• Werner Götz
  • Werner Götz

Norwegen mit dem Postschiff

Unterwegs auf einem Postschiff der Hurtigruten-Linie von Bergen nach Kirkenes in Sachen Polarlichter, Hundeschlitten und Motorschlitten Read more
  • Trip start
    January 26, 2020
  • Ålesund bis Trondheim

    January 28, 2020 in Norway ⋅ ☁️ 3 °C

    Eine Reise mit dem Postschiff entlang Norwegens Küste, und das mitten im Winter ist eher etwas ungewöhnlich. So geht im Januar nördlich des Polarkreises die Sonne nicht mehr auf. Ganz dunkel ist es tagsüber Ende Januar dennoch nicht, auch wenn die Sonne den Horizont nicht übersteigt. Richtig dunkel ist es vom frühen Nachmittag an bis zum späten Morgen, ideale Voraussetzungen also, um das Nordlicht zu beobachten. Und eben diese Nordlichter sind ein Höhepunkt einer Winterreise und Grund dafür - neben Hunde- und Motorschlittenfahrten sowie weniger Reisenden. Das alles ist halt nur im Winter möglich.
    Wir sind in Bergen gestartet, machten bis dato Langgänge etwa in Ålesund, Molde, Trondheim und haben heute in der Frühe den Polarkreis überquert.
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  • Die ersten Polarlichter

    January 29, 2020 in Norway ⋅ 🌬 2 °C

    Unsere ersten Nordlichter, Aurora Borealis. Ursächlich dafür sind geladene Teilchen des Sonnenwindes, die auf die oberen Schichten der Erdatmosphäre treffen. Das Magnetfeld der Erde sorgt dafür, dass die Teilchen zu den Polen geleitet werden. Verbinden sie sich mit Stickstoff- oder Sauerstoffatomen entsteht dabei das Nordlicht.
    Voraussetzung für die Beobachtung des Nord- oder Polarlichtes ist ein dunkler und klarer Himmel. Findet diese Reaktion doch in etwa 100 Kilometern Höhe statt, also weit oberhalb der Wolkendecke. Nur: Nordlichter verhalten sich gern wie eine Diva, erscheinen dann, wenn sie Lust haben. Ideal ist kaltes und trockenes Wetter und in diesen Breiten die Zeit zwischen 18 Uhr abends und 1 Uhr nachts.
    So richtig erforscht ist das Phänomen auch heute noch nicht. Kein Wunder, dass die Menschen in früheren Zeiten den Lichtern mit Angst und Respekt begegneten oder einfach von ihnen verzaubert wurden. Sie schufen Märchen und Sagen um die Nordlichter, brachten sie mit Göttern, Kriegern und Fabelwesen in Verbindung, auch Philosophen, Chronisten und Wissenschaftler befassten sich seit jeher mit ihnen.
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  • Am Polarkreis

    January 29, 2020 in Norway ⋅ ☁️ -1 °C

    Früh überqueren wir den Polarkreis in nördlicher Richtung. Ab hier geht im Juni die Sonne nicht mehr unter. Gefeiert wird die Überquerung mittels einer Taufe. Sprich, es wird einem Eis in den Nacken geschüttet, zum Aufwärmen gibt es dann einen Likör. Und wer möchte kann hier auch eine Postkarte abgeben, mit entsprechendem Stempel.Read more

  • In Tromsø, dem Tor zur Arktis

    January 30, 2020 in Norway ⋅ ⛅ -5 °C

    Wir sind in Tromsø. Die Stadt wurde erst vor rund 200 Jahren gegründet, obwohl hier schon seit tausenden von Jahren Menschen leben. Anfang des 20. Jahrhunderts diente Tromsø gern als Ausgangspunkt für Expeditionen ins Eis. Deswegen bekam die Stadt den Beinamen „Tor zur Arktis“. Zudem wurde die Stadt schnell ein Zentrum für Polarjäger in der arktischen Region. Heute kommen vor allem Jäger des Polarlichtes und Outdoor-Fans. Ist eigentlich einen längeren Aufenthalt wert als die vier Stunden, die wir haben.Read more

  • Honningsvag, auf zum Nordkapp

    January 31, 2020 in Norway ⋅ ☁️ -5 °C

    Heute morgen stoppen wir in Honningsvag, Ausgangspunkt für eine Fahrt zum Nordkap. Vorher haben wir mit der MS Polarlys die nördlichste Spitze des Kontinents gequert, den 71. Breitengrad. Von Honningsvag aus geht es normalerweise mit einem Bus zum oft fälschlicherweise als nördlichsten Punkt des Kontinents bezeichneten Kap. Das ist jedoch Kinnaroden, etwas nordöstlich gelegen, aber weit schwerer zu erreichen. Nur macht uns das stürmische Wetter einen Strich durch die Rechnung, die Fahrt zum Nordkap wird aus Sicherheitsgründen gestrichen. Die Temperaturen am Kap liegen unter -30 Grad Celsius. In Honningsvag ist es dagegen mit - 5 Grad recht mild. Ein Grund mehr, diese Tour auch mal im Sommer zu machen. Wir kommen wieder.Read more

  • Kirkenes - am Wendepunkt

    February 1, 2020 in Norway ⋅ ☁️ -13 °C

    Heute haben wir Kirkenes erreicht. Von hier aus geht es wieder südwärts, zurück nach Bergen. Die Stadt liegt nahe der russischen Grenze auf einem Längengrad von 30 Grad östlicher Richtung, mithin tiefer im Osten als St. Petersburg und Istanbul.
    Wir haben eine Tour mit dem Hundeschlitten vor. Den Huskys macht es sichtbar Spaß und sie freuen sich tierisch über uns Besucher. Sie sind extrem ausdauernd, unser Gespann (12 Hunde) ist ein Renngespann für die Langstrecke - etwa 1200 km in sechs Tagen, am Tag schaffen sie bis zu 250 km mit 12 bis 14 km/h. Dann benötigen sie etwa 8.000 bis 10.000 Kalorien pro Tag.
    Gut trainiert kann ein Hund das Neunfache seines Eigengewichtes ziehen. Die Hunde besitzen einen sehr guten Orientierungssinn, kommen nie von bekannten Wegen ab, selbst wenn diese dick zugeschneit sind. Und meiden etwa dünne Eisstellen, die der Musher (Hundeführer) gar nicht bemerken kann. Einfach ein schöner Tag.
    Heute ist es übrigens schön warm, minus 10 °C. Vor ein paar Tagen noch herrschten starke Winde und minus 35 °C. Deswegen wurde ja das Nordkapp gecancelt.
    Weniger schön, ich wollte heute Nacht von 0.30 bis 3 Uhr eine Schiffsetappe über Land mit einem Motorschlitten durch die eisige Landschaft zurücklegen, wird ebenfalls gecancelt, wetterbedingt.
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  • Hammerfest, weit oben im Norden

    February 2, 2020 in Norway ⋅ ⛅ -4 °C

    Wir sind wieder auf dem Rückweg, südwärts. Unter anderem besuchen wir Hammerfest, das offiziell mit dem Slogan "Nördlichste Stadt der Welt" wirbt. Das ist sie aber definitiv nicht. Da gibt es die Städte Honningsvag, von der wir gerade herkommen oder Barrow in Alaska, beide liegen nördlicher. Nicht zu vergessen Longyearbyen auf Spitzbergen. Dennoch, das tut dem Charme Hammerfest´s keinen Abbruch. Die Stadt ist ein Zentrum der Samenkultur und Heimat des Eisbärenclubs, den wir auch besuchten.Read more

  • Wieder in Tromso

    February 3, 2020 in Norway ⋅ ☁️ -1 °C

    Kurz nach Mitternacht erreichen wir wieder Tromsø. Und was bietet sich da besser an, als ein Mitternachtskonzert in der Eismeerkathedrale zu besuchen. Gespielt wurden u. a. norwegische Lieder und Musik von Edvard Grieg aus der Peer-Gynt-Suite. Eine Sopranistin, ein Pianist und eine Trompetenbläserin unterhielten uns etwa 45 Minuten lang in der wunderbaren Akustik der Kirche.Read more

  • Die Inselwelt der Vesteralen

    February 3, 2020 in Norway ⋅ ☁️ -2 °C

    Gegen 1 Uhr 30 waren wir nach dem Konzert zurück am Schiff. So wurde es eine kurze Nacht, früh morgens ging es schon um acht Uhr auf eine rund sechsstündige Tour mit dem Bus durch die Inselwelt der Vesteralen. Eine wunderschöne Fahrt mit mehreren Stopps, u.a. mit einer Kirchenpredigt und einem Museumsdorf durch eine tief verschneite Fjordlandschaft bis wir wieder zwei Häfen weiter auf die MS Polarlys zustiegen.Read more

  • In Svolvær

    February 3, 2020 in Norway ⋅ ☁️ -1 °C

    Am Abend legen wir dann in Svolvær an, einem ehemaligen Fischerdorf, das eine jahrhundertealte Seefahrertraditionen bewahrt. Heute leben hier um die 4800 Menschen. Geschäfte, Galerien, Cafés und Restaurants sind über die gesamte Stadt verteilt. Nur war schon nahezu alles geschlossen. Dennoch ein schöner Abendspaziergang durch eine eisige Stadt.Read more

  • Im Zentrum Norwegens - Brønnøysund

    February 4, 2020 in Norway ⋅ ❄️ 0 °C

    Am Nachmittag besuchen wir Brønnøysund. Die Stadt liegt genau in der Mitte Norwegens. Der Name basiert auf dem altnordischen Wort Brunney oder brunnur und bedeutet Brunnen oder Quelle. Sprich. Für die alten Seefahrer gab es hier Süßwasser. Im Zentrum findet sich die steinerne Brønnøy-Kirche von 1870 im neugotischen Stil. Ansonsten bietet sich ein Bummel durch die Stadt an oder entlang des Jachthafens. Das Wetter hat umgeschlagen, es herrscht starker Schneefall und Wind, also keine Chance mehr auf Polarlichter.Read more

  • Zurück in Bergen

    February 6, 2020 in Norway ⋅ ☁️ 7 °C

    Auf der weiteren Rückfahrt bliebe noch Zeit für einen zweiten Besuch von Trondheim. Nur ist der Anlieger außerhalb der Stadt und der Halt am frühen Morgen, so dass wir diesmal auf einen Landgang verzichten. Es folgte die Fahrt durch den majestätischen Trondheimsfjord, wenn auch bei nebeligem Wetter. Er ist 170 km lang und bis zu 25 km breit. Und recht tief, bis zu 577 m. Es folgen Kristiansund und bei Nacht die Häfen Ålesund, Torvik und Måløy. Damit nähert sich die zwölftägige Reise dem Ende. An 33 von 34 Häfen hat die MS Polarlys angelegt – einer fiel des Wetters wegen aus. Insgesamt hat das Schiff rund 2700 Seemeilen zurückgelegt.
    Vor Bergen lässt sich noch die Landschaft genießen, die an einem vorbei gleitet. Etwa der Nordfjord unterhalb des Jostedal-Gletschers. Oder im Geiste die Höhepunkte der Reise wie die Hundeschlittenfahrt oder die faszinierenden Polarlichter.
    Die Postschiffsreise an Norwegens Küste ist auch im Winter eine Reise wert, vielleicht sogar gerade dann. Lebhafte Städte wechseln sich mit kleinen, ruhigen Fischerdörfern und weiten Landschaften ab. Besonders bemerkenswert, die fehlende Lichtverschmutzung. Voraussetzung für die Beobachtung der famosen Nordlichter.
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    Trip end
    February 6, 2020