• Weiter auf der BR 101 nach Norden

    11 de março, Brasil ⋅ ☁️ 29 °C

    In der Nacht hat es ordentlich geregnet und auch am Morgen gibt es immer wieder den einen oder anderen kräftigen Regenguss. Das hat den Vorteil, dass unser Auto wieder einigermaßen sauber ist von der gestrigen Erdstraße. Allerdings steht das Wasser auf den Straßen, weil es keine Kanalisation gibt. In einer Regenpause gehen wir durch die Dünen zum Strand, wo uns kräftige Wellen entgegenschlagen. Auf der Weiterfahrt gibt es einen Mix aus Regen, Wolken und Sonne. Und plötzlich taucht in der Ferne ein markanter Felsberg auf, der Monte Pescoço nahe der Stadt Itamaraju und von der Fernstraße BR-101 gut sichtbar. Es ist ein großer Granit-Monolith mit sehr steilen Felswänden. Bei Bergsteigern ist er sehr beliebt. Wegen seiner Form wird er von Kletterern manchmal „Dedo de Deus baiano“ („Finger Gottes von Bahia“) genannt. Mittlerweile sind wir im Bundesstaat Bahia. Der Name „Pescoço“ bedeutet auf Portugiesisch „Hals“, weil der Fels von bestimmten Blickwinkeln wie ein „Hals“ oder eine schmale Felsformation aussieht. Nach 340 Kilometern kommt im Ort Eunápolis endlich der Abzweig nach Trancoso, unserem Ziel für heute. In der Pousada Samambaia finden wir eine schöne Unterkunft für die nächsten zwei Nächte. Zu Fuß gehen wir das kurze Stück bis zum Hauptplatz, Quadrado genannt. Am Ende dieses rechteckigen Platzes befindet sich die kleine Kirche Igreja São João Batista (Igrejinha do Quadrado). Wir wundern uns über die Menschenmassen, bis wir sehen, dass vor der Kirche ein Konzert des Jugendorchesters von Trancoso stattfindet. Heute beginnt das Festival do Musica, das am Samstag endet. Trotz der vielen Menschen, die sich nach dem Konzert verlaufen, zieht uns die Stimmung in ihrem Bann.Leia mais