Joined May 2018Living in: Deutschland
  • Day125

    Früchte der Insel

    October 14 on the Bahamas

    Unsere Enttäuschung über die "Früchtearmut" im Supermarkt wurde heute wieder wettgemacht.

    Heute war mal wieder ein Strandtag angesagt 🤗🤗🤗 und nach dem anstrengenden Schnorcheln sind wir auf Empfehlung unseres Hosts JJ in ein Strandhotel, welches einem Freund von ihm gehört, an die Strandbar gegangen. Da die High Season auf den Bahamas erst im November anfängt, haben wir auch die Bar komplett für uns. Diese Einsamkeit in diesem Paradies hat schon etwas 😍. Daher sitzt an der Bar außer uns auch nur Tom, der Besitzer des Hotels, der gleichzeitig Immobilienmakler auf unserer Insel Eleuthera ist. Wir werden über die hiesigen Grundstückpreise aufgeklärt, da gerüchteweise jeder, der das zweite mal auf die Bahamas kommt, hier bleibt und baut. Wir sind nicht ganz abgeneigt 😊. Die Preise reichen von $1.000.000+ (Strandgrundstück; vlt. eher nicht so unsere Preiskategorie) über $40.000 (eine Straße weiter in den Ort; entspricht schon eher unseren Vorstellungen 😁) zu nur $10.000 im Ort weiter nördlich.

    In dem Zusammenhang kommen wir auch auf die Lebensmittelpreise und unsere Enttäuschung über das Obstangebot zu sprechen. Daraufhin zeigt Tom uns, welche Früchte wir an der Straße finden und einfach pflücken und essen können, z.B. Seagrapes und Beeren der Bismarckpalme (sehen wie unsere Vogelbeeren aus, daher waren wir vorerst zurückhaltend), und holt jeweils einige aus seinem "Garten" für uns. Er lässt uns noch einen Tee aus frischem Zitronengras kochen und trinkt mit uns den lokalen Kokosrum, sehr sehr lecker 😊.

    Gut gesättigt machen wir uns auf den Heimweg, sammeln noch drei Kokosnüsse auf und pflücken ein paar Beeren von einer Bismarckpalme.

    Das Öffnen einer Kokosnuss ist allerdings ohne ein Buschmesser gar nicht so einfach. Der Kern der Kokosnuss 🥥, welchen wir in Deutschland als eigentliche Kokosnuss kennen, ist noch von einer dicken, faserigen Schale umgeben, welche sehr schwer zu öffnen ist. Wir mühen uns mit einem Küchenmesser ab und schaffen es nach ca. 10 Minuten und sehr viel Gewalt und Kraft, die Kokosnuss aus der Schale zu holen. Als JJ unseren Kraftakt sieht, holt er sein Buschmesser und öffnet uns die andere Kokosnuss innerhalb einer Minute 🤷🏼‍♀️.
    JJ rät uns davon ab, selber mit dem Buschmesser eine Kokosnuss zu schälen, sehr weise. So wie es bei ihm aussieht, könnte da der ein oder andere von uns auch tatsächlich wieder einen Finger dabei verlieren 😇. Das überlassen wir dann lieber den geübten Inselbewohnern. Die eigentliche Kokosnuss ist mit Hilfe eines Steins hingegen sehr einfach und schnell zu öffnen und endlich kriegen wir unser Abendessen 😋.
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  • Day122

    Endlich Urlaub ;)

    October 11 on the Bahamas

    Um 8 Uhr klingelt unser Wecker und es geht wieder auf zum Flughafen, um den Weiterflug auf die Bahamas, nach Governor’s Harbor auf der Insel Eleuthera, anzutreten. Beim Check-in werden wir nach unserem Rück- oder Weiterflugticket gefragt, da wir es zwingend vorlegen müssen um auf die Bahamas fliegen zu dürfen. Das ist blöd für uns, weil wir uns in dem Monat das nächste Ziel aussuchen wollte, auch wenn wir schon ein paar Optionen im Kopf haben.
    Da ohne Ticket nichts geht, müssen wir jetzt innerhalb von einer Stunde schnell ein passendes Ticket finden. Theoretisch kann man vielleicht auch irgendeinen stornierbaren Flug buchen, aber damit haben wir bisher noch keine Erfahrung. In die USA dürfen wir auch nicht zurück (zumindest nicht, wenn wir selber aus- und einchecken müssen), da wir möglicherweise Probleme mit unserem Visum bekommen. Laut offizieller Information zählen Nachbarländer und die Karibik für unser 90-Tage-Visum nicht als Ausreise, daher dürften wir nach den Bahamas eigentlich nicht wieder einreisen. Man könnte es zwar riskieren, ein Direktflug erscheint uns dennoch sicherer. Leider gehen sehr viele Flüge an andere Orte der Karibik über Florida. Die nächste, größere Insel wäre Kuba und wir finden einen nicht zu teuren Direktflug von Nassau (Hauptstadt der Bahamas) nach Havanna. Da das eigentlich nicht als nächstes Ziel geplant war und man auch nur 30 Tage bleiben darf (Verlängerung möglich), werden wir hier wohl eher einen touristischen Stopp einlegen. Zumindest haben wir jetzt ge au eine Minuten bevor wir noch einchecken dürfen die Buchung geschafft und bekommen damit noch unseren Flug.
    Als wir uns am Flughafen gerade noch etwas zu trinken mitnehmen möchten, werden wir ausgerufen. Merkwürdig, das Boarding hat erst vor maximal zehn Minuten begonnen und das Gate schließt erst in frühestens zehn Minuten... Wir lassen also alles stehen und liegen und flitzen (50 Meter) zum Gate.
    Am Flugzeug angekommen merken wir, warum sie so schnell auf unsere Namen gekommen sind: Es ist eine relativ überschaubare, zweimotorige Maschine, die Platz für geschätzte 60 Personen bietet. Allerdings sind außer uns nur drei andere Passagiere im Flugzeug. Dazu eine Stewardess und (so weit wir wissen) ein Pilot und Co-Pilot. Auf ins Abenteuer!

    Nachdem wir aus dem Flugzeug bereits das schöne Meer und ein paar Inseln entdeckt haben, freuen wir uns sehr angekommen zu sein. Die Flughafenkontrolle war die strengste, welche wir jemals durchlaufen sind, unsere Absichten würden erfragt, Weiterflugticket verlangt und der gesamte Koffer durchgeschaut. Wahrscheinlich ist es einer der einzigen Flughäfen, der Zeit für vernünftige Kontrollen hat.
    Nach kurzer Taxifahrt in der Unterkunft angekommen begrüßt uns unser Gastgeber John. Er macht einen freundlichen Eindruck und ist anscheinend seit zwei Jahren damit beschäftigt, die Unterkünfte auf- und auszubauen. Wir bekommen für heute einen Wagen und können uns so erst einmal mit Lebensmitteln eindecken, die leider auf der Insel sehr sehr teuer sind. Zum lokalen, frischen Obst zählen wohl Kokosnüsse, Bananen und Ananas, wobei die Saison für Letztere wohl im Juni und dann wieder im November ist und wir Kokosnüsse im Markt gar nicht finden. So bleiben uns leider nicht viele Optionen und wir decken uns reichlich mit Grundnahrungsmitteln und Wasser ein. So viel zu "Wir essen den ganzen Tag nur Obst 😪).
    Da es inzwischen später Nachmittag ist, gehen wir nicht mehr weiter auf Erkundungstour.

    Am nächsten Morgen machen wir uns dann auf und verlassen unseren netten kleinen Bungalow, der quasi aus einem Raum plus Badezimmer besteht, aber klimatisiert ist (Riesenvorteil bei der Hitze).
    Der Strand ist entgegen unserer Vorstellung bei Buchung leider nicht sehr nah, sondern drei Kilometer entfernt, was bei der schmalen Insel so ziemlich das Maximum ist. Wir machen uns zu Fuß auf durch den nächsten kleinen Ort. Die Leute grüßen eigentlich alle, auch vorbeifahrende Autos grüßen häufig und zweimal werden wir gefragt, wo wir hinmöchten und ob wir ein Stück mitgenommen werden möchten. Wir haben noch keine große Erfahrung mit der Insel aber nach den bisherigen Gesprächen mit den Leuten hier scheint uns das wirklich reine Gastfreundschaft und keine Geldmacherei oder Schlimmeres zu sein. Allerdings hat es sich nicht ergeben bzw. gelohnt, mitzufahren, von daher können wir es noch nicht beurteilen. Zuletzt laufen wir einen hügeligen Weg auf und ab Richtung Strand, können ihn aber erst ganz am Ende des Weges hinter einigen Palmen sehen.

    Was für ein Anblick! Er entlohnt uns für den Fußweg und alles, was uns hier noch erwarten mag. Das türkise Wasser und der feine Sand begrüßen uns im Paradies. Dazu kommt, dass weit und breit keine Menschenseele zu sehen ist und wir diesen Strand komplett für uns haben. Genial! Wir verbringen den Tag mit Planschen, Schnorcheln und faul am Strand liegen. So kann es weitergehen.
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  • Day121

    Goodbye New York

    October 10 in the United States

    Unseren letzten Tag in New York verbringen wir morgens erst einmal mit Wäsche waschen. Da wir unsere Rucksäcke den ganzen Tag mitnehmen müssen, haben wir es nicht ganz so eilig die Wohnung zu verlassen. Am frühen Nachmittag machen wir uns dann auf den Weg von Brooklyn nach Manhattan. Später müssen wir dann noch weiter nach New Jersey zum Flughafen Newark.
    Zuerst besorgen wir uns aber ein wenig Essen und Trinken um im nördlichen Teil des Central Parks zu picknicken. Dieser Teil soll etwas ruhiger sein als der weiter südlich und tatsächlich finden wir eine Bank am Wasser, wo nur wenige Leute sind. Entspannt und gut genährt geht es weiter Richtung New Jersey über die Pennsylvania Station, die das wesentliche Verbindungsstück zwischen der Metro in New York und den Bahnen über (bzw. unter) den Hudson River sind. Am Flughafen angekommen klappt alles gut. Er ist nicht zu groß, was wir schnell daran merken, dass um 20-21 Uhr alle Läden und leider auch die Essensmöglichkeiten schließen. Wir schaffen es gerade noch so uns ein Getränk und einen Snack zu besorgen.
    Der ca. 2,5-stündige Flug geht schnell vorbei, dank heruntergeladenen Serienfolgen, und wir landen in Fort Lauderdale, Florida, wo wir für ein paar Stunden in der Nähe des Flughafens übernachten.
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  • Day120

    Broadway Musical

    October 9 in the United States

    Heute geht es an den Broadway in das sicherlich mit Abstand coolste Musical 👏🏻👏🏻👏🏻👏🏻. Doch da müssen wir leider noch bis heute Abend warten 😕.

    Durch das Musical heute Abend können wir den Sonnenuntergang auf dem Empire State Building leider nicht mehr in Angriff nehmen. Aber das nehme ich (Sophie) dafür gerne in Kauf. Daher starten wir den Tag heute mit dem Empire State Building in der Hoffnung, dass das Wetter uns nicht schon wieder einen Strich durch die Rechnung macht.
    Es ist zwar bewölkt, aber die Wolken hängen nicht so tief wie die letzten Tage. Und da uns so oder so keine Alternative bleibt, nehmen wir die Auffahrt in Angriff. Trotz der Wolken ist der Blick über Manhattan sehr beeindruckend, auch wenn Downtown schon ganz leicht im Nebel verschwindet.

    Nachdem wir wieder auf Ground Level sind, machen wir uns auf Richtung Central Park. Eigentlich wollten wir uns einen ganzen Tag für den Central Park gönnen, er ist ja nicht gerade klein, aber da wir unsere anderen Aktivitäten durch das Wetter immer verschieben mussten, bleiben uns nun nur noch 1,5 Stunden. Wir starten beim Central Park Zoo, der schon geschlossen hat, schlendern die berühmte "The Mall" Straße entlang, welche man gefühlt in jedem Film, der in NYC spielt, sieht und kommen am Platz der Bethesda Fountain an, der jedem, der Kevin alleine in New York gesehen hat, nur zu bekannt vorkommt. Weiter geht es zu den Strawberry Fields, ein Denkmal welches zu Ehren John Lennons errichtet wurde. Da heute John Lennons Geburtstag wäre, ist hier einiges los. Viele Leute haben sich an dem Denkmal versammelt und spielen und singen Lieder von den Beatles.

    Für uns wird es nun allerdings Zeit Richtung Broadway zu gehen. Wir wollen ja nicht zu spät kommen, immerhin habe ich mich schon den ganzen Tag auf mein Geburtstagsgeschenk gefreut 😊. Ich würde ja sagen, dass ein Kindheitstraum in Erfüllung geht, aber so lange gibt es den Film, geschweige denn das Musical, ja noch gar nicht. Aber zumindest fühlt es sich so an 😊.
    Endlich geht der Vorhang auf und Anna und Elsa betreten die Bühne. Wir sind sowohl von den Bühnenbildern als auch von den Darstellern vollauf begeistert. In der gesanglichen Leistung merkt man doch schon einen erheblichen Unterschied zu den Musicals in Deutschland, welche auch sehr gut sind.
    Für die nicht so eingefleischten Disney Fans, wir haben uns das Broadway Musical Frozen ❄ angeguckt 😉.

    Nach dem Musical gehen wir heute endlich auf Top of the Rock und auch der Blick über Manhattan bei Nacht ist unglaublich. Bevor wir, mittlerweile schon halb verhungert, den Heimweg antreten, gibt es noch eine Kleinigkeit bei 5 Napkins.
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  • Day119

    Lazy day in New York

    October 8 in the United States

    Dieses wechselhafte Wetter. Gestern noch 27°C mit Sonne und heute 19° mit Nieselregen 🤨.

    Zum Glück steht heute eigentlich nicht so viel auf dem Plan. Wir wollen es noch einmal bei Macy's versuchen, ins Moma (Museum of Modern Arts) gehen, zum Sonnenuntergang aufs Empire State Building - hoffentlich bessert sich das Wetter noch - und anschließend auf das Rockefeller Center. So der Plan.

    Also auf zu Macy's. Auf dem Weg dorthin finden wir in der Metro endlich einen Churros-Stand, den wir seit 2 Tagen suchen und kaufen uns erst einmal eine Tüte zum Frühstück. Unsere Erwatungen waren nichr sehr hoch, daher sind wir zufrieden, warm wären sie jedoch bestimmt besser gewesen.

    Nach 5 Minuten bei Macy's haben wir auch schon Schuhe in der Hand und es gibt sie sogar in der richtigen Größe. Leider war bei einem Paar nur ein Schuh im Karton. Wir erfahren, dass der andere Schuh irgendwo in der "Grabbelecke" sein muss, da der Schuh enorm heruntergesetzt ist. Also auf in die Grabbelecke, den Schuh suchen. Der Ausverkaufsbereich ist leider nicht gerade sehr klein und auch nicht sehr leer. Er ersteckt sich über zwei Flächen von ca. 30qm die einem Schlachtfeld gleichen. Überall in den Regalen, auf den Sitzbänken und auf dem Boden verteilt liegen Schuhe und die Frauen tummeln sich hier geradezu, welch ein Paradies 😢.

    Wir sind tapfer und mischen uns unter die Menschenmenge. Leider ohne Erfolg. Nachdem wir jeder jedes Regal zwei mal durchsucht haben, den Boden inspiziert und die Mitarbeiter genervt haben, geben wir auf. Dann kaufen wir eben nur ein Paar, ist vlt. auch besser fürs Gepäck 😊. Eine kurze Hose wird noch eingepackt und raus aus dem Chaos Richtung Moma.

    Im Moma angekommen, recherchieren wir erst einmal wie wir hier unseren City Pass gegen Tickets einlösen können. Gar nicht, stellt sich heraus. Nicht das Museum of Modern Art sondern das Metropolitan Museum of Art ist im City Pass enthalten. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil 🙈. Der hohe Preis und unser nicht sehr großes Interesse für moderne Kunst, lässt uns relativ schnell den Weg wieder aus dem Museum finden - wir Kulturbanausen.

    Wir fahren zurück zum Chelsea Markt um einen kleinen Snack zu uns zu nehmen. Wir kaufen eine Kleinigkeit beim Mexikaner und beim Lobster Place (nein, keinen Lobster für $86) bevor wir uns beim Fruit Market frische Beeren und Feigen gönnen.

    Da es nun bereits kurz vor 18 Uhr ist, wollen wir uns auf zum Empire State Building machen um den Sonnenuntergang nicht zu verpassen. Beim ersten Tritt vor die Tür verrät uns ein Blick in den Himmel allerdings, dass wir heute wieder kein Glück haben. Die Wolken hängen noch tiefer als vorgestern.

    Wir entscheiden uns noch etwas im Bookstore zu stöbern, da unsere Tickets für Top of the Rock erst für 20:15 Uhr sind. Vielleicht bessert sich das Wetter ja noch.

    Das Wetter bessert sich nicht. Man rät uns ab, heute zum Top of the Rock hoch zu fahren, da man absolut nichts sehen wird. Wir tauschen die Tickets gegen Tickets für morgen Abend ein und machen uns auf den Heimweg.

    Da haben wir heute doch richtig viel von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben 🙃.

    In der Unterkunft angekommen, treffen wir seit vier Tagen mal wieder auf unseren Gastgeber und unterhalten uns mit ihm ziemlich lange über die amerikanische Bildungs-und Gesundheitspolitik im Vergleich zur europäischen. Schwierige Themen in Amerika.
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  • Day118

    Jets vs. Broncos

    October 7 in the United States

    Während der Football-Saison steht der Sonntag für eingefleischte Fans in den USA ganz im Zeichen des Volkssports. Heute gilt das auch für uns, da mein Geburtagsgeschenk (Geralds Sicht) Tickets für das NFL-Spiel Denver Broncos vs. New York Jets ist. Ich bin nicht ganz auf dem neuesten Stand, die aktuelle Saisonbilanz der Jets mit 1-3 (Gewinnen zu Niederlagen) lässt erst einmal gedämpfte Hoffnung auf frenetisch feiernde New Yorker aufkommen, wobei die aktuellen Gegner bislang auch nur eine 2-2 Bilanz vorweisen können.

    Aber Eins nach dem Anderen... Zuerst müssen wir zum Stadion kommen. Das liegt unpraktischerweise auf der anderen Seite des Hudson River in New Jersey. Wir kennen uns mit dem ÖPNV Richtung New Jersey noch gar nicht aus und fragen Google Maps, das eigentlich immer eine passende Antwort parat hat. Die beste Option ist demnach ein Bus. Das funktioniert auch relativ gut, obwohl der Bus leider erst eine halbe Stunde später als erwartet abfährt und es damit zeitlich knapp wird. Dazu kommen noch Sicherheitskontrollen, in denen nicht einmal eine kleine Handtasche zugelassen wird, und der Weg zu unserem Platz. Insgesamt haben wir somit etwas über 3 Stunden von unserer Haustür auf unseren Platz im Stadion gebraucht.

    Nach einem Jets Fumble (Ballverlust) kurz vor der eigenen Endzone mit anschließendem Touchdown für die Broncos und einem verfehlten Field Goal der Jets aus nächster Nähe stehen die ersten Zeichen für einen lokalen Sieg nicht sehr gut. Doch das zweite Viertel startet direkt mit einem Lauf über den Großteil des Feldes für einen Jets TD. Die Leute rasten aus und wir lernen, dass man bei so einem "big play" schnell aufspringen muss, weil man sonst nur noch die Leute vor einem sieht. Wobei das Stadion generell angenehm in die Höhe gebaut ist, sodass selbst von weiter hinten (wo wir sitzen da die Tickets seeehr teuer sind) der Blick auf das Feld noch gut und nicht zu weit entfernt ist. Insgesamt passen wohl 82.500 Zuschauer auf die Ränge, wobei das Stadion heute ganz grob geschätzt zu 3/4 oder 2/3 voll ist. Essen und trinken kosten ab $10 aufwärts, wobei eine Flasche Wasser mit $5 quasi noch ein Schnäppchen ist. Da es jetzt jedoch bereits Nachmichmittag ist und wir heute noch nicht einmal unseren Kaffe geschweige denn einen Schluck Wasser (Der Hinweg war sehr stressig) gekriegt haben, müssen wir in den sauren Apfel beißen und uns im Stadion etwas kaufen.

    Bis zur Halbzeit drehen die Jets das Spiel mit einigen Highlights auf 10-21 und dominieren auch in der zweiten Halbzeit. Die Fans sollten zufrieden sein und sind es auch. So zufrieden, dass Einige vor uns einschlafen und viele das Stadion schon früh im vierten Viertel verlassen. Das hatten wir so nicht erwartet, erst recht nicht bei den Preisen, aber es ist wohl nicht mehr spannend genug und zu offensichtlich, dass die Jets gewinnen werden. Vor uns sind ein paar Leute ungefähr in unserem Alter, die sich anscheinend ein paar zu viel der sündhaft teuren Biere und anschliesend eine Tüte gegönnt haben und kaum noch auf das Spiel achten. Es wird nicht besser als sich eine von ihnen, die vorher geschlafen hat, am Platz übergibt (zum Glück etwas weiter von uns entfernt). Angesichts der Eintrittspreise verstehen wir nicht so richtig, warum die Leute sich nicht mehr auf den Sport konzentrieren. Gerüchteweise geht es sonst nur beim Baseball so gelangweilt zu...

    Die Jets gewinnen letztlich mit 16-34 und jetzt verlassen auch wir das Stadion gemeinsam mit den ca. 20% der (Heim- und Auswärts-) Fans, die bis zum Schluss "durchgehalten" haben. Auf dem Parkplatz sehen wir noch die letzten Tailgate Partys (soziales Gemenge mit Grillen und Trinken direkt am oder neben dem Auto auf dem Parkplatz, oftmals auf der Ladefläche der Pickups) die sich hier zum Public Viewing oder zur "Spielvorbereitung" getroffen haben. Das Stadion ist nämlich umgeben von vielen riesigen Leinwänden auf welchen das Spiel übertragen wird.

    Kurz darauf verstehen wir zumindest etwas besser die Fans, die so früh das Stadion verlassen haben. Wir können nichts über die Zugsituation sagen, aber mit dem Auto bzw. Bus ist es ein ziemlicher Krampf unter dem Hudson River durch (Tunnel) nach NYC zu kommen. Wir brauchen für eine Strecke von 7,5 Meilen (12 km) eine gute Stunde im Dauerstau. Das schaffen nicht wenige Läufer zu Fuß schneller...

    Endlich zurück in NYC wird es langsam schon dunkel, sodass es etwas zu spät für das Empire State Building ist. Wir überlegen die ähnliche Attraktion Top of the Rock auf dem Rockefeller Center zu besuchen und von dort Manhattan bei Nacht anzuschauen. Der Gebäudekomplex mit einer kleinen Eisfläche zum Schlittschuhlaufen ist schön und gut besucht. Daher könnten wir auch erst zwei Stunden später nach oben fahren und entscheiden uns, Tickets für morgen Abend zu nehmen.

    Da wir bislang nur die Kleinigkeit im Stadion gegessen haben, machen wir uns auf den Weg nach Little Italy. Wie erwartet gibt es hier reichlich Restaurants, die Pizza und Pasta anbieten. Wir suchen uns eins davon aus und genießen ein leckeres Essen in der Gesellschaft einiger anderer Europäer, davon nicht wenige deutschsprachig. 🙃
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  • Day117

    Comic Con

    October 6 in the United States

    Heute starten wir unseren Tag in Soho. Wir laufen ein bisschen durch die Straßen an welchen sich die Gallerien und Boutiquen aneinanderreihen. Es ist ganz nett anzusehen, übersteigt jedoch etwas unsere Preisklasse.

    Also laufen wir weiter durch den Washington Square Park wo auffällig viele Polizisten anzutreffen sind. An dem nördlichen Ausgang vom Park stehen ca. 10 Polizeiautos in jeder Straße. Wir haben leider nicht rausgefunden, ob das einen Grund hatte oder ob der Park immer so gut bewacht ist, obwohl wir zu Ersterem tendieren.

    Weiter durch den Park geht es zum Chelsea Market. Wie in den meisten Markets reihen sich hier die Läden mit kulinarischen Spezialitäten aneinander. Leider haben wir absolut keinen Hunger, obwohl wir immer noch nicht gefrühstückt haben. Mittlerweile hat sich unser Körper wohl schon dran gewöhnt von einem Kaffee morgens zu leben und erst abends etwas zu essen zu kriegen. Vielleicht ist es auch besser so, da die Tatsache, dass heute Samstag ist immens dazu beiträgt, dass man im Markt kaum vorankommt. Wir schlendern dennoch einmal durch, um für einen anderen Tag schon einmal einen Laden auszukundschaften. Besonders ins Auge fällt der Lobster Place, wo man von frischem Fisch, diversen Austersorten, Clams, Miesmuscheln, Sushi und natürlich Lobster bis hin zu Muschelsuppen, Muschelsandwiches etc. eine riesige Auswahl an "Meeresfrüchten" hat. Natürlich nicht gerade zum Schnäppchenpreis, so kann man z. B. für einen Lobster zwischen $36 und $86 ausgeben. Zum Glück haben wir keinen Hunger 😉. Neben Foodstores gibt es hier auch einen Bookstore, Boutiquen und einen Fruitmarket.

    Als wir es aus dem Chelsea Market rausgeschafft haben, gehen wir den High Line Park entlang, ein Park, welcher oberhalb der Stadt auf einem alten Schienensystem errichtet wurde. Leider weniger spektakulär als erhofft aber der ein oder andere Blick die Straßen hinunter war doch ganz schön. Am Ende des High Line Parks stoßen wir auf mehrere etwas merkwürdig gekleidete Leute. Seit gestern begegnen uns diese schon vereinzelt in der Stadt. Wir haben natürlich "recherchiert" und wie es der Zufall so will, ist dieses Wochenende die Comic Con in New York. Wir kommen vom High Line Park direkt auf das Convention Center zu, wo gerade sehr viele schwarze Suburbans (SUVs) mit verdunkelten Scheiben vorfahren und sich vor dem Eingang die Fans die Füße platt stehen. Da muss doch irgendwas los sein, denken wir uns und stellen uns auf die andere Straßenseite, von wo man das Geschehen genauso gut beobachten kann, sich aber nicht ins Getümmel werfen muss. Der erste (wir vermuten) Star, welcher von allen mit 'Michael' gerufen wird, sagt uns leider gar nichts. Wir vermuten, dass das auch bei den folgenden Stars so sein wird, da wir mit der Comicszene ja nicht gerade vertraut sind. Wir wollen gerade wieder gehen, da erkennen wir doch noch jemanden der uns sehr vertraut vorkommt, Littlefinger aus Game of Thrones (leider kennen wir seinen richtigen Namen nicht 😃🙈).

    Wir bleiben noch ein paar Minuten stehen, haben dann aber doch keine Lust mehr uns die Beine in den Bauch zu stehen, nur um evtl. jemanden zu treffen, den man vlt. mal in einer Serie gesehen hat. Da gehen wir doch lieber ein Stück die Straße hoch, um uns die aufwendig gestalteten Kostüme der Comic Con Besucher anzugucken. Auf dem Weg laufen wir durch eine kleine Horde von Zombies, Werbung für die neue Staffel von 'The Walking Dead'.

    Jetzt wollten wir eigentlich zum Sonnenuntergang aufs Empire State Building. Ein Blick in den Himmel verrät uns allerdings, dass eine tief hängende Wolkendecke es etwas schwer machen könnte, auf dem Empire State Building etwas zu sehen. Vielleicht haben wir einen anderen Tag mehr Glück.

    Weiter geht es zu Macy's, neue Schuhe und ein neuer Bikini müssen her. Man sollte meinen, dass das in einer so riesigen Shoppingmall kein Problem ist, aber falsch gedacht. Die Mall erstreckt sich zwar über 10 Etagen mit einer riesen Grundfläche, die Fläche mit den Bikinis beschränkt sich jedoch auf ca. 20 qm. Der Winter naht...

    Wir machen uns also ohne neue Errungenschaften auf nach Williamsburg, Brooklyn da wir uns hier mit Marianna und Christoph treffen um das Spiel New York Yankies vs. Boston Red Sox (Baseball) zu gucken. Die Sportbars sind alle sehr voll, durch Glück und die Freundlichkeit dreier Amerikaner ergattern wir jedoch noch einen Tisch. Auf nur 2 der 4 TVs läuft Baseball, was uns sehr wundert, immerhin spielen die Yankies in den Playoffs. Als das Spiel schon eine Stunde lief, ist die Bar so überfüllt, dass man kaum noch zur Theke kommt und es wird plötzlich Eintritt genommen. Abrupt werden die TVs auf welchen das Yankie-Spiel läuft, umgestellt und auf allen TVs läuft nun die UFC Fight Night. Sehr mysteriös, denken wir. In einem Gespräch mit zwei Amerikanern stellt dich heraus, dass Baseball als eher langweilig gilt (war auch unser Eindruck aber wir dachten die Leute hier stehen darauf), ganz im Gegensatz zur UFC Fight Night auf die alle heiß sind. Die Stimmung in der Bar ist bombastisch und die Fights sehr blutrünstig. Die zwei Amerikaner laden uns noch für den nächsten Abend zur Comedy Night für Newcomer ein bevor wir hundemüde zu unserer Unterkunft fahren.

    Alles im allem ein sehr ereignisreicher Tag.
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  • Day116

    Lower Manhattan

    October 5 in the United States

    Wo müssen zwei Bänker in New York hin? Zur Wall Street. Also auf nach Lower Manhattan. Viel erwarten wir nicht und bis auf das Gebäude des New York Stock Exchange gibt es hier auch nicht sehr viel zu sehen. Dennoch ganz nett, mal da gewesen zu sein. Die typische Bullenstatue in der Nähe ist hier größer als in Frankfurt, aber kaum sichtbar, da sie gerade von einem ganzen Reisebus an Touristen belagert wird.

    Weiter geht es an die Südspitze, da wir unser Ticket zur Liberty Island einlösen wollen. Nach ca. 40 Minuten Wartezeit sind wir auf der Fähre in Richtung Freiheitsstatue. Wir laufen ein bisschen auf der Insel herum, besonders gefällt uns hier der Blick auf Manhatten.

    Zurück am Festland gehen wir in das 9/11 Memorial Museum. Hier ist vom Bau der Twin Tower bzw. des ganzen Komplexes über den Bombenanschlag 1993, die vier Attentate am 11.9.2001 inklusive der Planung bis hin zur Gründung al-Qaidas alles sehr detailliert beschrieben und in Filmen dargestellt. Die Geschichte und die Ausstellung fesseln uns so sehr, dass wir uns etwas erschrecken als wir beinahe rausgeworfen werden und auf die Uhr schauen - wir sind nun schon knapp 5 Stunden hier. Ein Besuch lohnt sich definitiv, der Ort bringt durch verschiedene Elemente die Ereignisse so nahe, macht sie so anfassbar und persönlich, dass es schwer ist nicht betroffen zu sein.

    Wir machen uns auf zum Times Square, der uns an den Trubel und die beleuchteten Straßen in Las Vegas erinnert und treffen uns mit Marianna und Christoph bei 5 Napkins um etwas zu essen. Sehr gute Burger gibt es hier, können wir nur weiter empfehlen.
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  • Day115

    New York New York

    October 4 in the United States

    Geburtstag in New York! Das hat man auch nicht alle Tage. Wie wir noch sehen werden, bin ich aber nicht der Einzige, der seinen Geburtstag im Big Apple verbringt - von zig tausend New Yorkern mal ganz abgesehen.

    Der Tag heute startet entspannt auf "unserer" Flussseite des East River an der Brooklyn Bridge. Der erste Ausblick auf Manhattan überzeugt uns, dass es ein guter Städte-Trip werden könnte. Bevor wir richtig loslegen wird aber erstmal in Ruhe ein Kaffee getrunken. Anschließend rüsten wir uns mit einem riesigen und sehr leckeren Eis der Brooklyn Ice Cream Factory aus, um den Fußmarsch über die Brücke anzutreten. Hier ist Einiges los und dadurch, dass man zwischen den Fahrbahnen läuft, gibt es nicht so viele ungehinderte Blicke auf Downtown Manhattan. Trotzdem ist es natürlich ein schönes und historisches Bauwerk mit einer interessanten Geschichte (wer hat's erfunden?).

    Hinter der Brücke geht es dann weiter zum neuen World Trade Center, dessen erster Turm (One World Trade Center) als höchstes Gebäude der Skyline markant herausragt. Zuerst landen wir in einem äußerlich interessant anmutenden Gebäude, das sich als unterirdischer Verbindungsbau, Transportknoten und Shoppingcenter herausstellt. Den Shoppingpalast...

    Der Shoppingpalast überrascht uns zuerst etwas an diesem Ort, aber zum ursprünglichen WTC gehörte wohl ebenfalls eins. Als wir wieder hinaufkommen, sind wir schon fast am 9/11 Memorial. Dort, wo ursprünglich die beiden Zwillingstürme standen, findet sich jetzt jeweils ein Becken im Boden, aus dessen Seiten sich ein stetiger Wasserfall ergießt. In der Mitte des Beckens ist nochmals eine quadratische Vertiefung, deren Ende von oben nicht ersichtlich ist. So wirkt es als ob das Wasser in ein tiefes, schwarzes Loch fällt. Man mag das interpretieren wie man möchte, aber der Besuch lohnt sich aus unserer Sicht in jedem Fall. Die Begrenzung bzw. Brüstung ringsherum besteht aus einer durchgängigen Tafel, in die die Namen sämtlicher Opfer des Anschlags eingelassen sind.
    Das hier ebenfalls zu findende Museum haben wir uns für einen anderen Tag vorgenommen. Nachdem wir das Denkmal auf uns haben wirken lassen, ist es schon späterer Nachmittag und langsam Zeit für einen Snack und gerne auch ein passendes Getränk. Vielleicht durch den vorhergehenden Roadtrip haben wir uns angewöhnt nur abends zu essen, was inzwischen auch ohne Snacks und Hunger (Kaffee ausgenommen) gut funktioniert. Sophie führt uns in einen American Irish Pub, wo wir an einem Tisch für vier Personen Platz nehmen. Aufgrund dieser und anderer Indizien und ein paar (unabsichtlicher) Informationen aus Deutschland, habe ich den Verdacht, Christoph und Marianna hier zu treffen, da sie auch heute Geburtstag hat. Da sie vorher nicht gespoilert wurde, ist sie doch sehr überrascht (natürlich positiv, hoffen wir 😉) uns auf einmal in New York in einer Bar anzutreffen. Zugegebnermaßen wussten die beiden Planungsgenies bis zum heutigen Morgen auch noch nicht, dass die/der jeweils Andere auch in der Stadt ist. Das kommt davon, wenn man immer nur die Fotos anschaut! 😋 Zum Glück sitzt in Deutschland eine sehr zuverlässige Blog-Leserin, die Christoph diesen kleinen Hinweis gegeben hat, danke dafür😀.

    Nach kleinen Snacks und Bier laufen wir Richtung Chinatown, um uns das Viertel anzuschauen und evtl. noch etwas mehr zu essen. Sophie und Christoph verdienen sich mit ihrer Hilfsbereitschaft unterwegs erst einmal jeweils ein Wasser, weil sie einer Frau helfen, ihren Essensstand (von denen es in New York viele gibt) ein paar Straßen weiterzuschieben (der eine mehr, der andere weniger😓). Sieht anstrengend aus, aber die Geburtagskinder haben sich leider zu spät gemeldet um mitzuhelfen... 😇

    In Chinatown ist um diese Uhrzeit (ca. 19:30 Uhr) enttäuschenderweise nicht mehr so viel los. Viele Geschäfte und teils auch Restaurants haben bereits geschlossen. Trotzdem dringen aus allen Ecken Gerüche (mache gut, manche eher nicht so) auf die Straße und das leicht schmuddelige Bild der Straße tut sein übriges dazu, dass nicht alle in der Gruppe gleich hellauf begeistert sind von der Gegend. Zumindest optisch ist es sehr authentisch, da wir größtenteils nichts um uns herum verstehen außer den amerikanischen Straßenschildern. Nach einem kleinen Rundgang entscheiden wir uns spontan in ein Dim Sum Restaurant einzukehren. Das scheint im Vergleich mit Restaurants in Hongkong auch sehr authentisch zu sein und wir ordern ein paar der Leckereien, die häufig in kleinen Bambuskörben daherkommen. Dazu gibt es all-you-can-drink Tee, wie sich das gehört. Beim Essen kann nicht jede(r) von uns sich mit allem anfreunden, speziell die Hühnerfüße - mit voller Absicht bestellt - finden nur teilweise Zustimmung. Dabei wurden die gerüchteweise früher auch in Deutschland (gerne?) gegessen.

    Gut gesättigt marschieren wir weiter über die Manhattan Bridge, quasi parallel zur Brooklyn Bridge, wieder auf die andere Seite des East River und haben auch hier wieder Probleme eine Lokalität für einen Schlummertrunk zu finden. Soviel zu der Stadt, die nie schläft... 😉 Wir werden fündig und nach einem Getränk auch diskret gebeten zu zahlen (und zu gehen). Für uns und noch mehr für die beiden Kurztripler ist es langsam auch eine gute Zeit schlafen zu gehen, also treten wir den teils gemeinsamen Heimweg mit der Metro an.
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  • Day114

    Einer dieser ... Tage

    October 3 in the United States

    Der Tag fing schon einmal ganz fabelhaft an.

    Beim Versuch unseren Flug nach NYC einzuchecken, stellen wir fest, dass der Flug für den 10.10. und nicht für den 03.10. gebucht ist. Der Tag an dem wir New York Eigentlich wieder verlassen wollen...
    Nach etlichen Versuchen, den Flug umzubuchen oder zu stornieren oder zumindest das zugebuchte Gepäck zu stornieren, stellen wir fest, dass die Stornierungs- oder Umbuchungsgebühren komischerweise immer genau so hoch sind, dass wir am Ende nichts wieder bekommen würden. Dann stornieren wir halt nicht.

    Wir buchen also very last minute einen neuen Flug, springen schnell unter die Dusche und machen uns auf zum Flughafen, da unser neue Flug schon um 12:30 Uhr und nicht wie der alte um 17:45 Uhr geht.
    Zudem müssen wir noch in Charlotte, NC umsteigen und da wir so kurzfristig gebucht haben, gibt es natürlich auf keinem der beiden Flüge noch zusammenhängende Plätze. Zumindest nicht kostenlos. Naja, 2x2 Stunden werden wir es wohl getrennt aushalten 😉.

    Unsere Mitreisenden der Route 66 haben uns bereits vor ca. einer Stunde verlassen, da auch ihr Flug gegen 12 Uhr über Atlanta Richtung Deutschland geht.

    Wir schaffen es noch rechtzeitig zum Terminal, checken ein und nehmen erst einmal unser Frühstück in Form eines Burgers zu uns.

    In Charlotte angekommen, haben wir 15 Minuten Zeit um zum Gate für den Flug nach NYC zu kommen. Leider wissen wir noch nicht, welches Gate das ist. Wir fragen uns, wie sie unsere Koffer in so kurzer Zeit von dem einen Flugzeug ins andere verladen wollen und sind sehr gespannt ob das wohl funktioniert. Wir stellen uns schon mal darauf ein, dass es das nicht tut.

    Immerhin schaffen wir es rechtzeitig zu unserem Abfluggate, da es zum Glück nur ca. 5 min von unserem Ankunftsgate entfernt war.
    Im Flieger wird Gerald von seinem Sitznachbarn, welcher mein Sitznachbar im Flieger nach Charlotte war, erzählt, dass die Stewardess im letzten Flieger unseren Jaro in der Hand hatte, als er ausstieg. Woher er auch immer wusste, dass der Löwe uns gehörte. Wahrscheinlich nicht schwer zu erraten, da noch 2 andere Tiere aus unseren Rucksäcken gucken.
    Jetzt ist es allerdings auch schon zu spät, um nochmal zum anderen Gate zu gehen, die Türen des Fliegers sind bereits geschlossen... Da werden wir wohl Lost and Found kontaktieren müssen. Aber ob die auch Kuscheltierlöwen hinterher schicken?

    In NYC angekommen, warten wir ganz gespannt am Gepäckband. Viele Koffer fahren vorbei, von unseren ist jedoch noch keiner in Sicht. Aufgrund der kurzen Umladezeit habe ich eh schon die Hoffnung verloren und wollte schon den Schalter aufsuchen, als Geralds Koffer das Gepäckband runter kommt. Sie haben es tatsächlich geschafft, unsere Rucksäcke in der kurzen Zeit umzuladen. Wir sind sehr positiv überrascht.

    Da wir, um die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen, erst mit der Air Train zur Metro fahren müssten, welche p. P. $8 kostet, wir dann noch Metro und Bus zahlen müssten, entscheiden wir uns mal wieder für ein Uber. Das ging auch erstaunlich schnell, 3 Minuten später saßen wir im Auto Richtung Brooklyn.

    Nach einigen Minuten Fahrt hält der Fahrer an, wir sind wohl bereits angekommen. Ich merke noch an "das ging aber schnell", wir steigen aus, nehmen unsere Rucksäcke aus dem Kofferraum, ein neuer Mitfahrer steigt ein und der Fahrer startet den Wagen. Die Gegend sieht so gar nicht aus wie bei Airbnb beschrieben und ist uns auch nicht sehr geheuer. Ein schneller Blick auf Google Maps sagt uns, dass wir erst die Hälfte der Strecke von Flughafen bis zu unserer Unterkunft zurück gelegt haben.

    Zum Glück steht das Auto noch. Ich reiße die Beifahrertür auf und frage, ob das wirklich unser Drop off Punkt war. Der Fahrer schaut in seine App und stellt fest, dass es dies nicht ist. Er sollte hier lediglich jemanden einsammeln. Also Rucksäcke wieder in den Kofferraum und weiter geht die Fahrt. Jetzt wird auf Maps ständig verfolgt, wo wir sind.

    15 Minuten später erreichen wir dann unsere tatsächliche Zieladresse. Die Straße sieht zwar auch etwas gewöhnungsbedürftig aus, wirkt dennoch interessant, da auf der ganzen Straße Künstler sitzen, welche entweder musizieren oder mit Licht und auch Drohnen, künstlerisch aktiv sind. Wir finden unsere Unterkunft für die nächsten 7 Nächte und Dawid, unser Host, ist zum Glück auch zu Hause. Nach unserer letzten Airbnb-Erfahrung ohne Bewertungen sind wir vorerst etwas skeptisch als wir in den "Hauseingang" treten, werden dann jedoch positiv überrascht als Dawid die Tür zur Loft öffnet.

    Wir treten direkt in das Wohnzimmer mit offener Küche ein, das Badezimmer hat eine sehr alte, frei stehende Badewanne (endlich mal wieder baden👏🏻👏🏻)
    und der Vogel begrüßt uns (gegen Futter) mit einem Tänzchen. Wir sind sehr zufrieden mit der Unterkunft und vor allem mit unserem super netten Mitbewohner, kommen auf unserem Zimmer erst einmal an und lauschen dem Tromptenspiel und Gesang auf der Straße (bei der Lautstärke bleibt uns auch gar nichts anderes übrig 😉).

    In der Tagesbilanz hatten wir heute wohl doch einige Male Glück im Unglück, manchmal nur Unglück und zum Ende des Tages zum Glück wieder viel Glück 😊.
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