März 2018 - September 2019
  • Day6

    Marseille Fazit

    April 5, 2018 in France ⋅ 🌙 12 °C

    Auch ein unfreiwillig verlängerter Urlaub geht zu Ende.
    Heute Morgen habe ich sehr früh die Heimreise angetreten. Der Flieger von Marseille ging pünktlich und nach einem Frühstück mit belgischen Waffeln auf dem Airport in Brüssel auch mein Anschlussflug nach Frankfurt.
    Grauer Himmel und Regen haben mich in Frankfurt begrüßt. Mein Shuttle hat mich dort eingesammelt und mich zu meinem Auto gebracht. Voll süß der Typ, wollte keine Extrazahlung für die zwei Tage länger parken. Hab ihm nur die Kaffeekasse aufgefüllt. Das sorgte dann wenigstens im Herzen für Sonne. Jetzt wartet der Papierkampf mit der Airline auf mich, um meine Zusatzkosten einzutreiben und laut europäischem Fluggastrecht steht mir für dieses „Leid“ des ersatzlos gestrichenen Fluges eine Entschädigung zu...😄
    Ich konnte den gestrigen Tag aber gut genießen. Marseille ist eine Reise wert. Es gibt spannendes zu entdecken in dieser Stadt und das bei tollem Frühlingswetter. Erobern lassen sich von hier aus auch andere tolle Städte der Provence oder der Côte d’Azur, was mein Travelbuddy Lady M. heute getan hat. Ich wurde den ganzen Tag mit tollen Bildern aus Nizza „neidisch“ gemacht.
    Sehr anstrengend fand ich die Verständigung. Ist es Stolz oder Arroganz? Selbst an Touri Hotspots ist es mit Englisch zum Teil recht schwer gewesen. Ausstellungen, Speisekarten, Preistafeln alles nur in Französisch. Das ist ja manchmal ganz spannend, kann aber auch anstrengend und nervig sein.
    Marseille ist auf Grund seiner Geschichte sehr bunt. Man findet viele arabische/ orientalische Einflüsse. Viele Jahre hatte die Stadt einen sehr schlechten Ruf und eine hohe Kriminalität. Hier hat die Stadt einige Anstrengungen unternommen, um sich im Kulturhauptstadtjahr 2013 für Besucher attraktiv zu präsentieren.
    Wir haben uns gut aufgehoben gefüllt. Unsere Wohnung, nicht weit vom Hafen, hatte einen besonderen Charme, klein aber gemütlich, auch wenn das Treppenhaus und die Straße nicht so einladend wirkten.
    Kulinarisch haben wir es uns gut gehen lassen. Um den Alten Hafen findet man jede Menge Restaurant, aber hier sollte man vorher auf die Karte schauen - Touri Hotspot kann auch überteuert sein. Das ist aber nicht nur in Marseille so.
    Auf der Hafenseite gegenüber vom Rathaus gibt es in der „zweiten Reihe“ ein paar richtig tolle Restaurants und in den Seitengassen findet man viele kleine Geschäft und Boutiquen.
    Unser Ziel, nämlich Sonne tanken ohne Winterpelz, haben wir erreicht und mit dem Meer vor der Tür ist das noch ganz besonders schön.
    In diese Ecke kann ich mir auch weitere Ausflüge vorstellen. So mondäne Orte wie Cannes, Nizza oder ein Abstecher nach Monaco. Auch den Nationalpark mal zu Fuß erobern oder die riesen Felder mit blühendem Lavendel....
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  • Day5

    Leben ist das, was man daraus macht

    April 4, 2018 in France ⋅ ⛅ 13 °C

    Am Morgen hieß es erstmal ein wenig Termine verschieben und umorganisieren, da die Arbeitswelt noch ein wenig auf mich warten muss.
    Somit sind wir heute recht spät aufgebrochen und haben Frühstück und Lunch zusammen gelegt. Die Uhrzeit rechtfertigte dann auch schon den ersten Aperol 🥂.
    Fort Saint Jean und MuCEM standen dann auf dem Programm. Heute geöffnet!
    Auf das Gelände kommt man ohne Eintritt. Und das kann ich nur empfehlen, ein tolles „Alt- Modern“ Kontrastprogramm. Ich bin zuerst durch die toll sanierten Anlagen des alten Fort spaziert. Zwischen den Gängen findet man Sonnenliegen, schon mal sehr verführerisch bei diesem Wetter. Ich habe den alten Wachturm erobert, hier führt eine schmale Wendeltreppe nach oben. Von dort hat man einen herrlichen Blick auf den Alten Hafen mit den vielen Booten und über allem thront die Kathedrale.
    Über eine schmale Brücke kommt man in den modernen Ausstellungskomplex, der wirkt wie mit einem Netzt überzogen. Dieses „Netz“ sorgt für tolle Perspektiven und Lichtspiele, wenn die Sonne scheint. Je tiefer die Sonne steht, um so größer werden die „Netzschatten auf der Dachterrasse. Und hier war der perfekte Platz für ein Sonnenbad am Nachmittag. Windgeschützt und immer die Schattenspiele und das Meer vor Augen. Einmal eine Sonnenliege erobert, haben wir sie nicht mehr hergegeben. Beendet hat unser Sonnenbad leider die Schließzeit des Museums um 18:00 Uhr.
    Ich habe auf den Ausstellungsbesuch verzichtet, da man nur Tickets für den gesamten Komplex und alle Ausstellung erwerben kann. Ich wollte nur Fotos sehen und nicht Piccaso oder eine Ausstellung über die Entwicklung des Fußballs im Mittelmeerraum. Da war ich dann zu geizig und wir haben lieber noch mal in ein Sonnenuntergangsgetränk im Alten Hafen investiert.
    Mein unfreiwilliger Urlaubstag war super entspannt, mit noch mal ordentlich Sonne.
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  • Day4

    Der Mensch macht Pläne...

    April 3, 2018 in France ⋅ 🌙 14 °C

    ...und das Schicksal lacht, war das Motto meines Tages. Dazu aber später.
    Der Plan für den Tag, lecker Frühstücken und dann Richtung Fort Saint-Jean und MuCEM. Nochmal quer durch den Alten Hafen - hier stehen jeden Morgen die Fischhändler mit ihrem frischen Fang, vorbei am Rathaus der Stadt, Richtung Hafeneinfahrt. Zum Rathaus gibt es eine witzige Fährverbindung, von einer Seite des Hafens zur anderen- soll die kürzeste Fährverbindung der Welt sein. Das Fort und MuCEM ist ein Museumskomplex an der Einfahrt zum Alten Hafen mit kontrastreicher Architektur. Er besteht aus dem alten Fort aus dem 17. Jahrhundert und zwei modernen Gebäudekomplexen, von denen eins wirkt, als wäre es von einem Spinnennetz überzogen und das zweite sieht aus, wie ein überdimensionales Sprungbrett. Gucken ging heute nur von außen... am Dienstag sind in Marseille alle Museen geschlossen, mussten wir leider feststellen.
    Wir sind dann noch mal durch die Gassen des Altstadtviertels Le Panier gebummelt, wo es immer wieder was zu entdecken gibt.
    Dann sollten sich unsere Wege trennen. Mein Flug nach Hause, Lady M. darf noch bis Samstag bleiben.
    Ein wenig traurig darüber, haben wir uns am späten Nachmittag verabschiedet, nicht ahnend, dass wir uns sehr schnell wieder sehen...
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    Ich bin mit dem Airportshuttle zum Flughafen gefahren, bin durch den Sicherheitscheck, habe einen Kaffee geordert und wollte die Wartezeit bis zum Boarding mit meiner Tageszusammenfassung überbrücken.
    Mir war schon aufgefallen, dass einige Flüge vom Morgen auf den Abend verschoben worden sind. Im Netz hatte ich gelesen, dass es am Vormittag Probleme durch eine Computerpanne bei der europäischen Flugsicherung gab, welche zu massiven Störungen im europäischen Flugverkehr geführt haben. Und dann kam die Info zu meinem Flug- Flug annulliert. Nicht verspätet, nein, gestrichen!!!
    Anfangs hab ich tatsächlich gedacht, ich komme dort irgendwie noch weg... Das war aber nicht der einzige annullierte Flug und alle wollten an ihr Ziel. Hilfe durch die Fluggesellschaft... Fehlanzeige. Hilf dir selbst, lieber Fluggast, wir erstatten dir den Aufwand.
    Andere Flüge nach Frankfurt an dem Abend - Fehlanzeige.
    Die Bahn - abgesehen von der extremen Zeitdauer, die französische Bahn streikt gerade.
    FlixBus - ausgebucht.
    Mietwagen - exorbitant teuer, durch die Einwegmiete und 1000 km reite selbst ich nicht einfach so runter.
    Nächste mögliche Option - Flug über Brüssel nach Frankfurt am Donnerstag. Gebucht!
    Parkplatz für mein Auto, welches in Frankfurt steht, telefonisch verlängert.
    Mein Glück, ich brauch kein Bett zusätzlich suchen. Lady M. wohnt bis Samstag noch in unserem Airbnb Apartment und ich durfte wieder einziehen.
    Die Gute hat mir sogar mein Bett wieder bezogen, welches ich heute morgen abgezogen hatte. Da hab ich mich doch gleich wieder willkommen gefühlt.
    Jetzt muss ich es meinem Arbeitgeber noch schonend beibringen, dass man erst ab Freitag wieder mit meiner Arbeitskraft rechnen kann.
    Ich hoffe ich kann den zusätzlichen Tag morgen trotz allem genießen.
    Ich sollte es positiv sehen, kann ich morgen doch noch ins Fotografiemuseum...
    Wenn einer eine Reise tut...
    Dann sag ich noch mal - bonne nuit- aus Marseille.
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  • Day3

    Longchamp und Calanques

    April 2, 2018 in France ⋅ ☁️ 13 °C

    Unser Vormittag nach einem typisch französischen Frühstück:
    Longchamp - um die „Ankunft“ des Wassers in der Stadt, nach dem Bau eines Kanals, zu feiern, wollte die Stadt einen repräsentativen Wasserspeicher und ein naturhistorisches Museum dazu erschaffen.
    Die Pläne dazu entstanden vom Bildhauer Frédéric-Auguste Bartholdi, dem späteren Schöpfer der Freiheitsstatue. Sehr monumental...der Säulengang, die Treppen, Wasserspeier und Wasserfälle. Die Gebäude daneben beherbergen zwei Museen. An der Rückseite befindet sich eine Parkanlage, die Potenzial zur Verbesserung hat. Wir empfanden sie als recht lieblos und ungepflegt.
    Für den Nachmittag hatten wir ein Boot „gechartert“. Gut, wir hatten es nicht für uns allein 😉. Ausflug Richtung Nationalpark Calanques.
    Malerischen Felsklippen, fjordähnliche Buchten, türkisblaues Wasser. Über drei Stunden dauerte unsere Bootstour von Marseille bis Cassis und zurück. Vorbei an den Inseln vor Marseille - Pomègues, Ratounneau, Tiboulen und If. Auf letzterer lies Franz I. zum Schutz des Marseiller Hafens ein Château errichten. Alexander Dumas machte dies weltberühmt. Hier befand sich der Kerker seines Romanheldens José Custodio Faria- besser bekannt als der Graf von Monte Christo.
    Typische Touri Tour würde ich sagen 🤔, sollte es ein nächstes mal geben, dann lieber wandern im Nationalpark.
    Unser Abendprogramm- Mädelsvideoabend in unserer Suite mit einem Schluck zu viel Rotwein.
    Deshalb heute nur Telegrammstil...
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  • Day2

    Noch mehr davon...!

    April 1, 2018 in France ⋅ 🌙 11 °C

    Sonne, Sonne, Sonne...ihr wisst nicht was das ist!? Ist zu sehen, wenn die Farbe des Himmels blau ist, dann stahlt da so ein großes, gelbes Ding am Himmel. Macht super gute Laune und ist wie eine Energietankstelle. Wir wurden heute extrem verwöhnt davon.
    Unser Ausflug begann wieder am Alten Hafen, nicht mit dem Boot, sondern mit dem Bus. Hop on- Hop off Tour durch Marseille. Einen Teil der Tour hatten wir gestern schon zu Fuß zurück gelegt. Heute gab es dazu noch interessante Infos vom Audioguide im Bus. Unsere Tour führte uns heute in die Stadtviertel südlich vom Alten Hafen, vorbei am Stadtstrand „Plage de Catalan“, wo ein paar ganz Mutige schon im Meer schwimmen waren, bis ganz hinauf zur Kirche Notre-Dame de la Garde. Ok, nicht bis ganz rauf, wir mussten selbst noch ein Stück und einige Treppenstufen meistern, bis wir ganz oben waren. Der Blick auf Marseille und das blaue Wasser des Mittelmeeres war es wert.
    Die Kirche wurde 1864 auf diesem Hügel fertiggestellt und ist ein weithin sichtbares Wahrzeichen Marseilles.
    Die Schlange an Menschen, welche in das Innere der Kirche wollten, war extrem. Ähnlich hatten Julia und ich das letztes Jahr zum Osterfest in Lissabon erlebt. Wir haben haben uns für den Ausblick entschieden und ganz viel Sonne getankt, auch wenn das Innere der Kirche und die Orgel sehr prunkvoll sein sollen.
    Marseilles Bouillabaise - Marseilles bekanntestes Fischgericht. Man kann sie auf zwei Arten genießen, als reichhaltigen Fischeintopf oder als Zweigänge Menü, bestehend aus einer Fischsüppchen und einer Fischplatte. Uns wurde letzteres serviert und meine Begleitung, Lady M., war sehr geschickt im „Kampf“ mit dem Hummer. Ich hatte, glaube ich schon mal erwähnt, das ich es eigentlich nicht mag, wenn mich mein Essen noch anschaut, wir hatten uns im Vorfeld zu wenig informiert und wurden dann wieder überrascht. Es war aber sehr, sehr lecker.
    Ein toller Tag, mit ein wenig Wissenswertem über die Stadt, tollem Ausblick, lecker Essen und ganz viel davon ☀️☀️☀️.
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  • Day1

    SONNE...

    March 31, 2018 in France ⋅ ⛅ 13 °C

    war das erklärte Ziel.
    Eigentlich wollte ich an solchen Feiertagswochenenden nicht mehr verreisen. Zu teuer, zu voll...eigentlich.
    Es war einfach zu verführerisch, ein elend langer und grauer Winter in Deutschland und ein Frühling nur zaghaft in Sicht.
    Der Flugpreis hat das Ziel bestimmt.
    Marseille - zweitgrößte Stadt Frankreichs mit ca. 900.000 Einwohner und älteste Stadt Frankreichs. 26 Jahrhunderte Geschichte und Kultur.
    Landung heute morgen bei blauem Himmel, Sonnenschein und ca. 15 Grad.
    Im Zentrum angekommen, haben wir uns am Vieux Port (Alter Hafen) in der Sonne ein französisches Frühstück gegönnt. 600 Jahre vor Chr. gingen hier Griechen an Land.
    Der Blick beim Café au lait- direkt auf die 150 Meter über der Stadt thronende Basilika Notre-Dame-de-la-Garde. Da müssen wir noch rauf.
    Nachdem wir unsere Wohnung, nicht weit vom Hafen, bezogen hatten, haben wir uns durch das Viertel Vieux Panier, die Altstadt von Marseille, treiben lassen.
    Wir waren sehr lecker Essen, was einer Überraschung gleich kam. Die Franzosen sind sehr stolz auf ihre Sprache und Englisch, will oder kann man nicht. Die Karte gab es nur in französisch und die Verständigung klappte mehr schlecht als recht. So richtig wussten wir nicht, was wir bestellt hatten 😂. Hat sich aber gelohnt.
    Die Kathedralen Le Major, fast direkt am Meer, haben wir uns angesehen und sind Richtung Neuer Hafen gebummelt. Beides ein heftiger Kontrast, wenn man aus den kleinen, engen Gassen der Altstadt kommt.
    Erwähnenswert ist noch das neue Shoppingcenter „Les Terrasses du Port“, sicher auch schick zum bummeln und shoppen, ein weiterer Grund für einen Besuch ist die Terrasse. Hier hat man, in der Sonne sitzend, einen tollen Ausblick auf das Meer und die vorgelagerten Inseln.
    Ich bin begeistert von der Stadt, die auch auf Grund ihrer Menschen sehr bunt ist.
    Völlig unvorbereitet hier gelandet, nur auf der Suche nach Sonne, haben wir doch eine tolle, spannende und interessante Stadt vorgefunden.
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