Satellite
Show on map
  • Day72

    One night at Bellagio

    August 22, 2018 in the United States ⋅ 🌙 34 °C

    Wir starten den Tag des Abschieds von Backi mit einem ausgiebigen Frühstück bei Denny's, obwohl wir alle noch nicht ganz fit sind. Das reichhaltige Essen und der Kaffee helfen nur teilweise, aber es hilft nichts: Wir müssen zum Flughafen (der mitten in der Stadt liegt) und uns verabschieden. Nach kurzer, tränenreicher Trennung 😉 fahren wir zu Zweit weiter in das Bellagio, wo wir uns eine letzte Nacht in Vegas gönnen.

    Wir sind schon um 13 Uhr am Check-in-Schalter, offiziell können wir aber erst ab 15 Uhr einchecken. Mal schauen, vielleicht haben wir ja Glück. So ist es dann auch, aber nicht weil unser Zimmer schon frei ist, sondern weil wir anstelle des Zimmers im Spa Tower an der Seite des Hotels ein Zimmer im Hauptgebäude mit direktem Blick auf die bekannten Fontänen bekommen. Wir erfahren auch, dass man die Musik zu den Wasserspielchoreografien über den Fernseher abrufen kann. Gefällt uns! Das Zimmer ist allerdings noch nicht bezugsbereit, wir bekommen dann einen Anruf oder eine SMS. Gefällt uns weniger, ist aber verständlich und einem geschenkten Gaul... Wir nutzen die Zeit für einen ausgiebigen Rundgang durch das Gebäude. Wir schaffen es zuerst nur bis zum Roulette-Tisch, aber gehen doch recht bald weiter. Wieder einmal unterscheidet sich das Kasino nicht so sehr von denen, die wir bisher gesehen haben. Allerdings fallen die Restaurants auf. Während sonst nur ein kleiner Teil der Essensmöglichkeiten direkt zum Kasino gehören zu schien, sind hier alle Restaurants fester Bestandteil des Bellagio oder wirken zumindest so. Sie sind recht teuer, aber dafür wahrscheinlich auch sehr gut. Auch auf den Fast Food Court, welcher in allen Kasinos vorzufinden war, verzichtet das Bellagio. Wir haben noch keine Entscheidung getroffen, ob und was wir davon nutzen möchten. Wir sehen außerdem noch einige teure Läden, Konferenzräume, die Poollandschaft im Innenhof des Gebäudes und den Spa-Bereich. Obwohl wir die Gelegenheit ungenuzt lassen, sieht der Fitnessraum sehr gut aus und ist nicht wie sonst häufig alibi-mäßig mit nur zwei Kardiogeräten ausgestatttet, sondern gleicht tatsächlich eher einem richtigen Fitnessstudio.

    Als wir um 15 Uhr noch keine Nachricht bezüglich des Zimmers haben, schauen wir wieder am Check-in vorbei. Leider ist es immer noch nicht bezugsfertig, es sollte aber nur noch ca. eine halbe Stunde dauern. Hmm... trotz Upgrades sind unsere Gefühle gemischt, da wir auch irgendwann ankommen wollen und vor allem noch ein bisschen am Pool relaxen 😊. Na gut, wir drehen noch eine Runde und holen uns einen Kaffee. Letztlich kommen wir um kurz nach 16 Uhr wieder, weil wir immer noch nichts gehört haben. Jetzt wird uns aber mitgeteilt, dass das Zimmer gerade fertig geworden ist. Wir fragen uns, was da wohl los war?! Anyway, los geht's! Das Zimmer ist geräumig und gut eingerichtet, aber nicht so, dass es uns umhauen würde. Was uns umhaut sind die Preise für die Minibar, z. B. ein halber Liter "Fiji"-Wasser für den Schnapperpreis von 18 USD oder 7 USD für ein Snickers. Hier müssen echt Leute mit vielzuviel Geld herkommen. Naja, müssen wir ja nicht nutzen, wir gehen lieber ins Kasino runter wo es die Drinks umsonst gibt 😊. Der Ausblick ist dafür sehr schön und entschädigt die Enttäuschung über die lange Wartezeit. Wir schauen tatsächlich direkt auf die Fontänen und einen zentralen Teil des Strips. Gefällt uns! Also wie geplant erstmal ab zum Pool. Nach ein wenig Entspannung und nachgeholtem Schlaf kommen wir hungrig zurück in unser Zimmer.

    Bisher hatten wir mal Glück, mal Pech, obwohl in unserer Vegas Erfahrung bisher immer ein guter Tag einem schlechten folgt. Heute ist eigentlich Glück dran und unsere Strähne beginnt genau jetzt. Wir entscheiden uns kein Geld mehr zu verzocken und investieren es in das Buffet, was die Essgelegenheit für Massen der Bellagio-Besucher zu sein scheint. Keine super günstige, aber eine extrem gute Entscheidung! Es gibt zum Dinner ein Angebot aller möglicher Speisen von diversem Fleisch (wie Prime Rib Steak oder Turkey) mit Beilagen über Seafood wie Krabbenbeine, Scampis, Garnelen, Lachs in diversen Arten und Muscheln zu lecker zubereitetem Gemüse und Salat sowie Sushi. Alles, was wir probieren (und das ist fast alles), ist super lecker und wir können unser Glück kaum fassen (ja, Essen macht uns so glücklich 😉). Nachdem wir uns kreuz und quer durch das Buffet probiert haben, kommen wir zum Nachtisch. Es gibt Creme Brulée, Mousse, mini Törtchen, Bread Pudding (Kasierschmarrn amerikanisch), Apple Crumble, Macarons und zig weitere Köstlichkeiten. Das ist schon so eine Art Schlaraffenland! Für uns der beste Teil des Bellagios, vielleicht auch weil es unerwartet war. Trotzdem können wir das nur jedem Vegas Besucher empfehlen, man muss nämlich nicht Gast sein um dort essen zu dürfen. Evtl. haben wir ja in 3 Wochen nochmal das Vergnügen, auf der Route 66 Tour 😋. Wir haben es in den anderen Hotels nicht gesehen, aber laut diesem Internet ist z. B. auch das Buffet im Cosmopolitan sehr gut.

    Bevor wir uns in unser Zimmer hochkugeln, schauen wir noch kurz in einem kleinen Laden gegenüber unserer Fahrstühle vorbei, der Souveniere und Krimskrams anbietet. Wir entscheiden uns für ein paar Würfel, die im Bellagio an einem Craps-Tisch genutzt wurden und fragen, ob das Bellagio keine Karten anbietet. Von den anderen Kasinos findet man nämlich in allen möglichen Läden Karten, die an den Spieltischen benutzt wurden und das jeweilige Logo tragen, aber das Bellagion war dabei unauffindbar. Die Kassiererin erklärt uns, dass sie seit einiger Zeit nicht mehr verkauft werden. Sie hat allerdings jede Menge der Kartenpackungen und hatte gerade welche für einen Interessenten mitgebracht, der sie aber nicht abgeholt hat. Daher bietet sie uns die Karten an bzw. schenkt sie uns einfach. In ihrer Tüte war noch ein Kartenset des Monte Carlo, das sie uns gleich noch dazugibt. Eine Gegenleistung von uns wird abgelehnt, also kehren wir glücklich über diesen Zufall mit unserer Beute auf das Zimmer zurück. Wir schauen noch einmal die Fontänen an und legen uns in unser riesiges King Size Bett, wo wir wie selbige schlafen.
    Read more