• Zum Abschluss, noch ein paar Ruinen

    16 aprile 2022, Grecia ⋅ ⛅ 21 °C

    Wir sind in Argos, genauer bei den Ruinen des antiken Argos. Am Rande der lauten und hektischen Stadt Argos mit 27.000 Einwohnern finden sich am Fuße des Lárissa-Berges u. a. Reste des Theaters, römische Thermen und ein Odeon. Das Theater fasste etwa 20.000 Zuschauer und ist aus dem Felsen des Berghanges geschlagen. Es soll größer als das von Athen oder Epidauros gewesen sein und wurde Ende des 4. Jhr. v. Chr. erbaut. Es ist recht gut erhalten, auch wenn die Natur langsam wieder Besitz davon ergreift.
    Direkt davor finden sich Reste römischen Thermen, besonders beeindruckend sind die einer zehn Meter hohen Ziegelmauer. Da kann man sich die Dimensionen der Anlage recht gut vorstellen, zudem Schautafeln mit Rekonstruktionen der ehemaligen Gebäude alles recht gut veranschaulichen. Die Thermen dienten einst nicht nur hygienischen Zwecken, sondern waren im ganzen römischen Reich Treffpunkt für geschäftliche und politische Gespräche.
    Nahe findet sich noch die Überbleibsel des Odeon mit Platz für 1800 Besucher, hier fanden wohl politische Versammlungen statt und es diente als Kleinkunstbühne. 14 der ehemals 35 Sitzreihen sind noch vorhanden, alles war einst überdacht.
    Zu guter Letzt fuhren wir mit dem Auto noch hoch auf dem Lárissa-Berg, finden sich hier doch die Reste einer einst beeindruckenden Festung und auch der grandiose Blick über die Stadt und die argolische Ebene lohnt. Die Burg basiert auf Bauten der Byzantiner aus dem zehnten Jahrhundert, im 13. und 14. Jahrhundert bauten die Herzöge von Athen die Festung weiter aus. Anschließend legten die Venzianer noch Hand an.
    Das war es dann auch, zurück ins Hotel und noch ein kurzer Bummel durch Mykéne – wir waren glaube ich die einzigen Touristen und vieles war noch zu, ein Gläschen Wein und gut gegessen. Morgen geht es zurück nach Athen und Deutschland. 15 Tage Peleponnes, es hätten gerne noch einige Tage mehr sein können, den Norden der Halbinsel ließen wir aus. Aber auch so lohnt ein Besuch, viel Geschichte und Kultur, nette Menschen, Griechenland ist immer wieder eine Reise wert.
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