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  • Day3

    Der letzte Tag 2018 - Part Two

    December 31, 2018 in Hungary ⋅ ⛅ 2 °C

    ...des letzte Event des Tages, eine Bootstour auf der Donau und zwar bei Nacht. Unbedingt machen, wenn es euch nach Budapest verschlägt. Ich habe zwar schon den einen oder anderen nächtlichen Bummel an der Donau gemacht, die Tour auf dem Wasser ist nochmal ganz besonders. Zur Einstimmung auf den Jahreswechsel gab es auch noch einen Sekt für alle an Board. Ich habe mich für die einstündige Tour entschieden, weil ich Mitternacht wieder von Bord sein wollte. Man kann auch eine ganze Silvesterparty auf einem Schiff buchen oder eine Dinnertour. Das Böötchen ist an allen großartig beleuchteten Highlights am Donauufer vorbei getuckert, unter den Brücken hindurch, die natürlich auch kunstvoll angestrahlt werden, einmal um die Magareteninsel (für einen Besuch auf der Insel hatte ich leider zu wenig Zeit) herum und auf der anderen Donauseite zurück.
    Nach Ende meiner Tour war es 21:00 Uhr und ich bin erstmal ins Hotel zurück, um Ballast abzuwerfen, wollte die Kameraausrüstung nicht dabei haben. Bevor das Jahr 2018 sich verabschiedet habe ich mir noch ein kleines Abendmahl gegönnt und bin dann Richtung Kettenbrücke, um mir einen Platz für das Feuerwerk zu suchen.
    Solche Straßenpartys wie in Barcelona oder Edinburgh hat Budapest nicht. Es gibt kleine Straßenfeste, viel spielt sich bei den Ungarn aber in den heimischen vier Wänden oder in Bars und Restaurants ab.
    Aber an dem Tag gab es überall an jeder Ecke bis zum abwinken Glühwein. Und der ist richtig lecker, nicht so süß, im offenen befeuerten Kesseln, mit Gewürzen und Orangenscheiben. Dort haben mich dann auch die beiden Jungs angesprochen, mit denen ich dann die Wartezeit bis zum Feuerwerk überbrückt habe.
    Manuel und Manuel, die hießen beide wirklich Manuel, das war schon der erste Lacher. Manuel aus Brasilien und Manuel aus Spanien, wollten von mir wissen, ob das der perfekte Platz für das Feuerwerk ist. Tja, ich weiß es doch auch nur vom Hörensagen, da es aber immer mehr Menschen wurden, haben wir dann vermutet, das muss der perfect place sein.
    Angestoßen wurde mit Glühwein und dann das Feuerwerk... mmmhhh. Ja es gab eins, aber sehr bescheiden wurden zwischen Gellértberg und Heldenplatz ein paar Raketen gestartet. Wir haben dann immer noch auf den großen Knall gewartet... da kam aber nichts mehr, außer ein paar Privatinitiativen. Private Feuerwerke sind in der Silvesternacht von 18:00 Uhr bis morgens 06:00 Uhr erlaubt, hatte mir Anna bei der Führung erzählt. Aber selbst das war sehr verhalten und kein Vergleich zu dem, was man in Deutschland in den Himmel schießt.
    Entschädigt hat der toll beleuchtete Anblickt der beiden Donauufer.
    Zurück im Hotel habe ich den Rest der Party noch mitbekommen und bin mir sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Hatte sowieso keine Garderobe dafür mit ;-).

    Am Morgen, als ich zum Frühstück war, waren alle Spuren der Party beseitigt. Da waren wohl einige die ganze Nacht fleißig. Ein Besuch im Thermalbad war heute leider nicht möglich, da dieses erst um 11:00 Uhr öffnete und ich musste ja noch nach Hause.

    Nach dem Frühstück habe ich einen letzten Blick über die Donau geworfen und habe dann mein Auto wieder eingesammelt. Auch der Weg nach Hause war staufrei. Nur die Sonne ist in Budapest geblieben.

    Fazit: Ich muss da noch mal hin! Habe leider nicht alles gesehen, was auf meinem Plan stand. Auch wenn der Silvesterabend nicht mit den beiden letzten Jahren zu vergleichen war, hat mir Budapest sehr gefallen und die Kombination mit einem Thermalbad-Besuch hat schon fast etwas von Wellnesswochenende.

    Es ist noch eine Frage offen - warum denn keine Fotos vom Thermalbad. Ich sag nur Feuchtraum, Wasser und so hohe Luftfeuchtigkeit sind der Feind meiner Kamera und meines Mobilephones.
    Die bekannten Thermalbäder in Budapest sind sehr alt, das Gellért feiert seinen 100. Geburtstag. Das Ambiente hat seinen Charme und das warme Wasser ist herrlich. Ich war immer sehr früh dort und es war ziemlich leer. Am Tag gab es an der Kasse schon mal Schlangen. Der Eintritt kostet 20€, als Hotelgast habe ich nur die Hälfte bezahlt und hatte die Bequemlichkeit, mich im Zimmer umziehen zu können. Wenn dieser Umstand anders gewesen wäre, dann hätte ich nur einen einmaligen Besuch geplant…. und im Schwimmbecken herrscht Badekappenpflicht 😱- sehr geil 😱. Kann man aber direkt vor Ort erwerben - schicke Gummibadekappe. Bei meinem nächsten Besuch in Budapest würde ich mal ein anderes Bad „testen“.
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