergütet. Unser Tagesguide macht uns auf Grabstätten des Bara-Volks aufmerksam. Obwohl es ein Nationalpark ist dürfen die alten Begräbnisrituale weiter durchgeführt werden.

    Am Ende des Tages habe ich 14 km auf dem Tacho bei über 30°C und sehr wenig Schatten auf dem Weg. Die Landschaft und das Flimmern der Hitze erinnert mich an Südfrankreich - an Camping-Urlaube mit meiner Mutter - an das Damals - als das Leben noch so herrlich unbeschwert war. Ach herrje - jetzt werde ich auch noch sentimental.

    Es ist wie ist und richtig schön! Den Tag kann ich deutlich auf der Seite der erinnerungswürdigen Tage verbuchen.

    Fahrstrecke: 10 km
    Übernachtung: H1 Isalo*** in Ranohira
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  • Isalo Nationalpark

    April 22 in Madagascar ⋅ ☀️ 31 °C

    Tag 15 - Mittwoch 22.04.2026

    Heute hat die World Insight Klasse wieder Wandertag. Wieder mindestens 4 Stunden und es geht wie immer früh los, damit wir die Mittagshitze mit Glück unter Bäumen oder an einem Wasserfall verbringen können.

    Sifakas laufen uns leider nicht über den Weg aber dafür die obligatorischen Chamäleons und Kattas. Libellen und Schmetterlinge begleiten uns durch den Wald.

    Fahrstrecke: 50 km
    Übernachtung: H1 Isalo*** in Ranohira
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  • Zombitse Nationalpark

    April 23 in Madagascar ⋅ 🌙 23 °C

    Tag 16 - Donnerstag 23.04.2026

    Isalo-Nationalpark –> Ilakaka –> Zombitse-Nationalpark –> Tuléar/Ifaty

    Auf dem Weg in den nächsten Nationalpark legen wir einen Stopp in Ilakaka ein. Hier wird in der Umgebung nach Saphiren auf die althergebrachte Art geschürft. Löcher werden in die Erde gegraben, der Aushub wird säckeweise auf Handkarren abtransportiert und im naheliegenden Fluss wieder per Hand gewaschen. Auf der Straße vor dem Juwelier wird uns direkt der erste Saphir von zwielichtigen und etwas schmierigen Herren unter der Hand angeboten. Och - lieber nicht - es heißt zwar Erlebnisreise...

    Der Zombitse-Nationalpark wird von uns zu Fuß für fast 2 Stunden durchstreift. Ein Tierspotter läuft voraus und wir schlendern mit Larissa hinterher - auch durchs Gebüsch. Wir halten inne für Baobab-Bäume, Chamäleons und Echsen aller Art und Güte. In einer Astgabel wird uns, von einem nachtaktiven Wiselmaki, ein geöffnetes Auge gezeigt. Die im Park lebenden Sifakas haben hier ein weißes Fell und springen uns quasi in den Weg.

    Wir erreichen unser Hotel direkt am Meer in Ifaty erst um 19 Uhr. Das war ein sehr langer Fahrtag - für alle. Morgen werden wir ausserplanmäßig noch eine Nacht in diesem Hotel bleiben, da der Wind zu stark ist um nach Anakao überzusetzen. Och - ist mir recht.

    Fahrstrecke: 250 km (280 km)
    Übernachtung: Le Nautilus*** in Ifaty
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  • Ifaty

    April 24 in Madagascar ⋅ 🌬 30 °C

    Tag 17 - Freitag 24.04.2026
    Tuléar/Ifaty

    Geplant war früh morgens mit dem Speedboat nach Anakao überzusetzen - da es zu windig ist, bleiben wir noch eine Nacht im Hotel Nautilus in Ifaty.

    Ach herrje - was sollen wir nur einen freien Tag am Meer machen? Meer ist Meer und wir sind am Kanal von Mosambik. Die angekündigte Ebbe hat überhaupt nichts mit dem zu tun, was ich von der Nordsee kenne. Ich hab schon das Schlimmste befürchtet - nein, nein, nein - der Wasserstand sinkt um ca 10 cm - schwimmen ist immer möglich. Toll.

    Einen Ausflug zum Reniala Baobab Wald hört sich nach Spaß an und wir brechen direkt um 7:30 Uhr auf - sonst wird es einfach zu heiß. Die Fahrt ist nur kurz und schwups schlendern wir auf sandigen Wegen duch das Reniala Areal - natürlich mit einem Tagesguide. Logischermaßen sehen wir verschiede Baobas, Chamäleons, Echsen ein paar Vögelchen und eine Schlange. Für die niedlichen Echsen und die Schlange werfe ich mich auf den rotsandigen Weg, um auf Augenhöhe zu fotografieren. Der rote Sand mischt sich mit meiner Sonnencreme zu einer fröhlichen, schlecht abzuklopfenden Panade. Es ist wie es ist.

    Und zurück.
    Und ab ins Meer - es ist ja da!
    Lovey!!

    Fahrstrecke: 10 km
    Übernachtung: Nautilus in Ifaty
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  • Anakao

    April 25 in Madagascar ⋅ ☁️ 28 °C

    Tag 18 - Samstag 25.04.2026

    Heute ist es soweit, der Wind hat abgeflaut und wir können nach Anakao shippern. Abfahrt ist wieder herrlich früh um 7 Uhr. Wir fahren zum "Anleger" - also wir stehen vor 100 Metern Wattenmeer. Ganz hinten an der Wasserlinie liegt unser Speedboot. Zebu- und Ochsenkarren bringen Diesel zu den Booten und verpackte Waren wieder in Richtung Land. Es tuckert ein Trecker mit Anhänger um die Ecke. Wir und unser Gepäck werden verladen und zum Speedboot gebracht. Rettungswesten an und los geht's. Nach einer Stunde legen wir im Sand von Anakao an. Je nach dem wie lang die Beine sind - springen ins knietiefe Wasser mit unserem Handgepäck auf dem Rücken. Koffer werden von sehr schlanken, fast schon zarten Herren aus dem Boot gewuchtet und vor dem wirklich schönen Hotel abgestellt.

    Heute passiert hier nix mehr. Kein Ausflug. Nur noch liegen, baden, liegen, baden etc.
    Grandioser Sonnenuntergang, da wir ja auf der Westseite von Madagaskar sind. Davon hab ich keine Fotos - ich kann einfach nicht mehr.. :-)

    Fahrstrecke: 0km
    Übernachtung: Safari Vezo* in Anakao
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  • Anakao

    April 26 in Madagascar ⋅ ☀️ 30 °C

    Tag 19 - Sonntag 26.04.2026

    Heute schließe ich mich dem Ausflug zu der winzigen, vorgelagerten Insel Nosy Ve an.

    Abfahrt ist um 8 Uhr mit einer Piroge. Wir zahlen den Eintritt vor Ort auf der Insel und werden einmal über die Insel geleitet. Hier ein Vogel - dort ein Vogel. Ich schlender ohne Schuhe hinter unser Gruppe hinterher. Wozu Schuhe mitbringen - zum Schnorcheln bin ich schließlich hier und nicht zum wandern. Es piekst mich. Gleich werd ich sauer. Wir erreichen wieder den Strand.

    Jetzt kommt endlich der Schnorchelteil. Glasklares Wasser - aber wenige Fische und schon gar nicht die bunten aus Ägypten. Wir versuchen unser Glück an einer zweiten Stelle. Dort ist es tiefer aber es tummeln sich mehr Fische direkt vor unserer Nase. Um 13 Uhr sind wir wieder zurück im Hotel. Ich bin platt und brauche direkt einen Teller mit Nudeln.

    Den Rest des Tages verbringe ich wieder mit liegen, baden, liegen, baden - ach ja packen.... morgen geht es zurück in die Hauptsstadt Antananarivo.

    Fahrstrecke: 0km
    Übernachtung: Safari Vezo* in Anakao
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  • Antananarivo

    April 27 in Madagascar ⋅ ☀️ 28 °C

    Tag 20 - Montag 27.04.2026

    Anakao –> Tuléar –> Antananarivo

    Schade - es ist vorbei. Wir werden quasi zum Sonnenaufgang abgeholt. Natürlich haben wir dann schon gefrühstückt. Am Flughafen von Tuléar lassen wir unseren Bus samt Fahrer Richard und Tourguide Hery zurück.

    Die Gepäckbestimmungen auf dem Innlandsflug sind leider arg beschränkt. Das Handgepäck ist auf 5kg beschränkt und der Koffer auf 20kg. Da alles im Koffer, Dank der hohen Luftfeuchtigkeit nicht trocken ist, habe ich 19,6kg (trocken wären es 17kg). Mein Handgepäck wiegt, auf Grund des Kamera-Gedöns, leider 7kg. Mein fröhliches Lächeln scheint den Herren an der Waage milde zu stimmen und er winkt mich durch. Alle Akkus und Powerbanks trage ich verdeckt am Körper .... die 2kg hat keiner gefunden!
    Es ist wie es ist.

    Wo ist eigentlich mein Haustürschlüssel - das ist jetzt eine zubeantwortende Frage. Plus, dass es angeblich in Deutschland noch keine 28°C warm ist. Was zieht man da noch mal an? Schuhe?

    Fahrstrecke: 30 km
    Übernachtung: Chalet des Roses**(*) in Antananarivo
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    Trip end
    April 30, 2026