• Waterloo - Napoleons Ende

    July 21 in Belgium ⋅ ⛅ 20 °C

    Waterloo, an diesem Ort erlebte Napoleon die entscheidende Niederlage und das veränderte die Geschichte Europas nachhaltig. Wenn jemand ein Fiasko mit irreversiblen Folgen erleidet, hat er sein persönliches Waterloo erlebt. Die entscheidende Schlacht fand am 18. Juni 1815 statt, beteiligt waren u. a. die Armeen Napoleons und die koalitionierten Truppen unter dem Befehl vom Duke of Wellington (Großbritannien) und von Blücher (Preußen). Versuchte Napoleon nach seiner Rückkehr aus dem Exil auf der Insel Elba seine Macht in Frankreich wiederherzustellen und die Kontrolle über Europa zurückzugewinnen. Die Kämpfe in Waterloo waren hart und sehr blutig. Letzendlich führten taktische Fehler seitens Napoleons zu seiner Niederlage und dass die Preußen rechtzeitig eintrafen, um Wellington zu unterstützen. Nach dieser Schlacht wurde Napoleon erneut ins Exil, diesmal auf die Insel St. Helena verbannt, wo er bis zu seinem Tod 1821 blieb. Die Schlacht von Waterloo hatte tiefgreifende Auswirkungen auf die europäische Politik und das Machtgefüge des Kontinents. Sie führte zur Gründung des Wiener Kongresses 1815 und zu einer langen Friedensperiode in Europa, die als Pax Britannica bekannt wurde.
    Auf französischer Seite dürften etwa 73.000 Soldaten an der Schlacht beteiligt gewesen sein, unter Wellington dienten 68.000 Mann und die Preussen boten noch mal 50.000 Mann auf. Schätzungen zufolge gab es an diesem Tag 25.000 bis 30.000 Tote und Verletzte auf französischer Seite und 20.000 bis 25.000 bei der Koalition. Zu Tausenden säumten Tote und Sterbende und tausende tote Pferde das Schlachtfeld. Einheimische versuchten sich zu bereichern und nach wenigen Tagen kamen die ersten Souvenirsammler und Touristen.
    Die Toten begrub man in Massengräbern in diesen für ihre Löss-Gegend typischen Hohlwege. Bei späteren Grabungen fand man nur noch zwei Skelette. Erst 2022 fanden Historiker heraus, dass man etwa 20 Jahre nach der Schlacht die Gebeine ausgegraben hatte, um sie an die Zuckerindustrie zu verkaufen. Knochenkohle verwendete man damals als Filtermaterial, um den Zucker zu entfärben.
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