• Weltkulturerbe Blegny-Mine

    July 19 in Belgium ⋅ ☁️ 29 °C

    Die Blegny-Mine, seit 2012 Weltkulturerbe der Unesco, liegt in der Nähe von Lüttich. Das war unser nächstes Ziel. Schon im 16. Jahrhundert begann hier der Kohleabbau. In den besten Jahren um 1970 förderten 680 Bergarbeiter über 230.000 t hochwertige Anthrazitkohle. Die Mine reichte 700 m in die Tiefe, die unteren Bereiche sind jedoch inzwischen verfüllt respektive überflutet. Bei einem Rundgang kann man Schacht Nr. 1 besuchen, der in 30 und 60 m Tiefe verläuft. Geschlossen hat man die Mine 1980, da man 1975 beschloss, die Subventionen für die wallonischen Bergwerke zu streichen. Damit lohnte der Abbau nicht mehr.
    Heute besuchen jährlich um die 50.000 bis 70.000 Menschen die Mine, können dort im Rahmen von Führungen in den Stollen einfahren und den Ablauf der Kohleförderung vom Abbau bis zur Wasch-und Sortieranlage und der Verladung besichtigen. Dabei kann man auch kurz die Druckluftwerkzeuge in Betrieb nehmen und den Lärm genießen, den die Arbeiter den ganzen Tag ausgesetzt waren. Ein Bergwerksmuseum ergänzt das alles und wer noch Zeit und Lust hat, kann sich mit der überraschenden Artenvielfalt und dem Biotop auf der ehemaligen Abraumhalde befassen. Auf dem Schieferberg, einem Überbleibsel der Halde, hat die Natur ihren Platz zurückerobert. Und in 57 m Höhe bietet sich ein herrlicher Ausblick auf die Gegend.
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