• Zu Ehren der griechischen Götter

    April 16, 2022 in Greece ⋅ ☁️ 16 °C

    Das antike Nemea stand heute Morgen als erstes auf dem Programm. Bei der Hinfahrt hatten wir es ausgelassen. Es war einer der vier Austragungsorte für die panhellenischen Spiele. Dabei handelte es sich um sportliche Wettbewerbe zu Ehren der griechischen Götter. Sie fanden in Nemea, Korinth, Delphi und in Olympia statt. Ursprünglich waren es Wettkämpfe unter Kriegern in voller Montur, später traten die Kämpfer nackt an, einzige Ausnahme war der Waffenlauf. Auch die olympischen Spiele gehörten zu den panhellenischen Spielen. Besichtigen kann man heute den Zeus Tempel, den man teils restauriert hat, das Stadion und ein sehenswertes Museum. In Nemea wurde die Spiele von 573 v. Chr. an abgehalten.
    Seit dem Sommer 1996 finden wieder Nemeische Spiele im Stadion statt. Alle zwei Jahre treffen sich Jugendliche, um die Spiele nach alten Regeln abzuhalten. Es gibt keine Rekorde, keine Medaillen und keine Preisgelder. Die Sportler treten barfuß an und in einer weißen Tunika. Zuletzt kamen 8000 Besucher zu den Spielen, die von Prominenten wie Nicolas Cage und Mikis Theodorakis unterstützt werden. Die „Society of the Revival of the Nemean Games“ zählt inzwischen 1800 Mitglieder.
    Knapp zehn Kilometer entfernt findet sich das Heraion, mithin das größte und bedeutendste Hera-Heiligtum. Der Kult um die Gemahlin des Zeus wurde sehr aufwändig betrieben. Bei den jährlich stattfindenden Festivitäten wurde die Vermählung von Zeus und Hera nachvollzogen. Sie dauerten wie eine richtige Hochzeit drei Tage. Begleitet wurden die Festlichkeiten von sportlichen Wettkämpfen und kulturellen Handlungen. Hundert, damals besonders verehrte Kühe sollen der obersten Göttin geopfert worden sein. Erhalten ist nicht mehr viel, ein Spaziergang lohnt aber auch schon wegen den schönen Ausblicken ins Tal.
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