• Bibbona - einst eine mächtige Festungsanlage

    May 26 in Italy ⋅ ☀️ 33 °C

    Unser zweites Ziel ist das Dorf Bibbona, ebenfalls eine geschichtsträchtige Gemeinde, deren historisches Zentrum auf einem Hügel an der toskanischen Etruskerküste thront. Die Ursprünge der Siedlung reichen weit über die etruskische Epoche hinaus bis in die Steinzeit zurück, wovon ein tholosartiges Grabmal aus dem sechsten Jahrhundert vor Christus zeugt. Im Mittelalter entwickelte sich der strategisch günstig gelegene Ort zu einer der mächtigsten Festungsanlagen der Maremma. Um das Jahr Tausend ging die Herrschaft ebenfalls an die Grafen della Gherardesca über, bevor Bibbona zu einer freien Kommune der Republik Pisa wurde. Nach langwierigen, erbitterten Kämpfen zwischen den regionalen Großmächten fiel das Dorf schließlich im frühen fünfzehnten Jahrhundert auch unter die Kontrolle von Florenz.
    Heute besticht die historische Altstadt durch ihre städtebauliche Struktur, da sie die kreisrunde, wehrhafte Form einer antiken bewohnten Festung bewahrt hat. Das dichte Labyrinth aus steingepflasterten, verwinkelten Gassen, Torbögen und steilen Treppenaufgängen versprüht einen unberührten, mittelalterlichen Charme abseits der großen Touristenströme. Zu den architektonischen Höhepunkten gehört die im elften Jahrhundert errichtete Pfarrkirche San Ilario, die wegen ihres seltenen, trapezförmigen Grundrisses kunsthistorisch von besonderer Bedeutung ist.
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