• Mykene, die Festung des Agamemnon

    April 3, 2022 in Greece ⋅ ☀️ 17 °C

    40 Kilometer entfernt auf dem Weg nach Nafplion lag dann unser nächstes Ziel, das legendäre Mykene, die Festung des Agamemnon. Die über 3000 Jahre alte Anlage mit ihren wuchtigen Zyklopenmauern und dem Löwentor ist Weltkulturerbe der Unesco und eine der großen, kulturhistorischen Attraktionen Griechenlands. Entdeckt hatte die Reste Heinrich Schliemann vor etwa 130 Jahren.
    In der Bronzezeit war Mykene Königspalast, Festung und Haupstadt, hier herrschte u. a. eben der mächtige Agamemnon, in der griechischen Mythologie der Anführer der Griechen im Trojanischen Krieg und Herrscher von Mykene. Die schöne Helena war die Frau seines Bruders. Hier wurde von Schliemann auch die legendäre Goldmaske gefunden, die er Agamemnon zuordnete. Nach neueren Untersuchungen ist sie jedoch 300 Jahre zu alt, um zeitlich mit der Schlacht um Troja zu passen.
    Besonders beeindruckend sind die Zyklopenmauern, die aus tonnenschweren, exakt angepassten Steinblöcken besteht. Wie musste man sich in der Bronzezeit vorgekommen sein, wenn man die Burg von der Ferne sah und dann die riesige Mauer. Die konnten natürlich nur Götter gebaut haben, oder eben die großen, einäugigen Zyklopen, die in den Diensten der Götter standen, daher der Name.
    Faszinierend übrigens auch die Blütenpracht hier im Frühjahr. Da sagen Bilder einfach mehr.

    Im nahegelegenen Dorf stand dann erst einmal eine Mittagspause an, mit guten Essen und etwas Wein, dann ging es weiter nach Nafplio, wo wir uns drei Tage in einem nahegelegenen Hotel aufhalten werden. Unterwegs noch einen großen Kunst- und Antiquitätenshop entdeckt, den wir auf dem Rückweg auf jeden Fall ausgiebig besuchen werden und abends einen ersten Eindruck der Hafenstadt gewonnen. Und es ist klar, für die Stadt mit der wunderbaren Altstadt, den Geschäften und Restaurants sowie den zwei Festungen auf Bergen ringsherum müssen wir uns einiges an Zeit nehmen.
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